Alle Artikel in der Rubrik "Düsseldorf"

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Wendet sich das Blatt gegen den US-amerikanischen Kulturimperialismus?

Weihnachsflimmerwahn flaut ab

weihnachtshausAls Ihr ergebener Chefred sich im Vorgänger-Blog “Rainersacht” anno 2006 aufs Heftigste über zwei Bekloppte lustigmachte, die ihr Haus an der Kalkumerstraße in Düsseldorf Jahr für Jahr zu Weihnachten in eine wildleuchtende und blinkende Kitschkulisse verwandelte, da trug er sich nicht nur zwei beleidigte und beleidigende Anrufe des Aktiveren des Päärchens ein, sondern eine Menge böser Kommentare. Anscheinend bildeten aber hierzulande die Xmas-Feste der Jahre 2006 und 2007 den Wellenkamm des Illuminationswahns US-amerikanischer Prägung. Konnte man in Düsseldorf-Friedrichstadt, -Bilk und -Oberbilk vor einem Jahr blinkende Weihnachtslichter an zwei, drei Händen abzählen, hat es sich in diesem Dezember anscheinend ausgeflimmert. Stattdessen finden sich wieder die guten, alten stillen Lichter in den Fenstern, an denen sich auch das Herz von atheistischen Weihnachtsallergikern wärmen kann. Das Beste an diesem Trend: Bis auf einen einzigen Balkon im Viertel findet sich nirgendwo mehr leuchtender Disney-Kitsch an den Häusern. » weiterlesen »

» Kolumne von Chefred am 03.12.14 um 13:28 » in Rubrik(en): Düsseldorf,Feuilleton,Wirtschaft
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Was das Mittelfränkische mit dem Rheinischen und dem Niederländischen zu tun hat

Deuen und trecken

“Deu mich nich so”, sagt der Jupp zum Döres, der ihn versucht, in die überfüllte Wirtschaft zu schieben. Außerdem ist die Mama den Kinderwagen am Deuen, und der Toni is jrad am ömtrecke. So spricht man im Rheinischen Sprachgebiet, genauer: im Niederrheinischen. Also der mundartlichen Variante des Deutschen, die von Ossis, Nordis und Südis immer für Kölsch gehalten wird, tatsächlich aber entlang des Rheins ab etwa Remagen bis hoch nach Emmerich, linksrheinisch bis zu 100 Kilometer vom Strom entfernt, rechtsrheinisch dagegen nur in einem recht schmalen Streifen gesprochen wird. In dieser -sammerma- “rheinischen” Mundart gibt es hinwiederum lokal recht unterschiedliche Ausprägungen. Während sich das Bönnsch und das Kölsch recht ähnlich sind, unterscheidet sich das Öcher Platt davon doch erheblich – unter anderem durch die stark verringert Sprechgeschwindigkeit und die Aussprache des G nach A, O und U als Reiblaut, also wie CH. Ein mir einst bekannter Huusmeester aus Jüchen sagte zum Beispiel immer: “Isch jeh jezz ma nam Laacher”, wenn er etwas aus dem Lager holen wollte. Allein schon weil nördlich der Benrather Linie angesiedelt, ist das Düsseldorfer Platt wieder ganz verschieden, zumal es erheblich vom Bergischen geprägt ist. Denn Düsseldorf zählt geschichtlich nicht zum Rhein-, sondern zum Bergischen Land. Aber in allen genannten Städten und Regionen des “Rheinischen” heißt es eben “deuen” und “trecken”. » weiterlesen »

» Folge 16 von 18 in Wörtermuseum

» Bericht von Chefred am 25.11.14 um 13:39 » in Rubrik(en): Düsseldorf,Feuilleton
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Die Deutsche Bahn will Gleisanlagen auf Kosten unseres Bürgerparks vergrößern

Hände weg vom Volksgarten!

