Alle Artikel in der Rubrik "Sport"

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Über spannende Mythen und langweilige Superclubs

Fortuna Düsseldorf vs FC Bayern München 7:1

siebeneinsDieser grandiose Sieg vom 08.12.1978 gegen die Bayern zählt zu den Mythen rund um die glorreichen Fortuna aus Düsseldorf. Genauer: zu den allgemeinen Mythen. So wie das Endspiel im Europapokal der Pokalsieger gegen den FC Barcelona in Basel am 16.05.1979 kein halbes Jahr später. Und natürlich der Sieg über den FC Schalke 04 am 11.06.1933, der die einzige Deutsche Meisterschaft brachte. So viele mythische Ereignisse, die allen Fortuna-Freunden etwas bedeuten, gibt es aber nicht. Sicher das Endspiel im DFB-Pokal gegen die Hertha am 23.06.1979, also kaum fünf Wochen nach Basel, und das Verteidigen des dabei errungenen Pokals am 04.06.1980 gegen den Äff-Zeh im Gelsenkirchener Parkstadion. Natürlich ist auch das Spiel vom 23.05.2009 gegen Werder II vor knapp 55.000 Düsseldorfer(!) Zuschauern, das den Aufstieg in die Liga 2 brachte fest im kollektiven F95-Gedächtnis verankert – genau wie die beiden Relegationsspiele gegen die Hertha im Mai 2012. » weiterlesen »

» Folge 76 von 76 in Fußballwochenende

» Überlegungen von Chefred am 30.10.14 um 16:47 » in Rubrik(en): Fortuna,Sport
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Oder: Warum ein Niedergang der DFB-Auswahl die Fußballkultur retten kann

Deutschland verliert – das ist gut!

dfb_schlechtWer sich nach der Niederlage de DFB-Auswahl und erst recht nach dem Ausgleich durch die Iren in den letzten Sekunden auf Facebook und Twitter umsah, traf auf viel Freude, ja, teilweise Erleichterung. Und zwar bei den Menschen, die man mit Recht Fußball-Fans nennen kann. Denn die Einsicht, dass der Niedergang der Fußballkultur durch die Eventisierung der Kickerei im Umfeld der WM 2006 begonnen hat, setzt sich immer mehr durch. Übrigens auch bei den Medienschaffenden. So sagte der Rundfunkreporter auf WDR2 gestern abend:

Hier ist nicht ganz ausverkauft, aber die wirklichen Fußballfans, die jedes Wochenende in die Stadien strömen und ihre Mannschaft unterstützen, findet man hier meist nicht. Das Publikum hier freut sich eher auf den Event.

Das beschreibt ziemlich gut, wie sehr sich die Schere zwischen Fans und Eventies mittlerweile geöffnet hat. Dass aber immer mehr Leute zu den Spielen der DFB-Auswahl, die immer noch gern, aber falsch “Nationalmannschaft” genannt wird, gehen, die das Amüsement suchen, macht den Nationalkick immer interessanter für die Medien und die Reklametreibenden. » weiterlesen »

» Folge 75 von 76 in Fußballwochenende

» Kommentar von Chefred am 15.10.14 um 12:40 » in Rubrik(en): Sport
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Oder: Dumm ist, wer Dummes tut (Forrest Gump)

Kackers Würgburg vs F95 3:2 n.V.

verlaengernAuf den ersten Blick war wohl Charli Benshop der Dümmste. Denn seine bescheuerte Aktion brachte ihm eine knallrote Karte durch den ausgesprochen dummen Schiedsrichter Göpferich ein. Dabei war er gerade mal sieben Minuten auf dem Platz, nachdem er den grellblonden Finnen in Grelgelb abgelöst hatte. Ganz schön dumm stand aber auch der Fortuna-Trainer Olli Reck dar, dem viele am Ende Fehler bei der Aufstellung und beim Auswechseln vorwarfen. Dumme Fehler machten die ziemlich hochbezahlten Zweitligaprofis im eitergelben Ausweichtrikot reihenweise. Und diese Dummheit war der Schlüssel zum Spiel. Wie dumm eigentlich die mit Alkohol und chemischen Drogen gedopten Düsseldorfer sein müssen, die am Vorabend in mindestens einer Kneipe die Zeche prellten, massenhaft Gläser klauten, um diese dann sinnlos durch die Gegend zu werfen, kann sich kaum jemand vorstellen. Dumm sind aber auch die Vereinsverantwortlichen, die nach wie vor das Chemodrogenproblem in der Fortuna-Fan-Szene ignorieren. Ziemlich dumm verhielten sich auch die Kampfsportler, die der Provinzknalliclub als Ordner aufgeboten hatten, als sie einem Flitzer nach dem Einfangen versuchten, die Gräten zu brechen. Und weil Intelligenz das Gegenteil von Dummheit ist und Intelligenz bedeutet, differenzieren zu können, haben sich gestern diverse Verabtwortliche der Polizeikräfte in Bayern und Hessen als strunzdumm geoutet. » weiterlesen »

