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	<title>Rainer&#039;sche Post &#187; Düsseldorf</title>
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	<description>Düsseldorf - RestDerWelt - Kultuur - Spocht</description>
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		<title>[Gel&#246;st] Abrissreste</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 11:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>

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		<description><![CDATA[[Klick aufs Bild macht's gro&#223;] Wenn man so mit oder ohne Hund durch die Stadt geht (nicht f&#228;hrt!), dann nimmt man Ecken und Dinge wahr, die scheinbar unscheinbar sind. Gerade in K&#246;terbegleitung f&#228;llt der Blick gelegentlich auf Sachen, die au&#223;erhalb des Blickwinkels selbst des aufmerksamsten Fu&#223;g&#228;ngers liegen. Das hier ist so ein Fall. 1) Wo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2012/02/duesselquiz_090212_gross.jpg" rel="Lightbox"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2012/02/duesselquiz_090212.jpg" alt="Kl&#246;tze" title="duesselquiz_140112"/></a><em>[Klick aufs Bild macht's gro&#223;]</em> Wenn man so mit oder ohne Hund durch die Stadt geht (nicht f&#228;hrt!), dann nimmt man Ecken und Dinge wahr, die scheinbar unscheinbar sind. Gerade in K&#246;terbegleitung f&#228;llt der Blick gelegentlich auf Sachen, die au&#223;erhalb des Blickwinkels selbst des aufmerksamsten Fu&#223;g&#228;ngers liegen. Das hier ist so ein Fall.</p>
<p>1) Wo wurde dieses Bild aufgenommen: <strong><a href="http://g.co/maps/2txtx">Brachland hinter den Arkaden</a></strong></p>
<p>Nein, der L&#246;ser hat das R&#228;tsel nicht &#8211; wie er sagt &#8211; &#8220;geschrottet&#8221;. Das Brachland des ehemaligen G&#252;terbahnhofs Bilk mit dem Florapark zu verwechseln, ist maximal ein Missverst&#228;ndnis. Kein Missverst&#228;ndnis war der starke Wille des verstorbenen OB Erwin, den Wildwuchs mit seiner &#252;blichen, analfixierten Ordnungsliebe zu begradigen und f&#252;r den Konsum nutzbar zu machen.<span id="more-8950"></span></p>
<p>Denn das Gel&#228;nde zwischen Bahnlinie und Bachstra&#223;e, Elisabeth- und Suitbertusstra&#223;e war sehr lange ein verwunschenes, wenig bekanntes und wildes Paradies. Nur kranke Hirne konnten den Innenhof am S-Bahnhof Bilk, dieses Kleingewerbe-Biotop, als Schandfleck sehen, diese Ansammlung engagierter Kleinunternehmer in den geheimnisvollen Bahnkasematten &#8211; vom legend&#228;ren Fischrestaurant, wegen dem Menschen von weit her anreisten, ganz zu schweigen. Das alles hat Joachim Erwin f&#252;r ein Linsengericht an einen Investor vertickt, dem kein guter Ruf vorauseilt. Und lie&#223; dort eine architektonische Scheu&#223;lichkeit als Konsumtempel, die erst &#8220;Bilker Arkaden&#8221; hei&#223;en sollte, nun aber als &#8220;<a href="http://www.google.de/url?sa=t&#038;rct=j&#038;q=d%C3%BCsseldorf%20arcaden&#038;source=web&#038;cd=1&#038;ved=0CD0QFjAA&#038;url=http%3A%2F%2Fwww.duesseldorf-arcaden.de%2F&#038;ei=KlE2T5WgNYTHtAbynLG4DA&#038;usg=AFQjCNERL-oD5DgkXRYa830-kwbob4Jq0w&#038;sig2=1uWJXXQJ61grzsr-QjaXQA&#038;cad=rja">D&#252;sseldorf Arcaden</a>&#8221; sein sinnloses Dasein fristet. Wie um mit Sinn f&#252;r &#196;sthetik eine Nase zu drehen lie&#223; der Stadtf&#252;rst dann noch eine Reihe gewaltt&#228;tiger Wohnkl&#246;tze f&#252;r Besserverdiener an den Rand der Bachstra&#223;e auf dem Fundamt des ehemaligen Bahndamms rotzen. Dies anstelle der in den Diskussionen von ihm immer vollmundigst versprochenen erschwinglichen Wohnungen&#8230;<br />
