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	<title>Rainer&#039;sche Post</title>
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	<description>Düsseldorf - RestDerWelt - Kultuur - Spocht</description>
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		<title>Posaunendemontage</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 14:47:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultuur & Popp]]></category>

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		<description><![CDATA[Hi, Leute, es ist wieder Blasmusik-Freitag. Und heute gibt es ein Leckerchen, das ich euch nicht vorenthalten wollte: der geniale schwedische Posaunist Nils Landgren spielt ein Volkslied und nimmt dabei sein Instrument auseinander. Diese Nummer habe ich vor sieben oder acht Jahren einmal selbst live gesehen &#8211; es ist verr&#252;ckt: man wei&#223; gar nicht mehr, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2010/03/nilslandgren.jpg" alt="" title="nilslandgren" width="230" height="124" class="alignnone size-full wp-image-5672" />Hi, Leute, es ist wieder Blasmusik-Freitag. Und heute gibt es ein Leckerchen, das ich euch nicht vorenthalten wollte: der geniale schwedische <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nils_Landgren">Posaunist Nils Landgren</a> spielt ein Volkslied und nimmt dabei sein Instrument auseinander. Diese Nummer habe ich vor sieben oder acht Jahren einmal selbst live gesehen &#8211; es ist verr&#252;ckt: man wei&#223; gar nicht mehr, ob man wegen der Sch&#246;nheit der Musik weinen oder wegen der Aktion lachen soll. Landgren ist Gr&#252;nder und Vorturner der <a href="http://www.nilslandgren.com/funk_unit.html">Funk Unit</a>, in der sich so ziemlich die funkyisten Musiker Europas versammeln und dem geneigten Publikum einen zweist&#252;ndigen, kollektiven Schwei&#223;ausbruch bescheren. Sind die in eurer N&#228;he, dann HINGEHEN!!!!<span id="more-5671"></span></p>
<p>.<br />
<object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/xRoyCSzzKxY&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/xRoyCSzzKxY&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (84.176.25.69) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/kultuur_popp/posaunendemontage.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Blasmusik]]></series:name>
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		<title>Griechen hassen BILD</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 12:52:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r diesen Beitrag musste ich mir eine Woche Zeit nehmen, um keine strafrechtlichen Folgen zu riskieren. Denn am 05.03. stie&#223; ich auf den Online-Seiten des Schei&#223;blattes auf einen &#8220;Offenen Brief&#8221; an den griechischen Ministerpr&#228;sidenten, der unter der &#220;berschrift &#8220;Ihr griecht nix von uns!&#8221; ver&#246;ffentlicht wurde. Die feigen S&#228;ue haben den Wortlaut aber nicht in Textform, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/12/athen_inflammen_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Tausende Griechen greifen den Springer-Verlag an (nat&#252;rlich nicht...)"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/12/athen_inflammen.jpg" alt="athen_inflammen.jpg" /></a>F&#252;r diesen Beitrag musste ich mir eine Woche Zeit nehmen, um keine strafrechtlichen Folgen zu riskieren. Denn am 05.03. stie&#223; ich auf den Online-Seiten des Schei&#223;blattes auf einen &#8220;Offenen Brief&#8221; an den griechischen Ministerpr&#228;sidenten, der unter der &#220;berschrift &#8220;<a href="http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/03/05/griechenland-bild-schreibt-pleite-premier/keine-hilfe-fuer-griechen.html">Ihr griecht nix von uns!