Alle Artikel in der Rubrik "Düsseldorf"

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Onkel Dirk will Schlager in der Arena haben

Fortuna statt Lena!

Und da dachten wir doch, dass mit dem Ende des im Mai 2008 verstorbenen OB Vernunft in die schönste Stadt am Rhein einziehen würde. Zumal es so aussah, als würde sein Nachfolger für einen neuen, menschlich-warmen, freundlichen und maßvollen Stil stehen. Das Zeitalter der Gigantomanie schien vorbei, und nur die in Beton gegossenen Zeugnisse der Ära Erwin schienen Bestand zu haben. So wurde unter “Onkel Dirk” – wie manchen den neuen OB Dirk Elbers nennen – die sinnlose Benzin- und Gummiverbrennung auf der Kö abgeschafft, und nur der ökologische Wahnsinn, der sich Skilanglauf am Rheinufer nennt, musste weitergehen. Aber: Die Trieblinge der Erwinista wirken immer noch im Untergrund. Und die müssen es sein, die “Hausmeister Elbers” (so ein weiterer Spitzname des OB, der auf seine Berufstätigkeit anspielt…) dazu getrieben haben, eine offizielle Bewerbung für den European Song Contest 2011 abzugeben. [weiterlesen...]

» Kommentar von Rainer Bartel am 28.08.10
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Wenn alle Bauarbeiten so effizient verliefen...

Gleisbauarbeiten auf der Cornliusstraße

cornelius_gleiseEs kann gut sein, dass die Gleise der Straßenbahn auf der Corneliusstraße schon 50 Jahre auf dem Eisen haben. So sehen jedenfalls die alten Schwellen aus, die gerade fleißige Gleisbauarbeiter ausgegraben haben. Außerdem kann ich mich nicht erinner, dass hier schon einmal die Schienen ausgetauscht wurden. Zuständig ist die Firma VolkerRail, die auch bei den Straßenbahnarbeiten rund um unsere neue und sinnlose U-Bahnlinie (Wehrhahnlinie) die Schraubenschlüssel schwingt. Die Aktion reiht sich ein in die Erneuerung der Schienen am Fürstenplatz und der Arbeiten an den Gleisen am unteren Teil der Corneliusstraße. Nun wird also auf einer der meist befahrenen Durchgangsstraßen Düsseldorfs gewerkt. [weiterlesen...]

» Bericht von Rainer Bartel am 14.08.10
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Wenn Jungmänner Zettel an Pfähle kleben...

Spuckis: Meinung im öffentlichen Raum

spuckisAchtung! Dies ist eine Wiederholung: Wer sich glücklich ohne Auto und zu Fuß durch die Stadt bewegt und die Augen offen hält, wird vieles sehen, was sonst niemand sieht. Zum Beispiel die meist auf Augenhöhe an Laternenmasten, Schilderpfählen und Säulen geklatschten Aufkleber. Man nennt sie “Spuckis”, weil es sich früher tatsächlich um gummierte Zettel handelte, die man mit Spucke befeuchten musste, um sie irgendwo anzubappen. Heute handelt es sich meist um selbstklebende Dinger, denen man die Schutzfolie vom Leub ziehen muss, will man sie im öffentlichen Raum befestigen. Es sind vor allem die Jungmänner zwischen etwa 16 und 28, also die Grafitti-Jahrgänge, die Meinung durch Spuckis verbreiten. Sie tun das im Vorübergehen. Dazu wird der Spucki klebebereit mit dem Bild nach innen in die Handfläche gelegt und dann an seinen Platz geklatscht. Und sitzt er dann und wartet darauf, angeguckt zu werden… [weiterlesen...]

» Bildbericht von Rainer Bartel am 12.08.10
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Ölpest, Vulkanausbrüche, Waldbrände, Überschwemmungen, Erdrutsche, Erdbeben...

‘s ist Endzeit

endzeit_kleinReden wir nicht lange drum herum: Es ist Endzeit. Also genau in diesen Tagen, diesen Wochen, Monaten und Jahren. Das es mit der menschlichen Vergewaltigung des Planeten zu Ende geht, ist keine Frage. Offen ist nur, wann genau das letzte Menschlein seinen letzten Furz auf Erden tut. Geistig Arme verorten den Untergang am 21.12.2012, weil irgendwelche zugekoksten Movie-Marketingfuzzis diesen Termin in verschimmelten Heftchen wimmernder Esoteriker gefunden haben. Die Horde derjenigen, die ihre Denkfähigkeit gegen christliches Glauben getauscht haben, kaut biblische Shortstories durch, um sich ein genaues Bild von der Ära zu machen, die vor der Messiaslandung liegt. Olle Johannes sagt ein blutiges Entscheidungsspiel voraus, und die niedlichen Zeugen Jehovas glauben, sie kämen dabei ungeschoren davon. Pustekuchen. Wenn Jesus zurückkommt, wird er den Erdball menschenleer vorfinden – die Amöben, Pflanzenn und eine Auswahl artiger Tiere atmen auf. Fest steht: Wir werden alle störben. [weiterlesen...]

