Alle Artikel in der Rubrik "Wirtschaft"

aufsteigend  absteigend nach dem Veröffentlichungsdatum sortieren.

Wendet sich das Blatt gegen den US-amerikanischen Kulturimperialismus?

Weihnachsflimmerwahn flaut ab

weihnachtshausAls Ihr ergebener Chefred sich im Vorgänger-Blog “Rainersacht” anno 2006 aufs Heftigste über zwei Bekloppte lustigmachte, die ihr Haus an der Kalkumerstraße in Düsseldorf Jahr für Jahr zu Weihnachten in eine wildleuchtende und blinkende Kitschkulisse verwandelte, da trug er sich nicht nur zwei beleidigte und beleidigende Anrufe des Aktiveren des Päärchens ein, sondern eine Menge böser Kommentare. Anscheinend bildeten aber hierzulande die Xmas-Feste der Jahre 2006 und 2007 den Wellenkamm des Illuminationswahns US-amerikanischer Prägung. Konnte man in Düsseldorf-Friedrichstadt, -Bilk und -Oberbilk vor einem Jahr blinkende Weihnachtslichter an zwei, drei Händen abzählen, hat es sich in diesem Dezember anscheinend ausgeflimmert. Stattdessen finden sich wieder die guten, alten stillen Lichter in den Fenstern, an denen sich auch das Herz von atheistischen Weihnachtsallergikern wärmen kann. Das Beste an diesem Trend: Bis auf einen einzigen Balkon im Viertel findet sich nirgendwo mehr leuchtender Disney-Kitsch an den Häusern. » weiterlesen »

» Kolumne von Chefred am 03.12.14 um 13:28 » in Rubrik(en): Düsseldorf,Feuilleton,Wirtschaft
» 347 x gelesen » 1 x kommentiert »   

Die Deutsche Bahn will Gleisanlagen auf Kosten unseres Bürgerparks vergrößern

Hände weg vom Volksgarten!

Hier will sich die Deutsche Bahn an unserem Volksgarten vergreifenMerkwüdig verhalten fiel die Reaktion der Düsseldorfer Bürger aus, als die Rheinische Post am 13.11.2014 vermeldete, dass sich die kaputtgesparte Deutsche Bahn wegen des RRX am Volksgarten vergreifen will. Schon im Vorfeld schwafelte ein Bahnsprecher im Verein mit dem RRX-geilen CDU-Jarzombek davon, man wolle die Bürger altiv in die Planung einbinden – auch um Vorgänge wie rund um “Stuttgart 21″ zu verhindern. Tatsächlich gab es eine Info-Veranstaltung am 14.11.2014, an der aber mangels großräumiger Kommunikation nur wenige Bürger teilnahmen; vor allem solche, die auf mehr Lärmschutz setzen. Mit diesem Zauberwort versucht die Bahn entlang der Baumaßnahmen die Anwohner zu ködern. So auch im Stadtteil Angermund, wo quasi doppelte Berliner Mauern gezogen werden soll. » weiterlesen »

» Bericht von Chefred am 22.11.14 um 21:58 » in Rubrik(en): Düsseldorf,Innenpolitik,Wirtschaft
» 415 x gelesen » noch kein Kommentar »   

Von der Manipulierbarkeit emotionalisierter Menschen

Gefühl und Verstand

Holy Man Jam, Boulder, CO  Aug. 1970Eine der beinahe lustigen Verschwörungstheorien besagt, dass die Hippies eine Erfindung von CIA und US-Militärs gewesesen sei. Und zwar mit dem Ziel, die aufkommende Protestbewegung gegen den Vietnam-Krieg dadurch zu schwächen, dass eine diffuse Love-&-Peace-Besoffenheit die knallharte politische Analyse der damaligen Friedensbewegung ersetzen sollte. Als Beleg wird angeführt, dass sich die “Gründung” der Hippie-Szene eindeutig auf ein paar Monate im Jahr 1965 und den Laurel Canyon von Los Angeles einschränken lasse. In diesem Canyon aber hätten damals vorwiegend Kinder von mehr oder weniger hohen US-Militärs gelebt und als Musiker hohe Popularität erreicht – was der historischen Wahrheit entspricht. Den Geheimdienstleuten sei nach dem Betrachten diverser populistischer Bewegungen im 20. Jahrhundert klargeworden, dass Menschen, die mehr fühlen als denken, die nach Spirituellem suchen und die Geschichte verachten, weniger Widerstand leisten und insgesamt leichter zu manipulieren sind. Wie Nils Markwardt in seinem fantastischen Artikel in der ZEIT zu Xavier Naidoo richtig feststellt, ist aber auch jede Form Systemkritik jenseits historisch-kritischer Betrachtung nichts weiter als systemstabilisierend. » weiterlesen »

