Das 10-Minuten-Rezept

Frische Erbsensuppe

Folge 3 von 42 in Rezepte

tk_erbsenNa, sagt da einer, wer wird denn im Frühling bei 20 Grad Suppe essen wollen? Tje nun, antworte ich: die Suppenkasper. Natürlich will man jetzt diesen frischen Geschmack, den die Esser mit der Zeit der austretenden und -schlagenden Pflanzen assozieren. Komischerweise passt da die gemeine Tiefkühlerbse (kurz: TK) bestens hin. Aus der bastelst du in knapp 10 Minuten eine feine Frühlingssuppe.

Du brauchst ein Paket TK-Erbsen (die Bio-Dinger von Edeka sind besonders gut) und davon etwas mehr als die Hälfte, wenn vier Persönchen eine Schale Suppe kriegen sollen. Kommt aber nicht so genau drauf an. Des weiteren musst du Gemüsebrühpulver haben, einen Becher Sahne, eine Knopflochzehe, zwei, drei Scheiben Kochschinken, Gartenkresse, Toastbrot sowie einen Pürierstab. Mach gut einen Liter Wasser heiß. Wirf die gewünschte Menge Erbsen in einen Topf, streu zwei bis drei Teelöffel Gemüsebrühe drüber. Schäl die Zehe, halbiere sie und wirf die eine Hälfte zu den Erbsen. Gieß das kochende Wasser drüber, rühre um und tau die Erbsen auf mittlerer Hitze auf. Kann nach drei, vier Minuten schon so weit sein. Nebenbei toastest du den Toast. Dann schneidest du ihn in Würfel. Heiz die Pfanne an, lass einen Stich Butter drin schmelzen und hau die halbe Knoblauchzehe von Anfang an dazu. Ist die Butter am brutzeln, schmeißt du die Würfel rein. Jetzt so drei, vier Minuten fröhlich schwenken bis die Croutons (so nennt man das) lecker braun und knusprig sind. Zwischendurch schneidest du den Schinken in Streifen.

Die Erbsen sind gar, die Croutons fertig. Herein kommt der Pürierstab. Der zermalmt die grünen Kugeln jetzt zu Brei. Dann trennen sich die Wege. Du kannst das Ergebnis weiterverwenden oder das Pürierresultat durch ein Sieb laufen lassen, damit du die Erbsenschalenreste hinterher nicht mehr in der Suppe hast. Reine Geschmackssache. Denn jetzt kommt die Sahne. Dazu ein paar Bemerkungen. Die Schlachsahne aussem Regal hat um die 30% Fett, Creme Fraiche ein bisschen mehr. Interessant ist die so genannte “Kochsahne” von Weihenstephan mit 15% Fett. Die kannst du geschmacklich von Vollsahne nicht unterscheiden. Für diese Sahneersatzprodukte gilt das leider nicht. Jedenfalls gießt du das, was du als Sahne benutzt, zur Suppe und rührst alles gut durch. Es folgt: ein dicke Prise Cayennepulver, über deren Menge du die Schärfe regulierst. Salzen musst du je nach Gemüsebrühe auch noch. Auch die Schinkenstreifen, die jetzt dazukommen, bringen ein bisschen Salzigkeit. Wenn du mehr der Showtyp bist, schäumst du die Suppe jetzt mit dem Pürierer auf.
Füll die Schalen, schneid Kresse mit der Schere und streu sie drauf. Zuletzt kommen die Croutons drauf. Fertig. Lecker.

Hinweis: Das TK-Erbsenfoto stammt von der grandiosen Seite lebensmittelfotos.de, auf der alle möglichen Leute ihre Fotos von Produkten und Gerichten zur allgemeinen, freien Verwendung ablegen. Die Seite ist entstanden, um der Marion ihr sein Mann das Handwerk zu legen. Der hat nämlich viele Blogger, die Fotos von Marions Kochbuch benutzt haben, kostenpflichtig abmahnen lassen – mich auch. Damit sit jetzt Schluss und der Typ möge sich bitte final aus dem Web verpfeifen!


» Rezept von Rainer Bartel am 04.04.09 um 10:11 » in Kategorien: Essen » 1.489 x gelesen » 1 x kommentiert
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    Pingback von selbsgemachte Erbsensuppe - | kochen & backen Blog | am 02.11.09 um 15:57

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