Alle Artikel in der Rubrik "Sport"

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Oder: Dumm ist, wer Dummes tut (Forrest Gump)

Kackers Würgburg vs F95 3:2 n.V.

verlaengernAuf den ersten Blick war wohl Charli Benshop der Dümmste. Denn seine bescheuerte Aktion brachte ihm eine knallrote Karte durch den ausgesprochen dummen Schiedsrichter Göpferich ein. Dabei war er gerade mal sieben Minuten auf dem Platz, nachdem er den grellblonden Finnen in Grelgelb abgelöst hatte. Ganz schön dumm stand aber auch der Fortuna-Trainer Olli Reck dar, dem viele am Ende Fehler bei der Aufstellung und beim Auswechseln vorwarfen. Dumme Fehler machten die ziemlich hochbezahlten Zweitligaprofis im eitergelben Ausweichtrikot reihenweise. Und diese Dummheit war der Schlüssel zum Spiel. Wie dumm eigentlich die mit Alkohol und chemischen Drogen gedopten Düsseldorfer sein müssen, die am Vorabend in mindestens einer Kneipe die Zeche prellten, massenhaft Gläser klauten, um diese dann sinnlos durch die Gegend zu werfen, kann sich kaum jemand vorstellen. Dumm sind aber auch die Vereinsverantwortlichen, die nach wie vor das Chemodrogenproblem in der Fortuna-Fan-Szene ignorieren. Ziemlich dumm verhielten sich auch die Kampfsportler, die der Provinzknalliclub als Ordner aufgeboten hatten, als sie einem Flitzer nach dem Einfangen versuchten, die Gräten zu brechen. Und weil Intelligenz das Gegenteil von Dummheit ist und Intelligenz bedeutet, differenzieren zu können, haben sich gestern diverse Verabtwortliche der Polizeikräfte in Bayern und Hessen als strunzdumm geoutet. » weiterlesen »

» Folge 74 von 74 in Fußballwochenende

» Lamento von Chefred am 18.08.14 um 13:38 » in Rubrik(en): Fortuna,Sport
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Underdogs sind immer für eine Überraschung gut

Der Pokal hat seine eigenen…

cfc…Floskeln und Phrasen und Binsenweisheiten. Und weil der gemeine Spochtrepochter hirnmäßig aus nichts anderem besteht, wirft er gerade bei Spielen um den DFB-Pokal damit um sich. Und weil er außerdem so viel Sprachgefühl hat wie ein Aluminiumpfosten, entgleisen ihm meist irgendwann die Wortschnipsel: “Fink setzt dem Wahnsinn die Krone auf” formuliert zum Beispiel der Textpraktikant auf Kicker-online. Da möchte man doch gern ein Buch à la “Die schönsten deutschen Redewendungen” in die Redaktionsräume schleudern. Tatsächlich haben aber Generationen von Herren, die nix gelernt haben und deshalb Fußball”journalisten” wurden unser aller Bild vom Pokal geprägt. Da geht es immer um Sensationen, um Dramen und Krimis und vor allem um “Underdogs”. Wikipedia sagt, dass es “sich beim Underdog aber um eine gesellschaftlich niedrig gestellte Person handelt…”. Okay, wenn Pele Wollitz sich und seine Viktorianer aus K*** als Underdogs bezeichnet, dann hat das schon so seine Richtigkeit. Aber jedes Team mit diesem Begriff zu etikettieren, das zwei Ligen unter dem Gegner spielt, ist einfach nur ein Schliddern im Klischee. Siehe gestern. » weiterlesen »

» Folge 73 von 74 in Fußballwochenende

» Überlegungen von Chefred am 16.08.14 um 11:16 » in Rubrik(en): Sport
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Ein warmer Augustabend in der Alten Försterei

Rostich Köpenick vs F95 1:1

union_f95Könnte man nicht einfach den Bericht von der Partie der glorreichen Fortuna gegen den BTSV von vergangener Woche kopieren und nur den Namen des Gegners ändern? Nein. Denn die Duplizität der Ereignisse hinkt auf mehreren Beinen. Gemeinsam war bei den Matches, dass die rotweißen Jungs in der ersten Halbzeit offensiv drastisch überlegen waren und nach der Pause alle Fäden verloren und sich den Ausgleich einfingen. Ähnlich auch, dass es beides ausgeprochen rasante und attraktive Spiele waren. Aber die Frage, wie es zum Ergebnis kam, erfordert unterschiedliche Antworten. Halten wir fest, dass die Braunschweinchen im Rheinstadion eine absolut hochklassige Halbzeit zelebrierten, die unsere Jungs auch dann in Schwierigkeiten gebracht hätte, wären denen nicht de Konzentration flöten gegangen. Dass die Unionisten aus dem tollen Köpenick (Disclaimer: Der FC Union Berlin ist der erklärte Lieblings-“Ost”verein Ihres völlig ergebenen Berichterstatters…) nicht verloren, haben sie nur dem Umstand zu verdanken, dass es den F95ern nicht gelang, den Siegtreffer zu markieren. Recht eigentlich hätte sich der Fußballgott ein Opfer verdient gehabt, hätte er den Knallerfreistoß vom Pinto in die Maschen sausen lassen. Aber in seinem unergründlichen Humor beschloss der olle Zausel, die Pille ans Aluminium ploppen zu lassen. Das 1:2 in der Nachspielzeit wäre nämlich genau so in Ordnung gegangen wie das Unentschieden gegen die Eintracht aus B’schweig. » weiterlesen »

» Folge 72 von 74 in Fußballwochenende

» Spielbericht von Chefred am 09.08.14 um 22:04 » in Rubrik(en): Fortuna,Sport
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Mehr Rettig als Riefenstahl...

