Fußballwochende aktuell
Um in Zukunft Fußballspiele zwischen dem nichtswürdigen WSV und der glorreichen Fortuna zu vermeiden, sollten zwischen diesen Vereinen in Zukunft immer mindestens zwei Ligen liegen. Dafür hätte die Mannschaft von Trainer Meier gestern beim Auswärtsspiel im üblen Tal leicht sorgen können. Ein Sieg hätte uns den dritten Platz gebracht und die sinnlose Truppe des unsympathischen Trainers Fuchs näher an den Abstieg. Aber es kam anders, und da Ihr sehr ergebener Berichterstatter aus Gründen, die weiter unten erläutert werden, nicht live dabei war, sollen Verlauf und Leistung hier keine weitere Rolle spielen. Denn die Umstände der Begegnung geben genug Stoff her.
Man erinnere sich: Vor, während und nach dem Spiel der Asitaler im St.Erwin-Tempel am 08.11.2008 bewiesen gewisse Elemente, die sich mit rot-blauen Putzlappen zu schmücken pflegen, dass ihnen jedes normale soziale Verhalten in voller Breite abgeht. Auf Düsseldorfer Seite gab es Schwerverletzte unter Normalofans, die miesen Typen aus dem Kloakental bewarfen den eigenen Torhüter mit Bengalos, und nach dem Spiel heulten die Uschis auch noch rum, die Förster hätten sie nicht genügend beschützt. Seit diesem Tag sind die Hohlmantelgeschosse aus der Stadt, die keine ist, bundesweit sowas von unten durch, dass sich jedwede Gruppen dort schleunigst auflösen sollten.
Menschen, die auch bei tödlichen Unfällen gern stehen bleiben, um zu gaffen, prognostizierten daraufhin – freudig erregt – Megarandale beim Rückspiel. An der Wutsteigerung von Fortuna-Fans arbeiteten dann auch noch die unfähigsten Polizisten, die es seit der Zeit der Hausbesetzungen je gab, indem sie am vergangenen Sonntag mit fadenscheinigsten Begründungen über 100 Freunde des Meisters von 1933 daran hinderten, die Partie gegen Union Berlin zu sehen – dies unter dem Einsatz von Pfefferspray, Knüppeln und Lügen. Viele dachten, dass es deshalb zu Rachakten gegen das grüne Team in Wuppertal geben würden. Stattdessen verpflichteten sich die Anreisenden, laut, geil und friedlich zu bleiben.
Leider gibt es ein Phänomen im Umfeld der Rot-Weißen aus der Landeshauptstadt, das irgendwie nicht in den Griff zu kriegen ist. Bei vielen Auswärtsspielen in der näheren Umgebung (Essen, Gladbach, Köln etc.) mischen sich immer wieder irgendwelche sauf- und rauflustigen Testosteronbömbchen unter die Fans, die nicht am Fußball interessiert sind, sondern – wie es ein ehemaliges Mitglied dieser Fraktion mal ausdrückte – um “ordentlich was los zu machen”. Was genau, ist so unklar wie die Hirne dieser Arschgeigen, die ohnehin mit Alkohol, THC oder anderen Arzneien großflächig vernebelt sind. Ob es sich auch dies Mal vorwiegend um die notorischen Jünglinge aus der eigentlich schon zu Leverkusen gehörenden Vorortsiedlung Hellerhof handelte, ist derzeit nicht bekannt, aber nicht unwahrscheinlich.
Dies als Vorrede für Begebenheiten vor und nach dem Spiel, die aus einer Mischung aus blöden Zufällen und massivster Inkompetenz aller an der Organisation beteiligten Kräfte entstanden sind. Wer immer beim DFB für die Terminansetzung verantwortlich war, sollte mir Autobahnstau nicht unter vier Stunden bestraft werden. Eine Partie zwischen Düsseldorf und W’tal für Freitag 18:00 anzusetzen, ist ungefähr so, als würde man ein Fußballspiel Montagmorgens um 09:00 Uhr stattfinden lassen, also mitten hinein in die maximal Rushhour. Denn zwischen 1.000 und 2.000 Düsseldorfern blieb wenig übrig, als sich genau in den Berufs- und Wochenendverkehr mit dem Auto auf die A46 zu begeben, die an diesem Tag zu dieser Zeit (meist schon am 15:00 Uhr) immer überlastet ist. Selbst der engagierte Kommentator von Antenne Düsseldorf, Olli Bendt, wusste zu berichten, dass er für die knapp 15 Kilometer Autobahn ins Bergische zwei Stunden gebraucht hatte.
