Dritte Liga aktuell

[Upd.] F95 vs Asitaler SV 3:1

f95_wsv.jpgIn Fällen wie diesen wird ja gern mit dem Begriff “Derby” hantiert. Aber das Verhältnis zwischen Düsseldorfer und Wuppertalern hat eine lange, negative Geschichte, dem einige Arschlöcher aus dem übelriechenden Tal heute ein neues, ungeheuerliches Kapital hinzufügten. Und das lange vor dem Spiel. Mehrere Anwesende bestätigen den folgenden Bericht eines Augenzeugen:

“Es war so gegen zwölf. Wir waren auf dem Bahnsteig. Ne Menge Fortuna-Fans waren gerade auf dem Weg zu den Treppen zum Einlass an der Süd. Da kommt ein Rheinbahnzug rein. Die Türen gehen auf, und gut hundert Typen stürmen raus. Die meisten schwarz gekleidet, manche mit blau-rotem-WSV-Schal. Einige trugen Kapuzenpullis mit dem Schriftzug ‘Elberfelder Jungs’. Die traten und schlugen sofort auf die Düsseldorfer ein. Die drehten denen ja den Rücken zu. Einen habe ich gesehen, der hatte einen mit Stacheldraht umwickelten Handschuh an und haute einen Mann damit in den Nacken. Kinder wurden in die Fresse gehauen oder umgetreten. Ein Vater lag am Boden und blutete im Gesicht. Seine Kinder standen weinend daneben. Nichts zu sehen von den Förstern. Wir sind nur noch gerannt.”

Wie es geschehen konnte, dass eine Bahn voll mit Asitaler Anhängern überhaupt da einlaufen konnte, wird ein Rätsel bleiben. Die Verantwortlichen der Polizei müssen sich fragen lassen, was ihre Leute eigentlich am Hauptbahnhof, wo sie für den separaten Transport der Gäste zu sorgen haben, gemacht haben. Es ist ein Skandal! Auch nach dem Überfall gab es kein Eingreifen der Förster. Mindestens drei Personen wurden verletzt auf Tragen ins Stadion gebracht; einer soll im Krankenhaus gelandet sein.

Update: Hier der offizielle, das Versagen der Förstertruppe beschönigende Polizeibericht und das, was die RP Online daraus abgeschrieben hat (und mit so Sprüchen wie “…sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage unserer Redaktion” als eigene Recherche verkleidet).

So richtig verwundern kann das nicht, sind doch die Flachhirne unter de WSV-Anhänger deutlich in der Mehrheit. Das bewies das Mistpack dann auch noch während des Spiels. Bereits in der dritten Minuten versuchten irgendwelche Knallchargen Rauch zu produzieren. Dann wurde ein Bengalo auf den eigenen Torhüter geworfen. Nach dem 1:0 für den WSV rasteten die hirn- und eierlosen Gesellen dann total aus: Jetzt klappte es mit dem Rauch, und die Beklopptesten unter denen warfen drei brennende Signalfackeln in den eigenen Strafraum. Das Spiel wurde daraufhin für gut eine Viertelstunde unterbrochen. Kurz vor Wiederanpfiff legte DJ Opa dann sehr passend Billy Joels “We didn’t start the fire” auf. Auch das “Give peace a chance” am Ende der Pause war nett…
Natürlich gab es unter den Freunden der Fortuna nicht wenige, die diese Scheiße von den Asitalern nicht einfach hinnehmen wollten. Auf der Rückreise konnte man schön beobachte, wie sich die Streitkräfte rund um den Freiligrath-Platz sammelten. Ob es ihnen gelang, die Busse und/oder Bahnen mit dem Asitaler Pack abzufangen, war zu Redaktionsschluss noch offen. Für das Rückspiel ist dagegen sicher mit schweren Gefechten zu rechnen – vielleicht wäre der DFB gut beraten, die Partie auf neutralem Platz austragen zu lassen, denn im maroden, seit zig Jahren im Umbau befindlichen Zoostadion kann für die Sicherheit der Gästefans praktisch nicht garantiert werden.

Gekickt wurde auch. Die Fortuna absolvierte eine der schlechtesten Halbzeiten der Saison, was aber auch dadurch gefördert wurde, dass die WSV-Spieler sehr gut standen und sehr konsequent in die Zweikämpfe gingen. Der Elfmeter für die Asitaler in der 26. Minuten war voll berechtigt. Dass aber auzsgerechnet der Oberunsympath Marcel Reichwein (“Gelbe Schuhe sind Scheiße!“) den Strafstoß versenkte, war ekelerregend. Aber dann verarschte Marco Christ Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit mit einem feinen Fernschuß den Wuppi-Keeper, sodass es mit Ausgleich in die Pause ging.

In der zweiten Hälfte kamen die Fortunesen mit mehr Schwung voran und erreichten öfter den gegnerischen Sechzehner. Dann foulte dieser Reichwein, sah Gelb und musste, weil bereits einmal verwarnt, vom Platz. Das tat allen gut. Knapp eine Viertelstunde vor Schluss kam Kadah. An der Grundlinie spielte er drei WSVler aus, passte in die Mitte, wo Marco Christ allein stand und das Ding versenkte. Das 3:1 mit dem Schlusspfiff war dann das Sahenhäubchen eines Spiels, in dem sich die Fortuna spielerisch und kämpferisch nicht mit Ruhm bekleckerte. Dass Marc Christ nach dem Abpfiff anstelle der Humba den berühtem Fortuna-Samba anstimmte, machte den Nachmittag angesichts der asozialen Gewalt der Arschgeigen nicht wirklich rund.

» Spielbericht von Rainer Bartel am 08.11.08 um 18:51 » in Kategorien: Fortuna » 1088x gelesen » 3 x kommentiert
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  1. [...] des letzten Wochenendes ist die Partie Fortuna Düsseldorf gegen den WSV, bei der es zu massiven Ausschreitungen [...]

  2. [...] erinnere sich: Vor, während und nach dem Spiel der Asitaler im St.Erwin-Tempel am 08.11.2008 bewiesen gewisse Elemente, die sich mit rot-blauen Putzlappen zu schmücken [...]

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  3. [...] des letzten Wochenendes ist die Partie Fortuna Düsseldorf gegen den WSV, bei der es zu massiven Ausschreitungen [...]

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