In diesem Blog wurde schon die eine oder andere Lanze für die Schönheit pyrotechnischer Effekte als Ausdruck der Lebensfreude und der Unterstützung von Fußballern durch ihre Fans gebrochen. Viel Interesse fand vor allem der Gastbeitrag des Kollegen Celtic aus dem vergangenen Oktober. Tenor dieser Artikel: Fußball muss brennen. Auch wenn das Abbrennen von Seenotrettungsfackeln und Rauchpulver sowie das Abschießen von Leuchtkugeln keineswegs eine lange Tradition hat, gehört es mittlerweile doch zu der Fankultur, in deren Zentrum die unbedingte Unterstützung der eigenen Mannschaft steht. Nun ist es vor etwas mehr als einer Woche zu einem schlimmen Unfall gekommen, als völlig verblödete FCN-Anhänger meinten, mit dem Anzünden von Magnesiumpulver noch heller zu leuchten. Insgesamt acht Anwesende wurden verletzt, drei davon schwer, und einer von diesen liegt nach wie vor im Krankenhaus – ihm droht die Amputation eines Unterschenkels. Wäre ich ein Freund von Verschwörungstheorien, müsste ich glauben, dass es ein Agent Provocateur der DFL war, der dieses Unheil angerichtet hat. [weiterlesen...]
Liebe Freunde der populären und der Untergrundmusik: Jetzt ist Schluss mit lustig! Da in den letzten Wochen die üblichen Verdächtigen immer alles binnen Minuten gelöst haben, kommt hier und jetzt der bisher allerschwerste Songquiz aller Zeiten (und eine gewisse Expertin ist definitiv von der Teilnahme ausgeschlossen ;–)). Es geht um denselben Songtitel für zwei total unterschiedliche Musik erzeugende Gruppen bzw. Personen. Eine davon aus den Achtzigern, die andere von jetzt. Noch viel unterschiedlicher ist die jeweilige Kernaussage: einmal naiv-optimistisch, einmal komplex-verstörend.
Was ist Berlin? Ein Moloch (was auch immer da sein mag…)? Ein einziger großer Hundehaufen? Schmuddelig, desorganisiert, feindlich? Oder doch eene Wolke? Ich weiß es auch nicht, denn jedes Mal kommt mir diese Stadt ganz anders vor, und ich kann final nicht bestätigen, dass ich Berlin mag. Das liegt einerseits an den Insassen. So ziemlich jede Form von Arschloch ist da in Mengen vertreten – vom Yuppie über den Spießer bis zum bildungsfernen Migranten mit Gewaltabsichten. Nett sindse jedenfalls in Mehrheit nicht. Dafür sind sie viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt: mit dem Lebenserhalt oder dem Aufbau und der Pflege des sozialen Statusses. Das ist unangenehm für Fremde, aber in vielen großen Städten nicht anders. Anderserseits sind Stadtplanung und Architektur eine einzige riesige Katastrophe. Was Nazibaumeister verunstaltet und Bomben nicht zerstört haben, ist entweder ockerpissgelb angemalt oder missgestaltet. Jeder Narziss unter den Stararchitekten hat hier ein Gebäude an einen Baum gepinkelt, und der Postdamer Platz ist ein Extrembeispiel für gewalttätige, menschenfeindliche Brutalarchitektur. [weiterlesen...]