Das Bundesligawochenende

Äff-Zeh-Zuschauer sind bescheuert

aeff-zeh_daum.jpgIn mancher Hinsicht war dieses Bundesligawochenende erheiternd. Besonders wenn man das Spiel des Äff-Zeh gegen den HSV live verfolgt hat. Denn es hat wieder einmal bewiesen, dass die zahlenden Besucher der Müngersdorfer Hütte total bescheuert sind. Vor allem haben sie vom Fußball kollektiv keine Ahnung. Wie anders ist zu erklären, dass der k**sche Pöbel jedes Mal in gellende Ekstase verfällt, wenn sich eines der Äff-Zeh-Püppchen auf den Popo setzt oder wenn der Schiri gegen den Äff-Zeh pfeift. Abseits? Ein Novakovatovic steht NIE abseits? Was issen dassen überhaupt? Der durch die negative Charakterwäsche im Kapellenstädtchen zum Schmutzfußballer Lucio’scher Prägung mutierte Roda Antar rudert mit den Armen und haut reihenweise Gegner um – wenn er dann Gelb kassiert, rastet das Pack auf den Tribünen aus. Das Ganze befeuert durch den paranoiden Messias Daum, der hinter jeder Schiedsrichterentscheidung eine Anti-Äff-Zeh-Verschwörung vermutet. Natürlich hat die grassierende Dummheit der Zuschauer ihren Grund auch darin, dass gefühlte 80 Prozent der Pappnasen gar nicht wegen dem Fußball hingehen, sondern um datt orjenaal k**sche Jeföhl abzuzapfen – deshalb tappern irgendwelche C-Promis der ansässigen Medien ja auch da hin.

Schlacke vs Härter 1:0
Kaum anders verhält es sich im Schalke (Anmerkung: Wenn die Ruhraffen schon immer “auf” Schalke sagen, kann man ja ruhig eine andere Präposition verwenden, oder?). Dort beweist allerdings auch jeder Schwenk übers Publikum, dass man total verblödet sein muss, um Anhänger der Gazprom-Satelliten zu sein. Auch in der Wasweißich-Arena blökt die Masse nach Belieben, befreit von jeder Regelkunde und zu 100 Prozent parteiisch. Die Klumpfußtruppe des sprachfehlerten Holländers Rutten mogelte sich gegen Hertha einen einfachen Sieg. Verlierer der Partei war eindeutig deren Coach, der ja ohnehin selten durch sinnvolle Maßnahmen glänzt. Gegen die talentfreien Gurkenkicker in Blauweiß ließ er eine Halbzeit lang mauern und kriegte seine Herren nach dem gegnerischen Treffer nicht in die Puschen – da brachte er drei Stürmer, aber die wussten nicht so richtig, was genau sie nun tun sollten.

Eindrachd vs Bochum-ich-steh-zu dir 4:0
Dummheit kommt nicht nur bei Fans vor, auch bei Torhütern. Denn was der Fernandel im Tor der Unabsteigbaren sich in Minute Fünf leistet, war an Blödheit kaum zu übertreffen. Da riss er ein Frankfurter Sturmwürstchen um, das aus der erreichten Position wohl kaum genetzt hätte. Das Ergebnis: Rote Karte, Elfer und der Auftritt eines Ersatz-Keepers, der weitere zwei Treffer verschuldete.

VWburg vs Hangover 2:1
Hätte der Bochum-Marzel vielleicht besser einen Feldspieler in den Kasten gestellt – so wie der 96er-Coach mit den strahlend blauen Augen. Nachdem der junge, wilde Fromlowitz angeblich einen VW-Söldner von den Stollen gehauen hatte, kriegte der Rot und die VWburger einen Elfmeter. Da Hecking schon dreimal gewechselt hatte, musste Mittelfelder Rosentahl vors Netz … und hielt den Strafstoß. Zudem entschärfte er wenig später einen Mordsschuss. Verdient hatten die Fürgeldspieler unter Magath den Sieg definitiv nicht.

Bielefeld-gibs-nich vs. Doofmund 0:0
Nein, Bielefeld gibt es nicht, muss es auch nicht geben. Und wenn das endlich allgemein anerkannt wäre, würde auch die unerträgliche Arminia nicht mehr in der Buli rumschlüpfern. So schnufte der ewige Kloppo, so bräsig der Arminia-Coach mit dem penisförmigen Kopp, den sie Frontzeck nennen, was sich ja recht eigentlich wie ein Schimpfwort anhört (“Ey, du Frontzeck du…”). Aber fußballerisch wäre es auch um die bienenfarbige Dumpftruppe aus Doofmund wenig schade. Die wenigen begabten Spieler könnte man ja gerecht auf die richtigen Vereine verteilen. Auffällig ist bei beiden Teams die merkwürdige Mischung aus Gewaltkickern (Kringe), Filigranisten (Wichniarek) und Mitläufern. Da sticht der Torwart mit der feschen Tolle richtig raus: Roman Weidenfeller (ein Namen wie aus nem Gay-Porno) bekam eine Rückgabe, realisierte das verspätet und versuchte so zu tun, als habe er vorgehabt, die Pille mit der Brust zu stoppen – ohne die Gräten zu benutzen. Da aber schon eine unabsichtliche Berührung reicht, hätte es zwingend einen Indirekten für die Bielefelder geben müssen.