Nun ist das leblose Gel&#228;nde nat&#252;rlich zum sozialen Brennpunkt verkommen. Der gro&#223;kotzige Spielplatz wird vormittags von einer (manchmal zwei) Kindergartegruppe genutzt, sp&#228;ter okkupieren gelangweilte Jugendliche das Areal und k&#252;mmern sich um ihre Drogengesch&#228;fte. Die Designleuchten an den h&#228;sslichen H&#228;usern werden regelm&#228;&#223;ig umgetreten, und man versucht, die Halbstarken durch Schilder fernzuhalten, die das Sitzen und Essen auf den Stufen verbieten. Es ist so trostlos wie alles, was OB Erwin hat bauen lassen. Und es ist ein Symbol f&#252;r dessen Geist des asozialen Konsumismusses als Retter der D&#252;sseldorfer &#8220;Schuldenfreiheit&#8221;.</p>
<p>Nur f&#252;r Hundehalter ist ein St&#252;ck vom Paradies geblieben. Ein St&#252;ck Brachland von ungef&#228;hr 200 Metern L&#228;nge und gut 100 Metern Breite, auf dem w&#228;chst, was da wachsen kann und will. Ein harter, steiniger Boden, unter dem noch Bahnreste zu vermuten sind. Und dann f&#252;hrt eine Rampe &#8211; bei deren Nutzung man unwillk&#252;rlich an das Loveparade-Desaster denkt, vom Plateau hinab zur Benzenbergstra&#223;e. Und an deren R&#228;ndern finden sich die Relikte der einstigen Nutzung &#8211; unter anderem die St&#252;mpfe der klassischen G&#252;terbahnhofsbeleuchtungsmasten.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/abrissreste.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>CDU D&#252;sseldorf</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 08:37:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>

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		<description><![CDATA[CDU D&#252;sseldorf (11.02.12) &#8211; War klar: Jetzt f&#228;ngt die schwarze Mafia mit dem L&#252;gen, T&#228;uschen und Vertuschen an &#8211; wie vom Bundes-Wulff gewohnt auf erb&#228;rmlich kleinkariertem, provinziellen und extrem b&#252;rgerfernen Niveau. Copyright &#169; by Rainer Bartel, alle Rechte vorbehalten (ID: 078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &#187; Ganzen Artikel lesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>CDU D&#252;sseldorf</strong> (11.02.12) &#8211; War klar: Jetzt f&#228;ngt die <a href="http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/conzens-umstrittener-bettelbrief-an-den-idr-chef-id6338016.html">schwarze Mafia mit dem L&#252;gen</a>, T&#228;uschen und Vertuschen an &#8211; wie vom Bundes-Wulff gewohnt auf erb&#228;rmlich kleinkariertem, provinziellen und extrem b&#252;rgerfernen Niveau.<span id="more-8959"></span></p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/cdu-dusseldorf.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Autokiller 2</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 13:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>

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		<description><![CDATA[Autokiller 2 (08.02.12) &#8211; Renault-Fahrer m&#228;ht 66-J&#228;hrigen auf der Gerresheimer Stra&#223;e um. Copyright &#169; by Rainer Bartel, alle Rechte vorbehalten (ID: 078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &#187; Ganzen Artikel lesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Autokiller 2</strong> (08.02.12) &#8211; <a href="http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/fussgaenger-bei-verkehrsunfall-schwer-verletzt-id6328484.html">Renault-Fahrer m&#228;ht</a> 66-J&#228;hrigen auf der Gerresheimer Stra&#223;e um.<span id="more-8946"></span></p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/autokiller-2.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Autokiller 1</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 19:59:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Autokiller 1 (05.02.12) &#8211; 22-j&#228;hriger m&#228;ht Oma auf der Oberbilker Allee um. Copyright &#169; by Rainer Bartel, alle Rechte vorbehalten (ID: 078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &#187; Ganzen Artikel lesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Autokiller 1</strong> (05.02.12) &#8211; <a href="http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/autofahrer-sah-die-seniorin-nicht-id6317139.html">22-j&#228;hriger m&#228;ht Oma</a> auf der Oberbilker Allee um.