</a>&#8221; ver&#246;ffentlicht wurde. Die feigen S&#228;ue haben den Wortlaut aber nicht in Textform, sondern als Grafik ausgegeben. Deshalb muss ich sp&#228;ter ein bisschen was abtippen. Hintergrund: Papandreou war zu Besuch bei Merkel &#038; Konsorten, um f&#252;r Unterst&#252;tzung zu werben. Zwar hatte er zuvor ausdr&#252;cklich versichert, er wolle kein Geld, aber das focht die Schreibfinken des Grauens nicht an. Das bewusste Pamphlet hebt darauf ab, dass &#8220;die Griechen&#8221; an ihrer Krise selbst Schuld sind, weil sie faul und korrupt sind. W&#228;re ich Grieche, w&#252;rde ich ab sofort t&#228;glich einen BILD-Verkaufskasten abfackeln!<span id="more-5670"></span></p>
<p>In dem &#8220;Offenen Brief&#8221; hei&#223;t es u.a.:</p>
<blockquote><p>[...] Sie sind in Deutschland. Hier arbeiten die Menschen, bis sie 67 Jahre alt sind. [...] Bei uns haben die Tankstellen Registrierkassen, die Taxifahrer schreiben Quittungen und die Bauern erschummeln sich keine EU-Subventionen mit Millionen von Olivenb&#228;umen, die es gar nicht gibt.<br />
Deutschland hat zwar auch hohe Schulden &#8211; aber wir k&#246;nnen sie auch begleichen. Weil wir morgens ziemlich fr&#252;h aufstehen und den ganzen Tag arbeiten. Weil wir von unserem Gehalt immer auch einen Teil f&#252;r schlechte Zeiten sparen, Weil wir fitte Firmen haben, deren Produkte rund um den Globus gefragt sind. [...]&#8220;</p></blockquote>
<p>Die miese Type, die das getextet hat, will ja eigentlich folgendes sagen:<br />
- In Griechenland arbeiten die Menschen nicht, bis sie 67 Jahre alt sind (= Faulheit).<br />
- In Griechenland beschei&#223;en Tankstellen den Staat, Taxibenutzer ihre Chefs und Bauern die EU (= Betrug).<br />
- Die Griechen stehen sp&#228;t auf und arbeiten tags&#252;ber eher unregelm&#228;&#223;ig (= Faulheit).<br />
- Die Griechen sparen nicht f&#252;r schlechte Zeiten (= Sorglosigkeit, Dummheit).</p>
<p>Das ist &#252;belster Chauvinismus, ja, fast schon Rassismus. Einer meiner besten Freunde ist Grieche und ich habe seit zig Jahren mit Griechen gearbeitet, kommuniziert und gefeiert. Als Rheinl&#228;nder mit vergleichbarer Mentalit&#228;t sind mir die meisten Griechen, die ich kennen gelernt habe, sehr nahe. Ich verstehe ihr Handeln, Denken und F&#252;hlen ziemlich gut. Keiner der Griechen, den ich begegnet bin, war fauler als ich selbst oder der Durchschnittsdeutsche (der ja auch keinen Bock hat zu malochen, schon gar nicht bis 67&#8230;). Alle diese Menschen aus Griechenland haben Geld f&#252;r schlechte Zeiten beiseite gelegt und jeder hat die extreme Korruption in seinem Heimatland beklagt.</p>
<p>Jetzt demonstrieren Tausende Griechen und protestieren gegen die Sparpl&#228;ne der Regierung. Und das zu Recht! Denn nicht der Giorgos von der Ecke hat diesen Staat in die Pleite getrieben, sondern die skrupellosen Oligarchie-Schweine, die das Land schon seit Jahrzehnten ausbeuten. Die Milliarden verdienen, aber keinen Euro Steuern zahlen. Die Mitglieder ihrer Clans zu Dutzenden in staatliche Versorgungsstellen stecken, wo sie Geld verdienen, ohne arbeiten zu m&#252;ssen. Nicht &#8220;der Grieche&#8221; ist korrupt, sonder das System, dessen Strukturen sich in den vergangenen 60 Jahren nicht ge&#228;ndert haben und von denen eine d&#252;nne Oberschicht profitiert. Wer nicht qua Familie verbeamtet ist, findet praktisch keinen Job, von dem eine Familie zu ern&#228;hren w&#228;re. Deshalb ist fast jeder griechische Normalb&#252;rger nebenbei selbstst&#228;ndig und betreibt das eine oder andere Gesch&#228;ft. Da der Staat die eingenommenen Steuergeld durchweg nicht zum Wohle der Steuerzahler einsetzt, versucht jeder Grieche, sich selbst abzusichern und lieber zu sparen als Steuern zu zahlen. Das geht nicht als Einzelk&#228;mpfer, sondern nur im Familienverbund.<br />
