Fußball ist Kulturgut, Pyro gehört dazu

Fußball muss brennen – Part III

pyro_fussballAls ich sie zum ersten Mal sah, konnte ich meinen Blick gar nicht mehr lösen. Nicht nur das Spiel wurde zur Nebensache, auch alles andere war auf einmal egal. Dabei war ich nicht zum ersten Mal im Stadion, obwohl ich erst sechs Jahre alt war. Und selbst die wilden Fankurven waren für mich nichts Neues und hatten mich seit dem ersten Moment in ihren Bann gezogen. Doch als ich bei meinem ersten Flutlichtspiel war, in den 36er sah und dieser nur noch ein einziger Feuerball zu sein schien, war es um mich geschehen. Rund 30 bengalische Feuer wurden nach einem Tor für Fortuna in den Abendhimmel gehalten und erzeugten ein Gefühl, das ich nie vergessen werde. Heute, rund 22 Jahre danach, gibt es dieses Gefühl nicht mehr. Es gibt keine ekstatischen Fortuna-Fankurven mehr, in denen die Fans Freudenfeuer zünden und die Stimmung dadurch zum Höhepunkt bringen. Doch warum ist das eigentlich so?

Es begann gegen Mitte der 90er Jahre. Der heimische Fußball war international maximal noch zweitklassig. Zwar hatte die DFB-Elf 1996 die EM gewonnen, während Schalke, die Bayern und vor allem Dortmund Europapokale holten, die Weltstars spielten jedoch schon lange in Italien, Spanien oder langsam auch in England. Dazu waren die heimischen Stadien nicht nur marode, sondern vor allem leer, während die Fankultur nur noch ein Schatten ihrer selbst war. Irgendetwas musste geschehen. Und so kam der DFB auf die Idee, sich für die WM 2006 zu bewerben und dem Fußball in Deutschland ein neues Gesicht zu geben. Moderne Arenen, professionellere Vermarktung, hoch technisierte Sportsendungen im Fernsehen, familienfreundliche Event-Atmosphäre am Spieltag. Der Fußball brauchte neue Zuschauer. Und zwar solche, die sich zwar mit dem Klub identifizieren, aber eben vor allem auch solche, die mehr Zeit im Fanshop verbringen als im Fanbus. Was störte da mehr, als die alten, sich prügelnden und durchdrehenden Fußballfans in den Kurven, die die finanzkräftigen Familien angeblich ohnehin schon jahrelang vom Stadion ferngehalten hätten? Diese hatten sich darüber hinaus nicht gerade in übermäßigen Konsum oder dem Kaufen von teuren Eintrittskarten hervorgetan.

Damit sollte nun Schluss sein. Gute Mannschaften kosten Geld. Und das muss neben allen Werbe- und TV-Einnahmen auch immer noch zu einem Großteil vom Tribünenvolk kommen. So sollten es die Besserverdiener sein, die das neue Publikum prägten. Familien, die ihre Kinder komplett in der neuen Vereinskollektion einkleiden, am Spieltag fleißig Geld an den Fressbuden lassen und die nie auf die Idee kämen, am Zaun des Gästeblocks zu rütteln. Der Fußball sollte rein gewaschen werden. Weniger Stehplätze, mehr V.I.P.-Logen. Und vor allem: weniger Randale. Jeder Zeitungs- oder Fernsehbericht, der von Ausschreitungen erzählte, war Gift für die Erschließung der neuen Fanmassen. Es musste also mit aller Härte gegen die alten Kurven vorgegangen werden. Emotionen? Ja, aber bitte nach den Regeln des Verbands.

