Dritte Liga aktuell

Corruptia Paderborn vs F95 0:0

sieben_eins.jpgBei den tief in den Hoyzer-Skandal verwickelten Paderbornern, die derzeit Spitzenreiter der Dritten Liga sind, erreichte unsere Fortuna ein 0:0. Glaubt man diversen Berichten, waren die Männer von Kopfnuss-Meier teilweise überlegen und hatten Torchancen in Masse. Mit den Fans versöhnten sich die Jungs trotz mangelnder Verhüttung der Möglichkeiten dank körperlichem Einsatz und vollem Kampf. Immerhin blieb uns so das bekannte Szenario der Vorjahre erspart, in denen einer Niederlage gegen einen späteren Absteiger eine Klatsche beim Spitzenreiter folgte. Man wird ja so bescheiden… Nach dem Spiel eröffnete der Scheinjournalist Strütker vom K***er EXPRESS das Winterloch mit einem Interview mit Schorsch Koch und Markus Fängtan. Die steilen Thesen der beiden streitsüchtigen Herren: a) Co-Trainer Uwe Klein ist schuld und b) Henkel und Zamek würden sponsorn, wenn Konzept. Das Manöver ist mehr als durchsichtig, weil die persönlichen Interessen der beiden Keifer bekannt sind. Während Koch gern mit Jörg Schmadtke die Tuna umkrempeln möchte (was ja an sich hut wäre…), will Anfang irgendwo unterkriechen, wo seine mangelnde Intelligenz nicht so auffällt.

Da nämlicher Anfang (der aus unerfindlichen Gründen für manche ein Fortuna-Held ist…) gut mit Meier kann, spekuliert er eventuell auf den Co-Trainer-Posten. Was genau der Schorsch werden will, ist unklar. Natürlich wäre ein Jörg Schmadtke mit seinen Erfahrungen bei der Alemannia Printe eine wunderbare Manageralternative zu Wolf Werner, den sie den “Betagten” nennen. Aber das ganze Paket ist mit dem aktuellen Vorstand wohl kaum machbar. Dass sich ein Schmadtke ernsthaft mit dem Deoroller (Tecklenburg) über Fußball unterhält, ist ebenso wenig zu vermuten wie die Tatsache, dass er sich die Finanzen von einem Sesterhenn vermurksen lässt. Dass olle Schorsch mit Sponsoren winkt, ist allerdings ein perfider Trick. Nein, weder Henkel, noch Zamek würden substanziell bei der Tuna einsteigen, nur weil da jemand ein Aufsteigskonzept bastelt, dass Hand und/oder Fuß hat. Da ticken die Gelduhren inzwischen nämlich auch anders.

Eigentlich träumen alle überzeugten Fortunisten immer noch von den späten siebziger Jahren; insbesondere vom grandiosen 7:1 am 09.12.78 gegen die Scheißbayern. Das waren die großen Zeiten des TSV Fortuna Düsseldorf von 1895 e.V.; sie begannen mit dem fünften Platz am Ende der Erstligasaison 1977/78, führten über die Pokalsiege 1979 und 1980 und das knapp verlorene Europacup-Finale gegen Barcelona am 16.05.79 bis zu einem eben noch vermiedenen Abstieg 1981. Insgesamt nicht mehr als fünf Jahre, nach denen nicht mehr viel Erfreuliches kam – höchstens noch der Durchmarsch aus der Oberliga in die erste Bundesliga zwischen 1993 und 1994. Auf diese kurze Phase und die Deutsche Meisterschaft 1933 berufen sich alle, die Fortuna für einen Traditionsverein halten, und das ist merkwürdig.
Wenn für diesen komischen Verein mittelfristig etwas möglich ist, dann in etwa auf dem Level wie die Alemannia aus Aachen; also ein Stammplatz in der zwoten Liga, mal im DFB-Pokal räubern, in die erste Liga auf- und wieder absteigen. Mehr wird in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren nicht drin sein. Es sei denn, ein poseteff bekloppter Geldsack startet das Projekt “Fortuna” und investiert à la longue so um die 100 Milliönchen. Wer sollte das sein? Und warum?


» Kommentar von Rainer Bartel am 22.12.08 um 11:09 » in Kategorien: Fortuna » 842 x gelesen » noch kein Kommentar
» Schlagworte: , , , , , , , , , ,   

Noch kein Kommentar

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel.  |  Trackback-URL







Diese Tags sind möglich: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>



blogoscoop

Switch to our mobile site