Alle Artikel in der Rubrik "Feuilleton"

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Die Kultur in den Zeiten der Diktatur

Antonio Tabucchi: Erklärt Pereira

Nein, Doktor Pereira ist kein Held. Der ehemalige Lokaljournalist aus Coimbra ist ein herzkranker Fettsack, setimentaler Witwer und Liebhaber der französischen Literatur, der den neuen Kulturteil der Tageszeitung “Lisboa” verantworten soll. Eigentlich hat er keine Ahnung, was er da tun soll, und sein Verleger, der dem faschistischen Regime im Portugal des Jahres 1938 opportunistisch folgt, hält sich raus. So pendelt Pereira zwischen seiner Wohnung, seinem winzigen Büro, das fern ab der eigentlichen Redaktion liegt und von einer Concierge im Sinne der Polizei überwacht wird, und seinem Stammcafé hin und her. Da findet er einen jungen Mann italienischer Abstammung, den er zum Praktikanten machen will. Monteiro Rossi, so der Name des Praktikanten, soll vorsorglich Nachrufe auf Dichter verfassen, aber die Texte, die er abliefert, sind schlecht und politisch inkorrekt. Spätestens nachdem Pereira dessen schöne und starke Freundin Marta kennen gelernt hat, unterstützt er Rossi finanziell. Aber dann eskaliert die Situation: Marta ist Funktionärin der spanischen Republikaner, die sich im Krieg mit den Faschisten befinden, und zieht Rossi mit in die Sache hinein. Der taucht unter. [weiterlesen...]

Folge 7 von 49 in Erlesenes

» Rezension von Rainer Bartel am 01.02.09
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Song-Quiz (80)

Rückschritt … gelöst

Heute geht es um eine Band, deren Bedeutung an der Schnittstelle zwischen den 60ern und den 90ern (und dem, was popmusikalisch danach kam) weit unterschätzt wird. Die Jungs haben es dem Publikum aber auch nicht leicht gemacht. Bisweilen sind sie verkleidet als eigene Vor-Band aufgetreten, und die filosofisch-kulturellen Hintergründe ihres Konzepts sind ziemlich schwer verdaulich. Ungeheuer war auch die Differenz zwischen dem, was man aus den wenigen Video-Clips kannte, und ihren Live-Auftritten. Die Ironie der Popgeschichte will es, dass eine der ganz, ganz wenigen Cover-Versionen, die sie ablieferten, inzwischen am bekanntesten ist.

1) Wie heißt die Band?
2) Wie hieß das Cover?

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Folge von 204 in Song-Quiz

» Quizfrage von Rainer Bartel am 28.01.09
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Song-Quiz (79)

Schlag das Piano! … gelöst

Kommen wir mal wieder zu den 1-Hit-Wundern. Dieses Mal handelt es sich um eine Band, die keine war, und deshalb auch keinen Bestand hatte. Ihr einziger großer Erfolg hält aber ewig und wurde schon mehrere Male in Filmen zur Untermalung genutzt. Das mag nicht nur an einer Musik liegen, die stellenweise ihrer Zeit voraus war, sondern an einem revolutionären Text .. irgendwie.

1) Wie hieß die Band, die keine war?
2) Wie hieß der Song?
3) In welchem Film (von mehreren) hört man es?

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Folge von 204 in Song-Quiz

» Quizfrage von Rainer Bartel am 21.01.09
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Song-Quiz (78)

Oh so kosmisch! … gelöst

Popmusikalisch konnte man sich in den Jahren 1962 bis 1967 eigentlich nur für eine von drei Bands entscheiden. Es war ein bisschen wie bei den Autos: Da stritten wir Jungs uns darüber, ob ein Käfer besser wäre oder ein DKW. Nun hat die eine Band mit großer Wahrscheinlichkeit in jener Zeit alle Jahre wieder die Popmusik neu erfunden. Da gab es auch ein bisschen Neid der anderen. Und in einem zentralen Jahr der Epoche kam ein epochales Album heraus, das die gesuchte Band mit einem (wie viele meinen) ziemlich misslungenen Album beantwortet. Nur zwei Stücke davon blieben im kollektiven Bewusstsein hängen; alle anderen Songs hat die Band zudem nie oder so gut wie nie live gespielt.

1) Wie heißt die Band?
2) Wie heißt das Album?

