Alle Artikel in der Rubrik "Feuilleton"

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Irgendeiner muss das ja alles geschrieben haben...

Wenn Coverversionen ganz anders klingen…

Die bunte Welt der populären Musik bietet immer wieder Überraschungen. Da gab es mal eine Musikrichtung, die von den Freunden des Rock nicht zu Unrecht mit Hohne & Spott übergossen wurde, aber verkaufstechnisch erfolgreich wie blöd war. Sie hat Stars hervorgebracht, die man teilweise lieber vergessen hat – obwohl darunter hochmusikalische und hocintelligente sind. Weil die Hits dieser Richtung aber somewhat gleichfömrig waren, nahmen die Spötter und Hasser an, beim Komponieren könnten eigentlich keine Musiker am Werk gewesen sein. Im Gegenteil! Und das beweist jemand mit Coverversionen dieser Hits – und zwar denen, die er selbst geschrieben hat.

1) Wie heißt der Musiker?
2) Für welche deutsche Band hat er deren einzige Ballade verzapft?

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» Folge 253 von 253 in Song-Quiz

» Rätsel von Chefred am 28.07.14 um 17:38 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Wenn der Hühnermaxe auf dem Markt steht...

Salade Poulet rôti

Sommersalat mit Poulet roti und CroutonsAuf jedem ordentlichen Wochenmarkt in einem französischen Ort gibt es einen Verkaufswagen, in dem Hähnchen am Spieß rotieren. Oft sind die mobilen Grills sogar mit echtem Holzfeuer ausgerüstet – entsprechend gut schmecken die großen Viecher namens Poulet rôti. Und wenn’s irgendwo keinen Markt gibt, dann doch oft einen Metzger der am Spieß gegrilltes Federvieh anbietet. Bei uns ist es der Hühnermaxe, der jeden Mittwoch mit seinem Hänger am Fürstenplatz Station macht. Bei dem gibt’s etwas, das eher aussieht wie datt Halbe Hähnschen, aber von besserer Qualität ist. Natürlich reichen diese Vögel in Sachen Qualität und Geschmack nicht an ein Poulet rôti vom Franzmann heran. Aber die Hähnchen sind ganz gut gewürzt, nicht zu fett, und er lässt sie auch nicht trocken braten. Ähnliche mobile Hähnchenbrater finden sich oft auf Märkten oder Supermarktparkplätzen. Und wenn die Dinger da lecker sind, kannst du einen Salat mit dem Hähnchenfleisch bereiten. » weiterlesen »

» Folge 89 von 89 in Rezepte

» Empfehlung von Chefred am 23.07.14 um 20:50 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Vom Bildungsgrad, von Filterblasen und von Captain Obvious

Der Konsens der Banalität

banalitaetCaptain Obvious ist der Schutzpatron der Banalen. Er sagt immer, was alle schon wissen: “Unter Banalität versteht man einen Sachverhalt oder einen Vorgang, der von einem bestimmten Teil der Menschen mit einem bestimmten Bildungsgrad als allgemein bekannt eingestuft und daher als der vertieften Betrachtung nicht wert betrachtet wird.” Der wichtige Teil in dieser schicken Definition lautet “Bildungsgrad”, und daran zerbricht der Konsens. Denn was intellektuellen Proust-Afficionado selbersverständlich erscheint, ist dem Zehnte-Klasse-Absolvent Heikubei. Und das funktioniert auch andersherum. Wenn ein Mensch, den das Leben an der Bildung gehindert hat, sagt “Das weiß doch jeder”, kann man kollektiv einen drauf lassen, dass der so bezeichnete Sachverhalt ab geisteswissenschaftlicher Promotion völlig unbekannt ist. In den Zeiten der globalen Kommunikationsvernetzung gibt es aber neben dem Bildungsgrad noch einen anderen Faktor, der den übergreifenden Konsens der Banalität stört: die jeweilige Filterblase. In dieser herrscht allerdings der idealtypische Konsens der Banalität. In den meisten Facebook-Freundeslisten überschneiden sich jedoch die Filterblasen, und es entstehen derbe Missverständnisse. » weiterlesen »

» Textgeschlängel von Chefred am 23.07.14 um 12:59 » in Rubrik(en): Feuilleton,Innenpolitik
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So viele Geschichten auf so kleinem Raum

[Gelöst] Menschliche Beziehungen

binichschoenSie ist ja eine meiner Lieblingsschriftstellerin, und sie schreibt fast ausschließlich Kurzgeschichten. Daraus lassen sich prima Filme machen, und daraus entstanden schon mehrere prima Filme. Der heute gesuchte Streifen führt einen Haufen Menschen daheim und unterwegs ein, die das normale Leben genauso wenig hinkriegen wie wir alle. Aber sie versuchen es. Dabei tritt die Elite der Schauspieler des Landes an, aus dem die Autorin stammt. Alle Geschichten sind irgendwie miteinander verwoben, und überall steckt Rührung drin. Besonders in der Rolle, die ein unlängst verstorbener Schauspieler gibt. Die Spannung entsteht nicht nur durch die Konflikte in den Stories, sondern durch den Gegensatz von kalt und warm, von trocken und nass. Und alle suchen das Glück.