» Folge 74 von 76 in Fußballwochenende

» Lamento von Chefred am 18.08.14 um 13:38 » in Rubrik(en): Fortuna,Sport
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Underdogs sind immer für eine Überraschung gut

Der Pokal hat seine eigenen…

cfc…Floskeln und Phrasen und Binsenweisheiten. Und weil der gemeine Spochtrepochter hirnmäßig aus nichts anderem besteht, wirft er gerade bei Spielen um den DFB-Pokal damit um sich. Und weil er außerdem so viel Sprachgefühl hat wie ein Aluminiumpfosten, entgleisen ihm meist irgendwann die Wortschnipsel: “Fink setzt dem Wahnsinn die Krone auf” formuliert zum Beispiel der Textpraktikant auf Kicker-online. Da möchte man doch gern ein Buch à la “Die schönsten deutschen Redewendungen” in die Redaktionsräume schleudern. Tatsächlich haben aber Generationen von Herren, die nix gelernt haben und deshalb Fußball”journalisten” wurden unser aller Bild vom Pokal geprägt. Da geht es immer um Sensationen, um Dramen und Krimis und vor allem um “Underdogs”. Wikipedia sagt, dass es “sich beim Underdog aber um eine gesellschaftlich niedrig gestellte Person handelt…”. Okay, wenn Pele Wollitz sich und seine Viktorianer aus K*** als Underdogs bezeichnet, dann hat das schon so seine Richtigkeit. Aber jedes Team mit diesem Begriff zu etikettieren, das zwei Ligen unter dem Gegner spielt, ist einfach nur ein Schliddern im Klischee. Siehe gestern. » weiterlesen »

» Folge 73 von 76 in Fußballwochenende

» Überlegungen von Chefred am 16.08.14 um 11:16 » in Rubrik(en): Sport
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Ein warmer Augustabend in der Alten Försterei

Rostich Köpenick vs F95 1:1

union_f95Könnte man nicht einfach den Bericht von der Partie der glorreichen Fortuna gegen den BTSV von vergangener Woche kopieren und nur den Namen des Gegners ändern? Nein. Denn die Duplizität der Ereignisse hinkt auf mehreren Beinen. Gemeinsam war bei den Matches, dass die rotweißen Jungs in der ersten Halbzeit offensiv drastisch überlegen waren und nach der Pause alle Fäden verloren und sich den Ausgleich einfingen. Ähnlich auch, dass es beides ausgeprochen rasante und attraktive Spiele waren. Aber die Frage, wie es zum Ergebnis kam, erfordert unterschiedliche Antworten. Halten wir fest, dass die Braunschweinchen im Rheinstadion eine absolut hochklassige Halbzeit zelebrierten, die unsere Jungs auch dann in Schwierigkeiten gebracht hätte, wären denen nicht de Konzentration flöten gegangen. Dass die Unionisten aus dem tollen Köpenick (Disclaimer: Der FC Union Berlin ist der erklärte Lieblings-“Ost”verein Ihres völlig ergebenen Berichterstatters…) nicht verloren, haben sie nur dem Umstand zu verdanken, dass es den F95ern nicht gelang, den Siegtreffer zu markieren. Recht eigentlich hätte sich der Fußballgott ein Opfer verdient gehabt, hätte er den Knallerfreistoß vom Pinto in die Maschen sausen lassen. Aber in seinem unergründlichen Humor beschloss der olle Zausel, die Pille ans Aluminium ploppen zu lassen. Das 1:2 in der Nachspielzeit wäre nämlich genau so in Ordnung gegangen wie das Unentschieden gegen die Eintracht aus B’schweig. » weiterlesen »

» Folge 72 von 76 in Fußballwochenende

» Spielbericht von Chefred am 09.08.14 um 22:04 » in Rubrik(en): Fortuna,Sport
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Mehr Rettig als Riefenstahl...