» Kurzessay von Chefred am 14.10.14 um 19:04 » in Rubrik(en): Innenpolitik,Wirtschaft
» 540 x gelesen » 27 x kommentiert »   

Von Männern, die Visitenkarten an Autofenster stecken

Kaufe jedes Auto!

gebrauchtwagenkaertchenKürzlich wanderte ich mit dem Hund die Talstraße Richtung Kö entlang. Einige Meter vor uns bewegte sich ein Mann mit vermutlich afrikanischen Wurzeln in derselben Richtung, aber auf der Fahrbahn an den parkenden Autos vorbei. An jedem dieser Wagen steckte er ein buntes Visitenkärtchen ans Seitenfenster, also von oben zwischen Scheibe und Dichtung. Das tat er systematisch und mit großer Gelassenheit. Das Ergebnis kennt ja fast jeder Pkw-Besitzer. Auf der Karte steht so etwas wie “Wir kaufen jedes Auto für den Export” sowie mindestens eine Mobilnummer. Immer schon habe ich mich gefragt, ob diese Akquisemethode tatsächlich etwas bringt. Dass sich mit dem Export mehr oder weniger angeranzter Kisten nach Afrika Geld verdienen lässt, war ja schon Thema mehrerer TV-Dokumentationen. » weiterlesen »

» Kurzbericht von Chefred am 12.10.14 um 13:12 » in Rubrik(en): Wirtschaft
» 442 x gelesen » 2 x kommentiert »   

Beiß nicht gleich in jeden Apfel (Wencke Myhre)

Die Apple-Besoffenheit der Schreibfinken

appelNun war ja gestern mal wieder Ostern, Weihnachten und Papstwahl auf einmal. In Cupertino, dem Hauptquartier der weltweit ersten Digitalsekte. In einer Lökäschn, die sich “Flint Center for Performing Arts” nennt. Im Termincalender des Flint-Zentrums für darstellende Künste taucht aber am 09.09. gar kein Event auf. Das lässt dreierlei Deutungen zu. 1. Es gab gar keine Apple-Präsentation. 2. Sie fand woanders statt. 3. Apple-Pärsentationen sind doch nicht den darstellenden Künsten zuzurechnen. Für letzteres spricht am ehesten, dass gerade deutsche, ähem, Medienvertreter eine solche Vorstellung neuer Konsumgüter behandeln wie das Endspiel einer Fußballweltmeisterschaft. Ist es schon bescheuert genug, ein Kickereignis zum Headliner zu machen, muss die Art und Weise, wie hiesige Schreibfinken die Vorstellung von Smartphones und -uhren zum Medienereignis hochjazzen, besorgniserregend. Es sei denn, die diversen Apple-Anbeter, die Zugang zu den Online-Versionen der verschiedenen Zeitungen haben, wären allesamt bestochen. » weiterlesen »

» Glosse von Chefred am 10.09.14 um 13:16 » in Rubrik(en): Feuilleton,Wirtschaft
» 610 x gelesen » 7 x kommentiert »   

Schluss mit dem ganzen Homecomputer-Kram!

