Alle Artikel in der Rubrik "Fortuna"

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Kommerz ist nicht so schön. Oder: Man gewöhnt sich an allem

Wintercup 2012: Das mit den Hüten

wintercup_2012Beginnen wir mit dem Erfreulichen. Im Gedächtnis werden dem gemeinen Fortunafreund vom spochtlichen Teil des Wintercups 2012 vor allem zwei Tore bleiben. Rechtsverteidiger Christian Weber, der um einen Stammplatz kämpft, hämmert dem Dortmunder Aushilfstorwart (Roman Weidenarsch traut sich wohl nicht mehr nach Düsseldorf…) das Ding aus gut 25 Metern in die Maschen. Und der finnische Neuzugang Timo Furuholm (…was angeblich auf Deutsch “Pickelberg” heißt…) verwandelt eine Traumvorlage vom Maxi zu seinem ersten Tor in seinem ersten Spiel für die glorreiche Fortuna und macht sie damit zur Cup-Siegerin gegen die Ostholländer. Tatsächlich wurde immer dann ansehnlich gekickt, wenn die Düsseldorfer Fußballgötter auf dem duftenden Rasen standen. Der BVB (“Und ihr wollt deutscher Meister sein…”) tat sich dagegen vor allem durch rohes Spiel hervor und musste im Spiel gegen F95 zwei völlig berechtigte gelbe Karten hinnehmen – und das in einem Freundschaftsturnier. Noch mieser benahmen sich erneut einige der von Fans anderer Teams liebevoll “Zecken” getauften Doofmund-Anhänger, die zweimal Sprengkörper auf das Spielfeld warfen. [weiterlesen...]

» Bericht von Rainer Bartel am 16.01.12
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Vorm neuen Rheinstadion

neues_rheinstadion_2012
[Klick aufs Bild macht's groß] Von außen ähnelt das neue Rheinstadion, das eine Mehrzweckarena ist und von der Modeklitsche Esprit benamst wird, einer der umgebenden Messehallen. Hinter der vorgehängten Streifenfassade offenbart der Bau seine Strukturen.

Folge 34 von 37 in Düsselsichten

» Bild von Rainer Bartel am 16.01.12
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Von der Arroganz der BVB-Eventies, einem Arschloch im Tor und dem glitschigen Rasen

F95 vs Doofmund 10:1

f95_vs_bvb_2011Okay, dann eben nächstes Jahr. Sooo wichtig ist dieser hässliche Pott, den WIR ja schon zweimal hatten, nun auch wieder nicht. Und eigentlich ist es auch gut, dass jetzt wieder auf normal umgeschaltet wird. Der ganze Hype rund um das Pokalachtelfinale gegen die schwatzgelben Zecken war ja nicht mehr auszuhalten. Wie die Umstände im ausverkauften Stadion am Dienstag ohnehin für einen echten Fortunafan eher eine schlimme Vorschau auf die Zeiten des kommenden Erstligafußballs sind. Als Stehplätzler, der seine Zeit damit verbringt, unentwegt zu singen, zu rufen, auf der Stelle zu hüpfen oder sonstigen Blödsinn zu absolvieren, kommt man sich ja angesichts der Massen Gelegenheitsanhänger, die das Spiel vom bequemen Sitz aus “genießen” oder einfach mal “Fußball gucken” wollen oder “sich das nicht entgehen lassen” wollen, vor wie der Angehörige einer anderen Spezies. Wie sehr sich die Wahrnehmung des Fußballs zwischen eigentlich benachbarten Soziogruppen unterscheiden kann, lernte ich eine knappe Woche vor dem Großen Tag. Zu dem Zeitpunkt hatte der kölsche ABZESS schon mehrere Dutzend sinnloser Artikel rund um unsere glorreiche Fortuna in die Welt gekotzt, das Stadion war längst ausverkauft, und an das Ligaspiel gegen die Paddelbirnen dachten nur die echten Fortunen. Da erreichte mich die Mail eines alten Kollegen, ob ich ihm eine Karte besorgen oder einfach so mitnehmen könne. Bei der Lektüre fielen mir die Cerealien aus der geöffneten Fressluke: Wo, dachte ich, lebt der Kerl, der seinen Wohnsitz in Düsseldorf hat? Und gab ihm in einer leicht gereizten Antwort zu verstehen, dass ich ihm da nicht helfen könne. Und fragte, weshalb er denn überhaupt zu diesem Pokalspiel wolle. Seine Reaktion: “Meine Güte, schlecht gelaunt heute?” [weiterlesen...]