Im Gegensatz zu Deutschland, wo der entfesselte Kapitalismus schon fast alle Bindungen aufgel&#246;st und so die Funktion der Familie zerst&#246;rt hat, stehen die Generationen in Griechenland zusammen. Ganz selbstverst&#228;ndlich werden Gro&#223;eltern und Urgro&#223;eltern versorgt und gepflegt. Nat&#252;rlich unterst&#252;tzt derjenige, der etwas hat, den Bruder, Neffen, Cousin, die Tochter, Nichte oder Cousine, die wenig hat. Da wird nicht gegen gerechnet, sondern geholfen. W&#228;hrend hierzulande alte Menschen in schlimmen Heimen verklappt werden, gilt die Oma mit ihren 85 Jahren auch dann noch als Familienoberhaupt, wenn sie kaum noch h&#246;ren, sehen oder sprechen kann.</p>
<p>Das oligarichische System der wenigen Familien ist es, dass den Staat Griechenland dahin gebracht hat, wo er jetzt ist. Weshalb m&#252;ssen denn f&#252;r jeden Mist &#8220;<a href="http://www.stern.de/politik/ausland/ein-land-vor-der-pleite-sieben-gruende-fuer-griechenlands-misere-1543057.html">Fakelaki</a>&#8221; (Briefumschl&#228;ge mit Geldscheinen) verteilt werden? Weil die Herrschenden und Besitzenden alle staatlichen und Sozialeinrichtungen demontiert haben, sodass &#196;rzte in &#246;ffentlichen Krankenh&#228;usern z.B. ohne die Bestechungsgelder nicht leben k&#246;nnten. Das gilt auch f&#252;r Kinderg&#228;rtnerinnen und Lehrer, ja, f&#252;r alle Menschen, die im medizinischen oder sozialen Bereich arbeiten.</p>
<p>Und da geht das Mistblatt hin und h&#228;lt dem griechischen Volk die Tugenden der Deutschen vor. Und das zu einer Zeit, in der die FDP mal eben Hotelbesitzer subventioniert, der Au&#223;enminister seinen Bruder und seinen Lebensgef&#228;hrten versorgt und jeden Tag einen neuer Pfusch-am-Bau- oder Korruptionsskandal herauskommt. In einer Zeit, in der die Herrschenden und Besitzenden &#252;ber die von ihnen am G&#228;ngelband gef&#252;hrten Parteien den Abbau des Sozialstaats betreiben &#8211; vielleicht damit auch in Deutschland eine H&#252;ftoperation nur noch Abgabe eines Umschlags m&#246;glich wird. Da beklagen die Arschgeigen, dass in Griechenland Generalst&#246;chter ohne Qualifikation Beamtinnen werden, wo es doch bekannt ist, dass die Parteien &#8211; so lange sie an der Macht sind &#8211; Versorgungsposten f&#252;r ihre Mitglieder schaffen. Es ist zum Kotzen!</p>
<p>Aber der Schluss des offenen Briefes ist von geradezu wahnwitziger Arroganz und soll hier unkommentiert stehen:</p>
<blockquote><p>Lieber Herr Ministerpr&#228;sident, Sie sind heute in dem Land, das mit seinen Zigtausend Touristen jede Menge Geld nach Griechenland tr&#228;gt. Das Ihnen mit Otto Rehhagel sogar den Trainer Ihrer Fu&#223;ball-Europameister geschickt hat.</p></blockquote>
<p><em>[Siehe bitte auch diesen Beitrag eines Betroffenen auf "<a href="http://print-wuergt.de/2010/03/07/griechen/">Print w&#252;rgt</a>".]</em></p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (84.176.25.69) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/ausland/griechen-hassen-bild.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Wetter am 12.03.2010</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 07:58:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wetter]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Wetter am 12.03.2010 in D&#252;sseldorf am F&#252;rstenplatz um 08:30: 1011 hpa, 1°, neblig-tr&#252;b &#187; und hier gehts zu meinen Wolken auf Flickr.
