Von Holligans und Ultras
Fußballfans sind keine Verbrecher
Der unfähigste aller Polizeisprecher, der notorische Düsseldorfer Rodax, verlautet gegenüber dem Anzeigenblättchen “Rheinbote”: “Zur Festnahme des Fortuna-Fanbeauftragten sei es gekommen, als der trotz mehrfacher Aufforderung, sich zu entfernen, bei einem Einsatz gegen Hooligans eingegriffen habe.” Tatsächlich handelte es sich vor allem um Minderjährige, die den Block 42 des St.Erwin-Tempels verlassen hatten, um mal an der Kastanie nachzusehen, was die Ordnungskräfte dort veranstalteten. Das Ganze geschah im Umlauf der Arena. Die dort kurzzeitig Eingekesselten sind bestenfalls den Ultras Düsseldorf zuzuordnen – wenn überhaupt. Nun gibt es zwei Möglichkeiten für die wiederholten Behauptungen der Düsseldorfer Polizei, sie sei gegen Düsseldorfer Hooligans vorgegangen. Entweder niemand in dieser Organisation kennt den Unterschied zwischen Ultras und Hooligans, oder es handelt sich um eine PR-Strategie, mit deren Hilfe Ultras in der öffentlichen Meinung zu kriminellen Gewalttäter geformt werden sollen.
Gegen die erste Annahme spricht, dass es so genannte “Szenekundige Beamte” (SKB) gibt, die in engem Kontakt mit der Fanszene stehen und sich, nach allem, was man weiß, recht gut mit den verschiedenen Gruppierungen auskennen. Es kann natürlich sein, dass der Düsseldorfer Polizeipräsident Schenkelberg und Norbert Topka, der Leiter der Polizeiinspektion Düsseldorf-Nord, ihren szenekundigen Kollegen nicht vertrauen oder das alles ganz anders sehen. Dafür spricht eine Äußerung Topkas aus dem November 2007: “Fortuna hat eine sehr starke Hooligan-Szene” (Quelle: WDR Westpol). Wer sich in den Verwerfungen der Düsseldorfer Fanszene ein kleines bisschen auskennt, weiß, dass das absoluter Schwachsinn ist. Aber, der Blödsinn könnte Methode haben. Dazu ein bisschen Historisches.
Düsseldorfer Fan-Historie
Kaum jemand wird sich an die Zeiten erinnern, als es noch keinerlei Prügeleien zwischen Fußballzuschauern gab, denn diese Ära liegt hierzulande mindestens 35 Jahre zurück. Erst gegen Mitte der siebziger Jahre, als die Zahl der jugendlichen Schlachtebummler rapide anwuchs, begann das Testosteron seine Rolle zu spielen. Noch um 1967 herum setzte sich die Zuschauerschar eines x-beliebigen Spiels im guten alten Rheinstadion vorwiegend aus Männer mittleren Alters und Rentner zusammen. Manche Familienväter brachten ihre Söhne mit, aber dass – wie heute nicht selten – mehr als ein Viertel der Besucher unter zwanzig waren, kam praktisch nicht vor.
Die scheinbar unumgänglichen körperlichen Auseinandersetzungen zwischen XY-Chromosomenträgern fanden woanders statt. Im Düsseldorf der sechziger Jahre gern auf der Kirmes. Handelte es sich um zusammenhängende Gruppen, sprach man von Rockerbanden. Auch in der Düsseldorfer Altstadt gab es legendäre Massenschlägereien zwischen den Vertretern des männlichen Geschlechts.
Je mehr sich aber Teile der Jugendszene dem Fußball zuwandten, desto mehr kam es auch im Umfeld der Stadien zu Schlägereien zwischen den Anhängern der Vereine. Erzfeindschaften waren noch nicht geboren, die diversen Mythen, die heute zum Allgemeinwissen zählen, wurden erst ab etwa 1975 geboren. Es begann zudem das Zeitalter der Kutten. Dabei handelt es sich um Fans, die – und das haben sie sich bei den Motorrad-Gangs abgeschaut – sich quasi eine Uniform schufen. Meist bestand die aus einer Jeansjacke mit abgesägten Ärmeln, auf der zig Aufnäher die Vereinszugehörigkeit und die Abneigung gegen andere Clubs deutlich machten. Hinzu kamen erstmals Schals – gern mehrere, die an den Handgelenken oder Oberarmen befestigt oder gleich unten an der Kutte angenäht wurden. Der Kuttenkult war die spezifische Ausdrucksform der Unterschicht.
