Pinterest (07.02.12) – Riesen-PR-Kampagne für ein weiteres Social-Media-Schnösel-Dingsbums; seit ein paar Tagen häufen sich Artikel, Beiträge und Postings zu diesem überflüssigsten aller überflüssigen Tools für Schmierfinger-Surfer (siehe auch “Wenn prekäre Café-Hocker die Deutungshoheit erobern wollen…”). [weiterlesen...]
Veh (06.02.12) – Der wohl erfolgloseste deutsche Fußballcoach der letzten Jahre, der 2007 ohne eigenes Zutun zum Meistertrainer wurde, meint sein übellauniges Maul gegen die glorreiche Fortuna aufreißen zu müssen – zum wiederholten Mal. Soll er doch: Wenn er den Aufstieg mit Zwietracht Krankfurt verkackt, wird er eh wieder arbeitslos… [weiterlesen...]
Kommerz ist nicht so schön. Oder: Man gewöhnt sich an allem
Beginnen wir mit dem Erfreulichen. Im Gedächtnis werden dem gemeinen Fortunafreund vom spochtlichen Teil des Wintercups 2012 vor allem zwei Tore bleiben. Rechtsverteidiger Christian Weber, der um einen Stammplatz kämpft, hämmert dem Dortmunder Aushilfstorwart (Roman Weidenarsch traut sich wohl nicht mehr nach Düsseldorf…) das Ding aus gut 25 Metern in die Maschen. Und der finnische Neuzugang Timo Furuholm (…was angeblich auf Deutsch “Pickelberg” heißt…) verwandelt eine Traumvorlage vom Maxi zu seinem ersten Tor in seinem ersten Spiel für die glorreiche Fortuna und macht sie damit zur Cup-Siegerin gegen die Ostholländer. Tatsächlich wurde immer dann ansehnlich gekickt, wenn die Düsseldorfer Fußballgötter auf dem duftenden Rasen standen. Der BVB (“Und ihr wollt deutscher Meister sein…”) tat sich dagegen vor allem durch rohes Spiel hervor und musste im Spiel gegen F95 zwei völlig berechtigte gelbe Karten hinnehmen – und das in einem Freundschaftsturnier. Noch mieser benahmen sich erneut einige der von Fans anderer Teams liebevoll “Zecken” getauften Doofmund-Anhänger, die zweimal Sprengkörper auf das Spielfeld warfen. [weiterlesen...]

[Klick aufs Bild macht's groß] Von außen ähnelt das neue Rheinstadion, das eine Mehrzweckarena ist und von der Modeklitsche Esprit benamst wird, einer der umgebenden Messehallen. Hinter der vorgehängten Streifenfassade offenbart der Bau seine Strukturen.
Von der Arroganz der BVB-Eventies, einem Arschloch im Tor und dem glitschigen Rasen
Okay, dann eben nächstes Jahr. Sooo wichtig ist dieser hässliche Pott, den WIR ja schon zweimal hatten, nun auch wieder nicht. Und eigentlich ist es auch gut, dass jetzt wieder auf normal umgeschaltet wird. Der ganze Hype rund um das Pokalachtelfinale gegen die schwatzgelben Zecken war ja nicht mehr auszuhalten. Wie die Umstände im ausverkauften Stadion am Dienstag ohnehin für einen echten Fortunafan eher eine schlimme Vorschau auf die Zeiten des kommenden Erstligafußballs sind. Als Stehplätzler, der seine Zeit damit verbringt, unentwegt zu singen, zu rufen, auf der Stelle zu hüpfen oder sonstigen Blödsinn zu absolvieren, kommt man sich ja angesichts der Massen Gelegenheitsanhänger, die das Spiel vom bequemen Sitz aus “genießen” oder einfach mal “Fußball gucken” wollen oder “sich das nicht entgehen lassen” wollen, vor wie der Angehörige einer anderen Spezies. Wie sehr sich die Wahrnehmung des Fußballs zwischen eigentlich benachbarten Soziogruppen unterscheiden kann, lernte ich eine knappe Woche vor dem Großen Tag. Zu dem Zeitpunkt hatte der kölsche ABZESS schon mehrere Dutzend sinnloser Artikel rund um unsere glorreiche Fortuna in die Welt gekotzt, das Stadion war längst ausverkauft, und an das Ligaspiel gegen die Paddelbirnen dachten nur die echten Fortunen. Da erreichte mich die Mail eines alten Kollegen, ob ich ihm eine Karte besorgen oder einfach so mitnehmen könne. Bei der Lektüre fielen mir die Cerealien aus der geöffneten Fressluke: Wo, dachte ich, lebt der Kerl, der seinen Wohnsitz in Düsseldorf hat? Und gab ihm in einer leicht gereizten Antwort zu verstehen, dass ich ihm da nicht helfen könne. Und fragte, weshalb er denn überhaupt zu diesem Pokalspiel wolle. Seine Reaktion: “Meine Güte, schlecht gelaunt heute?” [weiterlesen...]