Copyright &#169; by Rainer Bartel, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (84.176.25.69) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &#187; Ganzen Artikel lesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wetter am 12.03.2010 in D&#252;sseldorf am F&#252;rstenplatz um 08:30: 1011 hpa, 1°, neblig-tr&#252;b &raquo; und hier gehts zu meinen <a href="http://www.flickr.com/photos/rainersacht/">Wolken auf Flickr</a>.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (84.176.25.69) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/wetter/wetter-am-12-03-2010.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>1962 &#8211; Sonntagsausflug zum Flughafen</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 14:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Hystorie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie schon erw&#228;hnt stammt meine Mutter aus dem ostpreussischen Tapiau, einer kleinen Kleinstadt am Zusammenfkuss von Pregel und Deime, die dadurch weltber&#252;hmt ist, dass hier der gro&#223;e Maler Lovis Corinth geboren wurde. Ihr Vater war Beamter und arbeitete als G&#228;rtner bei der ans&#228;ssigen Klinik f&#252;r psychisch Kranke. Die Gro&#223;mutter war Masurin und soll von sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2010/03/altedias_flughafen_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Meine Mutter liebte das internationale Flair des D&#252;sseldorfer Flughafens - aber geflogen ist sie nie"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2010/03/altedias_flughafen.jpg" alt="altedias_flughafen" /></a>Wie schon erw&#228;hnt stammt meine Mutter aus dem <a href="http://maps.google.com/?q=,+tapiau,+Russia&#038;ie=UTF8&#038;hq=&#038;hnear=Russland,+Oblast+Kaliningrad,+Gvardeyskiy+rayon,+Gwardeisk&#038;ll=54.645656,21.071477&#038;spn=0.018525,0.04931&#038;t=h&#038;z=15">ostpreussischen Tapiau</a>, einer kleinen Kleinstadt am Zusammenfkuss von Pregel und Deime, die dadurch weltber&#252;hmt ist, dass hier <a href="http://www.rainersche-post.de/kultuur_popp/na-luke-wat-deihst-du-denn-da.php">der gro&#223;e Maler Lovis Corinth</a> geboren wurde. Ihr Vater war Beamter und arbeitete als G&#228;rtner bei der ans&#228;ssigen Klinik f&#252;r psychisch Kranke. Die Gro&#223;mutter war Masurin und soll von sich selbst gesagt haben: &#8220;Nu, ech ben en &#228;chtes Trakehner Jebl&#252;t&#8221;. Meine Mutter war die J&#252;ngste von sieben Geschwistern. Die uneheliche Tochter ihrer &#228;ltesten Schwester (Oh, welche Schande!) lebte als achtes Kind in der Familie. Sie war zwar die Tante meiner Mutter, aber ein paar Monate j&#252;nger als diese. Die Gro&#223;mutter war immer hin schon 44 Jahre als meine Mutter als Nesth&#228;kchen geboren wurde. Nicht ungew&#246;hnlich f&#252;r ein M&#228;dchen des Jahrgangs 1921 in der Provinz ist die Tatsache, dass meine Mutter lediglich vier Jahre Volksschule als Ausbildung vorzuweisen hatte. Vermutlich absolvierte sie diese zwischen Ostern 1928 und Ostern 1933. Mit 14 kam sie dann &#8211; wie man damals sagte &#8211; in einen Haushalt, wurde also sozusagen Haushaltshilfe ohne Ausbildung.<span id="more-5665"></span></p>
