Alle Artikel in der Rubrik "Feuilleton"

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Eine Elke macht noch keinen Sommer

[Gelöst] Feuchte Muschi

In dieser Folge geht es – wie die Überschrift schon vermuten lässt – um einen Klassiker. Was in der Cineasterei meint, dass ein Streifen älter als 50 Jahre ist. Und weil ungefähr 90 Prozent aller Hinweise und Tipps die sofortige Auflösung des Rätsels zur Folge hätten, wird’s dieses Mal rätselhaft. Außerdem gibt es Fallen. Allein schon die zu lösenden Fragen sind gemein:

1. Wie heißt der Sänger: Adriano Celentano
2. Was spielte der Besoffski später vorwiegend: Old Shatterhand
Tipp1: Italien!

Hör's dir an
Oder hier in meiner Soundcloud.

Selbst wenn man den Film erraten hat, muss noch an den Antworten gekniffelt werden. Beginnen wir mit der Tatsache, dass im Film vorwiegend Cabrios gefahren werden. Oder Motorroller. Dass die berühmteste Szene mit der Suche nach einem Lebensmittel beginnt. Dass es stellenweise bergig wird, also mit Kurven. Und recht eigentlich ist die Stadt, in der dieser Film spielt, die Hauptfigur. Wobei – und das ist eine Eigenheit des Regisseurs – der Begriff “Orginaldrehort” eine etwas eigenartige Bedeutung bekommt. Natürlich war dieser Klassiker stilbildend – aber nicht nur cineastisch. Ja, ein heute absolut gängiger Begriff wurde in diesem Film erstmals verwendet. Mehr wird nicht verraten.

» Folge 97 von 97 in Film-Quiz

» Aufgabe von Chefred am 19.08.14 um 12:30 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Clooney verwackelt alle Schnappschüsse

Fotografieren mit Hund

hundfotoSeit meinem zwölften Lebensjahr fotografiere ich mit einer eigenen Kamera. Die erste war eine Kodak mit Kassettenfilm und Blitzwürfel. Bald folgte eine erste Spiegelreflex – eine Practica im Paket mit allem, was man so brauchte, als Sonderangebot von Foto Koch. 2002 bin ich auf Digitalfotografie umgestiegen, und seit 2009 fotografiere ich regelmäßig und viel: Um die 600 Aufnahmen pro Monat sind es immer. Meine Motive haben sich seit 2009 wenig geändert. Ich mache Bilder von Wolken, knipse die Fans bei Fortuna und fotografiere, was mit unterwegs in meiner Heimatstadt und woanders auffällt. Klassische Touri-Fotos, gestellte Familienfotos und Selfies mache ich gar nicht. Deshalb sage ich auch immer: Ich mache Bilder, bin aber kein Fotograf. Diese Richtung habe ich bereits in den frühen Siebzigern an der Kunstakademie gelernt. Die Bilder, die so unterwegs entstehen, nenne ich “Bilder von Rundgängen”. Im Gegensatz zum geschätzten Mitblogger und tollen Stadtfotograf Richard Gleim habe ich keine Zeit, den ganzen Tag mit dem ÖPNV durch Düsseldorf zu streifen und zu fotografieren. Dafür aber einen Hund. » weiterlesen »

» Folge 11 von 11 in Windhund-Stories

» Erzählung von Chefred am 15.08.14 um 21:03 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Und trotzdem machen die Menschen damit weiter

[Gelöst] Fresst Scheiße!

ffnReden wir zunächst gar nicht über den Inhalt des gesuchten Films, der einen Titel aus drei Wörtern trägt. Reden wir über den Regisseur. Der hatte vor wenigen Wochen einen absolut wundervollen, einzigartigen Streifen am Start, eine klassische Entwicklungsgeschichte. Dieser Filmemacher ist berühmt dafür, am liebsten mit den immergleichen Schauspielern zu arbeiten. So auch hier. Wobei sein allerliebster Lieblingsschauspieler dieses Mal nur eine sehr kleine Rolle hat. Es handelt sich um eine Art Episodenfilm rund um ein ekliges Thema, in dem die Schicksale von ganz unterschiedlichen Menschen miteinander verbunden werden – und alle sind nolens-volens an dieser Ekligkeit beteiligt. Hier ein Tonzitat:

Hör's dir an
Oder hier in meiner Soundcloud.

