Alle Artikel in der Rubrik "Düsseldorf"

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Flachmann fürs Provinznest

elbers_schramma.jpgMan möchte meinen, die ortsansässige CDU habe sich für einen gewissen Dirk Elbers als OB-Kandidaten entschieden, um noch im Nachhinein die Globalität des unjüngst verstorbenen Joachim Erwin zu unterstreichen. Denn der designierte Erbe hat die Ausstrahlung eines Sparkassenbeamten. Dass ihm die Werbeagentur Eggert nun den Wahlkampfslogan “Mit Leidenschaft für Düsseldorf” verordnet hat, kann nur als zynischer Hinterwitz gewertet werden: Leidenschaft und Elbers – ein deutlicherer Gegensatz lässt sich kaum vorstellen. Nun kannte bisher kein Schwein diesen Elbers, obwohl er ja auch schon jahrelang Bürgermeister unter Erwin sein und diesen bei unwichtigen Ereignissen vertreten durfte. Deshalb macht der langgewachsene – Achtung! – “Geschäftsführer einer Liegenschaftsverwaltung” seit seiner Nominierung die Tour als Grüßaugust. Da wird kein Verein ausgelassen, keine Seniorin und kein Behinderter bleibt unbelästig, und auf der Großen Kirmes muss olle Dirk wohl täglich acht Stunden durch die Bierzelte geturnt sein. Ob es was nützt? [weiterlesen...]

» Kommentar von Rainer Bartel am 19.07.08
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Gangsterjagd am Fürstenplatz


Heute gegen 13:00 wurde es laut rund um unseren Häuserblock am Fürstenplatz. Ein Polizeihelikopter schwebte fast 45 Minuten lang über der Corneliusstraße, dem Fürstenwall und dem Innenhof. Teilweise ging der Hubschrauber auf auf Dachfirsthöhe herunter. Tatsächlich hatte es einen Banküberfall in der Nähe gegeben. Ein Mann hatte um 12:50 die Filiale der Dresdner Bank an der Ecke Corneliusstraße / Hüttenstraße überfallen und war zu Fuß in Richtung Fürstenwall geflüchtet. Über den Heli-Einsatz schreibt die Westdeutsche Zeitung: [weiterlesen...]

» Reportage von Rainer Bartel am 17.07.08
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Bauskandale 1 bis 4 (Teil I)

burgwaechter_castello.jpgEigentlich greift es zu kurz, wenn man die Vorfälle rund um die vom ehemaligen Oberbürgermeister initiierten, durch- gepeitschten und befürworteten Bauprojekte seiner Ära als Bauskandale bezeichnet; man müsste von Planungs-, Finanzierungs- und Betriebsskandalen sprechen. Eines vorausgeschickt: Entgegen vieler Legender alter Erwinista-Gegner war es nicht Joachim Erwin, der den Abriss des alten Rheinstadions und den Neubau der Mehrzweckarena neben dem Messegelände forciert hat. Es handelt sich dabei um ein Projekt der hiesigen Sozialdemokraten, dem der spätere OB vor seiner Wahl eher skeptisch gegenüber stand, weil er als alter Leichtathlet den Umbau des Rheinstadions als klassische Sportstätte mit Laufbahn und Marathontor lange bevorzugte. Erst später und vermutlich getrieben durch die Möglichkeit, das Unternehmen Schüßler-Plan, mit dem er qua Heirat verschwägert war, einzubinden, schwenkte er um. [weiterlesen...]

Folge 4 von 5 in Joachim Erwins Bilanz

» Bericht von Rainer Bartel am 08.07.08
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Neues Rheingold

rheingold_1980.jpgAn dieser Stelle gab es ja kürzlich eine Ferndebatte über die Bedeutung der Stadt Düsseldorf für die populäre Musik. Danach wird niemand mehr bezweifeln, dass in der schönsten Stadt am Rhein eine Reihe wichtiger neuer Stile entstanden sind. Und das gilt nicht nur für Kraftwerk, die Gruppe, die als erste weltweit eine Popmusik gemacht hat, die nicht auf Blues, Jazz oder Folk basiert. Weniger bekannt ist, dass Kraftwerk kein Monlith der Düsseldorfer Szene war, sondern in der Zeit von etwa 1968 an viele hiesige Musiker eigene Musiken erdacht, aufgenommen und erfolgreich veröffentlicht haben – und das nicht nur bis der deutsche Punk um 1976 herum in Düsseldorf seinen Anfang nahm. Und kaum einer wird wissen, dass die Düsseldorfer Gruppe Rheingold mit dem Song “Dreiklangsdimensionen” den ersten Hit (Platz 17) landete, den man der Neuen Deutschen Welle zuordnen kann. [weiterlesen...]

» Bericht von Rainer Bartel am 07.07.08
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Düsseldorf nicht sicherer

duesseldorf_kriminalitaet.jpgEin Oberbürgermeister wie Joachim Erwin, der sich ganz im Überschwang des menschenfeindlichen Neoliberalismus‘ suhlte und öffentlich erkläre, er verstehe sich als Topmanager eines Betriebs mit 3 Milliarden Euro Jahresumsatz, hatte während seiner gesamten Amtszeit das Image der Stadt als Wirtschaftsstandort immer mehr im Blick als das Wohl der Bürger. Wie die eiskalten Neoliberalen aller Staaten und Ebenen vertrat er offensiv die Ansicht, dass die Menschen schon irgendwie davon profitieren würden, stünde das Gemeinwesen in den diversen – ebenfalls durchweg von neoliberalen Institutionen erstellten – Rankings nur weit oben genug. So ist zu vermuten, dass ihm das fantastische Abschneiden seiner Stadt im Mercer-Ranking der attraktivsten Städte der Welt nachgerade erotisches Vergnügen bereitete. Selbstverständlich ist Düsseldorf die mit Abstand schönste Stadt des Universums am Rhein, aber welche Kriterien Unternehmensberatungen anwenden, liegt auf der Hand: Bewertet werden ausschließlich Wohlfühlfaktoren, die für Topmanager und ihre Familien von Bedeutung sind. Dazu gehört auch die Sicherheit auf der Straßen. Leider konnte Düsseldorf in der Ära Erwin in diesem Punkt nie wirklich glänzen.

