Kö-Bogen-Investor potent genug?

Zweifel an Zechbau

zechbau_schildWie hierorts bereits vor zwei Wochen angesprochen, muss sich jeder wohlmeinende Düsseldorfer die Frage stellen, ob die Zechbau aus Bremen der geeignete Investor für die Bebauung des Jan-Wellem-Platzes aka “Kö-Bogen” ist. Diesen Zweifel haben nun die hiesigen Sozen für sich entdeckt. Auch wenn der Sozen-Wurm sich nicht festlegen will, was ihn und die Genossen skeptisch macht: Es geht generell um die Frage, ob die Zechbau überhaupt in der Lage ist, die Investition in Höhe von mindestens 346 Millionen Euro zu stemmen. Und wenn ja, aus welchen Quellen sich diese Investitionen speisen.

Erster Prüfstein wird eine Bürgschaft in Höhe von 120 Millionen Euro sein, die der Investor hinterlegen muss. Vorher werden keine Verträge zwischen der Stadt Düsseldorf und dem Wettbewerbssieger “Die Developer” unterschrieben. Da darf die Frage erlaubt sein, woher Zechbau mitten in der immer noch schwellenden Bankenkrise 120 Mio nehmen will. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen ein Festgeldkonto entsprechender Höhe herumliegen hat, ist gering. Und welche Bank bereits ist, eine Bürgschaft dieser Höhe zu zeichnen, ist ebenfalls eine spannende Frage. Nicht dass in Bremen noch jemand auf die Idee kommt, sich der einzigen noch sprudelnden Kapitalquelle zu bedienen…

Jedenfalls: Im schlechtesten Fall droht Düsseldorf erneut ein Finanzierungschaos wie bei der Arena, die einem Bauunternehmen (Walther Bau) den Kopf kostete und letztlich dazu führte, dass der Düsseldorfer Steuerzahler das Bauwerk auf nicht absehbare Zeit jedes Jahr mit rund 10 Millionen Euro subventioniert. Da kann man den Entscheidern, die sich jetzt über den Sozen-Zweifel echauffieren, nur zurufen: Drüm prüfe, wer sich ewig bindet.


» Kommentar von Rainer Bartel am 28.01.09 um 11:02 » in Kategorien: Düsseldorf,Wirtschaft » 4,009 x gelesen » 1 x kommentiert
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  1. Zechbau hat hier in Bremen, meine ich mich zu erinnern, zu Zeiten dieses großen ‘Investitionssonderprogramms’ unseres damaligen CDU-Bausenators – ein Programm, das übrigens aus den Sonderbeihilfen des Bundes und der Länder gespeist wurde – so ziemlich jeden öffentlichen Großauftrag Bremens an Land gezogen, der überhaupt zu haben war. Insofern sollte schon noch ein wenig Knatter in der Kriegskasse sein …

    [Antwort]

     
    Kommentar von Chat Atkins am 28.01.09 um 16:47

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