Karlsruhe gegen die Fischköppe 1:0
Es geht das Gerücht, der Wrestling-Zirkus habe vor Kurzem in Bremen gastiert, und Diego und Pizzaro wären da gewesen. Angeguckt haben sie sich dabei Aktionen wie die Close-Line, bei der ein Ringer dem anderen den Unterarm auf die Röhre haut. Nun mag es Schiris geben, die bei gelungenen Schlägen nicht auf Rot entscheiden – regelkonform ist das nicht. Und so wird zumindest der kleinwüchsige Lover der Delmenhorster Rose (“Brüh im Glanze…”) Sarah Oha’Connor nach TV-Beweis ein bisschen aussetzen müssen. Erschreckend ist, wie inkontinent die Bremer Künstler momentan zu Werke gehen – allen voran Torsten “Lutscher” Frings, der hiphophörende Ferraripilot mit dem beschränkten Hirnhorizont, der eigentlich immer falsch steht, falsche Entscheidungen fällt und daneben schießt. Nein, absteigen wird die erste Mannschaft des SV Werder (im Gegensatz zu ihrer Zwoten…) nicht, aber um irgendeinen Blumentopf werden sie auch nicht mitspielen in der Restsaison.

Ostholland gegen Werkself 1:3
Das Millionendorf Mönchengladbach ist bekannt für eine hohe Millionärsdichte und hat ein tolles Museum für zeitgenössische Kunst. Umgeben ist es von üblen Dörfern voller übler Provinzknallis, die in einer bestimmten, üblen Phase ihrer Menschwerdung zu Fans der Borussia mutieren und dabei alles Üble ausschwitzen, was ein junger Mensch in sich tragen kann. Derlei Existenten bevölkern gelegentlich das zum Discountpreis errichtete Stadion, das zu den hässlichsten Europas gezählt werden muss, was wiederum zum zielfreien Rumgekicke der Spieler des Vereins passt. Man wundert sich eigentlich nur noch, warum die aktuelle Elf unter Trainergott Meyer/Meier/Mayer nicht jeden Samstag vermöbelt wird, denn der mangelt es an allem. Der hoffnungslos überschätzte Dribbelfink Marin kann daran so wenig ändern wie der talentarme Friend und die übrigen Loser in Weißgrünschwarz. Die Mehrzahl ist bekannt für ausschweifende Dorfdiscoexzesse und führerscheinloses Fahren – üblicherweise vom Provinzpuff zum holländischen Coffeeshop. Da musste sich die Fohlenelf des Leverkusener Trainers Laberrhabarber kaum bemühen, um den Männlein aus MG zu zeigen, wo der Ball hängt.

Kotzbus vs Schwäbeli 0:3
Wer hätte gedacht, dass der bescheuert aussehende, dumm labernde Rumpelkicker Babbel (Nomen est Omen) je Trainer bzw. Teamchef werden könnte? Okay, beim VfB Daimler-Porsche ist man ja nicht wählerisch, hat man sich doch schon mal von Messias Daum zum Titel mogeln lassen und ein paar Wochen auf Herrn Trapatonis Sprachkenntnisse vertraut. Nun gewinnt die Babbel auch noch zweimal hintereinander. Wobei es gerade im Falle der östlichsten Ostdeutschen sehr traurig ist, denn die wurden (Achtung! Spochtrepochterphrase!) wurden unter Wert geschlagen. Vermutlich wird aber – analog zu den frühen Siebzigern – die Bundesliga aufgestockt werden, wenn dem FC Energie der Abstieg droht. Ohne Quotenossis läuft da nix, Premiere will ja schließlich auch in den Anschlussgebieten weiter Abos verticken.

Scheißbayern gegen Hopps Heimer 2:1
Man kann über dieses grandiose Fußballspiel von Arrogant gegen Naiv wenig sagen, außer dass sich wieder einmal gezeigt hat, dass Fußball ungerecht ist. Hoffentlich aber haben die anderen Vereine die Partie in voller Länge verfolgt, denn dann können sie sich Rezepte zusammenbrauen, wie man die Mistbayern vermöbeln und dem Kurpfälzer Traditionsverein von 1899 den Spaß verderben kann. Wie sagte ein äußerst kundiger Kollege gestern: “Die Bayern kommen mir vor wie ne Allstar-Band: Lauter Könner, die aber mehr schlecht als recht zusammenspielen.” Tatsächlich haben die Durchmarschierer von Hopps Gnaden die Unzulänglichkeiten der Grinsitruppe schonungslos aufgezeigt. Da steht ein Keeper in der Kiste, der maximal drittligareif ist. Vor ihm mäht ein hüfststeifer Sektenprediger aus Brasilien um, was kommt. Dazu ein Duracell-Häschen, das nur einmal pro Spiel was bringt. Ein Belgier ohne erkennbare Fähigkeiten, den beim Hassvau niemand vermisst. Ein Schmutzfußballer, dem die Jungspunde durch Fouls in dessen eigenem Stil den Schneid abkauften. Ein gewisser Toni Luca, der besser in eine Soap-Serie passt als auf den Platz, und ein gewisser Klose, der seine Karriere hinter sich hat, was er aber als Allerletzter erfahren wird. Bleibt dieser Fronck Reiberei, der qua Bayern-Therapie zum Unfairbolzen avanciert und ziemlich leicht auszuschalten ist. Wenn so ein Haufen Deutscher Meister wird, dann muss man sich um den Toitschen FuSSball Sorgen machen.

So zeigt das Wochenende, dass im Prinzip wieder alles im Sinne der Fußballmafia DFB und des nichtswürdigen Springerkonzerns geregelt ist. Meister wird Ein-Herz-für-Kinder, egal auf wessen Trikot es pappt. Darüber sollte sich der Freund des getretenen Rundballs Sorgen machen.


» Kommentar von Rainer Bartel am 07.12.08 um 21:06 » in Kategorien: Ausland,Sport » 831 x gelesen » noch kein Kommentar
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