Dabei waren die früher gut und gerne 500 Mitglieder starken Hooligan-Gruppen der vergangenen Jahrzehnte eigentlich kaum noch da. Immer enger hatten Verbände und Institutionen die Daumenschrauben der Repression in den vergangenen Jahren gedreht, immer härter wurden die Strafen für die jeweiligen Vereine, sodass sich die ausufernde Gewalt der 70er, 80er und frühen 90er Jahre immer mehr außerhalb der Stadien und letztlich sogar der Spieltage verlagerte. Doch als die Kurven weitestgehend befriedet waren und Blockstürme sowie Massenschlägereinen längst zur absoluten Ausnahme wurden, hielten Politik, Polizei, Verbände und Vereine an ihrer starken Präsenz fest. Und wo eben noch nach Waffen und Hooligans gesucht wurde, rückten nun zu lange Fahnenstöcke, Doppelhalter, Spruchbänder, Zaunfahnen, alkoholhaltiges Bier und vor allem Pyrotechnik in den Blick der Ordnungshüter. Trotz der rückläufigen Gewalt gab es auf einmal immer strengere Hausordnungen, immer mehr Verbote und immer aggressivere und technisch besser ausgestattete Ordner und Polizisten.

Im Zentrum des Interesses der staatlichen Organe – die in der konservativen Massenpresse einen kongenialen Multiplikator der neuen Denkweise fanden – stand die Pyrotechnik. Diese war nicht nur sichtbarstes Zeichen der neuen ultra-orientierten Fankurven, deren Bestreben es von Beginn an war, ihren Emotionen weiterhin freien Lauf lassen zu können und die neuen Maßnahmen kritisch zu hinterfragen. Pyrotechnik war mancherorts auch für Spielunterbrechungen verantwortlich gewesen, was es den Vereinen leicht machte, mit dem öffentlichen Klagen über die neuen zu zahlenden Strafgelder Politik gegen bengalische Feuer und Rauchbomben zu machen. Plötzlich sprachen Vereinsoffizielle, TV-Reporter und Schreiber der großen Blätter nicht mehr von Emotionen und südländischer Atmosphäre, sondern von Randalen und unverbesserlichen Krawallmachern, die nur dem eigenen Verein schaden und ihre Mitmenschen in Lebensgefahr versetzen.

“Das waren keine Fans. Echte Fans würden so etwas niemals tun”, lautete der neue Lieblingsspruch eines jeden, der die Chance hatte, seine unqualifizierte Meinung in ein Mikrophon oder eine Zeitung zu diktieren. Und schon wurde aus einem optischen Stilmittel, das ursprünglich nichts anderes als eine Fahne, ein Schal oder ein Plakat war, auf einmal ein Zeichen der Rebellion und des Widerstands. Wo immer seit Ende der 90er Jahre ein bengalisches Feuer, eine Rauchbombe oder eine Leuchtrakete gezündet wurde, war die Sachlage für Medien sowie Funktionäre klar: Hier will jemand aktiv das Spiel stören. Welch Hohn, wenn wir betrachten, wie genau die gleichen Aktionen in den Fankurven der 80er und frühen 90er von denselben Funktionären und Berichterstattern noch gefeiert wurden. Selbst in der Außendarstellung hatten die Vereine und Verbände ihre leidenschaftlichen Fans für Pyroaktionen stets gelobt und sich damit sogar verkauft.

Im offiziellen Buch zum DFB-Pokalsieg von Bayer Leverkusen 1993 sind beispielsweise Bilder einer brennenden Bayer-Fankurve abgedruckt, unter denen die Fans für die “einmalige Atmosphäre” gelobt werden. Auch bei Fortuna zierte das offizielle Spielankündigungsplakat lange Jahre ein Bild des brennenden 36ers, das über die abgebildete Emotionalität neue Zuschauer anlocken sollte und selbstredend auch in der Chronik zum 100-jährigen Bestehen des Vereins enthalten ist, wo es durchweg positiv bewertet ist. Auch am 23. Mai diesen Jahres schien das alles gar kein Problem zu sein. Als unmittelbar nach Abpfiff auf allen Tribünen die ersten Bengalen angingen, sprach niemand von Randalen. „Ganz Düsseldorf feiert“ und „50 000 außer Rand und Band“ waren die Kommentare der Presse über die Freudenfeuer der Fans. Und als Ahmet Cebe am nächsten Tag selbst vom Rathausbalkon zündete, lächelten alle Funktionäre und Würdenträger gleich doppelt in die Kameras. Aber logisch, das waren selbst in den Augen dieser Leute Emotionen. Dieses Mal verstanden es selbst die sonstigen Gegner, was man mit einer Fackel ausdrücken will.