» Einschätzung von Rainer Bartel am 08.08.10
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Indiskrete Blicke auf Teile von Skulpturen im öffentlichen Raum

Ob Mamor, ob Bronze

skulpturenWer sich glücklich ohne Auto und zu Fuß durch die Stadt bewegt und die Augen offen hält, wird vieles sehen, was sonst niemand sieht. Zum Beispiel die Details von Skulpturen im öffentlichen Raum. Düsseldorf ist bekanntlich eine Stadt der Kunst; spätestens seit der Herr Schadow (dessen Namen manche Banausen aussprechen wie das englische Wort für “Schatten”) die Kunstakademie am Rheinufer gegründet hat. Da malte man in der schönsten Stadt am Rhein schon beste Bilder, während der gemeine Kölner gerade den Kartoffeldruck für sich entdeckt hatte. Eine Folge der Kunst war das unentwegte Aufstellen von Denkmälern und allegorischen Plastiken. Es wimmelt nur so davon. Manche hat ein Hauer in Marmor geschlagen, andere ein Künstler so geformt, dass man daraus einen Bronzeabguss fertigen konnte. Das alles kennt der Düsseldorfer und guckt kaum noch hin. Dabei sind es die Details, die das Betrachten der Skulpturen so spannend macht. [weiterlesen...]

» Bildstrecke von Rainer Bartel am 06.08.10
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Die Wahrheit über den herrschenden Kapitalismus

Arbeiten Kaufen Sterben

Im Frühjahr 2009 tauchten hier im Süden Düsseldorfs an Laternenpfählen, auf Stromkästen und an Haltestellen so genannte “Spuckis” der abgebildeten Art auf. Peter Bürger hat auf Telepolis im März diesen Jahres geschrieben und dazu auch mit dem dahinter stehenden Aktivisten “Jonathan” gesprochen. Er weiß zu berichten, dass diese subversiven Aufkleber mittlerweile kopiert wurden und sich bis nach Belgien verbreitet haben. Seitdem ich im Frühsommer 2009 die ersten Dinger sah, bin ich fasziniert von der Klarheit der Botschaft, die viel weniger banal ist als man denken mag. Denn eigentlich beschreibt Jonathan mit dieser Polemik den Zustand des Kapitalismus der Gegenwart und vor allem der Zukunft. Meine Sichtweise ist inzwischen, dass es der entfesselte Konsumismus ist, der den Kapitalismus überhaupt noch am Leben hält, und dass diese Entfesselung fast zwangsläufig in die komplette Zerstörung der Lebensbedingungen der Menschen mündet. Also auf ökologischer UND sozialer Ebene. Das Prinzip des Kapitalismus ist ja das Erwirtschaften von Mehrwert als Profit für die Kapitaleigner. [weiterlesen...]

» Gedanken von Rainer Bartel am 15.07.10
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Zwischen Oberbilker Markt und Fürstenplatz

Tornado über Düsseldorf

rheinbahn_astEs ist etwa 5 nach 12. Ich werde gerade bedient. In der Apotheke am Oberbilker Markt. Draußen hatte es sich in der letzten halben Stunden zugezogen. Plötzlich eine Art Grollen. Ich dreh mich um. Dunkel fast wie nachts. Plötzlich der Sturm. Schreiende Menschen rennen über den Platz und suchen Schutz in den Läden und Hauseingängen. Gut dreißig Menschen stürmen die Apotheke. Wie ein Tornado. Ein Verkehrsschild fliegt durch die Luft, Teile einer Baustellenabsperrung. Staub wird aufgewirbelt, Fetzen von Plakaten, Einkaufstaschen. Das Banner der Oberbilker Schützen über der Kölner Straße ist bis zum Zerreißen gespannt. Ich geh raus. Der Sturm bläst den Regen um die Häuserecke. In der Ferne ein Donner. Nach fünf Minuten ist der Tornado durch. Der Regen wird stärker. [weiterlesen...]

» Augenzeugenbericht von Rainer Bartel am 12.07.10
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Lasst es krachen, lasst es knallen, Deutschland in den Rücken fallen

Autonome mit feinem Humor

wm_autonomeHach, was gibt es Schöneres als einen brutalstmöglichen Tabubruch? Wie viel Spaß macht es, dem Mainstream in die Fresse zu rotzen? Und das ist dieser Tage nicht schwer, denn nicht mehr nur der gemeine deutsche Spießer ist Schland-Fan, nein, auch die smarten Social-Media-Missionare, die iPad-Evangelisten und was sonst noch so an Schnöseln durch den virtuellen Raum kreucht, bekennen sich derzeit fortlaufend, ungefragt und völlig unironisch zu Deutschland. Denen paar vorn Kopp zu hauen, muss doch jedem Autonomen Vergnügen bereiten. Und welcher Tabubruch könnte schlimmer sein, als der deutschen Nationalelf alles Schlechte zu wünschen? Höchstens noch Lena Leier-Hirntot hässlich und blöd zu finden und zu behaupten, sie sei lesbisch und treibe es mit ihrer Golden-Retriever-Hündin.
Was aber ist auf den Postern zu sehen und zu lesen, die heute an einigen Stromkästen in Bilk klebten? Sprüche wie “Lasst es krachen, lasst es knallen, Deutschland in den Rücken fallen” auf einem Foto, dass den begnadeten Frank Rijkaard zeigt, wie er Tante Käthe die Krause nässt. [weiterlesen...]

» Kommentar von Rainer Bartel am 22.06.10
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