Alle Artikel in der Rubrik "Wirtschaft"

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Autojournalisten auf Grünkurs?

Elektrosau wird durchs Dorf gerollt

elektrosauEs ist nicht leicht, in diesen Zeiten Journalist zu sein. Nur wer ständig eine neue Sau zum Durchs-Dorf-Jagen findet, kann auf dauerhafte Beschäftigung hoffen. Das gilt in besonders umfassenden Maße für Spezies “Berichterstatter”, die man gemeinhin “Autojournalisten” nennt, ohne zu ahnen, dass diese Bezeichnung ja schon fast Grund für eine Klage wegen übler Nachrede ist. Unter PR-Leute gelten die Schreiber, die ihr Tun dem Kfz gewimdet haben als – strunzkorrupt. Und das bedeutet im Umfeld der Medienarbeit, dass es zum Basis-Nohau gehört zu wissen, dass diese Textabsonderer für positive Beurteilungen Gegenleistungen vom Hersteller erwarten; und sei es auch nur der Zugang zu einer Prostituierten am Ort der Neuvorstellung eines Modells. Wie alle monströsen Sichtweisen auf eine Sorte Mensch ist dieses Ressentiments sicher keine Eins-zu-Eins-Abbildung der Realität. Nein, es wird wohl auch Autojournalisten geben, die gewissenhaft und objektiv vorgehen. In den vergangenen zwei, drei Jahrzehnten fiel diesen Schreibfinken die Arbeit in der Regel leicht, galt es doch, die niederen Instinkte der kindgebliebenen Schwanzträger (“Er konnte schon ‘Auto’ sagen, bevor er ‘Mama’ gesagt hat…”) zu befriedigen mit Berichten über immer schwerere, stärkere und schnellere Benzinverbrenner. [weiterlesen...]

» Kommentar von Chefred am 17.01.10
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2000 - 2009: Was war, was geschah

Die Nuller-Jahre – ein Schulterblick (Teil 2)

bush_turkeyIch bleibe dabei: Die Nuller-Jahre waren das Jahrzehnt der Lüge und des Betrugs. Wobei auch das, was man nun gemeinhin als “Hype” bezeichnet, in diesen zehn Jahren zu einer alltäglichen Erscheinung wurde. Dazu später mehr. Denn zwei Fratzen stehen auch für die erste Dekade des dritten Jahrtausends: Bush und Berlusconi. Manchmal möchte ich zugunsten des geistig armen George W annehmen, er sei von bösen und/oder schlechten Beratern umgeben, denn so bescheuert kann sich ein Mann als US-Präsident ja nicht anstellen. Im Bild der berühmte Plastikputer, den er den armen US-Schweinen im Golfkrieg zu Thanksgiving 2003 mitbrachte. Kläglicher kann eine Fälschung kaum sein. Da kann eigentlich nur der Siemens’sche Kleingeist mithalten, der sich die Rolex vom Arm photoshoppieren ließ. Wie es ja zwischen 00 und 09 überdurchschnittlich viele Minderbegabte in Machtpositionen gebracht haben… [weiterlesen...]

» Einschätzungen von Chefred am 04.01.10
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2000 - 2009: Was war, was geschah

Die Nuller-Jahre – ein Schulterblick (Teil 1)

touristguyDieses berühmte Fake-Foto ist für mich in vieler Hinsicht das Bild, das die Nuller-Jahre des 21. Jahrhunderts repräsentiert. Einerseits, weil es zum einschneidendsten Ereignis dieses Jahrzehnts gehört und andererseits, weil es viele Aspekte der Entwicklung des Internets in dieser Dekade vorwegnimmt. Bekannt ist der Mann auf dem Bild als “Tourist Guy“. Vorgeblich steht er auf der Aussichtsplattform des WTC-Südturms. Ein Flugzeug ist “zufällig” ins Bild geraten, es fliegt unterhalb der Höhe der Plattform auf den Turm zu. Das alles soll suggerieren, jemand habe per Zufall kurz vor dem Moment auf den Auslöser gedrückt, in dem eines der entführten Flugzeuge einschlug. Dabei handelt es sich bloß um eine – nicht mal besonders gut gemachte Fälschung. Vermutlich hat jemand lediglich zwei Bilder mit MS Paint oder einem anderen Malprogramm zusammengeklebt. Und doch warf dieses Bild in der Folge die andauernde Frage nach Fälschungen per Photoshop auf. [weiterlesen...]

» Subjektiver Rückblick von Chefred am 30.12.09
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Ministerpräsident Rüttgers lässt Gesetze ändern

Christdemokratische Klimaheuchler

kohle_dattelnEs sollte nicht weiter wunder nehmen, dass rund um den von Al Gore erfundenen Klimawandel die Heuchelei am buntesten blüht. Jeder Dreckspolitiker lässt vorne Bekenntnisse zum Umweltschutz aus der Sprechöffnung tropfen, während ihm hinten ein CO2-Furz nach dem anderen entweicht. Wie sich gerade die Bundesmerkel in Kopenhagen am kleinsten gemeinsamen und vollkommen wirkungslosen Minimalkonsens versucht und der am Gängelband der US-Wirtschaft taumelnde Messias nachher einen Erfolg herbeireden wird, so geriert sich auch der NRW-Ministerpräsident Rüttgers gern als Klimaschützer. Wenn aber einer der hiesigen Energiekonzerne mit der Arbeitsplatzpeitsche knallt, dann macht das Rüttgers Männchen und springt durch jeden Reifen. Momentan besteht dieser Reifen aus einer Bauruine im unwesentlichen Örtchen Datteln, dem noch nicht fertiggestellten neuen Kohlemeiler der großmächtigen e.on. Der Konzern will zuende bauen, obwohl das Oberverwaltungsgericht Münster kürzlich diverse Mängel im Genehmigungsverfahren festgestellt hat. [weiterlesen...]

