Priviligierte Parkplätze
[Klick aufs Bild macht's groß] In vielen Organisationen gehört es zu den Privilegien der Vorturner, einen eigenen Parkplatz in der Nähe des Eingangs zu haben. Meist sind solche Sonderparkplätze mit den Nummernschildern der zugehörigen Autos gekennzeichnet. Hier aber hat man die Namen der Priviligierten an die Mauer genagelt.
1) Wo parken Rupp und Meiß: Auf der Reichsstraße
Es handelt sich um eine geteilte Straße, die kaum je einer zu Fuß entlanggeht. Und das ist die Reichsstraße, in deren Mitte sich die Rampe der Kniebrücke befindet. Ehrlich gesagt: Ich bin da noch NIE vorbeigekommen. Als ich aber die Namensschilder las, musste ich lachen. An der Ecke zur Kavalleriestraße steht das Hochhaus des SPD-Landesverbandes NRW, der sich selbst hip und cool “NRWSPD” nennt.
Geschichte wiederholt sich nicht, es sei denn als Farce (Karl Marx)
Die ältesten Leser dieses engagierten Online-Magazins mit starkem Lokalbezug werden sich erinner: Damals herrschte ein OB, der seinen Macchiavelli gelesen hatte, mit Hilfe einer Schar Hofschranzen. Darunter eine Dame, die als seine rechte und linke Hand für die Drecksarbeit zuständig war. Mit dem Tod von Joachim Erwin fiel Christina Begale in ein tiefes Loch; nicht einmal die treuen CDUler wollten sie noch in verantwortungsvoller Position haben. Zuviel Porzellan hatte sie auch im parteiinternen Verkehr zerbrochen, und der neue OB, Dirk Elbers, wollte sie absolut nicht in seiner Nähe haben. So wurde sie in die so genannte “Sportagentur” verklappt, die nach eigenem Bekunden das “dynamische und weltoffene Image der Sportstadt Düsseldorf” transportiert. “Sportstadt” war ein Lieblingsthema von OB Erwin, der aber Düsseldorf in Weltsportkreisen mit seiner peinlichen Olympia-Bewerbung eher zur Lachnummer machte. Und der ganze Eventkram, der im Zuge dieses Größenwahns in die Stadt geholt wurde (Autorennen auf der Kö und in der Arena, Skilanglauf am Rheinufer etc) stirbt ja nun zum Glück weg. Ob und was die zugehörige Begale dann noch machen kann, ist unklar. Jedenfalls spielte sie rund fünf Jahre lang die Ausputzerin für ihren Herrn und benahm sich nicht selten wie die Axt im Walde. [weiterlesen...]
Die Übernahme des Eishockeytraditionsvereins durch die kalte Küche
Update: Manchmal kündigen sich solche Dinge an. Und wenn es nicht die ISS macht, dann vielleicht die Stadt Düsseldorf selbst, damit aus dem sinnlosen Rather Dome keine Subventionsruine wird.
Originalbeitrag vom 30.09.11: Manchmal lohnt es sich doch, Artikel der Lokalpresse genauer zu lesen. Vor zwei Tagen erschien auf RP Online ein Beitrag mit dem verräterischen Titel “DEG soll im Dome bleiben“. Das Verräterische daran ist, dass es eigentlich nicht darum ging, ob die DEG weiter im Rather Dome spielen muss oder nicht. Tatsächlich lautete die zugrundliegende Meldung einfach “Manfred Kirschenstein wird zweiter Vorsitzender des Vereins.” Nun muss erstens wissen, dass “der Verein” (Düsseldorfer Eislaufgemeinschaft) für den Eishockeynachwuchs und die -amateure zuständig ist. Den Spielbetrieb der DEG Metrostars organisiert die “DEG Eishockey GmbH“. Zweitens ist bemerkenswert, dass Manfred Kirschenstein als Angesteller der DüsseldorfCongress Veranstaltungs GmbH Manager des ISS Domes in Rath ist. Die als “Dome in Rath” von der stadteigenen IDR (Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz) errichtete Veranstaltungshalle, die für diverse Planungs- und Baumängel bekannt ist, wurde 2006 eröffnet, und es war klar, dass die glorreiche DEG aus dem geliebten Eisstadion an der Brehmstraße dorthin würde umziehen müssen. [weiterlesen...]