Hier will sich die Deutsche Bahn an unserem Volksgarten vergreifenMerkwüdig verhalten fiel die Reaktion der Düsseldorfer Bürger aus, als die Rheinische Post am 13.11.2014 vermeldete, dass sich die kaputtgesparte Deutsche Bahn wegen des RRX am Volksgarten vergreifen will. Schon im Vorfeld schwafelte ein Bahnsprecher im Verein mit dem RRX-geilen CDU-Jarzombek davon, man wolle die Bürger altiv in die Planung einbinden – auch um Vorgänge wie rund um “Stuttgart 21″ zu verhindern. Tatsächlich gab es eine Info-Veranstaltung am 14.11.2014, an der aber mangels großräumiger Kommunikation nur wenige Bürger teilnahmen; vor allem solche, die auf mehr Lärmschutz setzen. Mit diesem Zauberwort versucht die Bahn entlang der Baumaßnahmen die Anwohner zu ködern. So auch im Stadtteil Angermund, wo quasi doppelte Berliner Mauern gezogen werden soll. » weiterlesen »

» Bericht von Chefred am 22.11.14 um 21:58 » in Rubrik(en): Düsseldorf,Innenpolitik,Wirtschaft
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Ob Pänz, ob Blagen - alles Rotzije

Die Rotzije

Düsseldorfer Pänz anno 1957 im KarnevalMan hört diesen Ausdruck für freche Kinder im Rheinland nur noch selten: Rotzije. Oder im Singular: dä Rotzich. Einen Verweis findet man überhaupt nur in einem Online-Wörterbuch für die Krefelder Mundart, das Krieewelsch. Nur ältere Leute, grob gesagt vor Jahrgang 1965 verwenden den Ausdruck noch ganz selbstverständlich. Wer meint, eine rheinische Mundart imitieren zu müssen, sagt eher “Pänz“. Wobei dieser Begriff über das Domdorf südlich von Düsseldorf vor allem durch die geniale Musiktruppe Bläck Föös so richtig bekannt wurde. In Düsseldorf selbst ist dieses Wort eher weniger gebräuchlich, obwohl es gerade von Karnevalisten regelmäßig verwendet wird – ein deutliches Zeichen dafür, dass Düsseldorfer Karnevalisten immer mehr vom kölschen Fastelovend übernehmen. Bleiben wir also bei dä Rotzije. » weiterlesen »

» Folge 14 von 18 in Wörtermuseum

» Annäherung von Chefred am 23.10.14 um 12:49 » in Rubrik(en): Düsseldorf,Feuilleton
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Die Rainer'sche Post bekommt ein Schwesterchen bzw. ein Brüderchen...

The Düsseldorfer – das Online-Magazin

The Düsseldorfer - das Online-MagazinEs ist wie bei einer Oscar-Verleihung: Zuerst möchte ich mich nämlich bedanken. Und zwar als erstes bei zwei Herren, die damit wahrscheinlich nicht rechnen. Der eine ist Andre Zalbertus. Auch wenn wir nach einigem Hin und Her (bisher) kein gemeinsames Projekt zustande gebracht haben, so hat er mich doch erst auf die Idee gebracht, ein Online-Magazin für Düsseldorfer und Menschen, die in der Ferne an Düsseldorf denken, zu planen. Denn er sagte, man solle genau das tun, für das man eine Leidenschaft habe. Ich habe zwei Leidenschaften: das Schreiben und meine Heimatstadt. Meine zweite Danksagung geht an meinen Fortuna-Freund Claus, dem ich beiläufig von meiner Idee erzählte. Seine positive Reaktion gab den Ausschlag es zu wagen. Drei Menschen habe ich ganz besonderen Dank zu sagen: Sandra Drljaca, dieser tollen Fotografin, die mich für Präsentation und Video zum Düsseldorfer begleitete. Der liebe, alte Kollege Harald Müller, der mir ein ordentliches Logo baute. Und natürlich meinem alten Freund Stefan Gladow, der das Video drehte und produzierte. Und zwar das Promo-Video für Startnext. Denn The Düsseldorfer ist ein Crowdfunding-Projekt. Inspiriert hat mich vor allem De Correspondent, das niederländische Projekt, das hochwertigsten Journalismus werbefrei im Abo anbietet. Und das höchst erfolgreich. » weiterlesen »

» Ankündigung von Chefred am 27.09.14 um 20:54 » in Rubrik(en): Düsseldorf,Feuilleton,Interna
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[Gastbeitrag von Günther A. Classen, TextUnion]

„Grüner Wolf“ im Stadtbezirk 3 sorgt für GroKo

bv3Vor Kraft kaum noch gehen konnte der grüne Ratsherr und Bezirksvertreter im Stadtbezirk 3 (Bilk, Unterbilk, Friedrichstadt usw.), Dietmar Wolf, als er bei der Kommunalwahl erstmalig für die Grünen im Dorf an der Düssel ein Direktmandat für den Rat der Stadt erringen konnte.