Aber den weiteren 2.000 bis 3.000 Düsseldorferb, die mit der Bahn angereist waren, erging es wenig besser, was a) den bescheuerten Raumverhältnissen rund um das Stadion am Zoo, und b) den völlig bescheuert geplanten Einlasskontrollen geschuldet ist. Traditionell entsteigen Fortunisti am S-Bahnhof Donnborn den Sonderzügen und der S-Bahn. Dort werden sie von den Förstern in Enpfang genommen und quer durchs Wohngebiet Richtung Stadion geleitet. An der Ecke Sonnborner/Kornstr. trifft der Mob auf die Schwebebahn, unter der traditionell eine Humba gefeiert wird. Dann müssen alle über die Wupper und landen an einem Durchgang, einer Art Tunnel, von dem aus es durch einen Gittergang zu den Gästeblocks geht. Die Situation dort und später kann man auf diesen Fotos (siehe auch unten) sehr schön erkennen.
Vor dem Spiel
Offensichtlich hatte niemand damit gerechnet, dass soooo viele Tuna-Fans kommen würden (bzw. niemand hatte nachgezählt, wieviele Karten verkauft worden waren), denn die ersten Personenkontrollen waren beim Eintreffen der Düsseldorfer Karawane heillos überfordert. Die Situation muss – das bestätigen Freunde, die dabei waren – hatte etwas von Hillsborough. Alles hätte eng, aber friedlich abgehen können, hätten die besagten Elemente den Stau nicht zum Anlass genommen, Rauchpulver zur Panikauslösung zu zünden und Polizisten zu provozieren. So kam es schon hier zu ersten Gasattacken.
Die absolute Fehlkonstruktion der Einlasskontrollen und der Stau auf der A46 führten schließlich dazu, dass das Spiel erst um 19:00 angepfiffen wurde. Da waren aber noch längst nicht alle Fortuna-Freunde im Stadion. Dafür aber schon die Bekloppten, die ordentlich was los machen wollten. Diese eroberten den Würstchenstand oberhalb des Gästeblocks, stahlen die vorhandenen Lebensmittel und bewarfen die Haupttribüne mit Brötchen und Senftuben. Wären es nur Brötchen gewesen und hätte man diese einfach gekauft, wäre das eine klasse Aktion nach dem Motto “Brot statt Böller” gewesen…
Übrigens: Hirnlosen Wuppi-Jünger mit den kurzen Schwänzen hatten schon vor dem Spiel richtige Heldentaten vollbracht. Unter anderem wurde der Tuna-Mannschaftsbus mit Farbbeuteln beworfen und an einer Kneipe schoss man mit Leuchraketen auf vorbeiziehende Düsseldorfer. Aber nicht nur diese Kotzbrocken sind ärmlich – wenn man die Transparente der Wuppertaler “Ultras” gesehen hat, weiß man, dass die nicht einmal lesbare Spruchbänder hinkriegen. Schwamm drüber, die sind eh bald weg.
Großer Dank gehört der Fortuna-Mannschaft, die zum Warmmachen in Ultra-T-Shirts auflief, um ihre Solidarität mit den Eingekesselten vom Sonntag zu bekunden. Zu mehr waren sie aber gegen eine – da sind sich alle Beobachter einig – extrem schwache WSV-Elf nicht in der Lage.
