Ja, es hat ihn erwischt, Onkel Dirk aka Hausmeister Elbers. Er muss in die riesengroßen Schlappen des verstorbenen OB Erwin schlüpfen und – ob er will oder nicht – dessen schreckliche Lokalpolitik als Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf weiter betreiben. Das haben die verbliebenen Mitglieder Erwinista – allen voran die Insassen des Erwin-Familienclans – unmittelbar nach dem Ende des Wahlgangs mehr als deutlich gemacht.
Jeder CDU-Vogel erging sich im Dummspruch, “der Wähler” habe die Arbeit der CDU in den letzten Jahren honoriert. Natürlich ist das zynische Heuchelei, denn erstens waren weite Kreise der hiesigen Schristdemokraten mit dem despotischen Treiben des Joachim Erwin oft nicht einverstanden, und zweitens hatte dessen Politik mit der Arbeit der Orts-CDU und deren Ratsfraktion selten etwas zu tun. Insofern haben die kaum 39 Prozent der Düsseldorf, die sich einen Wahlgang abrangen, den Elbers gewählt.
Die etwas über 35 Prozent für die Sozenkandidatin Kortmann, die auch von den Grünen unterstützt wurde, sind ein absolutes Desaster. Ja, man kann davon ausgehen, dass eine Menge Elbers-Wähler ihr Kreuzchen beim Onkel Dirk malten, weil sie auf keinen Fall eine zugereiste Berufspolitikerin ohne Lokalbezug als OBin haben wollten.
Noch einmal: Nur 39 Prozent (das entspricht in etwa 150.000 wahlberechtigen Düsseldorfern) haben gewählt, knapp 60 Prozent davon den Dirk Elbers. Er kann sich daher auf etwa 90.000 Bürger setzen, die aktiv für ihn sind. Das ist nicht viel. Frau Kortmann konnte sogar nur knapp 60.000 Wähler für sich begeistern. Da fragt man sich, wie die in Düsseldorfer völlig desolate SPD eigentlich bei der im nächsten Jahr anstehenden Kommunalwahl den Absturz in die lokale Bedeutungslosigkeit verhindern will. Wollte man als interessierter Düsseldorfer Empfehlungen aussprechen, dann könnte man sagen: Schmeißt die ganzen Langweiler, die sich ihre Pöstchen über Jahrzehnte durch Absitzen errungen haben, raus. Und: Steht doch einmal zu echten sozialdemokratischen, also tendenziell linken Positionen. Denn die Düsseldorfer Linken, deren Kandidat Helmut Born nicht einmal 4.500 Wähler aktivieren konnte, ist lokalpolitisch nur ein Einmannbetrieb in Gestalt des umtriebigen Frank Laubenburg.
Das ist Schnee von morgen, denn auch die intern total zerrissene CDU, deren Flügel sperrangelweit auseinanderstreben, wird nur dann erfolgreich sein, wenn es gelingt, die durch das Tun von Erwin entstandenen Positionsstreitigkeiten beizulegen. Falls nicht, könnten die Grünen der große Gewinner der Kommunalwahl werden. Dann kriegen wir in Düsselworf Schwarz-Grün, weil die CDU sich hier lieber heute als morgen von der FDP trennen möchte. In kaum einer anderen Großstadt erscheint eine Koalition von Christdemokraten und Grünen – zumal neben einem moderaten OB wie Elbers – sinnvoller als in Düsseldorf. Zumal diese Konstellation hierorts beinahe schon Ende der Achtziger als Form des Widerstandes gegen den üblen Sozenfilz entstanden wäre.
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Ein CDU-Vogel verstieg sich sogar in die Erklärung der niedrigen Wahlbeteiligung, diese sei darauf zurückzuführen, dass viele Auswärtige nur aus Arbeitsgründen für rund drei Jahre in Düsseldorf lebten und sich daher nicht für die Lokalpolitik interessierten. Eine groteske Aussage zu einer grotesken Wahlbeteiligung deren Ausgang in den Medien grotesk als “Triumph” dargestellt wird.
[Antwort]
Da jetzt die Analyse des Wahlamts – siehe NRZ – vorliegt, kann man recht klar sagen, weshalb so wenig Bürger zur Wahl gingen: Die potenziellen Sozenwähler sind zuhause geblieben in der Erkenntnis, dass die Importkandidatin eh keine Chance hatte. Klarer lässt sich der destaströse der hiesigen Spezialdemokraten kaum aufzeigen.
[Antwort]
[...] große Bilder vom Onkel Dirk. Nun ist Onkel Dirk ja im vergangenen Jahr nicht ganz zu Unrecht zum Oberbürgermeister gewählt worden. In Relation zu dem, was unter der Ägide des verstorbenen Joachim Erwin gelaufen ist, [...]