Dritte Liga aktuell
Vor mehr als 42 Jahren, am 27.06.1966, gelang es der Fortuna mit dem Wunderstürmer Pitter Meyer, die vier Jahre zuvor von der Fußball-Mafia DFB nicht als Gründungsmitglied der Ersten Bundesliga zugelassen wurde (im Gegensatz zum Gurkenverein aus Münster, der bis dahin sportlich wenig vorzuweisen hatte und auch gleich wieder abstieg), die Offenbacher Kickers auf deren eigenem Bieberer Berg mit 5:1 zu schlagen und so dank des besseren Torverhältnisses anstelle des FK Pirmasens (FK was?) die Gruppe 1 der Aufstiegsrunde als Erster abzuschließen und so ins Oberhaus aufrücken zu dürfen. Ich war nicht dabei, denn mit dreizehn war ich per Elternvotum zu Auswärtsfahrten nicht zugelassen; aber sowohl das Hinspiel (ein 2:0 am 04.06), als auch die Partie gegen die Hertha (ein 4:1 am 18.06.) habe ich im guten, alten Rheinstadion erleben dürfen. Seitdem sind mir die Offenbacher Kickers irgendwie diffus sympathisch, und ich lache heute noch gerne über das heisere Bekenntnis des Ur-Offenbacher Gemüsehändlers Horst-Gregorio Canellas während der Gartenparty zu seinem 50. Geburtstag am 06.06.1971.
Dritte Liga aktuell
Warum die Zwote des VfB Stuttgart unter dem bescheuerten Nickname “Fritzle-Buben” geführt werden, weiß der Fußballteufel. Dass diese Buben heute mit 0:4 von den braven Fortunisti bös eine auf die Hose gekriegt haben, ist vermutlich die Strafe dafür. Jedenfalls war von der Torgefahr der Nachwuchskicker nichts zu sehen, sodass Erste-Trainer Armin Veh (Armin Wer?) gegen Ende mit dem üblichen Unlustgesicht das Kackers-Stadion im Degerloch verließ. Derweil bereiteten sich die F95-Spieler und ihr Anhang, der von offiziell genannten 1.900 Zuschauern deutlich mehr als die Hälfte ausmachte, auf die Feier vor. Zu Recht, denn was die Untertanen von König Norbi da abgeliefert hatten, war mindestens zweitligareif. Ebdlich klappte das frisch-offensive Spiel nicht nur, nein, es schlug sich in Treffern nieder. Wobei die Hütte von Rani Jowasweißich nach Vorlage von Klemong ‘Alet mit Fug und Recht als herrlich zu bezeichnen ist. [weiterlesen...]
Dritte Liga aktuell
Das heutige Spitzenspiel der dritten Liga erlebte Ihr sehr ergebener Berichterstatter (ISEB) aus ungewohnter Perspektive: Von den roten, mild gepolsterten Sesseln unterhalb der VIP-Lounge, die in der finanziell bedrohten LTU-Arena “First Comfort Club” heißen muss. So sehr dieser Begriff ein Beispiel modernen Bullshits ist, so wenig rührt sich was auf diesem Teil der Tribüne. Da dämmern in Ehren ergraute und wohlhabende Fortuna-Fans vor sich hin, da spielen zahlreiche Kinder mit mitgebrachtem Spielzeug, da fragen sich etliche Anwesende, warum der Schiedsrichter dies & das pfeift. Und in der obersten Reihe sitzen diverse Ex-Fortunisti (De Cock, Anfang, Feinbier) nebeneinander und handyfonieren rund um die Spieluhr. Bewegung kommt nur auf, wenn der Pausenpfiff zum wärmlichen Büffet und Freibier ruft. Da verpasst der handelsübliche VIP-Hocker den Wiederbeginn auch gern mal um eine Viertelstunde. [weiterlesen...]
Dritte Liga: 9. Spieltag
An dieser Stelle möchte ihr sehr ergebener Berichterstatter (ISEB) folgendes Geständnis ablegen: Er war noch nie nich in Emden. Das hat seinen guten Grund, und der heißt “Fisch”. Will man den Auswärtsfahrern in das Kaff in Busennähe glauben, dann sind die Fischbuden im und um das dortige Stadion herum die einzigen Highlights dieses verlorenen Ortes. Leider leidet ISEB unter einer unerfreulichen Fischallergie, die ihm den Zugang zu kulinarischen Sensationen wie Fisch- oder Krabbenbrötchen durchgängig vermiest. Dass die Heimat von Otto Waalkes und Henri Nannen auch noch ein vom Letzteren erschaffenes Museum besitzt, dürfte dem gemeinen F95-Fan eher unbekannt sein. Und mancher ist der Ansicht, es wäre besser, auch der ansässige Fußballclub solle schleunigst wieder dem Vergessen anheim fallen. Das liegt einerseits an dem Rübenacker im Gemäuer des so genannten “Emdena-Stadions“, von dem manche glauben, es heiße Arena, andererseits an der weltberühmten Raubatzigkeit der Emder Kicker, die offensichtlich Knochenbruchprämien kassieren, wenn sie dem Gegner wehtun. [weiterlesen...]