» Erlebnisaufsatz von Rainer Bartel am 22.12.11
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Wolfsburg

Wolfsburg (11.12.11) – Mal unabhängig davon, dass jeder Fußballfreund gegen die Magathisierung des Sports sein muss: Können so verkackte, fan-arme Teams wie VW-Burg und Hoppenheim jetzt mal wieder Platz machen für echte Traditionsvereine wie Fortuna Düsseldorf (siehe auch “Wir wünschen dem RB Leipzig alles denkbar Schlechte.”). [weiterlesen...]

» von Rainer Bartel am 11.12.11
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Wir steigen wieder auf und schmeißen Dortmund raus, die Fortuna ist wieder da

Bochum vs F95 1:1

bochum_f95_2011Walter schrieb neulich, dass er beim Aufräumen seiner Facebook-Freundesliste festgestellt hat, dass er mit der deutlichen Mehrheit via Fortuna befreundet ist. Ist bei mir dasselbe. Und wenn du dann auswärts im Block stehst, dann ist das Pack um die herum nicht nur dein Freundeskreis, sondern deine Familie. Da kommt zusammen, was zusammengehört, weil uns die Liebe zur Fortuna verbindet. Man könnte auch sagen: Die Zuneigung zu einem Fußballverein bildet die Folie für spannende, sozio-kulturelle Effekte. (Na, wir hört sich das an?) Tatsächlich war es heute in diesem zugigen Torstenstück des Bochumer Ruhrstadions wieder zu sehen: Alt und jung, arm und reich, bürgerlich und prollig, schön und hässliche, groß und klein, weiblich und männlich, Berufe vom Wirtschaftsprüfer bis zum Gelegenheitshausmeister, Leute, die in Düsseldorf geboren und aufgewachsen sind, Menschen aus fernen Ländern, alle Formen, Farben und Zustände. Das alles ist Fortuna, undn irgends kannst du das besser erfahren als bei einer Auswärtsfahrt. Wobei die von mir gewählte Anreise mit dem HRW-Bus (HRW steht für Hacke Rot-Weiß, wobei das Wort “Hacke”, ihr wisst schon…) wieder einen Hauch von Abenteuerurlaub hatte. Allein das Musikprogramm während der Fahrt: Die Palette reicht vom sentimentalen Heimatschlager der Düsseldorfer Truppe “Alt Schuss” über die Wildrocker Andrew W.K. und die italienische Streetpunkband Los Fastidios (“Antifa Hooligans”), obskure britische Hooligan-Bands bis zum deutschen Schlager. [weiterlesen...]

» Spülbericht von Rainer Bartel am 10.12.11
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Dummheit ist im Fußball der Normalzustand - oder war's umgekehrt?

Rekordherbstmeister

lederfussball_klein“Für diesen Titel können wir uns nix kaufen”, sagen die ballkickenden Sprechpuppen und deren Trainer gern angesichts der Tabellenführung nach dem Ende einer Rückrunde. Das hat Wahrheit. Aber selbst für den Titel des Deutschen Meisters oder des Pokalsiegers kann keiner irgendwas käuflich erwerben. Weil das so ist, hat der liebe Fußballgott so Sachen erfunden wie die Champignon-Liga, wo die Vereine einfach dafür massig Kohle kriegen, dass sie da mittun. Tatsächlich gibt’s das auch schon im DFB-Pokal, wo Fernsehgelder “ausgeschüttet” werden. Und alle finden das normal. Fernsehgelder – was ist das eigentlich? Wer bezahlt die? Und warum? Bevor der dicke Kanzler auf der Basis massiver Korruptionszahlungen durch den ollen Kirch seinerzeit das Privatfernsehen hat einführen lassen, hat auch der senile DFB für sich entdeckt, dass er die Rechte am Fußball hält. Um es mal streng verkürzt auszudrücken. Zuvor war es den öffentlich-rechtlichen Glotzbedürfnisanstalten (ARD, dritte Programme, ZDF) unbenommen, im Rahmen ihres Informationsauftrages bewegte Bilder von Fußballspielen zu erzeugen und zu versenden. Also in der Spochtschau (N’ahm allerseits) und im Akte-ellen Spochtschuio (Grüß Gott!) und manchmal auch im passenden Dritten. Kostenlos. Und bevor der jecke Mast den Braunschweinchen seinen Hirsch aufs Hemd bappte, zielte Reklame im Stadion auf die Leute im Stadion. [weiterlesen...]