<p>Zeit ihres Lebens war ihr Mangel an Bildung nicht zu &#252;bersehen. So hatte sie ernsthafte Probleme mit dem Lesen und Schreiben, und ich habe sie nie in einem Buch lesen gesehen. Da sie in der Volksschule nur die 1915 in Preussen eingef&#252;hrte &#8220;deutsche Schrift&#8221;, das so genannte <a href="http://www.suetterlinschrift.de/Lese/Sutterlin0.htm#download">S&#252;tterlin</a> erlernt hatte, verfasste sie Einkaufszettel in einem schwer entzifferbaren Gemisch aus S&#252;tterlin-Buchstaben, lateinischen Buchstaben und Abk&#252;rzungen, die im Handel g&#228;ngig waren. Nat&#252;rlich wurde meine Mutter sp&#228;testens im Sommer 1933 Mitglied des BDM (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bund_Deutscher_M%C3%A4del">Bund Deutscher M&#228;del</a>), dem weiblichen Pendant zur Hitlerjugend. Sie erz&#228;hlte uns bisweilen von den wunderbaren Abenden im Kreise der BDM-Freundinnen.</p>
<p><strong>BDM und Arbeitsdienst</strong><br />
Weniger wunderbar wurde es, als die BDM-Mitglieder ab Anfang 1940 zum Reichsarbeitsdienst eingezogen wurden; die jungen Frauen zum Teil in sozialen Bereichen, zum Teil in der R&#252;stungsindustrie und schlie&#223;lich auch zum Kriegsdienst. Meine Mutter erhielt in <a href="http://maps.google.com/?q=,+hildburghausen,+Germany&#038;ie=UTF8&#038;hq=&#038;hnear=Hildburghausen,+Th%C3%BCringen,+Deutschland&#038;ll=50.424269,10.732269&#038;spn=0.652692,1.577911&#038;t=h&#038;z=10">Hildburghausen in der Rh&#246;n</a> eine Ausbildung zur Telefonistin. Selbstverst&#228;ndlich wurde der Fernsprechverkehr in den Kriegsjahren von Hand vermittelt &#8211; sie wurde so zu sagen &#8220;das Fr&#228;ulein vom Amt&#8221; hinter der Front. Auf entsprechenden Fotos sieht man Frauen mit Kopfh&#246;rern vor Pulten sitzen, die mit Hunderten Buchsen versehen waren, in die sie die Stecker der Kabel platzieren musste &#8211; je nachdem, wer von wo aus anrief und wohin derjenige telefonieren wollte.<br />
Den gr&#246;&#223;ten Teil ihrer &#8220;Karriere&#8221; verbrachte meine Mutter in <a href="http://maps.google.com/?q=Russia&#038;ie=UTF8&#038;hl=de&#038;hq=Russia&#038;hnear=Minsk,+Weissrussland&#038;split=1&#038;sll=57.10043,93.337219&#038;sspn=0.044966,0.082785&#038;ll=53.888963,27.573624&#038;spn=0.301889,0.788956&#038;t=h&#038;z=11">Minsk</a>. Das war und ist die Hauptstadt von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Frussland">Weissrussland</a> (Belarus), die rund 570 &#246;stlich ihres Heimatorts Tapiau liegt. Alles in allem war der Kriegsdienst f&#252;r meine Mutter &#8211; jedenfalls laut ihrer Berichte &#8211; eine ganz sch&#246;ne Zeit. Sie hatte zu tun und wurde versorgt. Nachdem die rote Armee sich Minsk auf etwa 100 Kilometer gen&#228;hert hatte, wurde meine Mutter nach Polen verlegt; im Dezember 1944 ging sie auf Urlaub nach Hause, um nie wieder an die Arbeit zur&#252;ckzugehen. Ihr Vater starb noch vor der Flucht, die sie in den ersten Tagen des Jahres 1945 zusammen mit der Gro&#223;mutter nach Schleswig-Holstein f&#252;hrte.</p>