Dritte Bundesliga - achter Spieltag
Na, das war ja mal eine solide Leistung, die unsere Jungs da abgeliefert haben. Als Fünfter schlugen sie den Sechsten mit drei niedlichen Toren. Die erste Hütte war ein echter Knaller: Rani Jovanovic – wie sagen moderne Spochrepochter – stoch den Ball durch auf Zidane-Ronaldo-Ahmed Cebe, der umkurvte den ansonsten ziemlich dusseligen Erfurzer Keeper und schob den Ball rein. Beim zweiten Tor sah der Herr Orlishausen auch nicht so dolle aus. Denn ein Christ’scher Freistoß schwebte quer durch den Strafraum und landete kaum berührt in der Kiste. Schließlich verursachte der Loser im Erfurzer Kasten auch noch den Elfer, denn der heute grandiose Herr Langeneke im zweiten Versuch versenkte. [weiterlesen...]
Fußball: Dritte Liga
Hat denn niemand den Wismut-Spielern erzählt, dass zwischen Aue und Düsseldorf so eine Art Fanfreundschaft besteht? Tatsächlich bietet der Fanshop der Veilchen einen klassischen Freundschaftsschal feil. Freundschaftlich verhielten sich die Auer Kicker aber nicht, denn das ständige Getrete in Fortuna-Knochen trug dem Spieler Müller eine rote Karte ein. Will man den Live-Tickern von RP-Online und Fortuna Düsseldorf sowie dem wie immer grandiosen Antenne-Düsseldorf-Repochter Olli Bendt glauben, dann hätte es mehr gelbe Karten hageln müssen als die drei von Schiri Welz vergebenen. So durften die Tunisten ab Minute 31 mit einem Mann mehr antreten, was aber keinen zählbaren Vorteil brachte. Es muss erneut ein Grottenkick gewesen sein, der erst in der 86. Minute durch den neuen Stürmer Jovanovic per Kopf entschieden wurde. [weiterlesen...]
3. Liga: Fortuna Düsseldorf
In Wirklichkeit steht der TSV Fortuna Düsseldorf von 1895 vor einer Karriere als Mietnomade. Denn seit geraumer Zeit zahlt der Verein seine Miete für die Nutzung der momentan noch so genannten LTU-Arena nicht und hat Rückstände jenseits der Eine-Million-Grenze angehäuft. Jeder normale Vermieter würde derlei Pack rausschmeißen und versuchen, die Mietrückstände einzutreiben – zur Not mit der kleinen russischen Inkassotruppe. Nicht so die Arena-Betriebsgesellschaft, die der Stadt Düsseldorf gehört. Denn würde man die Fortuna durch Zwangsbetreibung der Außenstände killen, gäbe es a) einen Volksaufstand (nicht so schlimm…) und b) würde offensichtlich, dass die Arena beinahe pleite ist. So werden die gewählten Volksvertreter einen Schuldenerlass verabschieden und die Subventionen (derzeit um die 11 Millionen Euro pro Jahr) eventuell erhöhen.
Zurück zum Spiel: Die Fortunesen auf dem Rasen siegten in einem grottigen Spiel gegen hilflose Regensburger mit 3:1. Die Partei war geprägt von fast durchgehender Schlamperei der Kicker, von denen keiner genau weiß, wer denen am Monatsende das Gehalt bezahlt. Erfreulich war immerhin, dass olle Lawaree den einzigen schönen Treffer des Tages machte. [weiterlesen...]
Meinungsfreiheit im deutschen Fußball
Es soll ja Menschen in der Landeshauptstadt Düsseldorf geben, die allmorgendlich ihr Geld für ein kölsches Käseblatt [Klick aufs Bild macht groß] aus dem Fenster werfen. Selbst dann wenn die Insassen der Lokalredaktion bewusst der Stadt schaden – oder zumindest dem ansässigen Fußballclub. Heute war wieder so ein Tag. Die Vorgeschichte: Während des Drittligaspiels der Düsseldorfer Fortuna gegen RW Erfurt präsentierten die Ultras Düsseldorf (UD) eine Serie von Bannern, die sich mit dem Mäzen der TSG Hoffenheim kritisch auseinandersetzten. Eines der Spruchbänder lautete: “Unsere Liebe ist stärker als deine Anwälte” Das nahm das Kölner Boulevardblatt zum Anlass darüber zu mutmaßen, ob die Aktion negative Konsequenzen für den Verein haben könnte und fragte auch gleich beim DFB nach. [weiterlesen...]