Nach dem Spiel
Wer die Rückreise mit der Bahn antreten wollte, hatte in vielfacher Hinsicht die Arschkarte gezogen, denn die Strecke war wegen eines Bombenfund bei Hagen genau in den Stunden gesperrt, in denen die Düsseldorfer wieder nach Hause wollten. Immerhin schaffte es die Bullizei, den Bahnhof Sonnborn zu sperren. Denn wenn alle Fahrwilligen dort auf den Bahnsteig gedrängt hätten, wäre ein Massenpnaik fast unvermeidbar gewesen. Leider waren die Ninja-Turtles aber nicht in der Lage, sich zu artikulieren und dem andrängenden Mob zu erklären, was ihre Maßnahme bewirken sollte. So kam es zum Schaukeln einer Wanne und folgerichtig ganz viel Pfefferspray – natürlich auf Unbeteiligte. Da die Grünlinge untereinander ebenfalls erhebliche Kommunikationsprobleme hatten, zog sich die ganze Sache über Stunden hin.
Wie gesagt: Wer immer so etwas beim DFB, bei der Polizei und auch bei der Deutschen Bahn organisiert, sollte mal entführt und ähnlichen Erlebnissen unterzogen werden. Aber hinter dieser Behandlung steckt Methode. Fußballfans, die gemeinsam auftreten, gelten denen nicht als Menschen, sondern als Pack. Entsprechend werden sie behandelt. Man kann sich des Verdachts nicht erwehren, dass durch diese Vorgehensweisen (die nach Organisationsversagen aussehen) immer mehr Leuten ihr Fansein verleidet werden soll. Und tatsächlich hört man ähnlichen Vorfällen immer wieder von Beteiligten, dass dieses Mal das letzte Mal war.
Zurück zum Spocht: Mit einem Sieg wäre die Fortuna an Paddelbaddeln vorbei mit einem Punkt Vorsprung auf den dritten Platz geraten, was einen Aufstieg in erreichbare Nähe gebracht hätte. Den WSV hätte eine Niederlage endlich in Richtung Abstieg geschoben. Beides trat nicht ein. Trotzdem ist noch nichts verloren, denn selbst ein Rückstand von derzeit vier Punkten auf den aktuellen Zweiten (irgendwas mit Hachingen…) ist in fünf Spielen noch aufzuholen.
Und sonst
Dass Union heute zuhause gegen diese Unterhosen aus München verloren hat, ist in etwa so beschissen wie deren Endspiel in der vergangenen Saison gegen Oberhausen, dass uns den Aufstieg gekostet hat. Paddelbuddel scheint zu schwächeln, und überhaupt sind es nur noch vier Mannschaften, die um den Aufstieg spielen. There’s still hope.
In der ersten Bundesliga gab es heute die Niederlage der Scheißbayern, die deren Kartenhaus zum Einsturz bringen könnte. Mehr als deutlich hat sich gezeigt, dass die Spieler, die man immer zu Großen ihres Fachs hochsterilisiert, ganz arme Würstchen sind. Allen voran ein Luca Toni, der definitiv nicht Fußball spielen kann. Gleich dahinter der Fronck Reiberei, der nun ganz im Sinne der FCB-Charakterschule endgültig zum Schmutzfußballer verkommen ist und dafür endlich die rote Karte sah. Während Ihr sehr ergebener Berichterstatter dieses schreibt, ist Klinsi aber noch Trainer.
Schön zu sehen, dass der Äff-Zeh nach und nach immer mehr im Schlamm versinkt. Auch dür die K***er ist es an der Zeit, dass die Überschätzungsblase platzt und endlich klar wird, dass man mit nur einem Stürmer nicht erfolgreich sein kann. Der hilft der ganze Voodoo-Zauber, den der schnauzbärtige Däumling (siehe tägliche EXPRESS-Berichterstattung) veranstaltet, auch nichts. Aber wie der K***er so ist: Schuld sind immer die anderen und das Pech, und eigentlich sind alle gegen den Äff-Zeh. Happy Abstieg, sage ich da nur.
[Foto: mit Dank an Hratunge -> komplette Serie auf Flickr]
Hehe – wenigstens schreibst Du WSV und nicht WSV Borussia! DAS hätte mich wirklich beleidigt.
Man sieht sich in der nächsten Saison zum “Derby” im Kloakental, sacht….
… der “rot-blaue Putzlappen-Anbeter”.
Gute und zutreffende Beschreibung…