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/autokiller-1.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Lausward: Kraftquelle der Stadt</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 16:18:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[So lange ich denken kann, bestimmten die Schornsteine auf der Lausward das Eingangsbild der Stadt D&#252;sseldorf, wenn man sich ihr von S&#252;dwesten n&#228;herte. Bis vor wenigen Jahren waren es jeweils drei davon &#8211; einer mit 100 Metern H&#246;he, zwei zu je 150 Metern. Die geh&#246;rten zu den alten Steinkohlebl&#246;cken Anton, Berta, C&#228;sar und Dora, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2012/02/kraftwerk_lausward_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Das Kraftwerk auf der Lausward - Energie f&#252;r D&#252;sseldorf"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2012/02/kraftwerk_lausward.jpg" alt="kraftwerk_lausward" /></a>So lange ich denken kann, bestimmten die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Lausward">Schornsteine auf der Lausward</a> das Eingangsbild der Stadt D&#252;sseldorf, wenn man sich ihr von S&#252;dwesten n&#228;herte. Bis vor wenigen Jahren waren es jeweils drei davon &#8211; einer mit 100 Metern H&#246;he, zwei zu je 150 Metern. Die geh&#246;rten zu den alten Steinkohlebl&#246;cken Anton, Berta, C&#228;sar und Dora, die ab 1957 die sch&#246;nste Stadt am Rhein mit Strom versorgten. Und nicht nur die: Etwa ab 1960 wurde eine Hochspannungsleitung abgezweigt, die direkt an der Hammer Eisenbahnbr&#252;cke &#252;ber den Fluss verl&#228;uft und den Zugverkehr mit Energie versorgt. Seit 1998 hat sich nicht nur das Bild deutlich ge&#228;ndert, sondern auch das, was in diesem beinahe innerst&#228;dtischen Kraftwerk steckt. Von den drei Schloten blieb nur noch einer, die Bl&#246;cke B, C und D wurden ebenfalls abgerissen. Anton wurde mit einer modernen GuD-Anlage &#8211; dazu sp&#228;ter mehr &#8211; ausger&#252;stet; nur der in den siebzigern entstandene Erdgasblock Emil blieb unver&#228;ndert. Momentan stehen also noch zwei Bl&#246;cke. Dass in den n&#228;chsten Jahren mit dem Bau eines weiteren, hochmodernen Blocks begonnen wird, hat seine Ursache in diversen energiepolitischen Verwicklungen rund um die altehrw&#252;rdigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtwerke_D%C3%BCsseldorf">D&#252;sseldorfer Stadtwerke</a>.<span id="more-8923"></span></p>
<p><strong>Verkauftes Tafelsilber</strong><br />
Wer weniger geschichstbewusst lebt, wird sich an die Zeiten vor der &#196;ra der schonungslosen Privatisierung staatlicher und kommunaler Infrastruktur kaum erinnern. Dass die <a href="http://www.swd-ag.de/unternehmen/profil/historie.php">Stadtwerke D&#252;sseldorf</a> nach dem Krieg und bis 1972 eine st&#228;dtische Einrichtung namens &#8220;Amt 81&#8243; waren, wissen wohl nur ehemalige Mitarbeiter. Aus dem Amt wurde dann eine Aktiengesellschaft, an der die Stadt D&#252;sseldorf zun&#228;chst 100 Prozent hielt. Zehn Jahre sp&#228;ter wird <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/RWE">RWE</a> durch eine Sacheinlage Inhaber von 20 Prozent der Anteile. Erst der verstorbene Oberb&#252;rgermeister <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Erwin">Joachim Erwin</a> betrieb dann die Privatisierung der st&#228;dtischen Energieversorgung. W&#228;re es nach ihm gegangen, w&#228;ren schon im Jahr 2001 &#8211; zwei Jahre nach seiner &#252;berraschenden Wahl ins Amt &#8211; knapp unter 50 Prozent der Anteile an die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/EnBW">EnBW</a> verkauft worden. Das verhinderte ein erfolgreich verlaufener B&#252;rgerentscheid, und die EnBW bekam nur knapp 30 Prozent.<br />
