Achtung! Neue Serie: Wutausbruch!

Fortpflanzungsberechtigungsschein

Folge 5 von 23 in Wutausbruch

Stell dir vor, du gehst so vor dich hin. Der Bürgersteig ist etwas mehr als zwei Meter breit, die Gosse vollgeparkt mit stinkendem Blech. Schon von weitem siehst du sie nahen. Zwei Weiber mit Kinderwagen, die nebeneinander gehen und dabei reden. Sie nehmen die gesamte Breite des Gehwegs ein, und du hältst schon mal nach einem Hauseingang Ausschau, in den du dich bei der Begegnung mit den Monstern drücken kannst. Denn ausweichen werden sie dir nicht. Im Gegenteil: Wären da noch zehn Zentimeter Platz, sodass du dich quer an ihnen vorbei quetschen könntest, würden sie ihre Schlachtordnung ändern, damit auch diese Lücke blockiert wäre. Sie nähern sich also, und du wirst konfrontiert mit zwei aus der Form geratenen Wesen unbestimmbaren Alters, denen die Blödheit aus den stillenden Augen tropft. Sie kennen keine Gnade, und du musst hören, was sie sagen, denn sie reden laut. So erfährst du alles über die Futterverwertung der kleinen Fress- und Brüllmaschinen, die sie in futuristischen Gefährten vor sich her schieben.

Eigentlich willst du gar nicht wissen, dass Leon gebrochen hat und Marie neuerdings gelb kackt. Aber die Mütter des Grauens kennen kein Pardon. Und strahlen einen boshaften Stolz auf die Tatsache aus, dass sie sich vermehrt haben. Dass sie jeweils einen Dummen gefunden haben, der sein Ding einmal in eine ihrer Öffnungen gestopft und dabei ein paar Tröpfchen Sperma abgesondert hat. Auf dass sich zwei Genpools minderer Qualität vereinen, um als Blag weiter zu existieren, das die Welt in Zukunft mit zusätzlicher Dummheit verseuchen wird.
Eigentlich strahlen diese Wagenschieberinnen auch eine gewisse Frechheit aus. Als wollten sie sagen: “Guckt mal, einmal durfte er poppen, und jetzt muss er lebenslang zahlen.” Denn diese Sorte Weibsmensch lässt sich auf den GV nur ein, wenn am Ende ein arbeitsfreies Leben als Haustier winkt. Und diese Vertreterinnen finden auch immer einen notgeilen Maschinenbauabsolventen, der vom Familienglück träumt, aber in Zukunft nur ein Recht auf den ungestörten Hobbykeller hat.

Und so rollen sie an dir vorbei, der du einen schutzgebenden Mauervorsprung gefunden hast. Du bist wütend und am liebsten würdest du ihnen was hinterher brüllen: “Habt ihr überhaupt eure Fortpflanzungsberechtigungsschein dabei, ihr verfickten Trockenpflaumen?”

[Disclaimer: Wer sich durch die - in Zukunft wöchentlich erscheinenden - Wutausbrüche beleidigt fühlt, soll das ruhig tun. Mir geht das am Popo vorbei. Im Gegenteil. Jede Beleidigung ist auch so gemeint. Im Übrigen handelt es sich hier um Satire, die das darf.]


» Erlebnisbericht von Rainer Bartel am 20.02.10 um 15:33 » in Kategorien: Deutschland » 1.015 x gelesen » 8 x kommentiert
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  1. wer soll sich denn hier beleidigt fühlen?
    schließlich hat der ehrenwerte satiriker hier die namen radktionell geändert sodaß sich ja gar keiner angesprochen fühlen kann.
    ich lese da nichts von käwinn, kejanuu, äschleh oder männdieh

    Rainer Bartel Antwort vom 21.02.10 13:44:

    Nä, nä, die Kinder heißen eher Maximillian als Kevin, eher Marie als Mändy, und die Mütter tragen teure Outdoor-Klamotten hinter ihren Haiteck-Wagen…
    Mütter aus den bildungsfernen Unterschichten sind im Vergleich rücksichtsvoll und diszipliniert ;–))

    yallamann Antwort vom 21.02.10 13:57:

    ach die sorte meinst du. jene welche meinen durch ihren erfolgreichen samenklau in die elite der ichdarfallesichbinschliesslichmutter fraktion aufgestiegen seien.