1. Wie heißt der Film: Fast Food Nation
2. Wie heißt der aktuelle Streifen des Regisseurs: Boyhood
3. Wie heißt der erwähnte Libelingsschauspieler: Ethan Hawke

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» Folge 96 von 97 in Film-Quiz

» Rätsel von Chefred am 15.08.14 um 15:03 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Die heilige Einfalt der guten Menschen

Bonhomie

biedermannOkay, führen wir doch mal eine semantische Debatte zum Unwort “Gutmensch”. Und zwar ausgehend vom veralteten Lehnwort “Bonhomie“. Denn das stammt ab vom “bon homme”, was nichts anderes ist als “a gutt Mensch”, also ein Gutmensch. Ja, der Kampfbegriff der Necons stammt wohl auch von einem jiddischen Ausdruck ab. Wobei das jiddische Wort “Mensch” nicht einfach einen Homo sapiens meint, sondern einen ehrbare, integre Person. Somit ist die Phrase “a gutt Mensch” noch eine Steigerung des Wortgehalts. Wenn also der berüchtigte Gutmensch ein Nachfahre von a gutt Mensch ist, dann kann man diese versuchte Diffamierung von Menschen mit Moral und Ehre getrost als gescheitert betrachten. Aber das ist ja auch noch der “bonhomme”. Zusammengeschrieben meint der Begriff etwas anderes als die Kombination aus “bon” und “homme”, denn das bedeutet schlicht “guter Mann”. Das Wort “bonhomme” aber mehrdeutig. » weiterlesen »

» Folge 11 von 11 in Wörtermuseum

» Beschreibung von Chefred am 11.08.14 um 12:58 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Gefüllte Hefeteigdinger mit Hack und Spinat

Piroggi vom Muffin-Blech

Piroggi mit Spinat-Hack-Füllung vom Muffin-BlechManchmal hab ich eine Erleuchtung beim Nachdenken über die nächste Mahlzeit. Dies um auch mal zu zeigen, wie bei mir die wöchentliche Speisekarte entsteht. Zum Beispiel über eine Erinnerung: Getrud war die Lebensgefährtin von Conny, einem Mann aus Riga, der in Krefeld wohnte und dort am Theater für die Schreinerei zuständig war. Conny hatte Gertrud die Gerichte seiner Heimat beigebracht. So gab es sehr oft, wenn wir zu Besuch waren, Piroggen – oder “Piroggi” mit Betonung auf der ersten Silbe, wie Conney die Dinger nannte. Die waren aus Hefeteig, etwa so groß wie Brötchen und mit Speck samt Zwiebeln oder Hack gefüllt. Früher habe ich gelegentlich selbst Piroggi gemacht, aber mit denen war ich nie ganz glücklich: Zu viel Teig in Relation zur Füllung. Hefeteig lässt sich eben nicht so leicht zu Täschchen verarbeiten wie Nudelteig oder so… » weiterlesen »

» Folge 90 von 90 in Rezepte

» Basteltipp von Chefred am 02.08.14 um 17:24 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Irgendeiner muss das ja alles geschrieben haben...

