Sind eigentlich alle Schiedsrichter Arschlöcher?
Jemand sagte mal: Klar muss einer ne schwere Persönlichkeitsstörung haben, um Fußballschiedsrichter zu werden. Ich finde das übertrieben. Aber offensichtlich muss man ein Arschloch sein, um beim DFB rumpfeifen zu können, obwohl die schiedsrichterliche Kompetenz mangelhaft ist. Dr. Felix Brych ist nicht nur regelmäßig in den beiden oberen Bundesligen eingesetzter Referee, nein, er ist sogar FIFA-Schiri. Was früher ein Qualitätsmerkmal war, muss heute unter der herrschenden Korruptionskultur des Weltfußballverbands des Sblatter gesehen werden. Auch wenn sich das nach Verschwörungstheorie anhört: Wegen erwiesener Leistung wird man weder beim DFB, noch bei der FIFA Schiedsrichter – sonst wäre Bibiana Steinhaus längst reguläre Spielleiterin in der ersten Fußballbundesliga. Heute musste sich die glorreiche Fortuna aus Düsseldorf mit einem durchgeknallten Referee herumschlagen, der dermaßen bescheurt pfoff, dass den meisten Berichterstattern die nicht gegebenen Strafstöße gegen die Alemmanja nicht mal mehr in Erinnerung blieben. Während so Typen wie Rafati oder Aytekin in der Regel schlecht gegen beide Teams richten, benachteiligte der Münchner Doktor unse Jungs ganz eindeutig. Und so konnte man wieder mal sehr schön sehen, dass eine minderbegabte Kloppertruppe wie die aktuellen Kartoffelkäfer unter dem Trainer Tolle Hyballa durch rohes Spiel die Kreise eines Künstlerkollektivs nachhaltig zerstören können, wenn der Spielleiter nicht rechtzeitig durchgreift. [weiterlesen...]
Die große Kunst der witzigen Beleidigungen
Eigentlich ist jetzt, kaum zwölf Stunden nach dem Spiel, schon alles gesagt – zum Beispiel hier, hier, hier und hier. Und wo sinnlose Retortenclubs gegnerische Gesänge elektronisch zermanschen, das singen wir den Gegner einfach nieder. Das war in Frankfurt so, und gestern gegen “die himmelblauen Haremsnutten” sowieso. Wobei die wunderbaren Fans der glorreichen Fortuna sich auch nicht auf Doofmunder Niveau (“Dietmar Hopp, du Sohn eiuner herzensguten Frau“) herablassen. Aber was will man auch von einem Club erwarten, der seine Kleininvestoren methodisch verarscht, der sich auf Pump einen Champions-League-Titel zusammengekauft hat und dessen Megapleite nur durch allerlei Tricks & Klüngeleien abgewendet werden konnte? Nein, wer gelbe Zähne und schwarze Füße hat, der sollte zum Thema “Kohle im Fußball” aber mal den Ball sehr flach halten. Und: Nein, auch durch Kloppo wird der Verein mit dem angemalten Malocherimage auch nicht kultiger. Jedenfalls ist das Niveau bei uns deutlich höher: Den Fans des TSV 1860 München ein kräftiges “Ihr seid Scheiße wie der FCB” entgegenzuschleudern, ist an Beleidigungspotenzial kaum zu übertreffen. [weiterlesen...]
Wo Exzess-Redakteure gerne essen gehen...

Es gab Zeiten, da wollte keiner die alte Dame Fortuna haben. Da stand sie sich am Flinger Broich die Füße platt, und kaum ein Freier nahm sie noch wahr. Jetzt strahlt sie wieder, und plötzlich kommen halbseidene Gestalten aus allen Spelunken gekrochen und wollen, dass sie die Beine breit macht und den Arsch hinhält. Dass das kölsche Mistblatt bei der Zuhälterei ganz vorn dran ist, nimmt nicht weiter wunder – so isser halt, der Exzess… Und schon immer haben die hiesigen Schreibfinken gern über die merkwürdigsten Sachen (Promi-Stories über die Begale!) geschrieben, wenn sie irgendwie was davon hatten. Denn mal unter uns Pastorentöchtern: Wenn interessiert wirklich, ob die ehemalige Hand des OB mit ihrem Blag beim Tennis reinkommt?
Wir wir Fortuna-Fans die Krankfurter in Grund und Boden sangen
Jede Auswärtsfahrt ist wie die Folge einer nie endenden Fernsehserie. Die Geschichte dreht sich immer um dasselbe, und die meisten Figuren und Darsteller kennt man. Und trotzdem ist jede Geschichte anders. Gestern war es zum Beispiel die triumphale Rückkehr der glorreichen Fortuna aus Düsseldorf ins Frankfurter Waldstadion. Nach 15 Jahren. Und es fühlte sich, uh, ah, sooo gut an! Da mussten wir gar nicht mehr extra singen “Wir sind die Fortuna. Wir sind wieder da!” – wir sind es einfach. Wir gehören wieder dazu. Niemand fragt dich, wenn du einen F95-Aufkleber am Auto hast “Ach, gibt’s die Fortuna noch? Wo spielt die denn?” Niemand belächelt oder bemitleidet dich. Manche Nicht-Fortuna-Fans fürchten dich, manche mögen dich. So wie das bei einem Traditionsverein sein sollte. Und, lieber Fortuna-Anhang, vergiss nicht: Es waren wir, die Fans, die diesen wunderbaren Verein am Leben gehalten haben in den matschigen Jahren! Keine Oberbürgermeister, Funktionäre oder Sponsoren: Genau WIR waren das. Weil wir nicht aufgehört haben, an diesen Verein zu glauben. Weil wir hingegangen sind, als es oft sehr weh tat. Weil wir Benefizspiele organisiert haben, weil wir Geld besorgt haben. Weil wir jede dieser Mannschaften, die unsere Farben tragen durften, volle Kanne unterstützt haben. Und das gestern war eines der sicht- und fühlbaren Resultate dieser Treue und dieser nie endenden Unterstützung. Vergesst das nicht. Amen. [weiterlesen...]