1) Wie heißt die Schriftstellerin: Doris Dörrie
2) Wie heißt der Film: Bin ich schön?
3) Welches Lied singt der genannte Schauspieler: Verde te quiero verde

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» Folge 95 von 95 in Film-Quiz

» Rätsel von Chefred am 23.07.14 um 11:45 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Mit der leckeren Curry-Paste aus dem Asia-Laden

Ein einfaches Hähnchen-Curry

Einfaches Hähnchen-CurryIst ja klar: Die jute deutsche Körrieworst hat mit Curry nichts zu tun. Ja, diese Curry-Pulver, die man im Gewürzregal im Supermarkt findet, sind ebenfalls weit weg von dem, was Curry ist. Denn eigentlich handelt es sich um eine in ganz Süd- und Südostasien verbreitete Bezeichnung für die dortigen Eintöpfe, wobei dieser Begriff erst aus der Zeit der britischen Besatzung des indischen Subkontinents stammt. Curry ist nämlich englisch und eigentlich nur der Versuch, das tamilische Wort ka?i (???) abzubilden. Deshalb heißt es auch nicht Körrie, sondern Karri. Tatsächlich heißt das so etwas wie “Sosse”, also Salsa, Sugo etc. Diese Sosse sollte sämig sein, und in ihr werden die Zutaten gekocht. Dass im Sprachgebrauch gilt “Curry = scharf” ist nicht weit hergeholt, denn die Basis für eine solche Sosse bilden in der Regel etliche angeröstete Gewürze, darunter auch schärfste Chilli- und Pfefferschoten. Das gilt übrigens nur für einen winzigen Ausschnitt dessen, was in der asiatischen Küche mit “Curry” bezeichnet wird – vor allem für die Eintöpfe aus Westindien. Zusammengefasst: Wir bereiten ein Curry, das mit verschiedenen Gewürzen aromatisiert wird. » weiterlesen »

» Folge 88 von 89 in Rezepte

» Anleitung von Chefred am 18.07.14 um 15:02 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Man könnte sie auch "gefüllte Pfannkuchen" nennen...

Schnelle Crespelle

crespelleIrgendwann hatte mir irgendwer aus irgendeinem Grund weismachen wollen, dass wahre Canneloni aus Pfannkuchen gemacht würden. Hab ich lange geglaubt. Bis ich Crespelle kennenlernte. Das sind die wahren Crispelle, die gefüllten Pfannkuchen, während Canneloni eben doch aus Pasta sind. Aber das Wort ist schön, und wer Pfannkuchen kann, kann auch Crespelle. Zumal in der schnellen Version unter Zurhilfenahme von Convenience-Zeuch aus dem Supermarkt. Gefüllt werden die Eierkuchen mit einer Mischung aus Speck, Spinat und Ricotta. Ge- und überbacken mit einer schnellen T-Sosse und wenig Parmesan. Und die Vegetarier können den Speck einfach weglassen. Eine vegane Variante ist dagegen was für Spezialisten, die sowas können. » weiterlesen »

» Folge 87 von 89 in Rezepte

» Anleitung von Chefred am 16.07.14 um 13:56 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Jenseits von Sucht und Gewohnheit

Erstmal eine rauchen

rauchenJa, ich rauche wieder. Bevor sich jetzt alle militanten Nichtraucher aufregen und mir moralisch kommen wollen, die Ergänzung: So drei, vier Zigaretten … pro Jahr. Und das jetzt schon seit anderthalb Jahren. Musste ich mal loswerden in diesen Tagen, in denen sich meine letzte Kippe zum fünften Mal jährt. Es ist mir damals überhaupt nicht schwergefallen aufzuhören, und die negativen Effekte hielten sich in engen Grenzen und dauerte nicht lange. Aber beim Paris-Wochenende zum meinem Sechzigsten konnte ich der roten Raute mit dem Schriftzug “Tabac” nicht widerstehen, betrat einen Laden und erwarb ein Päckchen Gitanes. Die erste Zichte in einem Café im Marais war furchtbar. Die Packung fuhr mit nachhause und hält bis heute. Genauer gesagt: Insgesamt fehlen nun sechs Stück. So kann’s bleiben. Lungenzüge sind mir nicht möglich, und die Dinger schmecken mir nicht mehr wie früher. Und das ist ein Verlust. Denn nachdem ich 1970 anlässlich unserer Klassenfahrt nach Paris auf französische Schwarze umgestiegen war, haben mit die Gauloises und Gitanes immer wirklich geschmeckt. Alle anderen Marken oder Sorten habe ich nur gequalmt, weil ich rauchen wollte, aber keine Cigarettes da waren. » weiterlesen »

» Betrachtungen von Chefred am 16.07.14 um 12:21 » in Rubrik(en): Feuilleton,Interna
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Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Der schöne Clooney

Der schöne Sloughi-Mann namens ClooneyGanz ehrlich: Es ergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendeine Passantin (seltener ein Passant) Clloney anschaut und sagt: “Was für ein schöner Hund.” Das geschieht mit mehr oder weniger Empathie, aber wirklich sehr oft. Manchmal gibt’s auch unerwartete Komplimente. Eine Dame in ihren Siebzigern blieb stehen, schaute sich unseren Sloughi-Kerl und seine vier Stelzen an und meinte dann ganz versonnen: “Solch lange Beine hätt ich in meiner Jugend auch gern gehabt.” Irgendwas muss an Clooney Schönheit dran sein, denn er erntet diese Auszeichnung um ein Vielfaches öfter als seine Vorgängerin, die Glago-Hündin Pina, die wir selbst im Nachhinein für mindestens ebenso schön halten wie den einjährigen Rüden. Was macht also den Unterschied? Die Figur kann es nicht sein, denn die größeren Windhunde unterscheiden sich da wenig. Es ist eindeutig das Gesicht. Gut, wir haben Hilal – so heißt er ja richtig – unter seinen sieben Geschwistern ja vor allem wegen der Visage ausgewählt, die wir besonders schön fanden. » weiterlesen »

» Folge 10 von 10 in Windhund-Stories

» Betrachtung von Chefred am 14.07.14 um 14:29 » in Rubrik(en): Feuilleton
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