Was ist los? Die Jungs spielen ja wieder richtig Fußball.
Es gibt sie noch, die schönen Fußballabende im Düsseldorfer Rheinstadion. Die bekannt unkreativen Spochtschurnalisten der hierorts marodierenden Presse hatten zum Spiel den üblichen Schwampf vom dreckigen Sieg abgesondert. Die ahnen ja gar nicht, wie berechenbar und langweilig sie sind… Tatsächlich aber spielte das aktuelle Team der Fortuna die Burschen von RWO in der zweiten Halbzeit AN DIE WAND! Die Partie wurde mit spielerischen Mitteln gewonnen. Wer hätte das gedacht. Okay, die Herren aus Oberhausen haben sich aber auch extrem blöd angestellt. Wenn ein Verteidiger einen Angriff im Strafraum umreißt, während der Schiri mit freier Sicht kaim fünf Meter entfernt steht, dann würde jeder halbwegs vernünftige Trainer den Mann alsbald auswechseln. Wenn dieser Loser anschließend auch noch beim Referee meckern geht und dafür die Gelbrote kassiert, dann ist der eigentlich reif für einen Berufswechsel. Dass sich beim Deliquenten ausgerechnet um den ehemaligen Fortunen Hergesell handelt, darf unter Treppenwitze, Teil 1, abgebucht werden. Aber der Elfmeter, den der Herr Langeneke wieder auf seine bekannt riskante Weise versenkte, war aber nicht spielentscheidend. Denn nach dem 1:0 durch den oft unterschätzten Herrn Fink waren die Mannen mit dem F und der 95 auf der Brust den Jungs vom ruhrigen Niederrhein aber sowas von überlegen, dass die noch ein paar Stunden hätten weiterspielen können, ohne zu gewinnen. [weiterlesen...]
Die Legende von der Werbewirkung des European Song Contests
Update: Onkel Dirk, der diplomierte Hausmeister des Hochadels und OB der Stadt Düsseldorf, gibt rund 9,8 Millionen für den Schlagerkäse aus und meint dann auch noch:
“Die Stadt muss den Song Contest leben. Er muss überall sichtbar sein.“ – “Kurzum: Wir sind alle Lena.”
Übrigens: Die Ausgabe wurde am 08.10. als Eilbeschluss von Elbers himself und Strack-Zimmermann abgezeichnet und erst gestern (also 5 Wochen später!) am Ende der Ratssitzung nach 8 Stunden im nicht-öffentlichen Teil durchgepeitscht. Die doofen Sozen und die blöden Grünen haben gegrummelt, aber zugestimmt.
Wissen Sie noch, wo der 48. Eurovision Song Contest im Jahr 2003 stattfand? Moment, nicht googlen, nicht schummeln! Sehense: So doll ist die weltweite Werbewirkung dieser Schlagerveranstaltung, dass durch den/die/das Event im Mai 03 die lettische Hauptstadt mit einem Schlag auf die Weltkarte katapultiert wurde. Millionen doller Unternehmen haben sich in der Folge am bottnischen Meerbusen angesiedelt, und blühende Landschaften entstanden. Nun hat sich meine geliebte Heimatstadt gegen den Willen einer Mehrheit der Eingeborenen (nicht: Einwohner – das ist hierzustadt ein gewaltiger Unterschied!) um die Ausrichtung dieses Eurovision Song Contest 2011 – den man unter Schnöseln liebevoll “ESC” abkürzt – beworben. [weiterlesen...]
Und das Niveau geht doch noch tiefer...
Sagen wir mal so: Die wesentlichen Highlights dieses vom Scheiß-DSF erzwungenen Fußballabends fanden nicht auf dem grünlichen Rasen statt. Mal ausgenommen die merkwüdige Bude, die unser allseits geliebter Zoundi in der 84. Minute machte. Wer da ein Eigentor gesehen hat, hatte den falschen Standpunkt; von der Süd aus war klar: Wär auch ohne das Streifenbein reingegangen. Zu den Highlights zählte das Transparent, das die Einlaufkinder präsentierten: “Für eine multikulturelle Kurve” stand da. Und als ich mich so umschaute, fiel mir auf, dass es bei uns schon ganz schön multikulti zugeht. Da kann dieser eitle Deoroller, den wir demnächst aus dem Vorstand rausmobben, noch soviel Sarrazin-Müll auf Papier rotzen. Vielleicht war es ja auch dieser rechtslastige Bauunternehmer selbst, der einen Artikel in der Stadionzeitung “Fortuna Aktuell” verhinderte. Denn da ging es um einen jugendlichen Kriegsflüchtling aus dem Senegal, der in Deutschland nur geduldet ist und über Fortuna Anschluss an Gleichaltrige fand. [weiterlesen...]
Bauunternehmer Tecklenburg liebt Sarrazin
Eher durch Zufall stieß das Mitglied im Rat der Stadt Frank Laubenburg (Die Linke) auf die Anzeigen des Bauunternehmers Hermann Tecklenburg. Der hat sich in einem unscheinbaren Beilagenblättchen der Rheinischen Post im September und Oktober mit einer Kolumne geäußert. “Unser Straelen – das RP-Monatsmagazin für meine Stadt” heißt die 24-seitige Lokalbeilage, die auf äußerst betuliche Weise Dies und Das zum Nest am linken Niederrhein vermeldet. Nicht dass die Redaktion dem heimlichen König von Straelen Platz eingeräumt hätte – die Kolumnen sind Teile von ganzseitigen Anzeigen, die den Anschein erwecken sollen, sie seien redaktionell gefertigt. Diese Kolumnen hat sich Laubenburg nun angesehen und Erstaunliches festgestellt: Im September zieht der Bauunternehmer mit der Fußballleidenschaft über Hartz-IV-Empfänger her, und im Oktober outet sich der Glatzenmann, den sie hinter seinem Rücken den “Deoroller” nennen, als glühender Sarrazin-Fan. Wörtlich schreibt Tecklenburg:
Sarrazin ist überall
Ich bezeichne mich als guten Europäer, lebe gerne in Deutschland, bin stolz auf unser Land und ein Befürworter der Thesen von Thilo Sarrazin.