F95 vs Braunschwein 2:2

scheiss_redbullDie Soccer-Entertainment-Gesellschaft DFL, die ihre unegalen Klauen leider auch an der zweiten Liga wetzen darf, hat sich nicht entblödet, dem Fußballspiel zwischen der glorreichen Fortuna aus Düsseldorf und dem blaugelben BTSV eine Eröffnungsfeier voranzustellen. Die sah aus wie Nazi-Turnfest, roch aber weniger nach Riefenstahl als nach Rettig. Strrramme Burrrschen und prrroperrre Mädels in weißer Kluft schawenkten Fahnen und entrrrrrollten Banner. Dazu erscholl wohl hymnische Mucke, die man im Stadion aber nicht hören konnte. Die Fans beider Vereine sangen nämlich während der bescheuerten Zeremonie unentwegt “Scheiß Red Bull Leipzig, wir singen: Scheiß Red Bull Leipzig…” Dem Vernehmen nach hat die Weltregie dieses schöne Lied sorgfältig aus der Tonübertragung auf die Fernsehempfänger draußen im Land rauszensiert. So wird das vermutlich weitergehen. Wahrescheinlich müssen vereinte Fußballfreunde mal dafür sorgen, dass die Mannschaft des Zuckerbrausespielerverschiebebahnhofs zu einem ihrer Auswärtsspiele so spät kommt, dass sie nicht antreten kann. Wohlgemerkt: Das darf sich alles nicht gegen die Fans aus Leipzig wenden, denn die können ja nun nichts dafür, dass gewissenlose Arschgeigen ihre Traditionsvereine kaputt gemacht haben und sie jetzt keine andere Zielscheibe ihrer Fußballfreude haben als dieses widerlich stinkende Kunstprodukt – das gilt es aus dem Bundesligafußball fernzuhalten. Immerhin scheinen sich ja die Fan der Traditionsvereine einig zu sein, diese Drecksbullen nicht mit Auswärtsfahrten zu ehren. » weiterlesen »

» Folge 71 von 76 in Fußballwochenende

» Spülbericht von Chefred am 02.08.14 um 11:25 » in Rubrik(en): Fortuna,Sport
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Zwischen Hools und Vuvuzelas

Als es noch Fußballweltmeisterschaften gab… (Teil 3)

_cup1998: Daniel Nivel – 1998 gab’s auch ne WM. Gab’s 1998 auch ne WM? Ich kann mich nicht genau erinnern. Das lag allerdings hauptsächlich an meinen verworrenen Lebensbedingungen in jenen Jahren. Fußball spielte in diesen Lebensbedingungen insgesamt eine winzige Rolle. Und wäre da nicht diese atemberaubend schöne Frau gewesen, eine ächte Düsseldorferin, Fortuna- und auch DEG-Fanin, hätte ich zwischen etwa 1996 und 2001 gar nichts von der launischen Diva mitbekommen. Denn – nennen wir sie einfach – Rita bestand darauf, zu den Heimspielen im Rheinstadion zu gehen. Und weil ich an Wochenenden immer was mit meiner Tochter unternahm, ging sie sogar mit uns in den Familienblock statt in den 36er. Leider fiel unsere einzige, wenn auch finale Beziehungskrise in die Wochen der WM in Frankreich. Irgendwie konnte ich mich da nicht auf die Kickerei konzentrieren. Zumal ich mittendrin auch noch zwei Wochen auf der AIDA zu arbeiten hatte. Dort war es auch, dass ich von diesem feigen Mordversuch am französischen Gendarm Dabiel Nivel in Lens erfuhr. » weiterlesen »

» Folge 69 von 76 in Fußballwochenende

» Erinnerungen von Chefred am 26.07.14 um 13:33 » in Rubrik(en): Sport
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Oder: Von falschen und echten Emotionen im Fußball

Wir hassen Köln und RWE…

hass_koelnDie Titelzeile gehört zu einem Chant, der der Kapo der Düsseldorfer Ultras gelegentlich anstimmt und so geht: “Wir alle singen jetzt ein Lied // Weil es für uns nichts Bess’res gibt // Es ist das Letzte auf der Welt // Was uns noch am Leben hält // Zu uns’rer Fortuna zu geh’n // Und hinter uns’ren Jungs zu stehen // Wir hassen Köln und RWE // Fortuna Düsseldorf, olé” Wer nie in einem Block mit echten Fans gestanden hat, wird nie verstehen, dass beim Mitsingen intensive Emotionen aufkommen – und zwar bei fast jedem – und dass gerade die Zeile mit dem Hass besonders intensiv betont wird. Und, ja, in dem Moment hassen wir Fortuna-Fans den Äff-Zeh und den Erzfeind Rot-Weiß Essen wirklich. Ihr Ergebener kann Ihnen versichern, dass die Mehrheit seiner Verwandten, Freunden und Bekannten, die nicht Fan eines Vereins sind, das nicht verstehen und ausgesprochen befremdet sind. Sie sind der Ansicht, dass es beim Fußball immer nur positive Emotionen gibt. Und glauben allen Ernstes, dass die Menschen, die sich beim Betrachten eines Spiels der DFB-Auswahl in Schwarzrotgold hüllen, “Fans” seien. Dabei sind deren Emotionen mehrheitlich künstlich, weil sie lediglich einem Teilbild vom Fußballfan, das in den Medien penetriert wird, nachahmen. Wer nicht hassen kann, kann auch nicht lieben. Und jede Emotion ist immer auch dialektisch. » weiterlesen »

» Folge 68 von 76 in Fußballwochenende

» Besinnungsaufsatz von Chefred am 17.07.14 um 12:38 » in Rubrik(en): Innenpolitik,Sport
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