Ziel Erwins war es, durch den Verkauf von Anteilen an der SWD AG die &#8220;Schulden&#8221; der Stadt komplett abzubauen. Dies gelang dann dann sp&#228;ter durch den Verkauf weiterer Anteile an die EnBW sowie den Verkauf von st&#228;dtischen Anteilen an der RWE. Medienwirksam wurde Ende 2007 die &#8220;Schuldenfreiheit&#8221; der Stadt D&#252;sseldorf verk&#252;ndet. Der Trick Erwins bestand darin, den politisch weniger interessierten B&#252;rgern zu suggerieren, dass es f&#252;r eine Gro&#223;stadt von Vorteil sei, keine Verbindlichkeiten zu haben. Tats&#228;chlich &#8211; und das zeigt die Entwicklung seit 2008 &#8211; wird die Schuldenfreiheit vom politisch konservativen Lager als Keule benutzt, um Investititionen auf allen sozialen Feldern abzub&#252;geln. Dass auf Betreiben Erwins und der Pressure-Group, deren Interessen er als OB vertrat, Anteile an der RWE und der SWD AG verkauft wurden, wird vom politischen Gegner nicht zu Unrecht als &#8220;Verkauf des Tafelsilbers&#8221; bezeichnet. Zudem hat die Stadt D&#252;sseldorf durch die &#220;bergabe der Aktienmehrheit (derzeit 54,95 Prozent) an den Stadtwerken an EnBW die Kontrolle &#252;ber die st&#228;dtische Energieversorgung weitgehend verloren.</p>
<p><strong>Atomkraft im Hafen</strong><br />
Noch weniger D&#252;sseldorfer werden wissen, dass es Ende der siebziger Jahre  &#8211; in der Bl&#252;te der Atomgl&#228;ubigkeit &#8211; ernsthafte &#220;berlegungen gab, ein damals so genanntes &#8220;kleines Kernkraftwerk&#8221; (kKKW) auf der Lausward zu bauen. Das Thema erreichte eigentlich nie die &#214;ffentlichkeit, weil die Idee in eine Zeit fiel, in der die Anti-Atomkraft-Bewegung ihrer erste Bl&#252;tezeit hatte. Treiber in dieser Sache war nat&#252;rlich die Firma Siemens, die wohl schon schl&#252;sselfertige Pl&#228;ne f&#252;r solche KKW-Bl&#246;cke hatte. Die sollten so wenig spaltbares Material enthalten, dass &#8220;zu keiner Zeit eine Gef&#228;hrdung der Bev&#246;lkerung&#8221; bestanden h&#228;tte. Bauartbedingt h&#228;tte sich diese Perversion besonders f&#252;r den Umbau von stadtnahen Kraftwerken an Fl&#252;ssen geeignet. Im Internet findet man merkw&#252;rdigerweise keinerlei Informationen zu diesem Komplex.<br />
Das gilt auch f&#252;r die verr&#252;ckte Idee, in unmittelbarer N&#228;he der Aluminiumwerke bei Neuss-Nord ein unterirdisches AKW zu errichten, um die Stromversorgung der Fabriken zu sichern. Ob und wie ernsthaft das geplant war, liegt im Unklaren. Der Verfasser selbst hat  zur Erster-Mai-Demo 1980 gemeinsam mit dem verstorbenen K&#252;nstler J&#246;rg Immendorff an einem Transparent gemalt, dass diese Plan illustrierte und den Protest dagegen ausdr&#252;ckte.</p>
<p><strong>Die Energiewende</strong><br />
Es wird immer ein Treppenwitz der deutschen Energiepolitik bleiben, dass kurz nachdem die schwarzgelbe Regierung den Atomausstieg kippte, in Fukushima die AKW-Bl&#246;cke schmolzen. Die Kanzlerin verzichtete trotzdem nicht darauf, die Atomtechnologie als Br&#252;ckentechnologie zu bezeichnen, um so der m&#228;chtigen Atomlobby nach dem Maul zu reden. Der Gedanke hinter dem Spruch von der &#8220;B&#252;rckentechnologie&#8221; ist es, dem braven B&#252;rger weiszumachen, alternative Energiequellen, vor allem regenerierbare, w&#228;ren noch nicht so weit, dass man auf konventionelle Kraftwerke verzichten k&#246;nne. Ja, wieder andere, gewissenlose Lobbyisten versuchten sogar eine Renaissance der Energiegewinnung aus Kohle herbeizuschwafeln. Pl&#246;tzlich wurden &#252;berall wieder Kohlebl&#246;cke geplant &#8211; meistens gegen den Widerstand nicht nur der Umweltschutzorganisationen, sondern auch den der B&#252;rger.<br />
