Hurra, der Nudelmann ist wieder da!
Die Kreuzung Oberbilker Allee / Phillip-Reis-Straße ist das gastronomische Zentrum unseres schnuckeligen Viertels. Einen Block hinter dem Fürstenplatz und unweit der Corneliusstraße findet sich eine merkwürdige Mischung an Fress-, Sauf und -Laberläden. Da gibt es seit Hunderten von Jahren das Café Knülle für die schönen Kreativen, fast genauso lange die Pizzeria Vulcano und seit mehr als 25 Jahren die Grillstube Pfeffermühle. Die anderen beiden Ecken bilden das junge “Konvex” (ehemals “Lokal”) und das unerträgliche “Pitcher” (ehemals “Fabster”, früher “Domizil”). Und dann ist da noch das berühmte Fischhaus Istakoz. Das zieht demnächst um, sodass jetzt schon unser Nudelmann wieder seine feinen Dinge treiben kann.
Die Sache hat eine Historie. Unter dem Namen “Nudelholz” wirkte der Nudelmann bis vor rund drei Jahren im Haus neben dem Istakoz Beziehungsweise im selben Haus, denn beide Restaurants waren durch das Treppenhaus miteinander verbunden. Tatsächlich wurden auch beide Lokale vom selben Besitzer betrieben. Nun begab es sich, dass noch ein Haus weiter, die Oberbilker Allee Richtung Hennekamp hoch, die Frisörmeisterin Sevil ihren beliebten Salon betrieb. Und dann fielen Sevil und der Istakoz-Mann in Liebe. Gleichzeitig gab es Grund für die Coiffeurin, den alten Salon aufzugeben. Das führte dazu, dass das Nudelholz dicht gemacht wurde, man zwar immer noch die frische, selbstgemachte Pasta mit den Sossen, die à la minute bereitet werden, im Istakoz ordern konnte – aber das war nicht mehr dasselbe.
Denn das alte Nudelholz, das hatte ein spezifisches Flair, für das der Koch und Wirt verantwortlich war. Der Raum, ein ehemaliger Tante-Emma-Laden, bestand links aus der offenen Küche und rechts aus einem Abteil mit sechs Tischen für maximal 22 Gäste. Die Wände zeigten nackten Backstein, oben schwang ein Kronleuchter, und das alles war irgendwie nett und schön und einladend. Zudem versorgte Rolf das Volk mit Musik von seinen selbstgemixten CDs, die immer wieder Stücke enthielten, nach denen man sofort fragte. Im Sommer saß man draußen auf Bierbänken und ließ den Verkehr an sich vorbeirauschen. Mindestens einmal im Monat mussten man zum Nudelmann – das war Pflicht.
Fischhalle Emma
Düsseldorfer wissen, dass am Bilker Bahnhof gerade ein überdimensionierter, betonkalter Einkaufstempel entsteht, der den euphemistischen Namen “Düsseldorf Arcaden” tragen muss. Bis der verstorbene OB Erwin diesen Bau durchgepeitscht hatte, fand sich auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände ein Biotop eigenartiger Geschäfte und – die Fischhalle Caruso, ein lokales Mekka für alle Liebhaber von Mahlzeiten aus dem Meer. Caruso musste weichen, und damit war das Fischrestaurant Geschichte.
Nun dachte sich der Istakoz-Inhaber, Mönsch, sowas kann ich doch auch und mietete eine Halle im hintersten Eck der Emmastraße in Oberbilk. Das ist die Straße, die von der Oberbilker Allee zum Volksgarten führt. In dieser Halle wird er im September seine Fischhalle Emma eröffnen. Er erzählt, dass man dort nicht nur – wie vom Istakoz bekannt – hervorragend Fisch und Meeresfrüchte essen können wird, sondern dass dort auch Frischfisch verkauft wird. Unter anderem gibt es zu diesem Zweck in der Halle einen Forellenteich. Außerdem: Gekauftes Getier wird nach den Wünschen des Kunden für die Verarbeitung am heimischen Herd vorbereitet.
Ist die Fischhalle eröffnet, wird das Istakoz komplett dorthin ziehen, und der Nudelmann hat den ehemaligen Laden für sich.
Frisch und lecker
Also gibt es wieder die schnelle und leckeren Mahlzeiten. Grundstoff sind täglich frisch gemachte Tagliatelle. Die dazu georderte Sosse wird ebenfalls frisch zubereitet. Die Palette reicht von Aglio’olio über diverse Gemüsevarianten bis zu Ente in Rotwein. Mit 5,00 Euro ist man schon dabei; die teuerste Version kostet aber auch gleich 8,90 Euro. Vorher kriegt man ein Landbrot mit Quarkcreme. Salat als Beilage ist ebenso im Angebot wie eine im Viertel weltberühmte Mousse au Chocolate.


Aber im Pitcher steht der beste Kicker der Stadt…
[...] das “Nudelhaus” wurde hier ja schon berichtet. Eigentlich heißt das Restaurant immer noch “Istakoz” und erfreut sich nach wie [...]