F95 vs Braunschwein 2:2

scheiss_redbullDie Soccer-Entertainment-Gesellschaft DFL, die ihre unegalen Klauen leider auch an der zweiten Liga wetzen darf, hat sich nicht entblödet, dem Fußballspiel zwischen der glorreichen Fortuna aus Düsseldorf und dem blaugelben BTSV eine Eröffnungsfeier voranzustellen. Die sah aus wie Nazi-Turnfest, roch aber weniger nach Riefenstahl als nach Rettig. Strrramme Burrrschen und prrroperrre Mädels in weißer Kluft schawenkten Fahnen und entrrrrrollten Banner. Dazu erscholl wohl hymnische Mucke, die man im Stadion aber nicht hören konnte. Die Fans beider Vereine sangen nämlich während der bescheuerten Zeremonie unentwegt “Scheiß Red Bull Leipzig, wir singen: Scheiß Red Bull Leipzig…” Dem Vernehmen nach hat die Weltregie dieses schöne Lied sorgfältig aus der Tonübertragung auf die Fernsehempfänger draußen im Land rauszensiert. So wird das vermutlich weitergehen. Wahrescheinlich müssen vereinte Fußballfreunde mal dafür sorgen, dass die Mannschaft des Zuckerbrausespielerverschiebebahnhofs zu einem ihrer Auswärtsspiele so spät kommt, dass sie nicht antreten kann. Wohlgemerkt: Das darf sich alles nicht gegen die Fans aus Leipzig wenden, denn die können ja nun nichts dafür, dass gewissenlose Arschgeigen ihre Traditionsvereine kaputt gemacht haben und sie jetzt keine andere Zielscheibe ihrer Fußballfreude haben als dieses widerlich stinkende Kunstprodukt – das gilt es aus dem Bundesligafußball fernzuhalten. Immerhin scheinen sich ja die Fan der Traditionsvereine einig zu sein, diese Drecksbullen nicht mit Auswärtsfahrten zu ehren. » weiterlesen »

» Folge 71 von 74 in Fußballwochenende

» Spülbericht von Chefred am 02.08.14 um 11:25 » in Rubrik(en): Fortuna,Sport
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Zwischen Hools und Vuvuzelas

Als es noch Fußballweltmeisterschaften gab… (Teil 3)

_cup1998: Daniel Nivel – 1998 gab’s auch ne WM. Gab’s 1998 auch ne WM? Ich kann mich nicht genau erinnern. Das lag allerdings hauptsächlich an meinen verworrenen Lebensbedingungen in jenen Jahren. Fußball spielte in diesen Lebensbedingungen insgesamt eine winzige Rolle. Und wäre da nicht diese atemberaubend schöne Frau gewesen, eine ächte Düsseldorferin, Fortuna- und auch DEG-Fanin, hätte ich zwischen etwa 1996 und 2001 gar nichts von der launischen Diva mitbekommen. Denn – nennen wir sie einfach – Rita bestand darauf, zu den Heimspielen im Rheinstadion zu gehen. Und weil ich an Wochenenden immer was mit meiner Tochter unternahm, ging sie sogar mit uns in den Familienblock statt in den 36er. Leider fiel unsere einzige, wenn auch finale Beziehungskrise in die Wochen der WM in Frankreich. Irgendwie konnte ich mich da nicht auf die Kickerei konzentrieren. Zumal ich mittendrin auch noch zwei Wochen auf der AIDA zu arbeiten hatte. Dort war es auch, dass ich von diesem feigen Mordversuch am französischen Gendarm Dabiel Nivel in Lens erfuhr. » weiterlesen »

» Folge 69 von 74 in Fußballwochenende

» Erinnerungen von Chefred am 26.07.14 um 13:33 » in Rubrik(en): Sport
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Oder: Von falschen und echten Emotionen im Fußball