Und da junge Arbeiter weniger Scheu vor körperlichen Auseinandersetzungen hatten als beispielsweise Oberschüler und Studenten, kam es bei Lokalderby (HSV – Werder, Fortuna – Äff-Zeh, KSC – VfB, aber auch 1860 – Bayern) nun regelmäßig zu Kloppereien. Die kumulierten im Tod des Bremer Malerlehrlings Adrian Maleika am 16.10.1982 bei Auseinandersetzungen zwischen Hamburger und Bremer Fans.
Aber auch in der ansteigenden Rivalität zwischen Fortuna Düsseldorf und dem 1.FC Köln gab es massive Gewalt. Vor allem am Rande des DFB-Pokalfinales am 04.06.1980 im Gelsenkirchener Parkstadion, das die Fortuna bekanntlich mit 2:1 gewann. Nach dem Spiel jagten Horden von Äff-Zeh-Fans Düsseldorfer Zuschauer über den Parkplatz, und es kam sogar zu Messerkämpfen.
Hooliganism
Hooligans (deutsche: Raufbolde) gibt es schon sehr viel länger als den Fußball. Bereits im 17. Jahrhundert bezeichnete man in England junge Männer, die Tanzveranstaltungen mit dem Ziel besuchten, sich dort zu schlagen, als Hooligans. Das Phänomen selbst ist natürlich nicht auf die britischen Inseln beschränkt; man denke an bayerische Wirtshausschlägereien und Massenkeilereien zwischen Matrosen in den großen Hafenstädten. Das Wort selbst ist daher spätestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts Teil des allgemeinen Sprachgebrauchs.
In die Fußballberichterstattung gelangte es erstmals Ende der fünfziger Jahre nach einer Massenschlägerei bei einem Fußballmatch, als ein Reporter die sich prügelnden Massen als Hooligans bezeichnete. Die enge Verbindung zum Fußball entstand aber erst Mitte der achtziger Jahre, vermutlich im Umfeld der Berichterstattung über die Katastrophe im Brüsseler Heysel-Stadion am 29.04.1985, bei der als Folge massiver Randale zwischen den Anhängern des Liverpool FC und Juventus Turin 39 Menschen auf den baufälligen Tribünen starben.
Ob es sich bei den durch Brüssel marodierenden Engländern um organisierte Hool-Truppen handelte, ist unklar. In der Folge bildeten sich aber im Umfeld praktisch aller Clubs der ersten englischen Liga organisierte Schlägerbanden aus, deren Ziel es war, Hools gegnerischer Vereine zu verkloppen. Von Beginn an galt die Gewalt organisierter Hooligans immer den feindlichen Hooligans, nie aber den Normalos, also Anhänger ohne Gewaltbereitschaft. Bis Ende der achtziger Jahre bildete sich ein gewisser Ehrenkodex aus, der dazu führte, dass Schlachten zwischen Hools sehr schnell und sehr hart verliefen, aber es selten zu schlimmeren Verletzungen als Nasenbein-, Arm- oder Rippenbrüchen kam. Waffen waren tabu, und wer am Boden lag, von dem wurde abgelassen.
Im Gegensatz zu den Kuttenträger waren Hools in der Zuschauermenge nur schwer zu identifizieren, denn sie trugen aus Prinzip keine Vereinsmerkmale, sondern waren eher daran erkennbar, dass bestimmte Kleidungsstücke (Polohemden, keine Jeans) bestimmter Marken bevorzugt wurden.