In den letzten Wochen sind zwei Filmbeiträge im Fernsehen gezeigt worden, die von türkischstämmigen Frauen produziert wurden. Beide Beiträge zeigen Situationen an deutschen Schulen, wo die Mehrheit der Schüler einen Migrationshintergrund haben. Deren dort gezeigtes Machogehabe und Beleidigungen gegenüber ihren deutschen Mitschülern waren unerträglich. [weiterlesen...]
Fortuna-Kicker verzichtet aufs Auto
Die BILD-Zeitung hat den Fortuna-Kicker Patrick Zoundi zu Deutschlands ungewöhnlichstem Fußballprofi erklärt. Und dass weil er freiwillig aufs Auto verzichtet, nicht in Discos geht, keine Playstation bespielt und Philosophiebücher liest:
Obwohl das Laufwunder aus Burkina Faso einen Führerschein hat, setzt er sich nie hinters Steuer. „Autofahren ist mir zu stressig. In der Bahn kann ich entspannen“, sagt Zoundi. Und lacht: „Da hupen mich auch keine Wahnsinnigen an.“ [Quelle: BILD vom 21.10.2010]
Massenhaft Nahrung für die Phrasenschweinherde
In Anbetracht des gestrigen Fußballspiels im Düsseldorfer Rheinstadion ließe sich eine ganze Phrasenschweinherde mästen. Von wegen kein Glück, Pech, Quäntchen, Haaresbreite, Arschaufreissen etc pp. Fakt ist, dass von zwei spielerisch schwachen Mannschaften diejenigen gewonnen hat, die am kommenden Samstag unbedingt Lotto spielen sollte. Natürlich ging dem Tor durch den Nordkommunisten Cheech Chong ein katastrophaler Fehler des Herrn Weber voraus, und der Herr Melka in der Fortuna-Hütte hätte auch einen Hauch besser rangehen können, aber der nämliche Tränenkoreaner hätte zu diesem Zeitpunkt (22. Minute) gar nicht mehr auf dem Feld stehen dürfen, hatte er sich doch einige Zeit zuvor eine nordkoreanische Tätlichkeit am Herrn Langeneke geleistet – auch hier Pech: Der ganz ordentliche Schiri Aytekin und der zuständige Assi hatten einen ungünstigen Blickwinkel, sodass der Kimiljongist bloß Gelb sah. Zuvor hatte die Fortuna ordentlich aufgedreht, wobei “ordentlich” – wie im ganzen Spiel – eher auf die Quantität als die Qualität der Bemühungen bezogen ist. Immerhin lag die Fehlerquote erheblich niedriger als beim Katastrophenkick in Auditown. Okay, wenn diese Quote von 95 auf 50 Prozent sinkt, wirkt das toll, ist aber immer noch Scheiße… [weiterlesen...]
Fortunafans spenden Becherpfand für Typisierungsaktion
Nachdem sich im Rahmen der Hilfsaktion für den leukämiekranken Fortunafan Phil über 1.200 Menschen haben im Hinblick auf eine Stammzellen- und/oder Knochmarkspende haben typisieren lassen, bitten die Ultras Düsseldorf (UD) weiter um die Unterstützung der Fans:
Durch unsere Typisierungsaktion für unseren Freund Phil konnten wir 1238 potentielle Lebensretter finden, um die Proben jedes Einzelnen auszuwerten benötigt die KMSZ 50€. Insgesamt werden demnach 61.900€ benötigt. Bis jetzt sind durch diverse Aktionen erst 4.000€ zusammengekommen.
Da ihr durch eure Unterstützung nicht nur Phil, sondern auch allen anderen Leukämiekranken helft – Becher in die Hand und ab in den Sack! Ein Euro tut keinem weh!
Darüber hinaus könnt ihr auch ein paar Euro in die Spendendosen am Fanstand werfen! Es könnte jeden treffen!
Ich werde meinen Becher jedenfalls wieder in den Sammelsack am Fanstand werfen. Du auch?
Helpless, helpless - help-lessesses...
Nun war ich am Mittwoch in Sachen Kultur in der Altstadt unterwegs. Da das entsprechende Ereignis um acht begann, dachte ich mir so, mmmh, gehste schon mal zu halb sechs los und guckst dir das Auswärtsspiel unserer Jungs in ner Kneipe an. Die Wahl fiel eherzufällig auf den irischen Pub namens “O’Reilly’s”, der am Rande des Marktplatzes angebracht ist. Hinten grüßt Jan-Wellem von seinem Pääd herunter, unter den Arcaden hocken Fortuna-Fans und glotzen auf den Flachschirm, der innen steht. Es läuft die Sky-Übertragung der Zweiligabegegnung zwischen dem FC Ingolstadt und der Düsseldorfer Fortuna im so genannten “Audi Sportpark“. Unser Team hat die ersten vier Spiele der Saison 2010/11 verloren, die Schanzer aus Raffinieriecity auch. Wer verliert, wird Letzter und muss fortan gegen die Abstieg spielen. Machen wir’s kurz: Fortuna hat verloren. [weiterlesen...]