In einer gut geschützten Stadt ist sogar ein Hochwasser schön
Alle Jahre wieder im Januar oder Februar macht sich der Rhein in seinem Bett breit und steht dann ziemlich hoch. Nun ist Düsseldorf von den nennenswerten Städten am Rhein insgesamt die am besten gegen Flußfluten geschützte. Während in Köln schon die Keller der schmuddeligen Kneipen volllaufen, geht der Düsseldorfer mit Kind und Kegel an den Strom, um sich am Anblick des weiten Wassers zu erfreuen. Natürlich müssen auch bei uns Vorkehrungen getroffen werden: die Deichdurchlässe in Hamm, am alten Hafen und in Kaiserswerth werden genauso geschlossen wie die drei Mündungen von Düssel und Kittelbach in den Rhein – letzters, um Rückstau zu verhindern. Schlau waren die Stadtplaner früherer Generationen auch – im Gegensatz zu den Kölnern -, dem Rhein auf dem Stadtgebiet genug Auslauf zu gewähren. So schützen alleine schon die großflächigen Wiesen auf der linken Rheinseite die schönste Stadt am Rhein.
Vögel fallen tot vom Himmel, Fische sterben, ...
[Klick aufs Bild macht's groß] Heute hatte ich Glück. Just als der Mond sich zwischen Sonne und Erde schob, so gegen 09:35, riss die Wolkendecke am südöstlichen Himmel über Düsseldorf ein wenig auf, und der Feuerball stand schon hoch genug über dem Horizont, sodass mir zwei, drei Fotos von der partiellen Sonnenfinsternis gelangen. Vermutlich habe ich dieses naturhistorische Ereignis sogar genau in dem Moment der größten Abdeckung erwischt – die verbleibende Sonnensichel ist jedenfalls gut zu erkennen. Dieses Schauspiel erinnert mich an die totale Sonnenfinsternis vom 11.08.1999. Damals war ich gerade beim Kunden in Unterschleißheim in der Nähe von München. Jemand rief “Kommt runter auf den Parkplatz, Finsternius angucken.” Es gab Schutzbrillen für alle, und wir standen da, den Block nach Westen gerichtet. Vor mir war eine recht weite, leere Fläche. Es muss gegen viertel vor elf gewesen sein. Eine nicht ganz scharfe, halbkreisförmige Linie rast auf mich zu. Dahinter ist es dunkel. [weiterlesen...]
Vom Nebel, panischen Hunden und schlechtem Fernsehen
Habe ich je erwähnt, dass unsere Pina nicht schussfest ist? Dass sie auf Knallereien mit astreiner Panik reagiert? Weder Fuerwerk, noch Gewitter ertragen kann? Dass sie sich dann wie ein knochiges Häuflein Elend zitternd und hechelnd in ihren persönlichen Panikraum verzieht? Und dass wir als treue Hundehalter deshalb zu Silvester um Mitternacht im fensterlosen Badezimmer mit der Töle aufs neue Jahr anstoßen? Nun kann ich selbst dem Köter zutiefst nachfüllen, denn seit meiner Kindheit habe ich eine SCHEISSANGST vor Böllern und Raketen. Und das kam so: Ich war ein ängstliches Kind, wenn auch mit großem Maul. Nun begab es sich, dass mein (vor über 40 Jahren verstorbene) Vater uns Kindern – es muss der Jahreswechsel 1962/63 gewesen sein – mit einem Tipp-Topp-Feuerwerk die Silvesternacht versüßen wollte. Wir wohnten damals ganz oben, und von der Terrasse aus konnte man über den Güterbahnhof Derendorf hinweg in Richtung Zoopark sehen. Mein Vater baute also die zuvor eiligst geleerten Wein- und Sektflaschen draußen auf und bestückte sie mit allerlei Raketen. Wir Kinder wurden in einer Sicherheitszone am äußersten rechten Rand der Terrasse verbannt. Nun zündete er Geschoss um Geschoss. [weiterlesen...]