» Kommentar von Chefred am 18.12.09
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Wie Missionare vor allem für sich selbst sorgen

Social-Media-Betrüger

Dass es ein Kreuz ist mit selbsternannten Beratern, ist ein alter Hut, der im vergangenen Jahrzehnt auf vielen Köpfen getragen wurde. Man denke an die ganzen E-Commerce-Consultants und das Platzen der New-Economy-Blase oder die Spielkinder, die ihre Vorliebe für das virtuelle Second Life gern als Know-how verkauften. Seit etwa anderthalb Jahren ist eine neue Bande Missionare aufgetaucht, die Unternehmen das Marketing-Heil in der Social-Media-Welt versprechen, wenn sie sich nur von ihnen beraten lassen. Da treten vor allem Leute auf, die von Marketing und Kommunikation keine Ahnung haben oder gar (siehe auch: Lobo, Sascha) heftige Pleiten verschuldeten. Die Business Week warnt deshalb vor den Snake-Oil-Marktschreiern der Social-Media-Szene:

The problem, according to a growing chorus of critics, is that many would-be guides are leading clients astray. [weiterlesen...]

» Hinweis von Chefred am 08.12.09
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Wie Obama von den Chinesen an den Eier gehalten wird

Klima im Rahmen chinesischer Möglichkeiten

chinese_affairsAls die Nachricht kam, dass das Bündnis der asiatisch-pazifischen Staaten (APEC) sich nicht zu konkreten Klimazielen bekennen will, sah alles danach aus, dass der epochal wichtige Klimagipfel in Kürze in Kopenhagen scheitern würde. Welche der 21 Mitgliedstaaten für diesen bescheuerten Beschluss verantwortlich sind, lässt sich aus den Protokollen nicht ablesen, aber dass die so genannte “Volks”republik China, deren Regierung so gar nicht dem Volke zugetan ist, dabei mitgewirkt hat, ist angesichts der geplanten Megaexpansion der Supermacht zu vermuten. Auch der überschätzte Hoffnungsträger im Weißen Haus konnte während der APEC-Sitzung wenig dagegen tun. Denn die triadische Volksrepublik hat die Vereinigten Staaten wirtschaflich an den Eiern. [weiterlesen...]

» Vermutung von Chefred am 17.11.09
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Nichts ist wichtig, dafür ist Twitter zu blöd

Das ist Twitter

Und hier die eingesammelten Tweets der Leute und Institutionen, die ich in der verfangenen Woche gesammelt habe. Ja, so sieht Twitter in der Wirklichkeit aus – spannend, was?

Thomas Knuewer tknuewer: Breaking News: Springer-Chef Döpfner kündigt Welt-Kompakt-Relaunch m Abdruck von Blogs, Twitter, Facebook an: http://twiturl.de/pahob #mmf09 about 2 hours ago from web
EXPRESS.DE Redaktion express24: Fürs stille Örtchen: Wir verlosen den sexy ToiToi & DIXI Kalender 2010 – http://arm.in/7Tb about 2 hours ago from Echofon
Thomas Knuewer tknuewer: Did I geht Matthias Döpfner right? Springer is starting a newspaper with content from social media? Partnering with Facebook???? #mmf09 about 2 hours ago from web
Thomas Knuewer tknuewer: @ariannahuf to Döpfner “We look forward to you charging for content on the mobile and us not charging.” #mmf09 #mmf about 2 hours ago from web
Thomas Knuewer tknuewer: Really sad they don’t allow questions from the audience… #mmf09 #mmf about 2 hours ago from web
EXPRESS.DE Redaktion express24: Leserfrage des Tages: “Kann ich als Vegetarier überhaupt die Schweinegrippe bekommen?” #h1n1 about 2 hours ago from Echofon
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» Dokumentation von Chefred am 12.11.09
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Von Wirtschaftskrisen zu persönlichen Krisen

Kapitalismus macht depressiv

werther_selbstmordDieser Tage wurde Blochs “Prinzip Hoffnung” 50 Jahre alt. In der ZEIT zerpflückt Thomas Assauer das Werk als gescheitert, weil es auf den Sozialismus als Utopie, überhaupt auf Utopie gesetzt hat. Aber, der Kapitalismus hat schließlich gewonnen, Utopien verloren. Dass aber mit der Niederlage utopischer Hoffnungen auf bessere Zeiten für die Menschen, das Hoffen selbst gestorben ist, wird bei derartigen Betrachtungen umstandlos hingenommen. Verliert der Mensch seine Hoffnungen, muss er hoffnungslos leben. Damit sind Wünsche zu begraben, Sehnsucht wird unmöglich, die Aussichten schwinden. Wo das Wünschen, Hoffen und Sehen in den Zeiten eines menschenfeindlichen Systems die letzten Auswege waren, steht der Mensch nun in einer Ecke. Die Situation ist aussichtslos. [weiterlesen...]

» Kurzessay von Chefred am 12.11.09
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