Rasch bildeten sich auch in Resteuropa Hool-Gruppen, vor allem in den Niederlanden, in Deutschland und in Polen. Nach dem Heysel-Desaster wurde die Polizei zunehmend aufmerksam, und nach mehrere heftigen Massenauseinandersetzungen in den Stadien (Fullham, Millwall etc.) begann der Kampf der Ordnungskräfte gegen den Hooliganism. Der führte nach und nach dazu, dass die Hooligans sich mit ihren Gegnern nicht mehr in den Stadien trafen. Stattdessen wurden echte Matches mit den Gegner verabredet, die teilweise in den jeweiligen Innenstädten oder aber fernab auf der grünen Wiese ausgetragen wurden.
Gewaltbereit
Parallel dazu breitete sich aber bis Ende der neunziger Jahre auch eine allgemeine Gewaltbereitschaft unter gewissen Fußballfans aus. Diese zielte einfach darauf, gegnerische Fans gleich welcher Art zu verhauen und ihnen die Insignien des eigenen Clubs (vor allem Schals – “Schal ziehen”) abzunehmen. Solche Übergriffe fanden und finden vorwiegend vor den Stadien statt. Im Stadion üben sich diese Schläger gern darin, gegnerische Zuschauer während des Spiels mit Gegenständen oder pyrotechnischen Dingen zu bewerfen oder gegnerische Fanblocks zu erstürmen, um dort Fahnen zu ziehen. Diese bis heute agierenden Typen sind aber definitiv nicht den Hooligans zuzuordnen.
Folgerichtig unterscheidet die Polizei nicht zwischen Hools und anderen Schlägern, sondern ordnet sie der so genannten Kategorie C für besonders gewaltbereite Fußballanhänger zu. Die Leute, die durch Gewalt in oder an Stadien bekannt geworden sind, wurden und werden systematisch erfasst und sind den Behörden bis heute beinahe lückenlos bekannt.
Ultras
Die Bewegung der Ultras begann in Deutschland etwa um 1995 herum, und die erste echte Ultra-Gruppierung dürfte eine sein, die sich aus Fans der Frankfurter Eintracht zusammensetzt. Sie berufen sich auf eine spezifisch italienische Form der Unterstützung des eigenen Vereins. Wie das Wort schon andeutet, ist es der Kern der Ultra-Philosophie, einen Teil des eigenen Lebens zu annähernd hundert Prozent in das Anfeuern der eigenen Mannschaft zu investieren. Vermutlich geht diese Denke noch viel weiter zurück, nämlich bis in die späten fünfziger Jahre in Jugoslawien. Vermutlich ist die Torcida, eine Fangruppe des Vereins Hajduk Split, die allererste Ultra-Truppe. Deren Mitglieder verzichteten im Jugoslawien Titos bewusst darauf, sich in der genormten Gesellschaft zu bewegen, sondern lebten sich rund um ihren Club aus. Manche beschreiben die Mitglieder der Torcida als Leute, die in besetzten Häusern lebten, nicht arbeiteten, viel feierten und sich illegal ernährten. Bei Spielen von Hajduk feuerten die Torcida-Leute ihre Mannschaft neunzig Minuten lang an, unabhängig vom Gegner und vom Spielstand.
In den siebziger Jahren schwappte diese Bewegung nach Italien über, wo es aber rund um die großen Vereine schon straff organisierte Fangruppen gab. Viele von denen übernahmen die Torcida-Philosophie und nannten sich Ultrà. In den neunziger Jahren waren bei Spielen der Roma oder auch von AS Livorno die Ultras teilweise in der Mehrheit unter den Fans der eigenen Vereine.
Nicht nur die dauerhaften Gesänge sind ein Merkmal des Ultra-Tuns, sondern auch das Anrichten großer Gemeinschaftsaktionen, so genannter “Choreos”. Das fängt bei Transparenten an, die gezeigt werden, geht über große Planen mit Vereinssymbolen, die eine ganze Tribüne verdecken, und endet beim Abbrennen von bengalischen Feuern und Anzünden von Rauchpulver. Diese Formen, zusammengefasst unter dem Begriff “Pyro” sind typisch für Ultra-Gruppierungen, denn keine andere Art Fans hat bis dahin mehr als Wunderkerzen im Stadion gezündet.
