Alle Artikel in der Rubrik "Düsseldorf"

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Über den Wolken muss die Freiheit...

1962 – Sonntagsausflug zum Flughafen

altedias_flughafenWie schon erwähnt stammt meine Mutter aus dem ostpreussischen Tapiau, einer kleinen Kleinstadt am Zusammenfkuss von Pregel und Deime, die dadurch weltberühmt ist, dass hier der große Maler Lovis Corinth geboren wurde. Ihr Vater war Beamter und arbeitete als Gärtner bei der ansässigen Klinik für psychisch Kranke. Die Großmutter war Masurin und soll von sich selbst gesagt haben: “Nu, ech ben en ächtes Trakehner Jeblüt”. Meine Mutter war die Jüngste von sieben Geschwistern. Die uneheliche Tochter ihrer ältesten Schwester (Oh, welche Schande!) lebte als achtes Kind in der Familie. Sie war zwar die Tante meiner Mutter, aber ein paar Monate jünger als diese. Die Großmutter war immer hin schon 44 Jahre als meine Mutter als Nesthäkchen geboren wurde. Nicht ungewöhnlich für ein Mädchen des Jahrgangs 1921 in der Provinz ist die Tatsache, dass meine Mutter lediglich vier Jahre Volksschule als Ausbildung vorzuweisen hatte. Vermutlich absolvierte sie diese zwischen Ostern 1928 und Ostern 1933. Mit 14 kam sie dann – wie man damals sagte – in einen Haushalt, wurde also sozusagen Haushaltshilfe ohne Ausbildung. [weiterlesen...]

Folge 12 von 12 in der Serie "Alte Dias"

» Erinnerung von Rainer Bartel am 11.03.10
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Sozialistische Jugendverbände bringen Kindern Brot & Spiele

1959 – Tag des Kindes im Volksgarten

altedias_tagdeskindesMein Vater war bestimmt n Soze… Wenn’s nach seiner Herkunft gegangen wäre, hätte er sogar Kommunist sein müssen damals in den späten Fünfzigern. Tatsächlich war er der klassische Aufsteiger, der sich durch Fleiß und Anpassungsfähigkeit ins Bürgertum hocharbeiten wollte. Sein früher Tod mit 43 Jahren verhinderte die Umsetzung. Ich erinnere mich noch recht lebhaft an die politischen Diskussionen in jenen Jahren. Man war ja praktisch jedes Woche irgendwo bei der Verwandtschaft oder bekam Besuch. Nach dem Kaffeetrinken kamen die Likörchen für die Damen (Echte Kroatzbeere, Verpoorten Eierlikör etc pp) auf den Tisch, und die Männer nahmen die ersten Schnäpse. Später gab’s Abendbrot und Bier. Dabei wurde politisiert. Ganz lebhaft vor Ihren habe ich noch eine heftige Debatte zwischen meinem Vater und unserem Nachbarn, Herr Fischer. Der hatte sich – es muss im Jahr 1958 oder 1959 gewesen sein – bei der Bundeswehr beworben. Mein Vater machte ihm Vorwürfe: “Mensch, Hans, sei doch froh, dass du den Krieg überlebt hast. Wie kannst du noch mal den grauen Rock anziehen wollen?” [weiterlesen...]

Folge 11 von 12 in der Serie "Alte Dias"

» Erinnerung von Rainer Bartel am 04.03.10
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Menschen und Zeitgeist - die frühen Sechziger

1961 – Karneval in Düsseldorf

altedias_karnevalÜber dieses Dia gibt es nicht viel zu erzählen, denn es gehört zu den Fotos vom Rosenmontag 1961, die mein Vater an der Ecke geschossen hat, wo wir uns den Zoch traditionell angesehen haben. Spannend sind, finde ich, aber die Menschen auf dem Bild, die auf die eine oder andere Weise dem Zeitgeist entsprechen. Das fängt mit dem Polizisten am linken oberen Bildrand an, der noch den typischen Tschakko trägt. Und das geht mit den beiden Backfischen vorne rechts weiter. Am Polizeiauto lehnt eine junge Frau, der man damals vermutlich das Etikett “halbstark” verliehen hätte. Dann sind da die pausbäckigen Kinder (eins davon bin ich…) und der alte Mann – zu dem Zeitpunkt ungefähr 60 Jahre alt, also einer, der den Krieg überlebt hat. [weiterlesen...]