Wir hassen Köln und RWE…

hass_koelnDie Titelzeile gehört zu einem Chant, der der Kapo der Düsseldorfer Ultras gelegentlich anstimmt und so geht: “Wir alle singen jetzt ein Lied // Weil es für uns nichts Bess’res gibt // Es ist das Letzte auf der Welt // Was uns noch am Leben hält // Zu uns’rer Fortuna zu geh’n // Und hinter uns’ren Jungs zu stehen // Wir hassen Köln und RWE // Fortuna Düsseldorf, olé” Wer nie in einem Block mit echten Fans gestanden hat, wird nie verstehen, dass beim Mitsingen intensive Emotionen aufkommen – und zwar bei fast jedem – und dass gerade die Zeile mit dem Hass besonders intensiv betont wird. Und, ja, in dem Moment hassen wir Fortuna-Fans den Äff-Zeh und den Erzfeind Rot-Weiß Essen wirklich. Ihr Ergebener kann Ihnen versichern, dass die Mehrheit seiner Verwandten, Freunden und Bekannten, die nicht Fan eines Vereins sind, das nicht verstehen und ausgesprochen befremdet sind. Sie sind der Ansicht, dass es beim Fußball immer nur positive Emotionen gibt. Und glauben allen Ernstes, dass die Menschen, die sich beim Betrachten eines Spiels der DFB-Auswahl in Schwarzrotgold hüllen, “Fans” seien. Dabei sind deren Emotionen mehrheitlich künstlich, weil sie lediglich einem Teilbild vom Fußballfan, das in den Medien penetriert wird, nachahmen. Wer nicht hassen kann, kann auch nicht lieben. Und jede Emotion ist immer auch dialektisch. » weiterlesen »

» Folge 68 von 74 in Fußballwochenende

» Besinnungsaufsatz von Chefred am 17.07.14 um 12:38 » in Rubrik(en): Innenpolitik,Sport
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Das Spiel mit dem Hysteriker am Sprechrohr

GER vs ARG 1:0

poldiEs war eines der schönsten Tore des Turniers: Schürrle tankt sich durch und passt steil auf Götze. Der steht blank, nimmt den Ball perfekt mit der Brust an, lässt ihn abtropfen und semmelt das Ding volley in die Maschen. Und das in der 113. Minute. In der Phase des Spiels, in der fast alle Akteure nur noch den Wunsch hatten, es möge endlich vorbei sein. Aber ein erneutes Elferknallen wäre dieser Partie nicht gerecht geworden. Zumal sich Ihr erschöpfter Berichterstatter in seinen Albträumen ausmalen konnte, was Hysteriker Bartels an Plattitüden dazu abgesondert hätte. Es wäre nur ohne Ton oder mit Radiokommentar erträglich gewesen. So war es besser. Der mit weitem Abstand bescheuerste Satz einer TV-Sprechpuppe während des ganzen FIFA-Events entfleuchte dem Mundloch des Bartels’ ebenfalls in der Extrazeit. Die Weltregie (…ein Kandidat für das Unwort des Jahres…) meinte, die Christusstatue als Silhouette vor der untergehenden Sonne senden zu müssen, und der hochbeschleunigte Kommentator sagte: “Ah, Christus der Erlöser. Auch die deutsche Mannschaft wartet auf die Erlösung.” Das ist zunächst peinlich, lässt aber einige Rückschlüsse über die Denk(?)- und Sichtweise der öffentlich-rechtlichen Dumpfplauderer zu. » weiterlesen »

» Folge 67 von 74 in Fußballwochenende

» Spielbericht von Chefred am 14.07.14 um 11:50 » in Rubrik(en): Sport
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Wie gute Trainer und schlechte Schiris zusammenhängen

Trainer vs Schiris 0:0

schirisZiehen wir ein erstes Fazit dieses Fifa-Global-Events. Denn was heute abend noch kommt, wird vermutlich von einer schleimig-süßlich oder streng-bittren Sosse aus künstlich erzeugten Emotionen überschwemmt werden. Fußball-Fans werden froh sein, dass es vorbei ist und sich auf die kommende Saison mit dem Verein ihres Herzens freuen. Es ließe sich über viele Aspekte dieser Sache schreiben, aber zwei Kategorien Hauptdarsteller sind dieses Mal schwer ins Auge gefallen: Die Schiedsrichter und die Trainer. Selten haben bei einem Fußballturnier die Taten der Trainer derart viel Einfluss auf die Ergebnisse gehabt, selten standen einige dieser Coaches fast stärker im medialen Fokus als in den vergangenen Wochen. Das hat vor allem mit einem ziemlich tiefgehenden Paradigmenwechsel im Fußballsport zu tun. Bis etwa zur EM in Schwösterreich im Jahre 08 spielten die Teams nach Systemen. Man wusste, Spanien macht 4-3-3 und die Niederlande 4-4-2 (oder umgekehrt). Die Spieler beherrschten das System, besonders wenn es – wie im Fall der Spanier – den Kickern im Verein von Kindesbeinen an eingebläut wurde. Sein System perfekt zu beherrschen, war Erfolgsgarant. Die Rolle des Trainers während eines Spiels bestand im Wesentlichen darin, die Spieler ständig zur Disziplin innerhalb des Systems anzuhalten und bestenfalls Umstellungen innerhalb des Systems vorzunehmen. » weiterlesen »

» Folge 66 von 74 in Fußballwochenende

» Analyse von Chefred am 13.07.14 um 11:39 » in Rubrik(en): Sport
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