Anti-Fußgänger (11.04.12) – Dieser Text vom Onkelbach liest sich wie ein Manifest gegen den Fußgänger, der hier nur als Störung des Autoverkehrs begriffen wird. Vor allem der Passus über die Räumungsphase: Wer bei Gelb noch auf der Fahrbahn ist, riskiert sein Leben (Und jetzt alle: “Demnächst schlagen wir zurück, dreckige Pkwisti!”). [weiterlesen...]
Mein idealer Lebenzweck ist Borstenvieh und Schweinespeck...
Bitte, liebe hochverehrte Vegetarier/innen und auch Veganer/innen, lest jetzt mal weg. Auch ihr Gourmentnasen, die ihr gern was Schickes an was Nettem esst, geht einfach weiter. Denn diese Empfehlung richtet sich an die Freunde des gegrillten, gebratenen, gesottenen Fleisches, vorwiegend dem vom Schwein. Also jene, denen auch die Fritte selbstverständlich zur Mahlzeit gehört. Kurz gesagt: Dieser Beitrag wendet sich an die letzten verbliebenen Fans der guten, alten Balkanküche. Und die herrschte seinerzeit über die ganze Düsseldorfer Altstadt. Lange bevor irgendwelche Italiener ihre Pizzen (Ekel Alfred: “vollgepisste Wolldecke”) an den hungrigen Trinker brachten, nahmen die Besucher der längsten Theke vor allem Cevapcici, Pljeskavica, Raznjici, Grillteller, Schweinesteaks und -leber, Spießbraten und derlei gut Gewürztes gern zu sich. Pommes kamen da gerade erst auf, also nahm man Djuvec dazu, da waren alle Vitamine drin. Der Hühnerhugo mit seinen gebratenen Vögeln war eher was für Feingeister. Und Griechenbuden gab’s überhaupt noch nicht. Also boomten Imbisse, die nach heutigen Maßstäben keine waren. [weiterlesen...]
Apfelsekte (06.04.12) …und dann war da noch der Typ, der seine eigene Blödheit öffentlich macht und nun auch noch beweist, dass er nicht mal die regelmäßige Pflege eines Blogs auf die Kette kriegt – jedenfalls nicht, seitdem sein Götze tot ist. Und zudem ist er im Köln-Düsseldorf-Streit auf der hässlichen Seite (aus dem Album “Geborene Loser”). [weiterlesen...]
Die Legende von der "ewigen" Rivalität der Rheinmetropolen
Jeder Düsseldorfer, der einigermaßen fit in Heimatkunde ist, glaubt an die Legende: Die Düsseldorfer kamen in der Schlacht bei Worringen im Jahr 1288 den armen Worringer Bauern zur Hilfe und erhielten zur Belohnung dafür vom Grafen Adolf von Berg die Stadtrechte. Aus dieser Konfrontation entstand die bis heute andauernde Konkurrenz zwischen den beiden rheinischen Städten, die ja nur gut 40 Kilometer von einander entfernt sind. Falsch. Alles falsch. Wenn man alle Quellen – und es gibt genug fundierte Untersuchungen – durchforstet, dann stellt sich die Situation vor, während und nach der Schlacht bei Worringen anders dar. Es ging um einen regional begrenzten Machtkampf zwischen Brabant und dem Erzbischof Köln als Stellvertreter für Rainald von Geldern, der wiederum seine Gebietsvertretung an die Herzöge von Luxemburg abgetreten hatte. [weiterlesen...]
Wenn man an den richtigen Stellen den Blick hebt
[Klick aufs Bild macht's groß] Der Mensch als Autofahrer hat den Tunnelblick: Wo kann ich meine stinkende Mordkiste abparken? Der Mensch als Fußgänger betrachtet die Welt auf Augenhöhe; nur so erklärt sich das Stolpern. In seiner Eigenschaft als Flaneur lässt der Mensch dagegen den Blick auf allen Ebenen schweifen. So werden plötzlich Dinge sichtbar, die sich außerhalb des Gesichtsfelds von vermutlich 90 Prozent der Stadtbewohner und -besucher liegen. Zumal wenn es sich um eine eher unscheinbare, ja, geradezu düster-hässliche Ecke der Gemeinde handelt.
1) An welchem Gebäude findet sich dieser Turmhelm: Eckhaus Suitbertus-/Himmelgeister Straße
Autoraser (03.04.12) – Hirntoter Pkwist in Penisprothese rast mit 128 über die Oberkasseler Brücke… [weiterlesen...]
[Klick aufs Bild macht's groß] Was immer den Betreiber dieses Etablissements umtreibt – so ganz sauber tickt der nicht. Es steht zu vermuten, dass es dieselbe Person ist, die vor rund anderthalb Jahren die düsterste aller düsteren Kneipen im Viertel übernahm: das Cornelius 77 (siehe unten). Diese urgemütliche Institution mit den undurchsichtigen Bleifenstern stand rund zwei Jahre leer. Irgendwann klebten Softpornobildchen von innen an den Butzenscheiben, dazu in selbstgeklebten Lettern “Der Schweinestall”. Dann geschah lange nichts. Irgendwann verschwanden die Nacktposter und auch der Schriftzug. Man hatte eröffnet und schmückte das Äußere mit allerlei Zetteln, die der Anlockung dienen sollten: “Ihr Wohnzimmer”, “Herzlich Willkommen” etc. Dann war meistens geschlossen. A4-Blätter boten Immobilien in Spanien an. Schließlich verschwand der ganze Sums, und die Kneipe stand wieder leer. [weiterlesen...]
[Klick aufs Bild macht's groß] Der Kollege im silbernen 5er-BMW bedient mit diesem schicken Kemal-Atatürk-Aufkleber schon ein paar Vorurteile…