Es ist ein Spaziergang der Gegensätze, denn der Weg ins Stindertal beginnt mit einem Fußgängertunnel durch den Damm der vielbefahrenen Autobahn A1. Das Rauschen der Lkw und der Raser begleitet den Spaziergänger bis zum Tunnelmund und lässt dann, abgeschirmt durch dichten Wald, nach. Den besten Ausgangspunkt für diesen Weg findet man am Gelände des Angelsportvereins Erkrath. Wenn man von Düsseldorf über Gerresheim nach Erkrath kommt, biegt man in die Straße hinter der Seniorenresidenz Rosenhof links ein. Man lässt den Aschenplatz rechterhand liegen, fährt durch den Tunnel unter der S-Bahn und sucht sich einen Parkplatz. Dann führt der Weg an den Teichen der Sportangler vorbei bis zur besagten Unterführung unter der Autobahn. Nach wenigen Metern liegt links ein Gatter mit Drehkreuz, dahinter eine typische Bachau.
Der Heimatverein Erkrather Jongs hat hier ein handgeschmiedetes Schild aufgestellt, und auf der anderen Seite grüßt die immer mir Blumen geschmückte Betonstatue der Maria vom Tal. Der Weg führt am plätschernden Bach entlang. Später stößt man auf Pferdekoppeln. Dann steigt der schmale Pfad an zu einem kleinen Haufen Häuser. Auf den knapp anderthalb Kilometern begegnet der Wanderer unter der Woche selten einem anderen Menschen. Das Tal summt und singt; hier sind Schmetterlinge und allerlei Getier zuhause.
Oben durchquert man einen Reiterhof und landet auf einer Straße, die sich über die Anhöhe Richtung Süden zieht. Bei klarem Wetter sind Fleher Brücke und Rheinturm in der Tiefebene zu erkennen. Dann geht es bergab zur Stindermühle, einem traditionellen Ausflugsziel mit einem Weiher und sogar einer Minigolfbahn. Leider ist das Lokal nur an Wochenenden geöffnet und dann bei gutem Wetter einigermaßen überlaufen. Der asphaltierte Weg schlängelt sich den Hang hinab bis in die Au des Stinderbachs und trifft nach etwa einem Kilometer auf den Ausgangspfad. Die Runde ist also etwa dreieinhalb Kilometer lang und in einer knappen Stunde leicht zu schaffen. Unterwegs ist es durchweg still, und nur die Landmaschinen machen gelegentlich ein wenig Lärm.
Vom beschriebene Weg zweigen verschiedene andere Pfade ab, die bis nach Diepensiepen reichen oder sogar bis zu den Vororten von Solingen. Wer mit der S-Bahn fährt, kann so zum Beispiel von Erkrath aus bis nach Ohligs laufen und dann mit der Bahn zurück nach Düsseldorf reisen.
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Autobahn A 1? Sicher, dass nicht die A 3 gemeint ist?
Aber ja! Es ist natürlich die A3. Ich bin ja so alt und konservativ, dass ich mich in all den Jahren an die Nummerierung der Autobahnen nicht gewöhnt habe…
Weiß gar nicht, wann das anfing mit der Nummerierung. Kann mich nur erinnern, dass manche BABs irgendwann auch noch grüne Europastraßen-Nummern verpasst kriegten. Naja, die einstelligen Autobahnen kann ich noch halbwegs auseinanderhalten, aber dann verließen sie ihn.
Aber dieser Spazierweg klingt jedenfalls durchaus verlockend.