Alle Artikel in der Rubrik "Feuilleton"

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Wie die vermaledeiten Privatversender ihre politische Agenda betreiben

Gesellschaftliche Gehirnwäsche, geplant

Alles Nichts Oder?! "Alles Nichts Oder?!"Der Herr Balder – wie ihn seine kongeniale Partnerin, Frau von Sinnen, zu nennen pflegte – sagte vor einiger Zeit in einem Interview, das ich leider nicht mehr finde, sinngemäß folgendes: “Wir wollten doch bloß Quatsch machen, damit die Leute Spaß haben. Wir konnten ja damals nicht ahnen, was für eine Scheiße daraus im Privatfernsehen werden würde.” Nicht nur wegen solcher Einsichten verehre ich den Schauspieler und Drummer einigermaßen. Nur greift der Vorwurf, Privatversender würden “Unterschichtenfernsehen” machen oder öde Scheiße, viel zu kurz. Denn die Wahrheit ist: Was diese versendenden Vereinigungen aus dem RTL-Pro7Sat1-Komplex über den Äther und die Kabel schicken, ist Propaganda, die eine gesellschaftliche Gehirnwäsche bewirken soll. Immer mit dem Ziel, den Konsumenten zum Konsumieren zuzurichten. Um das zu erreichen, wird ein Welt-, Menschen- und Gesellschaftsbild vermittelt, das inhumaner und widerlicher nicht sein könnte. Würden die Shows und Serien dieser ekelerregenden Anstalten die Realität abbilden, könnte sich jeder halbwegs intakte Mensch nur noch die Kugel geben. Hauptaufgabe des Programm ist es, die Menschen zu entsolidarisieren. » weiterlesen »

» Folge 33 von 33 in Wutausbruch

» Glosse von Chefred am 27.11.14 um 14:24 » in Rubrik(en): Feuilleton,Innenpolitik
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Die ewige Frage nach dem Jagdtrieb...

Clooney und das Reh

clooney_rehVergangene Woche waren wir im Knechtstedener Busch. Trafen kurz vor zehn bei nebligem Wetter ein. Parkten beim “Hubertus” und bogen gleich auf den Hauptweg Richtung Kloster ein. So leer hatte ich den Wald selten erlebt; bis zu den Feldern bei Gohr begegneten wir genau zwei Spaziergängern und keinem Hund. Ich ließ Clooney an der Schleppleine laufen, um beim Erscheinen des Försters notfalls ein Ausbüxen des Köters zu simulieren. Dann kam die Ecke Richtung Westen. Ein schnurgerade Weg, der auf ein Gehölz zuläuft und kurz vorher im 90-Grad-Winkel abbiegt. Clooney schnüffelte etwa zwanzig Meter vor mir; bis zur Ecke waren es geschätzte 50 Meter – keine ernsthafte Entfernung für einen Windhund. Plötzlich betritt ein Tier den Weg von rechts. » weiterlesen »

» Folge 18 von 18 in Windhund-Stories

» Bericht von Chefred am 26.11.14 um 11:56 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Was das Mittelfränkische mit dem Rheinischen und dem Niederländischen zu tun hat

Deuen und trecken

“Deu mich nich so”, sagt der Jupp zum Döres, der ihn versucht, in die überfüllte Wirtschaft zu schieben. Außerdem ist die Mama den Kinderwagen am Deuen, und der Toni is jrad am ömtrecke. So spricht man im Rheinischen Sprachgebiet, genauer: im Niederrheinischen. Also der mundartlichen Variante des Deutschen, die von Ossis, Nordis und Südis immer für Kölsch gehalten wird, tatsächlich aber entlang des Rheins ab etwa Remagen bis hoch nach Emmerich, linksrheinisch bis zu 100 Kilometer vom Strom entfernt, rechtsrheinisch dagegen nur in einem recht schmalen Streifen gesprochen wird. In dieser -sammerma- “rheinischen” Mundart gibt es hinwiederum lokal recht unterschiedliche Ausprägungen. Während sich das Bönnsch und das Kölsch recht ähnlich sind, unterscheidet sich das Öcher Platt davon doch erheblich – unter anderem durch die stark verringert Sprechgeschwindigkeit und die Aussprache des G nach A, O und U als Reiblaut, also wie CH. Ein mir einst bekannter Huusmeester aus Jüchen sagte zum Beispiel immer: “Isch jeh jezz ma nam Laacher”, wenn er etwas aus dem Lager holen wollte. Allein schon weil nördlich der Benrather Linie angesiedelt, ist das Düsseldorfer Platt wieder ganz verschieden, zumal es erheblich vom Bergischen geprägt ist. Denn Düsseldorf zählt geschichtlich nicht zum Rhein-, sondern zum Bergischen Land. Aber in allen genannten Städten und Regionen des “Rheinischen” heißt es eben “deuen” und “trecken”. » weiterlesen »

