Jenseits von Sucht und Gewohnheit

Erstmal eine rauchen

rauchenJa, ich rauche wieder. Bevor sich jetzt alle militanten Nichtraucher aufregen und mir moralisch kommen wollen, die Ergänzung: So drei, vier Zigaretten … pro Jahr. Und das jetzt schon seit anderthalb Jahren. Musste ich mal loswerden in diesen Tagen, in denen sich meine letzte Kippe zum fünften Mal jährt. Es ist mir damals überhaupt nicht schwergefallen aufzuhören, und die negativen Effekte hielten sich in engen Grenzen und dauerte nicht lange. Aber beim Paris-Wochenende zum meinem Sechzigsten konnte ich der roten Raute mit dem Schriftzug “Tabac” nicht widerstehen, betrat einen Laden und erwarb ein Päckchen Gitanes. Die erste Zichte in einem Café im Marais war furchtbar. Die Packung fuhr mit nachhause und hält bis heute. Genauer gesagt: Insgesamt fehlen nun sechs Stück. So kann’s bleiben. Lungenzüge sind mir nicht möglich, und die Dinger schmecken mir nicht mehr wie früher. Und das ist ein Verlust. Denn nachdem ich 1970 anlässlich unserer Klassenfahrt nach Paris auf französische Schwarze umgestiegen war, haben mit die Gauloises und Gitanes immer wirklich geschmeckt. Alle anderen Marken oder Sorten habe ich nur gequalmt, weil ich rauchen wollte, aber keine Cigarettes da waren. » weiterlesen »

» Betrachtungen von Chefred am 16.07.14 um 12:21 » in Rubrik(en): Feuilleton,Interna
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So viele Geschichten auf so kleinem Raum

Menschliche Beziehungen

Sie ist ja eine meiner Lieblingsschriftstellerin, und sie schreibt fast ausschließlich Kurzgeschichten. Daraus lassen sich prima Filme machen, und daraus entstanden schon mehrere prima Filme. Der heute gesuchte Streifen führt einen Haufen Menschen daheim und unterwegs ein, die das normale Leben genauso wenig hinkriegen wie wir alle. Aber sie versuchen es. Dabei tritt die Elite der Schauspieler des Landes an, aus dem die Autorin stammt. Alle Geschichten sind irgendwie miteinander verwoben, und überall steckt Rührung drin. Besonders in der Rolle, die ein unlängst verstorbener Schauspieler gibt. Die Spannung entsteht nicht nur durch die Konflikte in den Stories, sondern durch den Gegensatz von kalt und warm, von trocken und nass. Und alle suchen das Glück.

1) Wie heißt die Schriftstellerin?
2) Wie heißt der Film?
3) Welches Lied singt der genannte Schauspieler?

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» Folge 95 von 95 in Film-Quiz

» Rätsel von Chefred am 21.07.14 um 11:53 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Mit der leckeren Curry-Paste aus dem Asia-Laden

Ein einfaches Hähnchen-Curry

Einfaches Hähnchen-CurryIst ja klar: Die jute deutsche Körrieworst hat mit Curry nichts zu tun. Ja, diese Curry-Pulver, die man im Gewürzregal im Supermarkt findet, sind ebenfalls weit weg von dem, was Curry ist. Denn eigentlich handelt es sich um eine in ganz Süd- und Südostasien verbreitete Bezeichnung für die dortigen Eintöpfe, wobei dieser Begriff erst aus der Zeit der britischen Besatzung des indischen Subkontinents stammt. Curry ist nämlich englisch und eigentlich nur der Versuch, das tamilische Wort ka?i (???) abzubilden. Deshalb heißt es auch nicht Körrie, sondern Karri. Tatsächlich heißt das so etwas wie “Sosse”, also Salsa, Sugo etc. Diese Sosse sollte sämig sein, und in ihr werden die Zutaten gekocht. Dass im Sprachgebrauch gilt “Curry = scharf” ist nicht weit hergeholt, denn die Basis für eine solche Sosse bilden in der Regel etliche angeröstete Gewürze, darunter auch schärfste Chilli- und Pfefferschoten. Das gilt übrigens nur für einen winzigen Ausschnitt dessen, was in der asiatischen Küche mit “Curry” bezeichnet wird – vor allem für die Eintöpfe aus Westindien. Zusammengefasst: Wir bereiten ein Curry, das mit verschiedenen Gewürzen aromatisiert wird. » weiterlesen »