Der meiste Schnee in Düsseldorf seit 1962/63
Üblicherweise ist die wunderschöne Stadt Düsseldorf eine Insel der Seligen für Schneehasser. Wenn in diesem kulturarmen Kaff im Süden, ja das mit den Schickmickis und dem dünnen Bier, schon graubrauner Matsch die hässlichsten Bausünden verdeckt, dann ist es bei uns noch schön feucht-trüb bei Temperaturen um die 5 Grad – plus! Nur alle Jubeljahre erwischt es uns auch. Für Hiergebliebene und Erinnerungsfreudige gelten die Winter 1952/53 und 1962/63 als exzeptionell schneereich. Auch 1981/82 kam viel Geschnittenes runter. Aber der diesjährige Winter, der hat das Zeug, in die Wettergeschichte der Stadt einzugehen. Sehen Sie selbst: [weiterlesen...]
Stammzell- und Knochenmarkspenden können Leukämie heilen!

Update: Phil hat eine Knochenmarkstransplantation erhalten, und es sieht so aus, als würde die zur Heilung führen. Mein Respekt gilt allen, die mit ihm solidarisch waren und praktisch geholfen haben! Unter anderen seinen Freunden von den Ultras Düsseldorf, die Hunderte von potenziellen Spendern dazu gebracht haben, sich typisieren zu lassen. Übrigens: Die Aktion “Dein Becher für Phil” läuft weiter, damit alle Spender ausgewertet und in die entsprechenden Spenderkarteien aufgenommen werden können. [weiterlesen...]
Wie der Spiegel mal Blödsinn über Düsseldorf erzählte
Würd schon gern wissen, wer sich den Spruch von der längsten Theke der Welt ausgedacht hat. Nein, Hans Ludwig Lonsdorfer war’s nicht. Der nutzt die Phrase in seinem legendären Altbierlied von 1978, aber sie ist schon älter. Ja, liebe Kinder, es waren nich Die Toten Hosen, die diesen Song erdichtet haben, sondern der in Düsseldorf weltberühmte Komponist, der 1949 den dollen Karnevalsschlager mit folgendem Titel und Text geschrieben hat: “Du sollst mich lieben für drei tolle Tage, aber nach dem Namen frag mich bitte, bitte nicht”. Ja, so isser, der Rheinländer… Jedenfalls wird die Düsseldorfer Altstadt – nach allem, was ich herausfinden konnte – schon seit den sechziger Jahren als langer Schanktafel bezeichnet. Und zwar deshalb, weil sich hier auf engstem Raum zich Kneipen tummeln. Manche Gasse besteht fast nur aus solchen Gastwirtschaften unterschiedlichster Couleur. Das war, wenn wundert’s, nicht immer so. Und vor allem: In der Altstadt wird erst seit gut 170 Jahren Altbier gebraut und verzehrt! Denn bis weit ins neunzehnte Jahrhundert hinein war Wein das bevorzugte Getränk der Trinker. [weiterlesen...]
Das Schneewetter aus Sicht der hiesigen Webcams
Es soll ja Menschen geben, die finden Schnee schön. Zu denen zähle ich nicht. Ich kann dem gefrorenen Zeuch von oben nichts abgewinnen, nicht einmal einen ästethischen Reiz, wenn’s liegenbleibt und versucht, toll auszusehen. War schon als Kind so: Wenn andere an den Schlitten zerrten, um flache Hügel hinab zu rutschen, blieb ich lieber mit einem guten Buch zuhause. Und nun schneit es in Düsseldorf wie noch nie. Oder zumindest: So stark, dass ich mich an keinen stärkeren und insgesamt länger anhaltenden Schneefall in meiner Heimatstadt erinnere. Mich beunruhigt das. Was wenn es NIE mehr aufhört? [weiterlesen...]
ESC in Düsseldorf (15.12.10): OB Elbers hat bei der Bewerbung getrickst – Esprit-Arena stand nicht zur Verfügung (Das wussten wir F95-Fans schon lange…).