Plädoyer für das Einschalten des Gehirns als Maßnahme gegen irrationale Ängste

Der Fremde und du

Vollverschleierte Damen in der TürkeiNiemand käme auf die Idee, einen Menschen mit claustrophbischer Angststörung Dummheit zu unterstellen. Wie ja mittlerweile auch kaum noch jemand einem Menschen mit Angststörung zurufen würde: Nu stell dich mal nicht so an. Denn in allen Fällen, in denen das Wörtchen Phobie eine Rolle spielt, reden wir von irrationalen Ängsten, also Ängsten, die im betroffenen Individuum ganz unwillkürlich aufkommen, ihm zumindest unangenehm sind oder sogar in Panik versetzen. Viele dieser Phobien haben evolutionsbiologische Wurzeln. So ist uns zum Beispiel die Xenophobie in die Gene geschrieben als die Angst vor den Fremden (nicht vor DEM Fremden). Und das aus gutem Grund. Denn in einer sehr frühen Phase der Menschheitsentwicklung war es in 99,9 Prozent der Fälle mit Ärger verbunden, wenn ein fremder Clan zu Besuch kam. Damals lebten die Stämme weit entfernt voneinander, die Ressourcen waren vor der Entwicklung des Ackerbaus knapp, und wenn einer Sippe Beeren, Pilze und Wurzeln ausgingen, machte sie sich zwangsläufig auf die Suche nach neuen Jagd- und Sammelgründen. Kam sie dabei durchs Revier eines anderen Volkes, gab’s Zoff. Und weil in aller Regel die Wandernden die Aggressiveren waren und sich ohne Rücksicht auf Verluste neues Gebiet anzueignen gedachten, machten sie keine Gefangenen. Davor Angst zu haben, war nützlich, weil es wachsam machte und die Abwehrkräfte stärkte. » weiterlesen »

» Kurzessay von Rainer Bartel am 25.08.15 um 12:48 » in Rubrik(en): Rainer'sche Post,Rainers Ansichten
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Rätsel der KW35

Eine Düsseldorfer Schnitzeljagd

eisschollenDieses Mal ist Ihr sehr ergebener Rätselonkel sehr sicher, dass die folgende Quizfrage eigentlich viel zu einfach ist. Jeder Düsseldorfer, der älter als Vierzig ist, wird die Antwort wie aus der Pistole geschossen geben. Deshalb werden die Hinweise auf ein Minimum beschränkt. Gesucht wird ein Buch, in dem auch der zugefrorene Rhein eine Rolle eine, ja ziemlich wichtige Rolle spielt.

1. Wie heißt das Buch? » weiterlesen »

» Folge 56 von 56 in Düssel-Quiz

» Rätsel von Rainer Bartel am 27.08.15 um 12:40
» in Rubrik(en): Lokalpolitik,The Düsseldorfer
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Das Rätsel der KW34

[Gelöst] Harmlos, aber lustig

carl nappEs sind ja vor allem die Bühnenkünstler, die schnell in Vergessenheit geraten, wenn ihr Werk nicht irgendwann akustisch oder optisch aufgezeichnet wurde. Von dem heute gesuchten Mann existieren nur ganz wenige Tonaufnahmen, aber nur ein Bewegtbilddokument – und das stammt aus einer Zeit, als er im angestammten Metier schon gar nicht mehr sehr erfolgreich war. Geboren ist der Künstler in Düsseldorf. Hier hat er auch seinen Künstlernamen angenommen und hier hat er seine ersten öffentlichen Auftritte gehabt – in praktisch allen Sälen, die seine Art Vortrag überhaupt ins Programm Namen. Populär wurde er dann in Berlin. Leider auch bei Leuten, bei denen man nicht unbedingt beliebt sein wollte. Das lag wohl daran, dass er harmlose, aber lustige Sachen vortrug. Das Tonpröbchen gibt ein winziges Beispiel seiner Vortragskunst:

Hör's dir an
Oder hier in der Soundcloud

1. Wie hieß dieser darstellende Künstler: Carl Napp » weiterlesen »

» Folge 106 von 106 in Film-Quiz

» Rätsel von Rainer Bartel am 27.08.15 um 12:10
» in Rubrik(en): Kultur und Pop,The Düsseldorfer
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Bild der KW35: Spiegelköpfe

Bild der KW35: Spiegelköpfe.

» Folge 19 von 19 in Bild der Woche

» Bild von Rainer Bartel am 26.08.15 um 13:22
» in Rubrik(en): Kultur und Pop,The Düsseldorfer
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25.08.15 » Die Zitronen-Muskatnuss-Connection

Vor langen Jahren hatten wir eine Haushälterin namens Frau H., die unter anderem die tägliche Hauptmahlzeit für uns kochte. Ihre Rezeptbuch war dick, der Speiseplan vielfältig und alle Gerichte waren immer auf unbestimmte Art lecker. Zu der Zeit war ich berufsbedingt nur an den Wochenenden Familienkoch und bald sehr neidisch auf das, was uns Frau […]

23.08.15 » F95 vs SC Breisburg

Aus windhundrenntechnischen Gründen konnte Ihr Ergebener gestern nicht Bericht aus dem Rheinstadion erstatten (Ja, ja, ich weiß: Rheinstadion gibt’s nicht mehr; aber was mit „Arena“ mag ich nicht tippen im Zusammenhang mit meiner Fortuna…). Also bat er Freunde, ihn auf dem Laufenden zu halten. Also saß er an der Bahn des Windhundrennvereins Dreiländereck in Stolberg […]

23.08.15 » Acoustic Summer Festival 2015: Musik tut gut

Musik ist gut. Musik tut gut. Vor allem in Zeiten, in denen einem die Welt links und rechts an den Ohren vorbeifliegt. Denn Musik macht Hoffnung. Besonders die Sorte Musik, die gestern im Rahmen des Acoustic Summer Festivals im Weltkunstzimmer, genauer: Weltmusikzimmer an der Ronsdorfer Straße stattfand. Macher Tommy Kirchmann hat mit seiner tollen Mannschaft […]

21.08.15 » Tötet die Laubbläser!

Niemand mag sie, diese sinnlosen Rucksäcke mit Verbrennungsmotoren, aus denen unten nervenzerfetzendes Kreischen kommt. Da fragt man sich als gequälter Mensch schon, welcher Grundsadist diesen Scheiß erfunden hat. Die Idee ist so bescheuert wie profitträchtig: Wo früher ein Rechen für maximal zwanzig Euro, eine Besern für acht Euro und eine Schaufel für zwölf Euro ausreichten, […]

19.08.15 » Wir waren Flüchtlinge

Das Schlimme am Widerstand der „besorgten Bürger“ gegen die Ansiedlung von Flüchtlingen ist, dass sich Geschichte hier wiederholt. Und damit sind gar nicht die Sorgen und Ängste der Wessis nach dem Anschluss der DDR ans Reich gemeint, sondern vor allem der Umgang der Westdeutschen mit den deutschen Flüchtlingen nach dem Ende des zweiten Weltkriegs. Auch […]

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