Wolf und die Grünen hatten bis dato bereits mehrere Wahlperioden hindurch mit der CDU jeweils Vorsitz und Stellvertretung im Bezirksparlament im Bilker „Rathaus“ paktiert. Nachdem aktuell Wolf erstmalig einen solchen Erfolg für sich verbuchen konnte (analog zu Hans-Christian Ströbele in Berlin-Kreuzberg für den Bundestag), platzten die Grünen vor Ort einschließlich seiner Person vor lauter Selbstbewusstsein fast aus allen Nähten. » weiterlesen »

» Bericht / Glosse von Chefred am 01.07.14 um 18:14 » in Rubrik(en): Düsseldorf
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Schluss mit dem ganzen Homecomputer-Kram!

Komma acht, komma eins (7)

schneider_pcWoran immer es liegen mag: Ich hab’s nicht so mit Hobbyisten. Und ich hatte es auch noch nie mit Leuten, die mit irgendeiner mehr oder weniger sinnvollen Sache ihre Freizeit füllen – und das am Rande der Manie. Sammler finde ich irgendwie gaga, Leute, die ohne Not mit etwas Motorisierten für Spaß in der Gegend rumkariolen, halte ich für bescheuert und gefährlich. Nun bestand aber die Welt der kleinen Computer in den frühen und mittleren Achtzigerjahren fast nur aus solchen Hobbyisten. Gefragt, was denn ihr Hobby sei, antworteten Vertreter dieser Spezies “Computer”. Entsprechend meiners Weges hin zu den kleinen Elektronenhirnen fand ich das absurd. So eine Kiste sollte nützlich sein. Punkt. Damit sollte man schreiben, rechnen und speichern können. Und zwar schnell und einfach. Aber, mal ehrlich, was war denn einfach in der Ära von C64 und Konsorten? Deshalb war es auch nach meiner Anschauung eine winzige Minderheit, die – sagen wir mal – vor 1987 einen Computer privat wirklich zum Arbeiten benutzten. Vorwiegend handelte es sich dabei um Besitzer eines Apple Macintosh – denn mit dem ging Arbeiten einfach. Die große Masse hatte sich eine Kiste angeschafft, ohne wirklich zu wissen, wozu. » weiterlesen »

» Folge 18 von 18 in Stadtgeschichten

» Erinnerungsaufsatz von Chefred am 24.06.14 um 17:40 » in Rubrik(en): Düsseldorf,Feuilleton,Wirtschaft
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Wenn ein simpler Mann schlechte Berater/innen hat...

Klatsche für Elbers

elbers_wegSchon vor 19:00 Uhr war klar: Die paar Düsseldorfer, die zum Stichwählen gegangen sind, haben dem plumpen Ex-OB voll in die Fresse gehauen. Als noch 21 von über 450 Ergebnissen fehlten, lag der Herausforderer mit fast 60 Prozent vorn. Auch wenn die Auswertung der Wahlbriefe und die Auszählung der Besserverdienerbezirke die Sache noch ein wenig zugunsten von Dirk Elbers verschieben wird, ist doch klar: Den wollten die Insassen der schönsten Stadt am Rhein weghaben. Es mag zu früh sein für eine Analyse, aber auffällig war der völlig verkorkste Stichwahlkampf. Offenbar hatten die Berater von Hausmeister Elbers im Traum nicht damit gerechnet, dass der sich überhaupt ein zweites Mal stellen musste. Vorbereitet schien nichts. Und als die Entourage vom Onkel Dirk merke, dass da was schieflief, fiel ihnen nichts Besseres ein, als bei von Mannstein anzurufen. Und dem fiel nichts Besseres ein, als extrem verphotoshopped Bilder vom Noch-OB anfertigen zu lassen und einen dümmlichen Werbespruch zu recyclen: Wohlfühlen, Wachstum, Wirtschaft – oder umgekehrt. » weiterlesen »

» Bericht & Kommentar von Chefred am 15.06.14 um 19:16 » in Rubrik(en): Düsseldorf,Innenpolitik
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