Um die Jahrtausendwende galt das selbst von höchster Stelle. Sogar der DFB warb in einer seiner ersten Broschüren für den “Fanklub Nationalmannschaft” mit Pyrobildern. Niemand wäre in der damaligen Zeit auf die Idee gekommen, ein bengalisches Feuer mit Randalen und Schlägereien gleichzusetzen. Doch spätestens als Fifa, Uefa sowie die neue Vorzeigeliga aus England der Pyrotechnik den Kampf ansagten, zog der DFB mit und veröffentlichte gar ein eigenes Aufklärungsvideo, das ausschließlich auf die angeblich so großen Gefahren einging und zahlreichen Größen des heimischen Fußballs ihr Erschüttern über Pyroaktionen in die Kamera sülzen ließ. Was vorher geduldet und zwischenzeitlich lediglich als Kavaliersdelikt angesehen wurde, kostete auf einmal horrende Geldstrafen. Und da der Deutsche immer dann hellhörig wird, wenn es ans eigene Geld geht, schafften es Vereine und Verbände langsam, aber sicher, auch Teile der Fans auf ihre Seite zu ziehen.

Vor allem in der Fortuna-Szene entwickelte sich eine regelrechte Antihaltung außerhalb der aktiven Fans, die durch die hohen Kosten für den Verein begründet wurde. Denn all dieses Geld, das der Verein im Laufe der Saison zahlen müsse, fehle am Ende, um die Mannschaft zu verstärken und somit den Erfolg zu garantieren. “Es sieht toll aus, aber kostet nun mal zu viel Geld”, lautet bis heute die Standardmeinung all derjenigen, die den Kampf für eine nachträgliche Legalisierung schon aufgegeben und sich mit den Machenschaften und Regeln des viel zitierten “modernen Fußballs” arrangiert haben. Selbst unter Besuchern der Stehtribünen, für die es früher nichts Größeres gab als bengalische Feuer, erzeugt eine Fackel heute keine Freude mehr, sondern lässt sie direkt an das verloren gegangene Geld denken. Und selbst unter denen, die immer noch bereit sind, Pyro zu zünden und ihrem Verein eine bunte und ekstatische Kurve zu schenken, hat sich der Umgang mittlerweile verändert. Auch die Pyromanen nutzen hierzulande die Feuer und Rauchtöpfe nicht mehr rein als optische Untermalung ihrer wilden und kreativen Kurven. Es gibt kaum noch einzelne bengalische Feuer und bunte Rauchtöpfe, die entweder als farbenfrohe Choreo oder zwischendurch abgebrannt werden, um bestimmte Situationen oder Lieder optisch zu untermalen.

Wer heute noch zündet, tut es ohnehin selten, wenn aber massig und nur gegen ausgewählte Gegner. Das kann der Erzfeind beim freitäglichen Auswärtsspiel sein, das kann aber auch einfach ein Verein sein, gegen den es eine Vorgeschichte auf Fanebene gibt und dem man zeigen will, das man nicht zurückschreckt und jederzeit bereit ist, es mit dem Gegner aufzunehmen. Da das Zünden darüber hinaus nur noch mit Vermummung möglich ist, bekommen Pyrobilder gleich eine negative Konnotation und wirken nun auch optisch wie der Anfang massiver Ausschreitungen.
Anstatt locker, lässig und lächelnd mit einer Bengale auf dem Zaun zu feiern, werden die Fackeln seit ein paar Jahren meistens sofort auf den Boden gelegt oder gar geworfen, während wild pöbelndes und vor allem vermummtes Volk dahinter am Zaun wackelt. Was früher also ein Zeichen der Freude war, ist mittlerweile eines des Nichtakzeptierens der neuen Regeln; und vor allem auch ein Signal der Stärke und Kampfbereitschaft.
Also hat der DFB Recht, dass Pyrotechnik nur noch ein Teil von Ausschreitungen ist? Mitnichten. Denn er war es selber, der die Entwicklung erst dahin gelenkt hat. Schon vor Jahren klebte in Düsseldorf der bekannte Spruch vor dem Zaun der Nordtribüne des Paul-Janes-Stadions: “Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!” Treffender kann man die Diskussion nicht zusammenfassen. Denn nur weil eine Anordnung aus Frankfurt kommt, ist sie nicht automatisch berechtigt und kritiklos hinzunehmen.