Mit den Jahren hat sich ein spezifischer Kodex unter den Ultras augebildet, der Außenstehenden recht archaisch vorkommt. Neben dem Support der Mannschaft geht es dabei um das Territorium und um die Ehre. Die Ehre wird – wie bei vergleichbaren Organisationen auch – durch die Fahne oder das Banner repräsentiert. Wie bei den Geländespielen der Jugend geht es immer auch darum, Fahne und/oder Banner zu verteidigen. Gerät dieses Abzeichen einer Ultra-Gruppe in feindliche Hände, hat die Gruppe ihre Ehre verloren und löst sich auf (zuletzt geschehen bei Ultras von Borussia Mönchengladbach, denen Kölner-Fans die Fahne stahlen). Wichtig ist auch, das Auftreten gegnerischer Fans im eigenen Gebiet – im, am und ums Stadion herum, sowie im Stadtgebiet – zu kontrollieren und zu unterbinden.
Bei solchen Revierkämpfen kommt es auch unter Ultra-Gruppierungen bisweilen zu Boxereien. Die sind aber nicht wie bei den Hooligans, Zweck der Übung, sondern bestenfalls Mittel zum Ziel.
Wie gesagt: Ultra-Werte sind sehr archaische Werte, aber auch deutlich Werte, die sich im modernen Event-Fußball nicht wiederfinden. Deshalb gehört das Bekenntnis “Gegen den modernen Fußball” eindeutig zum Inventar aller Ultra-Gruppierungen. Die Idee ist, dass Ultras ihren Support selbst organisieren, sich selbst verwalten und sich durch nichts und niemanden vereinnahmen lassen. Das passt dem Kommerzfußball, wie ihn hierzulande DFB und DFL mit Macht durchsetzen wollen, natürlich nicht ins Konzept, zumal Ultras sich dadurch dem Kommerz verweigern, dass sie keine Merchandising-Artikel kaufen und tragen.
Hools und Ultras in Düsseldorf
Ja, es gibt Hooligans in Düsseldorf. Optimistisch geschätzt handelt es sich um vielleicht vierzig, fünfzig Personen, teilweise im Alter von dreißig, vierzig und sogar älter. Ja, diese Personen gehen auch zu Spielen der Fortuna. Und nochmal ja: Manchmal verabreden sie sich mit den Hools anderer Vereine zum Gesellschaftsspiel, in der Regel an einem Ort, von dem die Polizei nicht mal vermutet, dass sie sich dort treffen. Nur in der Fanszene der Fortuna spielen diese Hools in ihrer Eigenschaft als Hooligans keine Rolle.
Wer sich auskennt, sieht sie ganz friedlich, teilweise mit der Familie, im Block 40 stehen. Auf der ganzen Südtribüne verteilt findet man die Vertreter der legendären Hools der neunziger Jahre, immer noch gern mit ziemlich breiten Schultern, immer noch oft mit rasierten Schädeln und immer noch in der Lage, körperlich einzugreifen, falls nötig. Dies taten die Herren in den vergangenen Jahren manchmal, wenn Neonazis meinten, im Block provozieren zu müssen. Und falls sie in der Nähe sind, wenn gewaltbereite Fans anderer Vereine Fortuna-Leute angreifen, dann wissen sie auch, was zu tun ist. Organisiert sind sie teilweise auch noch, aber dass dabei mehr als Grill- und gelegentliche Saufabende vorkommen, ist eher die Ausnahme.
Fortuna hatte immer eine sehr vielfältige Fanszene mit ausgesprochen vielen Fangruppen aus den unterschiedlichsten Ecken. Nicht zuletzt mit der hiesigen Punk-Szene (nicht nur repräsentiert durch die Toten Hosen) gab und gibt es enge Verbindungen. Dies führte zur Bildung von ausgesprochen lustigen Fangruppen, die sich in Fanzines und durch lautstarkes Anfeuern – besonders im Block A des Paul-Janes-Stadions am Flinger Broich – artikulierten.