<p>Meine Mutter hat Europa nie verlassen. Ja, eigentlich ist sie auch nie wirklich weit gereist. Unsere Familienferien verbrachten wir entweder bei Oma in Nordfriesland oder in Bayern. Nur einmal, es wird wohl 1963 gewesen sein, machten meine Eltern gemeinsam und ohne uns Urlaub. Sie fuhren mit einem befreundeten Ehepaar nach K&#228;rnten &#8211; das war f&#252;r meine Mutter eines der gr&#246;&#223;ten Abenteuer ihres Lebens. Und doch muss sie auch so etwas wie Fernweh gekannt haben, denn sie war es, die immer wieder gern einen Sonntagsausflug zum D&#252;sseldorfer Flughafen vorschlug.</p>
<p><strong>Flughafen D&#252;sseldorf</strong><br />
Bekanntlich wurde in der Gegend, in der sich heute der &#8220;Airport&#8221; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_D%C3%BCsseldorf">D&#252;sseldorf International</a> befindet, schon 1909 ein Flugfeld f&#252;r Luftschiffe betrieben. Heute liegt der Flughafen zwischen den Stadtteilen Kalkum, Unterrath, Lichtenbroich und Lohausen &#8211; letzterer Ort gab ihm lange den Namen. So wie es fr&#252;her &#8220;Z&#252;rich Kloten&#8221; hie&#223;, war dieser Flughafen als &#8220;D&#252;sseldorf Lohausen&#8221; bekannt. Urspr&#252;nglich erstreckte sich die Golzheimer Heide, ein ausgedehntes Brachland, das vom Milit&#228;r f&#252;r Man&#246;ver genutzt wurde. 1927 wurde dann offiziell das Flugfeld er&#246;ffnet &#8211; &#252;brigens gegen den Widerstand der preu&#223;ischen Regierung, die es lieber gesehen h&#228;tte, wenn K&#246;ln oder Essen den ersten &#8220;echten&#8221; Flughafen in der Rheinprovinz bekommen h&#228;tte.<br />
Der Flugplatz wurde bald stark frequentiert und wurde 1933 von der Lufthansa als wichtiger Standort genutzt. Im Dezember 1944 zerst&#246;rten britische Bomben s&#228;mtliche Hallen, den Tower und alle Nebengeb&#228;ude. So kam es, dass der internationale Flughafen D&#252;sseldorf nach dem Krieg und bis weit in die f&#252;nfziger Jahre hinein ein Provisorium aus Baracken und Wellblechhallen war. Mit wachsendem Luftverkehr wurde nach und nach an-, um- und zugebaut. Abfertigungshallen entstanden, und 1969 wurde ein Hauptgeb&#228;ude errichtet, auf dessen Dach man eine Zuschauerterrasse errichtete. Wie man auf dem Foto <em>[Klick aufs Bild macht's gro&#223;]</em> erkennen kann, war es damals kein Problem, sich dem Flugfeld auf ein paar Meter zu n&#228;hern, und nach dem &#220;berwinden eines einfachen, h&#252;fthohen Maschendrahtzauns w&#228;re man gleich bei den parkenden Maschinen gewesen. Man konnte &#252;brigens auch Besichtigungsfahrten machen, bei denen man im VW-Bully einmal rund ums Gel&#228;nde chauffiert wurde. Aber am nettesten war es, auf der Terrasse bei Kaffee und Kuchen zu sitzen, den startenden und landenden Flugzeugen zuzusehen, den Ansagen zu lauschen und davon zu tr&#228;umen, auch mal wegzufliegen.</p>
<p>Nat&#252;rlich konnten wir Jungs die verschiedenen Fluggesellschaften (von denen es viele schon l&#228;ngst nicht mehr gibt) unterscheiden: Lufthansa, Sabena, SAS, BOAC, KLM, Alitalia, Air France, Panam und so weiter &#8211; ich dachte, es w&#228;re so, dass jedes Land eine eigene Linie haben m&#252;sse. Nat&#252;rlich kannten wir auch ein paar Flugzeutypen, allen voran die wunderbare <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lockheed_Super_Constellation">Super Constellation</a>, den viermotorigen &#220;berseeclipper f&#252;r die Reichen und Sch&#246;nen. Wie das Fliegen uns ja in den fr&#252;hen