[Klick aufs Bild macht's sehr groß] Als ich 1988 ein Büro am Fürstenplatz bezog, hieß der jetzige REWE noch Extra. Netter aber war der uralte Schmolla-Markt an der Oberbilker Allee / Ecke Ringelsweide, der aber wenig später an die Toom-Kette fiel und zum Baumarkt mutierte. Das war DER Baumarkt im Viertel, ein chaotisches Ensemble aus drei Häusern, verbaut, verwinkelt, angeranzt. Da wirkte mein Freund aus Kindertagen, der Ernst, in der Malerabteilung. Nette Verkäufer und -innen überall. Es gab fast alles. Aber natürlich war unser Toom nicht so chic und hip und cool wie diese Monstermärkte vor den Toren der Stadt. Am 30.11.2011 war der letzte Verkaufstag. Nun hat er für immer geschlossen. Der Gebäudekomplex wird stückweise abgerissen, die Ecke neu bebaut. Ich werde unseren Toom vermissen; besonders jetzt, wo ich wieder auf die Ringelsweide ziehe…
Ski-Weltcup (03.12.11) – Und noch ein unangenehmes Erwin-Erbe verschont in Zukunft die schönste Stadt am Rhein: Nachdem die übelriechende DTM-Präsentation sich verpisst hat, wird nun auch kein absurder Skilanglauf-Wettbewerb auf energiefressendem Kunstschnee am Rheinufer mehr stattfinden. Jetzt noch die Arcaden abreißen, und Düsseldorf wird noch ein Stück lebenswerter. [weiterlesen...]
Abercromdabra (01.12.11) – Abercrombie & Fitch ist das H&M des Apple-Fanboys (aus der Serie “Doofe, die freiwillig mehr Geld für Scheiße raushauen…”). [weiterlesen...]
Für uns das Spiel des Jahrzehnts, für den BVB eine Chance, noch mehr Lehrgeld zu bezahlen
Heute begann die zweite Phase im Vorverkauf für das Spiel zwischen der glorreichen Fortuna und den Doofmundern im DFB-Pokal am 20.12.2011. Na und, wird der Nichtwissende sagen. Für das Gros der F95-Fans ist damit aber das maximal mögliche Maß an Hysterie erreicht: Niemand will ohne Eintrittskarte sein. Und wer schon eine hat, versucht mehr zu kriegen, damit überzählige Tickets nicht in falsche, schwarzgelbe Hände fallen. Denn die Mehrheit der rotweißen Anhänger wird überzählige Karten auf dem einen oder anderen Weg Leuten zukommen lassen, die sonst regelmäßig zur Fortuna gehen, aber weder Vereinsmitglied sind, noch Besitzer einer Dauerkarte. Wie offensichtlich bei anderen Clubs auch üblich haben die nämlich ein Vorkaufsrecht. In der ersten Phase war es zum Beispiel so, dass nur Dauerkartenbesitzer ein Ticket pro Dauerkarte bekamen. Damit war schonmal gesichert, dass niemand von den Immerguckern außen vor bleiben würde. Und nun eben die zweite Phase mit Vorkaufsrechten für nochmal die DK-Inhaber und die F95-Mitglieder – pro Eigenschaft kann man nun entweder je eine Stehplat- oder je zwei Sitzplatzkarten kaufen. Wenn das alle Berechtigten täten, kämen übrigens weniger als 1.000 Karten in den freien Verkauf der Phase 3. Heißt: Diese Begegnung, die für uns Fortunen das Spiel das Jahrzehnts ist, wird definitiv ausverkauft sein. [weiterlesen...]
Anarchie ist machbar, Frau Nachbar
[Klick aufs Bild macht's groß] Bevor ich ein paar Anmerkungen mache: Ich würde den/die Artistin/ennen, die dieses Werk verfertigt haben oder dabei waren als es verfertigt wurde, herzlich bitten, NICHT teilzunehmen und auch niemanden aktiv beim Lösen zu unterstützen. Dankeschön. Denn dass diese schicke Bömbchen von Künstlerhand stammt, ist unübersehbar. Übersehbar ist dieses Grafitto im öffentlichen Raum aber leicht, weil es sich außerhalb des normalen Blickwinkels eines Fußgängers befindet und vom Auto aus so gut wie gar nicht entdeckt werden kann. Auch ich bin etliche Male dran vorbeigekommen; aufgefallen ist es mit aber erst vergangene Woche.
1) Wo findet man das Bömbchen: Unterführung zwischen Ellerstraße und Mintropplatz