Folge 9 von 12 in der Serie "Alte Dias"

» Bildbericht von Rainer Bartel am 18.02.10
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Vom orjanisierten rheinischen Frohsinn im Winterbrauchtum

Klüngel + Kotze = Karneval

rosenmontag_2009Es ist ein Kreuz mit dem Karneval, denn der könnte im Prinzip schön sein. Die Nachbarschaft tut sich zusammen, um einen Wagen für den Zoch zu basteln oder um Kostüme anzufertigen, damit man als Gruppe mitlaufen kann. Und nach dem Rosenmontagsumzug wird gemeinsam gefeiert. Vielleicht war das früher mal so, aber wenn, dann eher im Kapellenstädtchen als in Düsseldorf. Denn das langlebige Vorurteil hat ausnahmsweise Rech: Während Fastelovend in Kölle auf der Straße stattfindet, hat man’s in der Landeshauptstadt mehr mit dem Lackschuhkarneval im Saal. Insofern ist die Popularität des hiesigen Rosenmontagszugs auch im Wesentlichen dem Fernsehen geschuldet. Würde der kölsche WDR sich nicht herablassen, auch den Zoch zwischen Rhein und Kö zu übertragen, gäbe es wohl nur eine lokale Veranstaltung minderen Interesses. [weiterlesen...]

» Gedanken von Rainer Bartel am 15.02.10
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Die Bläck Fööss: Das Beste, was Köln je hervorgebracht hat

Google, bütz mich

Damit die Kölner unter den geneigten Leser weder hysterisch werden (…dafür hat man in der Domstadt ja die EXZESS-Redakteure…) oder in Depressionen verfallen, möchte ich gestehen, dass ich ein riesengroßer Fan einer kölschen Kombo bin. Ja, ich finde, dass die Bläck Fööss das Beste sind, was Köln je hervorgebracht hat. [weiterlesen...]

» Hinweis von Rainer Bartel am 11.02.10
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Wer nix in der Birne hat, der hat das kölsch Jeföhl

Gegen die Kölnifizierung der Medien!

koeln_kaputtEs ist ja nicht weiter schlümm, dass der Flecken, der eine überdimensionale Kapelle als Hauptbahnhof nutzt, existiert. Schließlich wurde der Ort ja vor fast 2.000 Jahren als Lazarett für geschlechtskranke Legionäre gegründet – und an dieser Funktion hat sich bis heute nichts geändert. Nur dass heute nicht mehr Krieg zwischen hässlichen Römern und aufrechten Germanen herrscht, sondern die langjährigen Kampagne zur Verblödung deutscher Massen durch Medien. Und im Zentrum dieser recht erfolgreichen Kampagne steht … Köln. [weiterlesen...]

» Appellllll von Rainer Bartel am 11.02.10
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Giants: Millionen Subventionen für das Profi-Basketball

Rat bläst Staubzucker in Profibasketballer

giantsManchmal steht man als (mehr oder weniger) braver Bürger und aufrechter Steuerzahler sprachlos vor den Aktionen gewählter Volksvertreter und vor allem deren Argumentationen. Vergangene Woche hieß es: “Die Grünen können sich, so ihr Fraktionssprecher Günter Karen-Jungen, eine jährliche Förderung des Profisports von einer Million Euro vorstellen.” Das bedeutet konkret, dass die Profibasketballer der Düsseldorf Giants, für die sich außer rund 2.300 Zuschauern in einer Stadt mit fast 600.000 Einwohnern keine Sau interessiert, eine “Extra-Spritze” von 480.000 Euro bekommen sollen – denn sonst droht den Korbwerfern die Pleite. Dass sich der grüne Spochtexpechte Karen-Jungen – übrigens auch Mitglied im Aufsichtsrat der Fortuna – nun für die erfolgsarmen Profis stark macht, verwundert doch sehr. [weiterlesen...]

» Kommentar von Rainer Bartel am 05.02.10
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Als Familien noch zusammenhielten

1960 – Ausflug zum Sportfest

altedias_sportfestDieses Foto [Klick aufs Bild macht's groß] stammt vermutlich aus dem Frühsommer 1960 und zeigt die Familie samt Freunden bei einem Sonntagsausflug, der ein Sportfest zum Ziel hatte. Der freundliche Junge unterhalb des Mannes im schwarzen Anzug, das bin ich. Meine Schwester, damals wohl knapp vier Jahre alt, steht in ihrem geliebten Pflaumenkleid vor der Gruppe. Links von ihr sitzt Tante Thea, rechts im Hintergrund Onkel Walter. Und mein Bruder ist links hinter ihr zu sehen. Und dann sind noch Tante Minka und ihre Tochter (Roswitha?) zu sehen. Das waren alte Bekannte von Tante Thea und Onkel Walter aus Ostpreußen. Ich war immer fasziniert von Minkas ostpreußischer Sprechweise, diesem speziellen Tonfall, der besonderen Melodie und diesen typischen Wörtern wie “Marjellchen”, die man aus der Folklore der Heimatvertriebenen kennt. [weiterlesen...]

Folge 7 von 12 in der Serie "Alte Dias"

» Bericht von Rainer Bartel am 04.02.10
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