» Folge 16 von 16 in Wörtermuseum

» Bericht von Chefred am 25.11.14 um 13:39 » in Rubrik(en): Düsseldorf,Feuilleton
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Eine Art Lasagne ohne Pasta

Was mit Auberginen: Parmigiana di Melanzane

Parmigiana di Melanzane - eine Art Auberginen-LasagneAls hier kürzlich von einer klassischen Lasagne die Rede war, warf drüben auf Facebook jemand ein, sie habe vor Jahren in Italien eine Lagsagne serviert bekommen, die praktisch ein Türmchen auf dem eigenen Teller gewesen sei, also kein Stück eines Auflaufs aus der Form. Das ließ mir keine Ruhe, denn alle meine Quellen beschreiben die Lasagne als Auflauf. Dann stieß ich auf Fotos, auf denen flache Förmchen zu sehen waren, in den appetitliche Schichtungen auf den Esser warteten; das Gericht hieß “Parmigiana di Melanzane”. Mein Italienisch reichte aus, um Auberginen als tragenden Bestandteil zu identifizieren. Und fand dann zahlreiche Rezepte, die aber alle auf ein Prinzip hinauslaufen, dass nämlich Auberginenscheiben die Schichten des Turms bilden. Aus der Adaption verschiedener dieser Rezepte entstand dann meine Version dieses unglaublich leckeren Gerichts. » weiterlesen »

» Folge 100 von 100 in Rezepte

» Anleitung von Chefred am 22.11.14 um 11:38 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Eine Frage des Instruments

[Tipp2] Die Welt ist Klang…

Ui, da war die Erregung aber groß, als ein Typ mit dem Decknamen “F.M. Einheit” als assoziertes Mitglied einer Band namens “Einstützende Neubauten” mit Hammer und Flex auf Stahlrohren musizierte. Schwupps, waren die schwerverdaulichen Produkte der Truppe um den notorischen Augenringträger Blixa Bargeld sowas von Underground. Andererseits war und ist dann ein Sänger, dessen Karriere dank Plattenfirmenwechsel plötzlich eine andere Richtung nahm. Und zwar mit einem sensationellen Album aus dem Jahr 1983, dessen Stücke so anders klangen als das, was er zuvor fabriziert hatte, und auch anders als 99% der damals populären Musik. Was nicht zuletzt am Einsatz sehr ungewohnter Instrumente lag. Natürlich ist ein Waldhorn nicht exotisch, aber in der offiziellen Liste der verwendeten Instrumente taucht ein Gerät auf, das keine Sau kennt und das vorher und hinterher nie bei auf Platten gebrannter Musik vorkam. Tipp 1: Das Ding ist aus Metall. Tipp 2: Der Musiker hat ne raue Stimme.

1. Wie heißt der Musikus?
2. Wie heißt das Album?
3. Wie heißt das Instrument?
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» Folge von 258 in Song-Quiz

» Rätsel von Chefred am 22.11.14 um 09:15 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Wenn der Köter einen zum Lachen reizt...