Folge 11 von 11 in Fußballwochenende

» Gedanken von Rainer Bartel am 06.12.11
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Für uns das Spiel des Jahrzehnts, für den BVB eine Chance, noch mehr Lehrgeld zu bezahlen

F95: Zwischen Euphorie und Hysterie

f95_pokalschlangeHeute begann die zweite Phase im Vorverkauf für das Spiel zwischen der glorreichen Fortuna und den Doofmundern im DFB-Pokal am 20.12.2011. Na und, wird der Nichtwissende sagen. Für das Gros der F95-Fans ist damit aber das maximal mögliche Maß an Hysterie erreicht: Niemand will ohne Eintrittskarte sein. Und wer schon eine hat, versucht mehr zu kriegen, damit überzählige Tickets nicht in falsche, schwarzgelbe Hände fallen. Denn die Mehrheit der rotweißen Anhänger wird überzählige Karten auf dem einen oder anderen Weg Leuten zukommen lassen, die sonst regelmäßig zur Fortuna gehen, aber weder Vereinsmitglied sind, noch Besitzer einer Dauerkarte. Wie offensichtlich bei anderen Clubs auch üblich haben die nämlich ein Vorkaufsrecht. In der ersten Phase war es zum Beispiel so, dass nur Dauerkartenbesitzer ein Ticket pro Dauerkarte bekamen. Damit war schonmal gesichert, dass niemand von den Immerguckern außen vor bleiben würde. Und nun eben die zweite Phase mit Vorkaufsrechten für nochmal die DK-Inhaber und die F95-Mitglieder – pro Eigenschaft kann man nun entweder je eine Stehplat- oder je zwei Sitzplatzkarten kaufen. Wenn das alle Berechtigten täten, kämen übrigens weniger als 1.000 Karten in den freien Verkauf der Phase 3. Heißt: Diese Begegnung, die für uns Fortunen das Spiel das Jahrzehnts ist, wird definitiv ausverkauft sein. [weiterlesen...]

» Bericht von Rainer Bartel am 30.11.11
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Ein richtig echtes Fußballspiel

Blechbüchsen Berlin vs F95 0:0

union_f95_2011Es gibt sie noch, die richtig echten Fußballspiele. Sie enden meist Null zu Null, und die Sofakartoffeln, die sich sowas vor der Glotze antun, nennen es ein schlechtes Spiel. Damit dergleichen zustande kommt, braucht es einen Fußballplatz, also ein richtig, echtes Fußballstadion. Außerdem zwei Vereine, die noch auf der Seite der Fußballkultur zu finden sind und nicht schon auf Soccer-Business umgeschaltet haben. Die äußeren Bedingung rund um die Alte Försterei in der Wuhlheide in Köpenick dürften jeden Konsumenten am Bezahl-TV abschrecken, denn BEQUEM ist das alles nicht. Das Stadion liegt halb im Wald und halb im Viertel, und große zentrale Parkplätze gibt’s nicht. Wer also aus eigener Blöd- oder Alternativlosigkeit mit der Kiste anreist, muss sich in einem Umkreis von drei, vier Kilometern irgendwo in die Nebenstraßen schlagen, um den Karren dort abzustellen. Man nähert sich dem Stadion also zu Fuß. Und das ist auch gut so. Denn so ergibt sich das Bild: Erst sieht man einzelne Gestalten mit Fanschal oder -Outfit, dann werden es mehr. Alle streben dem Fußballplatz zu, Gruppen werden größere. Da an der Tanke stehen gut Hundert zusammen, trinken Bier und plaudern. Hier die Auswärtsfans, die gerade dem Bus entstiegen sind. Dann wird man über schmale Wege zu den Einlässen geführt. In einem Eck quillt dichter Rauch von der Grillstation in den Berliner Himmeln, man kann den Rasen schon riechen. [weiterlesen...]

» Spülbericht von Rainer Bartel am 20.11.11
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