Der Nachwuchs aber schloss sich nach und nach in eigenen Gruppierungen zusammen, sodass im Jahr 2000 die Ultrà Düsseldorf (UD) entstanden, die – wie der Name schon sagt – Support im Geiste der Ultrabewegung leisten wollten. Mit zunehmend Organisationsgrad näherte sich UD immer mehr den Vorstellungen von Anfeuerung der italienischen Fans an und bildeten spätestens nach dem Zwangsumzug der Fortuna in die Multifunktinsarena die Spperspitze des Supports. Heute dürften ungefährt 300 bis 400 Fans zu UD und dem Umfeld gehören.
Leider kam es aber in den Jahren 2006 und 2007 bei Auswärtsspielen zu unschönen Szenen aus dem Ultra-Block. In Wuppertal wurden Leuchtkugeln in den Block der Heimfans geschossen, und in Essen warf man Bengalos aufs Spielfeld. Da dies definitiv nicht zum Aktionsrepertoir von Ultras zählt, steht zu vermuten, dass die Werfer keine Ultras waren, sondern Jungs, die einfach mal ein bisschen Randale machen wollten. Tatsächlich gelang es UD selbst, diese Typen zu identifizieren und ihnen unmissverständlich klarzumachen, dass sie nicht dazugehören. So kam es zu einer Selbstreinigung der Ultra-Szene.
Polizei zu blöd
Wie gesagt: Es gibt zwei Erklärungsmuster für das Verhalten und die Aussagen der Düsseldorfer Polizei zum Kastanien-Kessel. Entweder sie weiß das alles nicht, oder sie will die Öffentlichkeit bewusst täuschen, indem sie Ultras, Hooligans und gewaltbereite Gruppen in einen Topf wirft. Trifft letzteres zu, muss man kein Verschwörungstheoretiker sein, um dahinter eine übergreifende Strategie zu vermuten mit dem Ziel, Fans, die sich nicht dem Kommerz- und Eventcharakter unterordnen wollen, aus den Stadien und in die Auflösung zu treiben.
Erneut ein top Text!!
Dem ist schlicht und einfach m. E. nix hinzuzufügen! Alle Daumen hoch!
Rainer, vielen Dank für diesen schön differenzierenden Text.
Leider wird er wahrscheinlich nur wenigen bekannt, dass hat dann ein wenig von “Perlen vor Säue”.
Noch ein kleiner Nachtrag meinerseits, auch wenn ich mit der Tuna nicht wirklich viel am Hut habe..
Ich war, als bekennender Borussen-Fan, unlängst beim Auswärtsspiel in der verbotenen Stadt.
Die (Alt-)Hools der *ölner, die noch kein Stadionverbot haben, sind dort direkt neben dem Gästeblock untergebracht. Es war sehr interessant zu sehen, mit welchem Eifer die versucht haben, die mobile Trennwand im Oberrang-Umgang klein zu kriegen. Und dann wären die wahrscheinlich auf alles losgegangen, was die Raute getragen hat. Eigentlich ungewöhnlich für “echte” Hools..
Dafür haben sich die *ölner Ultras vor dem Spiel dadurch hervorgetan, dass sie auch die “Normalos” vor dem Gästezugang mit Flaschen, Steinen etc. beworfen haben.
Die Bilder von der Durchfahrt einer Sonder-Strassenbahn am Alten Militärring mit Bombardement des *ölner Mobs sind auf Youtube zu finden.
Was will ich damit sagen?
Alle diese Dinge sind in Presse, Funk und Fernsehen verbreitet worden. Eine Differenzierung, wie sie z.B. in Deinem Text auftaucht, kann man da nicht wirklich erwarten. Die Folge ist, dass nur generell über Gewalt im Umfeld von Fuppes geschrieben wird. Und Vereinfachung ist schon immer ein probates Mittel der Presse gewesen.
Es kann daher nicht überraschen, dass “Gewalttäter” mit “Ultras” gleichgesetzt wird, weil eben diese “Ultras” in letzter Zeit die meiste Beachtung gefunden haben.
[...] ausreichend oder bewusst falsch informiert. So teilte man den Beamten beim so genannten “Kastanien-Kessel” am 19.04.2009 in Düsseldorf mit, in der Gaststätte hielten sich bis zu 80 extrem [...]