Facebook-Muffel (07.12.11) – Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Schland ist nur auf Platz 13 bei den Facebook-Nazionen. Oh Schreck, oh Graus: Wir werden alle arbeitslos, weil so die Technologienazion Toitschland stürbt – sagen die Social-Media-Schnösel, die im September 2009 das oberpeinliche “Internet-Manifest” zusammengeschmiert haben und sich stellenweise im D64-Club den Sozen anbiedern… [weiterlesen...]
[Klick aufs Bild macht's sehr groß] Als ich 1988 ein Büro am Fürstenplatz bezog, hieß der jetzige REWE noch Extra. Netter aber war der uralte Schmolla-Markt an der Oberbilker Allee / Ecke Ringelsweide, der aber wenig später an die Toom-Kette fiel und zum Baumarkt mutierte. Das war DER Baumarkt im Viertel, ein chaotisches Ensemble aus drei Häusern, verbaut, verwinkelt, angeranzt. Da wirkte mein Freund aus Kindertagen, der Ernst, in der Malerabteilung. Nette Verkäufer und -innen überall. Es gab fast alles. Aber natürlich war unser Toom nicht so chic und hip und cool wie diese Monstermärkte vor den Toren der Stadt. Am 30.11.2011 war der letzte Verkaufstag. Nun hat er für immer geschlossen. Der Gebäudekomplex wird stückweise abgerissen, die Ecke neu bebaut. Ich werde unseren Toom vermissen; besonders jetzt, wo ich wieder auf die Ringelsweide ziehe…
Schuhbeck (02.12.11) – Darf man einen Fernsehkoch, der für versalzenes und fettes Fastfood Reklame macht und das gemeinsam mit einem Massenwurstfabrikanten, eigentlich ein geldgeiles, bigottes Arschloch nennen? (Übrigens “Fonse ist Verkäufer bei McDo…”) [weiterlesen...]
Erinnerungen an das Tipp-Ex-Zeitalter
Liebe Kinder, stellt euch mal vor, dass es früher eine Zeit ganz ohne Computer gab. Da fragt ihr euch sicher, wie denn die Leute in den Büros die Briefe geschrieben haben. Und vor allem: Wie die diese ohne Drucker gedruckt haben. Nun, da ich aus jener Ära in der fernen, fernen Vergangenheit stamme, kann ich euch sagen: Es gab Schreibmaschinen. Wie der Name schon vermuten lässt, handelte es sich dabei um Geräte, mit denen man Text auf Papier bringen konnte. Die gab es in jedem Büro, auch in den Zeitungsredaktionen und in vielen Haushalten. Und weil sich nicht jeder eine eigene Schreibmaschine leisten konnte, gab es Schreibbüros, wo man sich einen Brief mit der Maschine schreiben konnte. Man nannte die Tätigkeit auch “Tippen” – wie im Computerwort “eintippen”. Und weil die Schreibmaschine auf Englisch “Typewriter” hieß, nannte man die Damen, die in Büros an den Maschinen schrieben, auch “Typistinnen”. Ja, die Damen, den das Maschinenschreiben war fast zu 100 Prozent Frauensache. So wie es ja auch bis Mitte der siebziger Jahre so gut wie keine männlichen Sekretäre in den Firmen gab. Ich muss das wissen, denn ich habe Sekretärin gelernt. [weiterlesen...]
Entlastung (07.11.11) – Die Schwarzgeld-Koalition des Grauens will sich den nächsten Wahlsieg mit Steuersenkungen erkaufen und lässt die abhängigen Propagandakanäle verlauten, “die Bürger” würden um 6 Milliarden “entlastet”. Ehrlicher wäre die Aussage: “Jeder Steuerzahler wird im Schnitt rund 145 Euro pro Jahr weniger Einkommensteuer zahlen müssen”… Das sind immerhin gut acht Kästen Bier! [weiterlesen...]
Wenn am Ende des Geldes der Monat noch nicht vorbei ist...
Die berühmte Inkassotruppe namens Creditreform hat mal wieder mit viel Presse-Tamtam einen “Schuldneratlas” veröffentlicht. Der basiert natürlich auf deren Zahlen, trifft also bestimmt die Wahrheit. Jedenfalls eher als die in diesem Online-Magazin gelaufene Umfrage. An der nahmen 108 Leser teil, von den 40 Prozent angaben, erheblich überschuldet zu sein, größere Altlasten zu bedienen oder sich bereits im Verfahren der Privatinsolvenz (korrekt: Verbraucherinsolvenz) zu stecken. Letzteres traf auf unglaubliche 26 Prozent der Teilnehmer zu – angesichts der vermeldeten Zahlen von um die 80.000 bis 110.000 neuer Verfahren pro Jahr seit 2007 ein extrem hoher Wert. Laut Schuldneratlas sind knapp 10 Prozent der Deutschen überschuldet; in unserer Umfrage behaupten das 4 Prozent, wobei natürlich auch die 26 Prozent Privatinsolvenzler zu addieren sind, denn die müssen überschuldet gewesen sein, um am Verfahren teilnehmen zu können. Angesichts der immer wieder gern genommenen, dämlichen Vergleiche von Staatsschulden und privaten Verbindlichkeiten lassen sowohl Schuldneratlas, als auch die hiesige Umfrage nur den Schluss zu, dass die skrupellosen Banken es leicht machen, sich zu überschulden.
Griechenland (02.11.11) – So, das Merkel und die Sarkotzi haben’s geschafft: Griechenland wird den Finanzmärkten zum Frass vorgeworfen und bekommt zu diesem Zwecke eine Notregierung aus “Experten”; wollen wir wetten, dass dies vorwiegend Bank- und Finanzärsche sein werden (bitte jetzt hören “Talkin’ ’bout a Revolution”). [weiterlesen...]
Kapitalismuskritik (02.11.11) – Sag ich doch: antikapitalistisches Denken und Handeln muss politisch-analytisch fundiert sein, soll es nicht systemstabiliserend wirken; aber die Bürgerkinder haben’s lieber bisschen psychologisch… (dazu zu singen: “Arbeiten, kaufen sterben”) [weiterlesen...]