Komma acht, komma eins (7)

schneider_pcWoran immer es liegen mag: Ich hab’s nicht so mit Hobbyisten. Und ich hatte es auch noch nie mit Leuten, die mit irgendeiner mehr oder weniger sinnvollen Sache ihre Freizeit füllen – und das am Rande der Manie. Sammler finde ich irgendwie gaga, Leute, die ohne Not mit etwas Motorisierten für Spaß in der Gegend rumkariolen, halte ich für bescheuert und gefährlich. Nun bestand aber die Welt der kleinen Computer in den frühen und mittleren Achtzigerjahren fast nur aus solchen Hobbyisten. Gefragt, was denn ihr Hobby sei, antworteten Vertreter dieser Spezies “Computer”. Entsprechend meiners Weges hin zu den kleinen Elektronenhirnen fand ich das absurd. So eine Kiste sollte nützlich sein. Punkt. Damit sollte man schreiben, rechnen und speichern können. Und zwar schnell und einfach. Aber, mal ehrlich, was war denn einfach in der Ära von C64 und Konsorten? Deshalb war es auch nach meiner Anschauung eine winzige Minderheit, die – sagen wir mal – vor 1987 einen Computer privat wirklich zum Arbeiten benutzten. Vorwiegend handelte es sich dabei um Besitzer eines Apple Macintosh – denn mit dem ging Arbeiten einfach. Die große Masse hatte sich eine Kiste angeschafft, ohne wirklich zu wissen, wozu. » weiterlesen »

» Folge 18 von 18 in Stadtgeschichten

» Erinnerungsaufsatz von Chefred am 24.06.14 um 17:40 » in Rubrik(en): Düsseldorf,Feuilleton,Wirtschaft
» 535 x gelesen » 5 x kommentiert »   

Oder: Warum Papst Franziskus recht hat...

Die große Trickle-Down-Lüge

Gemälde von Peter Hansen: Pferdeäpfelsammmler - Trickle-Down-TheorieIn seinem sensationellen apostolischen SchreibenEvangelii Gaudium” vom November 2013 kritisierte der wunderbare Papst Franziskus das Denken der Wirtschaftsliberalen äußerst scharf, u.a. mit dem Satz “In diesem Zusammenhang verteidigen einige noch die „Überlauf“-Theorien (trickle-down theories), die davon ausgehen, dass jedes vom freien Markt begünstigte Wirtschaftswachstum von sich aus eine größere Gleichheit und soziale Einbindung in der Welt hervorzurufen vermag. Diese Ansicht, die nie von den Fakten bestätigt wurde, drückt ein undifferenziertes, naives Vertrauen auf die Güte derer aus, die die wirtschaftliche Macht in Händen halten, wie auch auf die sakralisierten Mechanismen des herrschenden Wirtschaftssystems. Inzwischen warten die Ausgeschlossenen weiter.” Eine klarere Ablehnung des Kapitalismus und der Markwirtschaft hat bisher noch kein Papst formuliert. Grund genug katholisch zu werden. » weiterlesen »

» Essay von Chefred am 19.06.14 um 15:59 » in Rubrik(en): Außenpolitik,Wirtschaft
» 589 x gelesen » noch kein Kommentar »   

Wirtschaftsfaktor Fußballsöldner

So geht’s moderne Soccer-Business

lederfussball_kleinNicht nur für Menschen, die sich eher wenig für den Fußball interessieren, ist die wirtschaftliche Seite des europäischen Soccer-Businesses eine eher diffuse Sache. Das gilt besonders für den Faktor, der als “Transfererlöse” in die Gewinn-und-Verlustrechnungen der Vereine eingeht. Mancher hat zumindest vom Bosman-Urteil aus dem Jahr 1995 gehört, und nicht wenige Interessierte meinen, dieser Teil des Geschäfts funktioniere so wie in den beliebten Soccer-Simulations-Games. Der folgende Beitrag versucht, die Prinzipien des SklavenSöldnerSpielerhandels auf einfache Weise zu beschreiben. Traditionell spielen drei Komponenten eine Rolle: Spielergehalt, Handgeld, Ablösesumme. » weiterlesen »

» Folge 33 von 76 in Fußballwochenende

» Erklärung von Chefred am 24.03.13 um 21:46 » in Rubrik(en): Sport,Wirtschaft
» 1.873 x gelesen » 2 x kommentiert »   

Seiten: 1 2 3 4 ... 52 »