[Gelöst] Wenn Coverversionen ganz anders klingen…

nosieDie bunte Welt der populären Musik bietet immer wieder Überraschungen. Da gab es mal eine Musikrichtung, die von den Freunden des Rock nicht zu Unrecht mit Hohne & Spott übergossen wurde, aber verkaufstechnisch erfolgreich wie blöd war. Sie hat Stars hervorgebracht, die man teilweise lieber vergessen hat – obwohl darunter hochmusikalische und hocintelligente sind. Weil die Hits dieser Richtung aber somewhat gleichfömrig waren, nahmen die Spötter und Hasser an, beim Komponieren könnten eigentlich keine Musiker am Werk gewesen sein. Im Gegenteil! Und das beweist jemand mit Coverversionen dieser Hits – und zwar denen, die er selbst geschrieben hat.

1) Wie heißt der Musiker: Nosie Katzmann
2) Für welche deutsche Band hat er deren einzige Ballade verzapft: Scooter

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» Folge 253 von 253 in Song-Quiz

» Rätsel von Chefred am 30.07.14 um 11:35 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Wenn der Hühnermaxe auf dem Markt steht...

Salade Poulet rôti

Sommersalat mit Poulet roti und CroutonsAuf jedem ordentlichen Wochenmarkt in einem französischen Ort gibt es einen Verkaufswagen, in dem Hähnchen am Spieß rotieren. Oft sind die mobilen Grills sogar mit echtem Holzfeuer ausgerüstet – entsprechend gut schmecken die großen Viecher namens Poulet rôti. Und wenn’s irgendwo keinen Markt gibt, dann doch oft einen Metzger der am Spieß gegrilltes Federvieh anbietet. Bei uns ist es der Hühnermaxe, der jeden Mittwoch mit seinem Hänger am Fürstenplatz Station macht. Bei dem gibt’s etwas, das eher aussieht wie datt Halbe Hähnschen, aber von besserer Qualität ist. Natürlich reichen diese Vögel in Sachen Qualität und Geschmack nicht an ein Poulet rôti vom Franzmann heran. Aber die Hähnchen sind ganz gut gewürzt, nicht zu fett, und er lässt sie auch nicht trocken braten. Ähnliche mobile Hähnchenbrater finden sich oft auf Märkten oder Supermarktparkplätzen. Und wenn die Dinger da lecker sind, kannst du einen Salat mit dem Hähnchenfleisch bereiten. » weiterlesen »

» Folge 89 von 90 in Rezepte

» Empfehlung von Chefred am 23.07.14 um 20:50 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Vom Bildungsgrad, von Filterblasen und von Captain Obvious

Der Konsens der Banalität

banalitaetCaptain Obvious ist der Schutzpatron der Banalen. Er sagt immer, was alle schon wissen: “Unter Banalität versteht man einen Sachverhalt oder einen Vorgang, der von einem bestimmten Teil der Menschen mit einem bestimmten Bildungsgrad als allgemein bekannt eingestuft und daher als der vertieften Betrachtung nicht wert betrachtet wird.” Der wichtige Teil in dieser schicken Definition lautet “Bildungsgrad”, und daran zerbricht der Konsens. Denn was intellektuellen Proust-Afficionado selbersverständlich erscheint, ist dem Zehnte-Klasse-Absolvent Heikubei. Und das funktioniert auch andersherum. Wenn ein Mensch, den das Leben an der Bildung gehindert hat, sagt “Das weiß doch jeder”, kann man kollektiv einen drauf lassen, dass der so bezeichnete Sachverhalt ab geisteswissenschaftlicher Promotion völlig unbekannt ist. In den Zeiten der globalen Kommunikationsvernetzung gibt es aber neben dem Bildungsgrad noch einen anderen Faktor, der den übergreifenden Konsens der Banalität stört: die jeweilige Filterblase. In dieser herrscht allerdings der idealtypische Konsens der Banalität. In den meisten Facebook-Freundeslisten überschneiden sich jedoch die Filterblasen, und es entstehen derbe Missverständnisse. » weiterlesen »

» Textgeschlängel von Chefred am 23.07.14 um 12:59 » in Rubrik(en): Feuilleton,Innenpolitik
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