Wolfsburg (11.12.11) – Mal unabhängig davon, dass jeder Fußballfreund gegen die Magathisierung des Sports sein muss: Können so verkackte, fan-arme Teams wie VW-Burg und Hoppenheim jetzt mal wieder Platz machen für echte Traditionsvereine wie Fortuna Düsseldorf (siehe auch “Wir wünschen dem RB Leipzig alles denkbar Schlechte.”). [weiterlesen...]
Wir steigen wieder auf und schmeißen Dortmund raus, die Fortuna ist wieder da
Walter schrieb neulich, dass er beim Aufräumen seiner Facebook-Freundesliste festgestellt hat, dass er mit der deutlichen Mehrheit via Fortuna befreundet ist. Ist bei mir dasselbe. Und wenn du dann auswärts im Block stehst, dann ist das Pack um die herum nicht nur dein Freundeskreis, sondern deine Familie. Da kommt zusammen, was zusammengehört, weil uns die Liebe zur Fortuna verbindet. Man könnte auch sagen: Die Zuneigung zu einem Fußballverein bildet die Folie für spannende, sozio-kulturelle Effekte. (Na, wir hört sich das an?) Tatsächlich war es heute in diesem zugigen Torstenstück des Bochumer Ruhrstadions wieder zu sehen: Alt und jung, arm und reich, bürgerlich und prollig, schön und hässliche, groß und klein, weiblich und männlich, Berufe vom Wirtschaftsprüfer bis zum Gelegenheitshausmeister, Leute, die in Düsseldorf geboren und aufgewachsen sind, Menschen aus fernen Ländern, alle Formen, Farben und Zustände. Das alles ist Fortuna, undn irgends kannst du das besser erfahren als bei einer Auswärtsfahrt. Wobei die von mir gewählte Anreise mit dem HRW-Bus (HRW steht für Hacke Rot-Weiß, wobei das Wort “Hacke”, ihr wisst schon…) wieder einen Hauch von Abenteuerurlaub hatte. Allein das Musikprogramm während der Fahrt: Die Palette reicht vom sentimentalen Heimatschlager der Düsseldorfer Truppe “Alt Schuss” über die Wildrocker Andrew W.K. und die italienische Streetpunkband Los Fastidios (“Antifa Hooligans”), obskure britische Hooligan-Bands bis zum deutschen Schlager. [weiterlesen...]
Dummheit ist im Fußball der Normalzustand - oder war's umgekehrt?
“Für diesen Titel können wir uns nix kaufen”, sagen die ballkickenden Sprechpuppen und deren Trainer gern angesichts der Tabellenführung nach dem Ende einer Rückrunde. Das hat Wahrheit. Aber selbst für den Titel des Deutschen Meisters oder des Pokalsiegers kann keiner irgendwas käuflich erwerben. Weil das so ist, hat der liebe Fußballgott so Sachen erfunden wie die Champignon-Liga, wo die Vereine einfach dafür massig Kohle kriegen, dass sie da mittun. Tatsächlich gibt’s das auch schon im DFB-Pokal, wo Fernsehgelder “ausgeschüttet” werden. Und alle finden das normal. Fernsehgelder – was ist das eigentlich? Wer bezahlt die? Und warum? Bevor der dicke Kanzler auf der Basis massiver Korruptionszahlungen durch den ollen Kirch seinerzeit das Privatfernsehen hat einführen lassen, hat auch der senile DFB für sich entdeckt, dass er die Rechte am Fußball hält. Um es mal streng verkürzt auszudrücken. Zuvor war es den öffentlich-rechtlichen Glotzbedürfnisanstalten (ARD, dritte Programme, ZDF) unbenommen, im Rahmen ihres Informationsauftrages bewegte Bilder von Fußballspielen zu erzeugen und zu versenden. Also in der Spochtschau (N’ahm allerseits) und im Akte-ellen Spochtschuio (Grüß Gott!) und manchmal auch im passenden Dritten. Kostenlos. Und bevor der jecke Mast den Braunschweinchen seinen Hirsch aufs Hemd bappte, zielte Reklame im Stadion auf die Leute im Stadion. [weiterlesen...]