Wieder ein Relikt, aber in einer völlig anderen Kategorie
[Klick aufs Bild macht's groß] Wenn man so mit oder ohne Hund durch die Stadt geht (nicht fährt!), dann nimmt man Ecken und Dinge wahr, die scheinbar unscheinbar sind. Gerade in Köterbegleitung fällt der Blick gelegentlich auf Sachen, die außerhalb des Blickwinkels selbst des aufmerksamsten Fußgängers liegen. Das hier ist so ein Fall.
1) Wo wurde dieses Bild aufgenommen?
Autokiller 2 (08.02.12) – Renault-Fahrer mäht 66-Jährigen auf der Gerresheimer Straße um. [weiterlesen...]
Autokiller 1 (05.02.12) – 22-jähriger mäht Oma auf der Oberbilker Allee um.
Von der Kohledreckschleuder zur GuD-Anlage
So lange ich denken kann, bestimmten die Schornsteine auf der Lausward das Eingangsbild der Stadt Düsseldorf, wenn man sich ihr von Südwesten näherte. Bis vor wenigen Jahren waren es jeweils drei davon – einer mit 100 Metern Höhe, zwei zu je 150 Metern. Die gehörten zu den alten Steinkohleblöcken Anton, Berta, Cäsar und Dora, die ab 1957 die schönste Stadt am Rhein mit Strom versorgten. Und nicht nur die: Etwa ab 1960 wurde eine Hochspannungsleitung abgezweigt, die direkt an der Hammer Eisenbahnbrücke über den Fluss verläuft und den Zugverkehr mit Energie versorgt. Seit 1998 hat sich nicht nur das Bild deutlich geändert, sondern auch das, was in diesem beinahe innerstädtischen Kraftwerk steckt. Von den drei Schloten blieb nur noch einer, die Blöcke B, C und D wurden ebenfalls abgerissen. Anton wurde mit einer modernen GuD-Anlage – dazu später mehr – ausgerüstet; nur der in den siebzigern entstandene Erdgasblock Emil blieb unverändert. Momentan stehen also noch zwei Blöcke. Dass in den nächsten Jahren mit dem Bau eines weiteren, hochmodernen Blocks begonnen wird, hat seine Ursache in diversen energiepolitischen Verwicklungen rund um die altehrwürdigen Düsseldorfer Stadtwerke. [weiterlesen...]
GSG9 (01.02.12) – Dass die Staatsmacht jetzt den Düsseldorfer Nazimordbuben per GSG9 abholt und medienwirksam mit dem Helikopter quer über die Stadt fliegen lässt, soll dem braven Bürger sagen: “Ey, du, wir nehmen den Naziterror voll total ernst, du” (siehe auch “Wag the Dog“). [weiterlesen...]
[Klick aufs Bild macht's groß] Es ist ja eigentlich egal, welches Wetter gerade herrscht – die verblödeten Schreibfinken der schmuddeligen Medien werden schon irgendwie was drüber in ihre fettigen Tasten hauen. Jetzt ist es gerade mal das sibirische Tief “Cooper”, das von Osten richtig kalte Luft bringt. Das führte in Düsseldorf am Rhein, wo selbst dann kein Frost herrscht, wenn Restdeutschland bibbert, zu Tagestemperaturen im Minusbereich. Na und? Jedenfalls haben zweieinhalb Tage Kälte ausgereicht, die Düssel an der Hundewiese mit einem schmalen Eissaum zu versehen. Schön sieht das aus.
[Klick aufs Bild macht's groß] Am rechtstheinischen Pfeiler der Kniebrücke, direkt unterhalb vom Apollo-Varieté, prangt dieses Mordsgrafitti. Da hat jemand wohl seiner Verehrung für den schönsten Platz in der schönsten Stadt freien Lauf lassen wollen.
Vielleicht ist es aber auch die Reminiszenz eines alten Knabens, der früher zu einer der beiden Schlägerbanden zählte, die den Platz – lange vor seinem Verschönerungsumbau – nachts quasi unpassierbar machten. Wer heute den samstäglichen Wochenmarkt besucht oder die spielenden Kinder mit ihren Eltern sieht oder an den vielen Nachbarschaftsveranstaltungen teilnimmt, wird sich nur schwer vorstellen können, dass der Platz einst mit ziemlich viel Gebüsch bestanden war, in die böse Jungs Parkbänke gezerrt hatten, um sich dort zu treffen und brave Bürger zu verschrecken. Ohne Namen zu nennen: Eine Truppe vom Fürstenplatz zählte seinerzeit zu den härtesten Hooligan-Banden im Umfeld der glorreichen Fortuna…
Friedrich (24.01.12) – Erfahre soeben, dass diese hässliche Type mit dem Geschichtswissen auf Stammtischniveau (“Links, rechts, alles dasselbe…”) Bundesinnenminister ist. Heißt dann wohl: Für den Job braucht man keine besonderen Vorkenntnisse… [weiterlesen...]