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Folge von 204 in Song-Quiz

» Quizfrage von Rainer Bartel am 13.01.09
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Die Wahrheit über Rapperschwänze

Puscheldo hat n Kurzen

puscheldo_dome.jpgEs fällt nicht leicht, in eine Welt abzutauchen, in der Männer Hengste und Frauen Nutten sind. Wobei die notorischen Rapper, die diese Welt entwerfen, es ja aufgrund ihrer Herkunft wissen müssen. Nun ist es für jemanden, dessen Respekt sich nicht nur auf Typen bezieht, die einem aufs Maul hauen könnten, sondern komischerweise auch auf Frauen, Schwule, Neger und Juden, schwer nachzuvollziehen, weshalb diese Quarkfressen – vornehmlich im Müllhaufen Berlin ansässig – in den deutschen Normalmedien vorkommen dürfen. Vor allem diesen Puscheldo, den man bisweilen auf Talkshowsesseln vorfindet, von wo aus er seine dummdreisten Dumpfheiten ablassen darf. Nun hat nämlicher Puscheldo kürzlich eine Veranstaltung stimmlich begleitet, die The Dome heißt und in Düsseldorf stattfand. Weshalb Hunderte Girls aus Mitteklasseeigenheimen in feuchte Zuckungen verfielen, wenn der Puschel das Mikrofon ergriff, wird mir ebenfalls ein Rätsel bleiben – denn sollte der a) eine solche Bitch vor die Flinte kriegen und b) meinen, was er textet, dann droht der Schlampe eine blutige Angelegenheit. [weiterlesen...]

» Glosse von Rainer Bartel am 08.01.09
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Song-Quiz (77)

Persische Augen … gelöst

Es gibt ja große Balladen in der Geschichte der Popmusik. Angefangen bei “Yesterday” und “Angie” über “Nights in White Satin” bis hin zu “Ship Building”. Meiner Meinung ist aber der heute gesuchte Song die allergrößte Ballade aller Zeiten, obwohl sie weder je ein Nummer-1-Hit wurde, noch dauerhaft im Gedächtnis der geneigten Hörer lebt. Dafür sorgt das Lied jedes Mal für Gänsehaut, wenn man es hört und es aus der Zeit (um 1973 herum) kennt, in der es entstand. Wie überhaupt auch der Sänger und seine Band zu den unterschätztesten Künstlern jener Periode gehört. Der Text ist ein wenig kryptisch, aber sturzromantisch. Übrigens: Die Musiker waren in der Lage, das Stück (with a little help by friends…) live mit größter Qualität aufzuführen; auch das eine Seltenheit.

1) Wie hießen Sänger und Band?
2) Wie heißt der Song?

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Folge von 204 in Song-Quiz

» Quizfrage von Rainer Bartel am 07.01.09
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Die Menschen sind sinnlos

Sibylle Berg: Die Fahrt

Ach, Frau Berg, Schwester im Geiste, Lieferantin der permanenten Depression, sie weiblicher Sysiphos, was haben Sie denn da wieder geschrieben? Zwei Hände voll Figuren turnen sinnlos durch die Welt, suchen, aber finden nicht, erkennen das Glück nicht, wenn es da ist, und machen sich gegenseitig fertig. Ob auf Ceylon oder in Kirgistan, in Los Angeles oder Hongkong – die Menschen irren durch die Gegend und machen sich falsche Gedanken. Da ist kein Trost, da ist nichts Heiteres, sondern nur die Gewissheit, dass sie alle sterben werden. [weiterlesen...]

Folge 5 von 49 in Erlesenes

» Rezension von Rainer Bartel am 31.12.08
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Song-Quiz (76)

Ultracool und voll elektrisch … gelöst

Wir leben ja nicht zum ersten Mal in Krisenzeiten, und wenn’s weltwirtschaftlich nicht rund läuft, dann schlägt sich das auch in der Popmusik nieder. Nach den Ölschocks sahen die Boys in der Band keine Zukunft mehr und musizierten entsprechend. Aber die wahre Reaktion auf das ganze Elend kam später ulrtracool und voll elektrisch daher. Es war eine neue Welle – hierzulande mit Party- und Spaßanspruch, woanders eher mild melancholisch. So entstanden zahllose Bands, die vor allem eins suchten: ein unverwechselbares Image. Der Lead-Sänger der gesuchten Band, der später solo agierte und etwas mit seinen Namen anstellte, trieb es auf der Bühne darstellerisch – und machte sich im gesuchten Song Sorgen um seine Freunde.

a) Wie hieß der Sänger?
b) Wie hieß der Song?

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Folge von 204 in Song-Quiz

» Quizfrage von Rainer Bartel am 31.12.08
» 388 x gelesen » 1 x kommentiert

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