    Rainer Bartel Antwort vom 21.02.10 15:26:

    Präzis die.

     
    Kommentar von yallamann am 21.02.10 um 07:19
  2. Werter Autor, ich kann hier die Satire leider nicht erkennen, handelt es sich doch hier nur ein täglich vorkommendes Ärgernis. Die Schilderung gibt doch lediglich Tatsachen wieder… ;-)

     
    Kommentar von lasher am 21.02.10 um 13:17
  3. Rainer, wisch dir erstmal den Schaum vom Mund und komm runter. Und dann schieb mal einen Kinderwagen durch die Stadt. Dir wird nicht entgehen, was für ein anstrengender Pakourlauf das ist.

    Wenn mir jemand mit Kinderwagen/Rollstuhl/was-weiß-ich entgegen kommt, mache ich höflich Platz und gehe weiter. No foul, no harm. Ich schreibe keine schäumenden Kolumnen oder offenbare auf andere Art und Weise meine persönliche innere Leere.

    Hass auf Kinder und ihre Erzeuger … ich dachte, wir wären weiter. Und ich hoffe, du kehrst zum üblichen, auch sprachlich und orthografisch etwas höherem Niveau zurück. Diese Aneinanderreihung von Rentner-der-neben-einem-Kindergarten-wohnt Klischees ist gewiss keine große Kunst.

    Rainer Bartel Antwort vom 22.02.10 15:04:

    Schade dass du es nicht verstanden hast. Okay, Satire ist nicht einfach, zugegeben. Und dann gilt auch noch, dass nur getretene Hunde jaulen ;–)))

    Junge, ich hab schon Kinderwagen geschoben, da warst du vermutlich noch nicht mal ein feuchter Traum deiner Mutter. Als Hausmann und Vollberufsvater anno 81 ~ 83. Da hab ich mir aber keinen Mitstreiter gesucht, um ne rollende Straßensperre zu errichten. Nein, da hab ich höflich Platz gemacht.

    Und auf meine Enkel, die jederzeit eintreffen können, freue ich mich – so viel zum Hass auf Kinder und Erzeuger.

    So, jetzt wisch dir den Schweiß von der Stirn, lies das Ding nochmal und überlege, was genau du nicht kapiert hast. Danke.

     
    Kommentar von ckd am 22.02.10 um 12:21
  4. Ich muss mal für junge Mütter (jung in Bezug auf die halslosen Monster) eine Lanze brechen. Es sind nicht nur diese, die stoisch auf die Mitte des Fußweges Gebietsansprüche erheben, welchen sie natürlich zur vollen Breite ausfüllen. Nein, es ist eine große Mehrheit an Frauen!

    Und nochmals NEIN! Sie können nichts dafür. Schuld ist mal wieder die Aufteilung des Hirns. Ist die eine Hälfte beim Mann stärker ausgeprägt, so ist es nun mal bei Frauen die andere. So ist es möglich das Frauen andere Dinge besser zu können als wir Männer.

    Welcher Teil des Hirns nun für diesen “Breitmach-Effekt” zuständig ist, muss allerdings noch erforscht werden. Wissenschaftlich sicher ist, dass dieses Stück aber im verkümmerten Teil des weiblichen Hirns liegen muss. Aktuelle Theorien bewegen sich im Bereich des “Multitaskingausfalls” beim gemeinsamen spazieren gehen, bzw. shoppen.

    Aber vielleicht irren sich auch Wissenschaft und ich. Vermutlich sind es Frauen aus der Mittelschicht die gerne in der Oberschicht wären oder so ähnlich.

    Keine Ahnung ob das jetzt Satire war. Kann sich jeder selbst überlegen.

     
    Kommentar von Mynios am 23.02.10 um 22:42

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