sechziger Jahren als ungeheures Privileg f&#252;r Filmschauspieler, Schlagers&#228;nger, Politiker und Wirtschaftskapit&#228;ne vorkam. Kaum jemand flog damals in Urlaub, das war viel zu teuer. Und an Bord einer Super Constellation f&#252;r den Flug nach New York (mit Zwischenstopps in Shannon und auf den Azoren) gab es sogar Schlafkabinen. Auf dem Foto ist eine DC-6 der Lufthansa zu sehen, die erste Douglas-Maschine, die dank Druckkabine f&#252;r Transatlantikfl&#252;ge eingesetzt werden konnte.</p>
<p>Deren Vorg&#228;ngerin war die legend&#228;re DC-4. Ein Flugzeug dieses Typs sorgte <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41760002.html">im November 1957 f&#252;r das erste und bisher einzige Fliegereiungl&#252;ck</a> in D&#252;sseldorf. Kaum drei Minuten nach dem Start und weniger als vier Kilometer entfernt vom Flugfeld st&#252;rzte das Flugzeug brennend im Kleingartengel&#228;nde In der Lohe ein. Die Maschine geh&#246;rte dem <a href="http://www.flugzeug-fotos.de/dflug_cc.htm">Busunternehmer Herfurtner</a>, der seinerzeit einer der ersten war, der Charterfl&#252;ge in den S&#252;den anbot:</p>
<blockquote><p>Die Maschine jedenfalls sackte mit zwei stehenden Motoren und zu fr&#252;h eingezogenen Startklappen durch, ber&#252;hrte das Dach eines Geb&#228;udes und zerbarst in dem Schrebergartengel&#228;nde. 12 000 Liter Benzin str&#246;mten aus den zertr&#252;mmerten Tanks und entz&#252;ndeten sich. Acht Menschen kamen um, darunter Luftreeder Herfurtners und Flugkapit&#228;n Stahnkes T&#246;chter, die als Stewardessen an Bord waren. [Quelle: <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41760002.html">Der Spiegel Nr. 48/1957</a>]</p></blockquote>
<p>Wie es der Zufall will, wohnte meine Tante nicht weit entfernt vom Unfallort, und zuf&#228;llig verbrachte ich das Wochenende bei ihr. Dass sie mich knapp F&#252;nfj&#228;hrigen aber mitnehmen musste, um die Katastrophe zu begaffen, habe ich ihr nie verziehen. Denn der Anblick der noch rauchenden Tr&#252;mmer hat mich &#252;ber Jahrezehnte verfolgt und mir einen Traum beschert, der dann am 11.09.2001 in New York Realit&#228;t wurde: Ich stehe auf der Terrasse unserer Wohnung an der Lennéstra&#223;e und blicke &#252;ber das Gel&#228;nde des G&#252;terbahnhofs hinweg in Richtung Zoopark. Dort steht das Hochhaus an der Brehmstra&#223;e. Pl&#246;tzlich dr&#246;hnen &#252;ber mir Motoren, und ein gro&#223;es Propellerflugzeug donnert &#252;ber meinen Kopf hinweg. Ich sehe es in geringer H&#246;he &#252;ber die Gleise fliegen. Es schl&#228;gt in das Hochhaus ein, das in einer gewaltigen Explosion verschwindet. Diesen Traum hatte ich &#8211; das l&#228;sst sich anhand von Tagebucheintr&#228;gen pr&#252;fen &#8211; etwa mit 14 Jahren zum ersten Mal und eine Woche nach 9/11 zum bislang letzten Mal&#8230;</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (84.176.25.69) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/1962-sonntagsausflug-zum-flughafen.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Wetter am 11.03.2010</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 08:50:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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