Wir machen Krach die ganze Nacht
[Upd.] Gleisbauarbeiten am Fürstenplatz
Update: Die RP Online hat heute einen Beitrag (ohne Autorenname) drin, der offensichtlich von diesem Artikel inspiriert wurde – natürlich ohne dies zu erwähnen. Darin behauptet Rheinbahnsprecherin Heike Schuster: “Wir haben im großen Umkreis Anliegerinformationen verteilen lassen.” Das ist eine Lüge. Eben habe ich während der Hunderunde ungefähr 12 Anwohner (Corneliusstr., Fürstenwall, Antoniusstr., Remscheider Str., Philipp-Reis-Str., Keplerstr. Morstestr. und Kirchfeldstr.) befragt, und keiner von denen hatte – wie es sonst üblich ist – eine Rheinbahn-Info mit Hinweis auf die Belästigung durch die Baustelle bekommen. An den Haustüren der Morsestr. und der Kirchfeldstr. zwischen Fürstenplatz und Corneliusstr. hängen Zettel der Rheinbahn, auf denen lapidar angekündigt wird, dass die Awista wegen der Baustelle den Müll nicht holen wird. Warum gibt die – bei vielen Düsseldorfern eh ungeliebte – Rheinbahn nicht einfach zu, dass sie bei der Information der Anwohner Mist gebaut hat? Und hier der Artikel von gestern:
Große Ereignisse werfen – so sagt man – ihre Schatten voraus. Schon seit Tagen lungerte eine imposante Baumaschine am Fürstenplatz herum. Dann rückten am Montag noch mehr Maschinen an und die dazu passenden Arbeiter. Als am Dienstag dann an der Morsestraße hohe Stapel Schienen und Schwellen abgelegt wurden, war klar: Gleisbauarbeiten stehen bevor. Die imprägnierten Holzschwellen verströmten ihren Duft, und die Dieselwolken der Maschinen verdichteten das Geruchskino. Zunächst wurde parallel zu den vorhandenen Gleisen der Asphalt aufgefräst. Und heute Nacht lief dann die Hauptaktion. Ab etwa 23:00 herrschte im Viertel eine Geräuschkulisse wie im Stahlwerk. Da rumpelte es, da kreischte Metall auf Metall und da polterte Schotter auf Ladeflächen. Der Hund bekam es mit der Angst und zog es vor, im Badezimmer zu schlafen. Der Krach ging immer so weiter, erst gegen vier, fünf Uhr wurde es leiser.
Klasse, dachte ich, da wollen viele Leute den Brückentag zum Ausschlafen nutzen und dann das. Oder: Die armen Schweine, die um halb sechs aufstehen müssen, die haben aber nicht viel von der Nacht gehabt. Dass die Rheinbahn in Sachen Bauarbeiten eher von der rauen Seite kommt, ist bekannt. Und vielleicht hat man sich gedacht: Jetzt wo eh überall wegen der U-Bahn gebaut wird, spielt das bisschen Buddelei am Fürstenplatz auch keine Rolle mehr. Normalerweise werden Informationszettel an die Haustüren geheftet; dieses Mal gab es derlei nur auf dem Stück Kirchfeldstraße zwischen Fürstenplatz und Corneliusstraße. Und auch nur mit dem Hinweis, dass die Awista wegen der Bauarbeiten die Mülltonnen nicht holen käme.
Natürlich hatte man auch diverse Straßen gesperrt; ohne aber deutlich zu machen, wie man den Sperrungen ausweichen könnte. So herrschte heute Vormittag das Chaos. Obwohl sie mit einem Sackgassenschild gekennzeichnet war, bogen etliche – vor allem orstkundige – Autofahrer in die schmale Keplerstraße ein. Am Ende stauten sich die Kisten, und es war nicht mehr möglich zu wenden. Ein ähnliches Bild am Ende der Philipp-Reis-Straße. PKW irrten hin und her, und kein Polizist stand helfend bereit.
Immerhin hatten die fleißigen Arbeiter in der Nacht die alten Schienen und Schwellen ausgegraben. Von der Morsestraße, vorbei an der Haltestelle, bis um den halben Platz herum klaffte heute also ein gut vier Meter breiter und fast einen Meter tiefer Graben. Fußgänger mussten weite Umwege in Kauf nehmen, um von der einen auf die anderen Seite zu kommen. Erst gegen elf hatte dann einer aus dem Bautrupp die feine Idee, an der Haltestelle Planken über den Graben zu legen, um Mensch und Hund eine Abkürzung zu bieten.
Vermutlich wird es jetzt noch ein paar unruhige Nächte geben. Gespannt bin ich, ob nach dem Ende der Arbeiten das laute Kreischen der Straßenbahnräder in der Kurve aufhört, ein Geräusch, das nachts im ganzen Viertel zu hören ist. Ich fände es schade, denn irgendwie erinnert mich dieses Kreischen an meine Kinderzeit…
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Dann besorg Dir Oropax oder ähnliches.
Die Arbeiten sollen bis Monatag 4 Uhr andauern..
http://www.rheinbahn.de/Seiten/detail.aspx?Meldung=11481
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Rainer Bartel Antwort vom 14.05.10 16:04:
Danke für den Hinweis. Den Tipp mit dem Ohropax geb ich weiter; ich persönlich bin nicht so lärmempfindlich und habe heute Nacht auch ganz gut gepennt ;–))
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Also, ich würde einfach in die Truhe gehen und Wilfried sagen, dass ich heute nicht viel zu trinken gedenke… Das hilft garantiert…
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Rainer Bartel Antwort vom 14.05.10 16:36:
Die Truhe? Mich schüttelt’s immer schon, wenn der Wirt (Wilfried?) vor der Tür steht und nach Gästen Ausschau hält.
Seitdem Schumi nicht mehr Ferratzi fährt, weiß der gar nicht mehr, welche Fahne er hochziehen soll, wenn in der Kneipe das traditionelle Formel-1-Gucken ausbricht.
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Doggyspace? Ich sag mal “lol”.
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Rainer Bartel Antwort vom 14.05.10 18:16:
Ich hab das mit Pina ausführlich diskutiert – von wegen Datenschutz und Privatsphäre. Aber sie wollte partout in dieses wunderbare soziale Netzwerk. Und wer kann schon einem Hund mit bettelnden Hundeblick was abschlagen?
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Ich habe einen Zettel der Rheinbahn auf der Kirchfeldstraße gesehen, zwischen Remscheider Str. und Halskestr. …..EINEN!
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Rainer Bartel Antwort vom 15.05.10 16:04:
Und? Was stand drauf?
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Weed Antwort vom 17.05.10 07:42:
öhm, ich muß zugeben nicht draufgeschaut zu haben. werde heute mal sehen ob das ding da noch hängt.
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Ich muss jetzt mal was los werden:
Ich habe die Nase von Baustellen in der Stadt gestrichen voll !!!
An jeder Ecke wird gebaut. U-Bahn, Kanalbau in der Altstadt, Brücke in den Hafen, Derendorfer Quartier, Kabelverlegungen auf mehreren hundert Metern, Gleisbauarbeiten der Rheinbahn, Kreuzungen dicht/komplett gesperrt … ES REICHT !!!
Ich bin froh, wenn die nächsten 2 Jahre rum sind. Dann dürfte es Nichts mehr zu bauen geben.
Sorry, aber das musste mal raus!
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