Rösler (13.08.11) – Wie kommt ein Fußballprofi darauf, weltweit Leerverkäufe verbieten zu wollen? Oder gibt es noch einen Rösler, den man kennen müsste? [weiterlesen...]

Da hat sich aber einer Mühe gegeben: Der anonyme Künstler und Fortuna-Fan hat sogar das F95-Logo mit Bleistift vorgezeichnet. Da unsere glorreiche Fortuna ja erst seit Sonntag wirklich Spitzenreiter ist, kann das Gemälde in der Unterführung der Bachstraße höchstens zwei Tage als sein. Dass solche Grafitti überhaupt in der Stadt zu sehen sind, belegt, dass die Fortuna wieder bei den Düsseldorfern angekommen ist. Wie schön.
Hey, hey, Spitzenreiter, Spitzenreiter...
Bevor ich auf die glorreiche, göttliche Fortuna zu sprechen kommen, kann ich mir eine Bemerkung nicht verkneifen: Was will eigentlich dieser künstlich von einer dieser Stinkkistenschmieden subventionierte Kackverein aus diesem hässlichen Nest an der Donau, dem zu einem Auswärtsspiel nicht einmal ZWANZIG Fans folgen, eigentlich in der zweiten Bundesliga? Die gehören in irgendeine Regionalliga, bestenfalls. So nehmen sie hassgeliebten Traditionsvereinen wie dem RWE bloß den Platz weg. So. Natürlich sind diese Spielansetzungen an Freitagen um 18:00 und an Montagen um 20:15 einfach nur ASOZIAL, und es steht zu hoffen, dass dieser sinnlose Sportversender endlich pleite macht, damit wenigstens der Montag wegfällt. Heute war wieder hautnah zu erleben, was diese Anstoßzeit bewirkt: 20 Minuten vor Anpfiff war das Stadion noch fast leer; viele Zuschauer schafften es erst nach dem Anpfiff, anzukommen. Was sind das für Fratzen, die sich sowas ausdenken? Deren Ärsche mögen in der Hölle schmoren. Dass trotzdem fast 22.000 Menschen den Stress auf sich genommen hatten, praktisch direkt von der Arbeit ins Stadion zu eilen, ist sensationell. Wie auch das, was sich inzwischen in Sachen Anfeuerung manchmal ergibt, einfach sensationell ist. Als Mitte der zweiten Halbzeit das runtergezählte “95 olé” gesungen wurde, das sich bekanntlich zur 95 hin steigert, da standen sie alle und klatschen und sangen mit, die oft und zu Unrecht geschmähten “Normalos” auf der Haupttribüne und der Gegentribüne – und ihr sehr ergebener Berichtsterstatter möchte ein zwei Pipitröpfchen in den Augenwinkeln nicht verschweigen. [weiterlesen...]
Sensation! Fortuna Düsseldorf übersteht erste Runde im DFB-Pokal!
Liebe Allesfahrer, lest mal eben ein paar Sätze weg; ich möchte den Normalos mal bisschen was über Auswärtsfahrten erzählen. Danke. Denn wer sich wenig für Fußball interessiert oder eher Zuschauer als Fan ist, dem werden Fahrten zu Auswärtsspielen ein Mysterium sein. Vielleicht haben solche armen Schweine sich schon mal an einer Autobahnraststätte (Jargon: “Raste”) über fröhliche und/oder stockvollgesoffene Fußballanhänger gewundert, die aus einem Bus purzeln. Der männliche Teil solcher Busladungen strebt dem nächstgelegenen Straßenbegleitgrün zu, um sich zu entleeren. Die Raucher rauchen von wegen dem inzwischen busflächendeckenden Rauchverbot schnell zwei oder drei Kippen. Die Mehrheit wendet sich den Verkaufsräumen zu, um weiteren Alkohol zu erwerben und Nahrungsmittel, die sie im normalen Leben nicht anfassen würden. Dann stolpert das Volk wieder ins Gefährt, und es geht weiter. Will beispielsweise ein Fan der glorreichen Fortuna aus Düsseldorf nach -sammerma- Kassel fahren, um dort ein Pokalspiel zu gewinnen, dann hat er die Wahl: mit dem Auto (beliebt sind Fahrgemeinschaften, wer das kürzeste Hölzchen zieht, darf nicht saufen…), mit dem Zug (wahlweise per Wochenendticket über Buxtehude und Regensburg oder mit einem Sonderzug, der öffiziell “Entlastungszug” heißt) oder eben dem Bus. [weiterlesen...]