Hunde sind Komiker

Clooney, der Clown, lauert im GrasNicht ohne Grund lautet einer der vielen Spitz- und Kosenamen unseres Sloughi-Kerls “Clown” oder in Anspielung auf seinen richtigen Namen “Clowney”. Denn wie die meisten Köter hat auch unser Windige ein komisches Talent. Nun hat er dieser Tage das Scharren nach dem Pinkeln entdeckt. Oder, was wahrscheinlicher ist, bei einem anderen Rüden abgeguckt. Jetzt versucht er ab und an mit großem Ernst zu scharren wie ein richtig erwachsener Hund. Weil er dabei aber völlg hektisch wird, sieht eine solche Aktion urkomisch aus, und zweimal musste ich laut lachen beim Beobachten. Die gute Nachricht ist, dass unsere fellbeinigen Freunde derlei Lachanfälle nicht übelnehmen oder sich durch das Prusten weder beleidigt noch nicht-ernst-genommen fühlen. Nur übelege ich die ganze Zeit, was es ist, dass Hunde oft so clownesk wirken und uns zum Lachen reizen. Gut, viele Menschen frönen einer Art Schadenfreude, wenn der Wauzi beim Versuch, etwas zu vollbringen, scheitert oder sich duselig und ungeschickt anstellt. Aber das meine ich gar nicht. Ich denke, es ist dieser heilige Ernst, mit dem die Pelznasen manche Verrichtung betreiben. » weiterlesen »

» Folge 17 von 18 in Windhund-Stories

» Bericht von Chefred am 18.11.14 um 19:49 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Ragout fin jenseits aller Dosen

Ragufeng im Mogelpastetchen

Ragout Fin vom Kalb und MogelpastetchenDass die Familie in meinen Kindertagen an Wochenenden außergewöhnlich oft auswärts zum Essen ging, habe ich bestimmt schon mehrfach erwähnt. Es lag daran, dass mein Vater Architekt in Festanstellung der Hirschbrauerei war und in dieser Eigenschaft mit vielen Gastronomen – vor allem in Düsseldorf und Umgebung – befreundet war. Und die luden den Martin und seine Familie eben gern zum Essen ein. So kamen wir in den Genuss deutscher und internationaler Küche. An manche in den Fünfziger- und Sechzigerjahre angesagte Gerichte erinnere ich mich besonders intensiv, weil ich sie als Sechs- bis Vierzehnjähriger besonders gern bestellte. Eines davon heißt: “Königinnenpastete gefüllt mir Ragout fin”. Das gab’s aber nicht nur in der Gastwirtschaft mit leicht gehobener Küche, sondern in bürgerlichen Haushalten jener Zeit auch zu besonderen Anlässen; in dem Fall kam das Ragout eben aus der Dose. Die Pasteten gab und gibt’s im Zellophanpack – meist Blätterteig der geschmacklosen, aber fettigen Sorte. Wie ich versuche, viele dieser Erinnerungsgerichte mal frisch und möglichst ohne Convenience-Produkte nachzukochen, so auch dieses. Kannst du auch, ist nicht schwer… » weiterlesen »

» Folge 99 von 100 in Rezepte

» Vorschlach von Chefred am 17.11.14 um 16:43 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Die Musik, das Leben, die Einflüsse, die Erinnerungen...

Die Alben deines Lebens

plattenschrankIm Oktober vergangenen Jahres hatten wir es ja schon mal ganz ähnlich, da ging es um die absoluten Lieblingslieder. Nun bin ich aktuell dabei, alte Vinyl-Scheiben, also Langspielplatten, zu digitalisieren. Natürlich nicht alle, denn ich habe schon mit der Umstellung auf CDs viele wichtige Alben in dieser Form neu gekauft, außerdem gibt es ja Spotify. Da kann ich ja beinahe jede Musik hören, die mir gerade einfällt. Übrigens: Mir ist dieser Service 9,90 Euro im Monat wert. Kommen wir zurück zu den Alben. Als wir noch jung waren, sagten nur Spinner “Album” zu einer neuen Langspielplatte, wir Normalen sprachen von einer “Scheibe”. In den meisten Fällen brachte so eine LP jeweils vier bis acht Stücke pro Seite, halt das neueste, was so eine Band oder ein/e Sänger/in gerade fertig hatte. Und dann kam die Zeit der “Konzeptalben”. Das waren Scheiben, gern auch als Doppel-LPs angelegt, auf denen die Stücke in einem Zusammenhang standen – teilweise ganz lose, teilweise verbunden wie die Arien einer Oper. Damit war dann der blöde Begriff auch bei uns angekommen. Und manches Album hat jeden von uns ein Laben lang begleitet. » weiterlesen »

» Befragung von Chefred am 17.11.14 um 14:30 » in Rubrik(en): Feuilleton
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