Parfümerie Förster auf der Oststraße
Liebe Düsseldorfer Männer, ihr habt noch kein Geschenk für die beste Hälfte? Dann aber flüg ab zur Oststraße und dort in die Parfümerie Förster – da wird euch geholfen. Denn in diesem glitzernden Laden im Dunstkreis von McD und in der Nachbarschaft eines Jagdgeschäfts (das aber für gewisse Kleidung auch empfehlenswert ist – dicke Flanellhemden und so…) werdet ihr behandelt wie gute Kunden. Das probiert mal bei einer Kosmetikkettenfiliale… Schließlich ist diese Oase der guten Düfte eine große Familienangelegenheit. Neben dem Ehepaar Förster, die Mitte der sechziger Jahre an selber Stelle mit einer Drogerie begannen, sind auch die (Schwieger-)Kinder aktiv im Geschäft. Anstelle aufgebretzelter Arroganz gibt’s rheinische Freundlichkeit. Da fällt es auch dem stoffeligsten Stoffel nicht schwer, die Frage zu stellen: “Isch will meiner Ollen Pafömm schenken, watt nehm isch denn da?”
Verfallen bin ich der Parfümerie Förster vor etwas mehr als einem Jahr (oder waren es zwei Jahre?). Damals feierten die Försters Wiedereröffnung, hatten sie doch die Verkaufsfläche kurzerhand mehr als verdoppelt. Ursprünglich nahmen drei Läden den Raum ein, denn die Parfümerie jetzt nutzt: die ursprüngliche Drogerie Fröster, ein Strumpfgeschäft und ein Pelzhändler. Als die Zeit für spezielle Läden für Strümpfe vorbei war, übernahmen die Försters zunächst dessen Fläche, und nachdem auch der Anbieter toter Tierhäute weg war, holte die Familie zum großen Wurf aus. In Zeiten, in denen anonyme Ketten und halbseidene Franchise-Filialen jeder Stadt denselben öden Charakter aufzwängen, nahmen die Försters Geld in die Hand und klotzten statt zu kleckern.
“Wir können uns das leisten”, sagt Inhaber Willi Förster, “weil wir ein reiner Familienbetrieb sind.” Tatsächlich herrscht im Laden kein Hauch der Etepetete-Atmosphäre, die man woanders findet, sondern eine grundehrliche Freundlichkeit. “Wir führen Produkte, die man woanders nicht mehr bekommt,” flicht Frau Förster ein und erklärt so den eklatant hohen Anteil an Stammkunden und -innen.
Wie gesagt: Jungs, kauft euren Damen was gut Riechendes zu Weihnachten und erzählt ihnen, dass ihr bei den Försters wart. Wetten, dass die dann auch mal da vorbeischauen?
RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel.
|
Trackback-URL