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Folge 3 von 5 in Joachim Erwins Bilanz

» Bericht von Rainer Bartel am 15.06.08
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Sportstadt Düsseldorf?

duesseldorf_olympia.jpgMit großen Versprechungen war Joachim Erwin 1999 angetreten: Düsseldorf wolle er zur Sportstadt machen. Die Bilanz ist ernüchternd. In seine Verantwortung fallen eine kläglich gescheiterte Olympiabewerbung, nicht stattgefunden habende Fußball-WM-Spiele 2006, sowie Abstiege der Düsseldorfer Spitzenmannschaften in den populären Sportarten. Lediglich der ewige Sieger Borussia Düsseldorf (Tischtennis), die DEG, der TuS Nord (Rollhockey) und der Boston-Club (Jazztanz) sind noch in den jeweils höchsten Ligen vertreten. Deutsche Meisterschaften konnten in den vergangenen zehn Jahren lediglich die Tischtennisherren feiern. Trotz massiven Eingreifens des Oberbürgermeisters konnten die Fußballer 2002 einen Abstieg in die Oberliga nicht verhindern und sind über die neue dritte Liga nicht hinausgekommen. Die Profi-Basketballer der Magics wurden von Erwins Büroleiterin Christina Begale systematisch aus der Stadt gemobbt, während die Handballer der HSG unter den unzulänglichen Bedingungen in der Stadt zu leiden haben und erneut nicht in die erste Bundesliga aufstiegen. Speziell daran, dass der DFB Düsseldorf als Austragungsort für die Fußball-WM ignorierte, hatte der OB mit seiner unnachahmlich arroganten Art entscheidenden Anteil.

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Folge 2 von 5 in Joachim Erwins Bilanz

» Bericht von Rainer Bartel am 12.06.08
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Die Entschuldung Düsseldorfs

duesseldorf_schuldenfrei.jpgIn der Nacht vom 19. auf den 20. Mai verstarb der Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin nach einer langen, schweren Krebserkrankung. Im Herbst 1999 hatten die Düsseldorfer Bürger (Wahlbeteiligung: ca. 50%) bei der ersten Direktwahl eines hauptamtlichen Oberbürgermeisters die Wahl zwischen der Amtsinhaberin Marlies Smeets und dem CDU-Kommunalpolitiker Joachim Erwin. Nachdem im ersten Wahlgang beide Kandidaten die absolute Mehrheit nicht erreichten, stimmten bei der Stichwahl 50,8% derjenigen, die sich die Mühe machten, für Joachim Erwin. Das heißt: Auf Erwin fielen rund gerechnet 65.000 Wahlberechtigte. Die Stadt hatte zu diesem Zeitpunkt etwa 550.000 Einwohner. 2004 wurde er – gegen die von der SPD aufgestellte und wenig bekannte und beliebte Kandidatin Gudrun Hock – mit 50,4% (Wahlbeteiligung: 53,1%) wiedergewählt. Dieses Mal dürften ungefähr 68.000 Düsseldorfer ihr Kreuzchen neben dem dem Namen Erwin gemacht haben.

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Folge 1 von 5 in Joachim Erwins Bilanz

» Bericht von Rainer Bartel am 10.06.08
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Düsseldorf ohne Public Viewing

public_viewing_pjs.jpgSpON brachte gestern einen netten Artikel zum Thema “Public Viewing”. Als Infokasten dazu gibt es die Liste aller deutsche Städte, in denen ein öffentliches Public Viewing zur EM angeboten wird. Die einzige deutsche Großstadt mit mehr als 500.000 Einwohnern, die in diesem Verzeichnis fehlt, ist Düsseldorf. Und das obwohl die Veranstaltungen zur WM 2006 im Paul-Janes-Stadion am Flinger Broich extrem erfolgreich waren. Der Grund für dieses Desaster ergibt sich aus folgendem Zitat aus einem Bericht der Rheinischen Post:

“Die Stadt hat dieselbe Agentur wie bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren beauftragt – aber die Sponsoren fehlen. 600 000 Euro müssen her. Wer die Spiele der Fußball-Europameisterschaft vom 7. bis 29. Juni verfolgen will, kann dies möglicherweise nur zu Hause oder in einer Kneipe machen. Denn noch ist nicht gesichert, dass die Partien auf einer Großbildleinwand im Paul-Janes-Stadion gezeigt werden. Die Chancen stehen nach Angaben von Mario Di Ninni 50:50. Er ist stellvertretender Geschäftsführer von Breitbandevent. Das Kölner Unternehmen hat mit der Stadt einen Vorvertrag für ein Public Viewing abgeschlossen.”
(Quelle: RP Online vom 12.04.2008)

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» Bericht von Rainer Bartel am 07.06.08
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