Wunderbar: Die Gangbé Brass Band aus dem Benin

Mitten in Afrika

Folge 17 von 39 in Blasmusik

gangbe_brassDass auch in Afrika schwer getutet wird, wundert nicht weiter, haben doch auch auf dem schwarzen Kontinent der böse Brite ihr heilloses Imperialistentum betrieben. Und wo immer er das tat, da hinterließ er auch Blechblasmusik. Im Benin verbindet sich die Tradition der englischen Kohlereviere aufs Feinste mit der typischen westafrikanischen Mucke, sprechende Trommeln inklusive.

Von erheblicher Berühmtheit in diesem Genre ist die Gangbé Brass Band (“Gangbé” = Metallklang) und das nicht nur in Afrika. Dank eines rührigen Managements hat es die Truppe zu einem Spitzenplatz unter den so genannten “World Music Acts” gebracht. Und wie alles kam, findet sich hier:

Die Ursprünge dieses Sounds liegen in der christlichen Mission begründet, die an der Verbreitung der Blechmusik beteiligt war. Die frisch Bekehrten wurden aufgefordert, ihre Dörfer zu verlassen und in den Missionsstationen zusammenzuwohnen. Dort waren die traditionellen Trommeln verboten, weil sie mit «heidnischen» Bräuchen in Verbindung gebracht wurden. Als Ersatz wurden Blaskapellen organisiert, deren Instrumente aus Europa eingeführt wurden. Die Gangbé Brass Band steht in dieser Tradition. Allerdings hat die Formation aus Benin die ursprünglich europäische Marschmusik in einen locker swingenden afrikanischen Tanzstil verwandelt, der jeden militärischen Drill vermissen lässt und deshalb heute auch in Europa Zuspruch findet. So schliesst sich der Kreis! [Quelle: Engelhardt Promotion]

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Und wer Französisch versteht, der höre sich dieses Video mal an.


» Empfehlung von Rainer Bartel am 18.12.09 um 14:50 » in Kategorien: Ausland,Feuilleton » 305 x gelesen » noch kein Kommentar
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