Die Kiss-Opas spielen bei Gottschalk
Danke der Nachfrage, es geht mir besser. Der Brechdurchfall, der mich gestern abend so gegen 22:00 ereilte, ist abgeklungen. Beim Nebenbei-Fernsehgucken geriet ich versehntlich auf das zweite Programm, wo es ja schon seit vielen Jahren eine Show names “Wetten dass” gibt. Man sagt, früher sei es darum gegangen, dass irgendwelche Bekloppten irgendwelche bekloppten Sachen machen und irgendwelche bekloppten Promis wetten, dass die Bekloppten das schaffen oder nicht. Das interessiert ja im Prinzip keinen toten Hering. Nun hat ein gewisser Thomas Gottschalk irgendwann die Show übernommen und lädt immer ganz viele internationale Promis ein. Denn “der Thommy” – so lässt er sich gern nennen – lebt in Kalifornien, und die ganzen Hollywood-Stars sind quasi seine Nachbarn. Außerdem hält sich dieser Gottschalk, der wohl 50 sein mag oder älter, für so’n richtigen Rock’n'Roller – also wild, frech, unangepasst etc. Tatsächlich ist er auch bloß ein schmieriger, alter Sack, der gern junge Frauen befummelt. Aber darum geht es hier gar nicht. [weiterlesen...]
Wie es kam, dass unser Vater einen Fernsehapparat kaufte
Wir stammen aus komplizierten Familienverhältnissen, ja, aus teilweise ungeklärten Verhältnissen. Mein Vater wurde 1923 in Stettin geboren und hatte zwei Brüder: Harald, der ältere, und Hans-Joachim, der jüngere. Der leibliche Vater war Maurer und aktiver Kommunist. Die Familienlegende sagt, dass er bereits im Mai 33 “verschwand”. Das erzählte Tante Käthchen in Wattenscheid; die war in den fünfziger Jahren KPD-Mitglied und nebenbei Kettenraucherin. Ich nehme an, die war die Schwester meines Großvaters. Die Mutter der Jungs war bereits gestorben, und so zog eine Stiefmutter die Jungs groß. Diese Stiefmutter nannten wir “Oma”. Sie war nach dem Krieg in Nordfriesland gelandet und lebte ab etwa 1956 mit Onkel Paul zusammen in einem Ort namens Oster Schnatebüll. Dieser Onkel Paul war ein Ostpreuße wie er im Buche steht und von Beruf Sattler. Auf dem Grundstück seines Häuschens stand auch die Werkstatt; ein Holzhaus, in dem es nach Leder roch. [weiterlesen...]
Keine Knochen, Gräten, Sehnen, Knorpel, Schwarten, Fettecken...
Als Kind war ich, was Essen angeht, ziemlich mäkelig. Das mag damit zusammenhängen, dass meine Mutter keine besonders gute Köchin war, aber hatte seine Ursache viel mehr darin, dass ich mich vor bestimmten Begleitumständen von Nahrungsmitteln ekelte. Besonders bei Innereien und Fleisch. Aus heutiger Sicht bin ich sicher, dass ich beim Biss ein ein Lebensmittel keine Überraschung erleben wollte. Also nicht beim Knabbern am Kotelett plötzlich den Knochen zwischen den Zähnen haben. Auf meiner Hitparade der ekligsten Gerichte stand auf Platz Eins ganz eindeutig gekochter Fisch. Bis heute esse ich keinen Fisch und habe über die Jahre wohl eine leichte Allergie dagegen entwickelt. Aber dieser Kochfisch, der war widerlich! Da schwammen fischige Brocken in einer mit Dill gewürzten Mehlschwitzpampe. Alles voller Gräten. [weiterlesen...]
Der doofe Eichinger verfilmt des Leben des Bushido
Als mir kürzlich jemand erzählte, bald habe ein Film über den so genannten “Rapper” (…eine Beleidigung für den ganzen Berufsstand) Bushido Premiere, habe ich gedacht, man wolle mich verarschen. Dann musste ich zunächst feststellen, dass diese bildungsferne Dumpfbratze mit dem Blut-und-Hoden-Komplex tatsächlich eine Autobiografie hat schreiben lassen und dass sich der unvermeidliche Eichinger, der jeden Müll auf die Leinwand bringt, wenn er Kohle wittert, sich nicht entblödet, daraus einen Film zu machen. Ich war und bin schockiert. Nicht so sehr darüber, dass der Mann mit dem Gewürzvornamen nun als Eichingers Filmopfa in einer Reihe steht mit Hitler, Baader und Vera Brühne, als vielmehr darüber, dass eine solche Gehirnnull überhaupt derartige Aufmerksamkeit kriegt. [weiterlesen...]
Gesünder geht kaum im Februar
Schon als Kind war ich ein Rote-Beete-Fan. Allerdings kannte ich die Rübe mit der kräftigen Farbe bis vor wenigen Jahren nur in Form der Sauerkonserve. Aber nachdem ich mich erstmals an diese Knollen gewagt hatte, kommt bei uns gerade im Winter regelmäßig was Frisches aus der roten Beete auf den Tisch. Wikipedia sacht: “Aufgrund ihres hohen Vitamin-B-, Kalium-, Eisen- und vor allem Folsäure-Gehalts ist die Rote Rübe ein gesundes Gemüse, das für Rohkost-Salate verwendet oder als Beilage gereicht wird.” Und billich sind die Dinger auch noch: Gestern erstand ich beim Gemüsetürken vier Rüben (ca. 600 Gramm) für fuffzich Cent, also ‘n halben Euro! Und jetzt mal zum Vergleich der Preis für einen ekelerregenden Hamburger: mindestens 99 Cent. [weiterlesen...]
Wer hat's gelöst? Der Quietschbär hat's gelöst
Tja, wo fang ich an? Bei der allergenialsten TV-Serie, die je von deutschsprachigen Künstlern geschrieben, inszeniert und produziert wurde? Oder diese Satire zu einem Medienunfall? Jedenfalls hat der gesuchte Mann im Zusammenspiel mit einer Geheimfigur einen Film kreiert, den ich persönlich (genau wie die genannte Serie) einmal jährlich brauche. In diesem Streifen ist noch die kleinste Nebenrolle mit einem/einer bekannten Schauspieler/in besetzt – wobei nicht alle zu den Guten in ihrem Fach zählen, aber immer zu den prominentesten. Das Ganze spielt in einer Stadt, wo man drin ist, wenn man reinkommt.
1) Wie heißt der Film: Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief
2) Wer schrieb das Buch: Patrick Süskind
3) Wer inszenierte: Helmut Dietl
Der Tommy99, der hat's ganz schnell gewusst...
Sorry für die Verspätung, hier ist endlich der aktuelle Film-Quiz. Und zwar wird ein Streifen gesucht, der zu den aktuellen Witterungsbedingungen passt. Allerdings aus einer Weltgegend, wo das Wetter im Winter immer so ist wie hier und heute. Wo die Menschen darauf aber auch eingestellt sind. Auch weil deren Vorfahren vorwiegend aus einer Weltgegend kommen, wo das Wetter im Winter immer so ist wie hier und heute. Manche werden zu goldenen Mädchen, andere gehen zur Polizei.
1) Wie heißt der Film: Fargo
2) Welches Gerät spielt eine wichtige Rolle: Häcksler
Hurra! Der 42na95 hat's gewusst!
Dieser wunderbare Film stellt die kürzeste Verbindung zwischen Billy Wilder und Mickey Rooney dar. Es geht um Prostitution im allerweitesten Sinne.
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1) Wie heißt der Film: Breakfeast at Tiffany’s