» Folge 88 von 88 in Rezepte

» Anleitung von Chefred am 18.07.14 um 15:02 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Oder: Von falschen und echten Emotionen im Fußball

Wir hassen Köln und RWE…

hass_koelnDie Titelzeile gehört zu einem Chant, der der Kapo der Düsseldorfer Ultras gelegentlich anstimmt und so geht: “Wir alle singen jetzt ein Lied // Weil es für uns nichts Bess’res gibt // Es ist das Letzte auf der Welt // Was uns noch am Leben hält // Zu uns’rer Fortuna zu geh’n // Und hinter uns’ren Jungs zu stehen // Wir hassen Köln und RWE // Fortuna Düsseldorf, olé” Wer nie in einem Block mit echten Fans gestanden hat, wird nie verstehen, dass beim Mitsingen intensive Emotionen aufkommen – und zwar bei fast jedem – und dass gerade die Zeile mit dem Hass besonders intensiv betont wird. Und, ja, in dem Moment hassen wir Fortuna-Fans den Äff-Zeh und den Erzfeind Rot-Weiß Essen wirklich. Ihr Ergebener kann Ihnen versichern, dass die Mehrheit seiner Verwandten, Freunden und Bekannten, die nicht Fan eines Vereins sind, das nicht verstehen und ausgesprochen befremdet sind. Sie sind der Ansicht, dass es beim Fußball immer nur positive Emotionen gibt. Und glauben allen Ernstes, dass die Menschen, die sich beim Betrachten eines Spiels der DFB-Auswahl in Schwarzrotgold hüllen, “Fans” seien. Dabei sind deren Emotionen mehrheitlich künstlich, weil sie lediglich einem Teilbild vom Fußballfan, das in den Medien penetriert wird, nachahmen. Wer nicht hassen kann, kann auch nicht lieben. Und jede Emotion ist immer auch dialektisch. » weiterlesen »

» Folge 68 von 68 in Fußballwochenende

» Besinnungsaufsatz von Chefred am 17.07.14 um 12:38 » in Rubrik(en): Innenpolitik,Sport
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Schnelle Crespelle

Irgendwann hatte mir irgendwer aus irgendeinem Grund weismachen wollen, dass wahre Canneloni aus Pfannkuchen gemacht würden. Hab ich lange geglaubt. Bis ich Crespelle kennenlernte. Das sind die wahren Crispelle, die gefüllten Pfannkuchen, während Canneloni eben doch aus Pasta sind. Aber das Wort ist schön, und wer Pfannkuchen kann, kann auch Crespelle. Zumal in der schnellen […]

 

Der schöne Clooney

Ganz ehrlich: Es ergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendeine Passantin (seltener ein Passant) Clloney anschaut und sagt: “Was für ein schöner Hund.” Das geschieht mit mehr oder weniger Empathie, aber wirklich sehr oft. Manchmal gibt’s auch unerwartete Komplimente. Eine Dame in ihren Siebzigern blieb stehen, schaute sich unseren Sloughi-Kerl und seine vier Stelzen […]

 

[Gelöst] Anders und doch so ähnlich

Unlängst hatte diese musikalische Vereinigung wieder einen Monsterhit, der vielfach und gern auch amateurhaft gecovert wurde und gern auch als Botschaft verstanden wurde. Urheber war diese Muckenmarken, die fast aus dem Nichts kam und vor mehr als 15 Jahren mit der ersten Vollscheibe einen mordsmäßigen Erfolg hatte. Die mit dem Erfolg verbundene Kohle setzen die […]

 

GER vs ARG 1:0

Es war eines der schönsten Tore des Turniers: Schürrle tankt sich durch und passt steil auf Götze. Der steht blank, nimmt den Ball perfekt mit der Brust an, lässt ihn abtropfen und semmelt das Ding volley in die Maschen. Und das in der 113. Minute. In der Phase des Spiels, in der fast alle Akteure […]

 

Trainer vs Schiris 0:0

Ziehen wir ein erstes Fazit dieses Fifa-Global-Events. Denn was heute abend noch kommt, wird vermutlich von einer schleimig-süßlich oder streng-bittren Sosse aus künstlich erzeugten Emotionen überschwemmt werden. Fußball-Fans werden froh sein, dass es vorbei ist und sich auf die kommende Saison mit dem Verein ihres Herzens freuen. Es ließe sich über viele Aspekte dieser Sache […]

 

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