Denn recht eigentlich ist das oberste Ziel der Energiewende ja, den CO2-Aussto&#223; drastisch zu verringern. Das geht grunds&#228;tzlich nur, wenn auf das Verfeuern fossiler Brennstoffe verzichtet wird. CO2-freien Strom erzeugen aber nur Anlagen, die Wind und Wasser nutzen und eben Atomkraftwerke. Die Idee hinter der Pro-Kohle-Kampagne war m&#246;glicherweise, den Widerstand zu provozieren, um dann doch wieder den f&#252;r Unternehmen extrem lukrative Atomstrom herbeizureden.</p>
<p>Jedenfalls war so ab 2008 auf einmal auch f&#252;r den Standort Lausward von einem Kohlekraftwerk die Rede. Als dieses Gerede die &#214;ffentlichkeit erreichte, formierte sich aber alsbald massiver Widerstand. Letztlich wurde der schwarzgelben Truppe im D&#252;sseldorfer Stadtrat schnell klar, dass derlei nicht w&#252;rde durchzusetzen sein. Schlie&#223;lich brachte im Verlauf des Jahres der <a href="http://www.swd-ag.de/unternehmen/profil/zahlen_fakten.php">neu formierte Vorstand der SWD AG</a> ein hochmoderne Gas<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk">-und-Dampf-Kombikraftwerk</a> (GuD-Anlage) ins Spiel. Die f&#252;hrende <a href="http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/energie/Zusammenfassung_Studie_Erdgas.pdf">Umweltschutzorganisation Greenpeace</a> ist sich sicher, dass nicht AKWs die Br&#252;cke zur umfassenden Nutzung erneuerbarer Energiequellen darstellen, sondern eben solche mit Erdgas betriebenen Anlagen, die vor allem mit einem enormen Wirkungsgrad von 60 Prozent und mehr arbeiten &#8211; rechnet man die produzierte Fernw&#228;rem dazu, ergeben sich sogar Wirkungsgrade von deutlich &#252;ber 80 Prozent.</p>
<p><strong>Leuchtturmprojekt Lausward</strong><br />
Der Grundsatzbeschluss fiel &#8211; zur Freude vieler D&#252;sseldorfer und mi breiter Zustimmung aus allen Kreisen der Lokalpolitik &#8211; im Dezember 2011. Die Planung ist bereits recht weit. Besonders f&#252;r den Hersteller der verwendeten Gasturbinen, die Firma Siemens, d&#252;rfte die GuD-Anlage auf der Lausward ein Leuchtturmprojekt werden. M&#246;glicherweise wird der neue Block einen neuen Weltrekord in Sachen Wirkungsgrad aufstellen. Vorzeigbar wird die Anlage aber allein schon deshalb sein, weil es sich um eines der wenigen Gro&#223;kraftwerke quasi im Inneren einer Gro&#223;stadt handelt.<br />
Da eine GuD-Anlage zudem in Kilowatt gemessen fast genau so viel Fernw&#228;rem wie Strom liefert, wird die Existenz des neuen Blocks auch die Nutzung von Fernw&#228;rem in D&#252;sseldorf beschleunigen &#8211; was ebenfalls zu verbesserten Umweltwerten in der Stadt f&#252;hren wird. Tats&#228;chlich sind weite Teile der citynahen Viertel schon ans Fernw&#228;rmenetz angeschlossen, leider aber immer noch relativ wenige H&#228;user. Das soll sich in Zukunft &#228;ndern.</p>
<p>Ob die Tatsache, dass die Stadtwerke D&#252;sseldorf AG mehrheitlich im Besitz von EnBW ist, dazu beigetragen hat, dass dieses Projekt gestartet wurde, ist unklar. Auch eigenst&#228;ndige kommunale Energieversorger sind mittlerweile wieder in der Lage, solche Gro&#223;projekte zu initiieren und zu realisieren. Fragt sich nur, wie lange die Besitzverh&#228;ltnisse bleiben wie sie sind und was passieren w&#252;rde, g&#228;be EnBW die Anteile an der SWD AG weiter. Im Interesse der D&#252;sseldorfer B&#252;rger liegt es aber in jedem Fall, dass die neue GuD-Anlage auf der Lausward gebaut und in Betrieb genommen wird &#8211; das sollte bereits 2015 der Fall sein.</p>
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