Wie völlig friedlich und trotzdem emotional und ekstatisch mit Pyro gefeiert werden kann, zeigten die Fans von Galatasaray bei ihrem Spiel in Hamburg. 10 000 Gästefans brachten die Südtribüne mit zahlreichen bengalischen Feuern zum Kochen und ließen selbst die aktive Hamburger Szene schwärmen. Und wie reagierte die heimische Presse? Sie jubelte. Da war sie wieder, die Mär von der “südländische Atmosphäre”, die es jedem südeuropäischen Verein erlaubt, in deutschen Stadien zu zünden, ohne dass sich behelmte Spezialeinheiten ungestüm zum Täter prügeln, um ihn medienwirksam festzunehmen. Wahrscheinlich gehört eine Bengalen-Show in den Augen der konservativen Sportreporter halt zur landesüblichen Folklore eines Vereins vom Balkan, aus Griechenland oder der Türkei. “Die dürfen das. Bei den Barbaren gibt es ohnehin keine Regeln”, wird sich wohl der ein oder andere hinter seinem Mikrophon denken.

Als die Fans von Werder nur sechs Tage später in St.-Etienne ähnlich zündeten, bekam sich ARD-Mann Tom Bartels kaum noch ein und widmete den Vorgängen im Gästeblock fast mehr Beachtung als dem Spiel. “Hässliche Szenen” und “Unbelehrbare” seien das. Eine Schande für den gesamten deutschen Fußball. Im Halbzeitinterview mit Klaus Allofs ging es trotz der 2:0-Führung für Bremen fast ausschließlich um die Werder-Fans. Der Verein schäme sich und werde alles tun, um die “Täter” zu finden, sagte Allofs und versprach eine “lückenlose Aufklärung”. Da hatten es die Fans von Galatasaray besser. Ihnen wurden noch nicht mal die ach so großen Gefahren der Pyrotechnik angelastet. Über 1000 Grad würden diese Dinger heiß, hieß es sonst wie aus der Pistole geschossen, wenn sich die so genannten Experten zum Thema äußerten. Diese Sichtweise interessierte natürlich auch niemanden im Premierestudio, als die Panathinaikos-Kurve beim Spiel gegen Villareal das halbe Olympiastadion anzündete.

“Beeindruckende Bilder” stammelte selbst Kaiser Franz ins Mikrofon, als er seinen Blick gar nicht mehr vom Heimblock lösen konnte. Warum fehlten jetzt die Worte “Randale” und “Unverbesserliche” in den Texten der Moderatoren? Auch der Premieremoderator kam aus dem Staunen nicht heraus und sprach von “unvergleichlicher Atmosphäre”. Von Ausschreitungen oder Lebensgefahr war auf einmal nichts mehr zu hören. Das könnte natürlich auch daran liegen, dass an einer Bengale nichts wirklich Gefährliches ist, wenn sie einfach in der Hand gehalten wird. Muss sie wegen der Angst vor Konsequenzen aber hingelegt oder geworfen werden, steigt die Gefahr um ein Vielfaches. Das Problem ist also hausgemacht.

Doch ist der Trend noch aufzuhalten, obwohl es in anderen Ländern zahlreiche positive Beispiele gibt, wie lässig und entspannt mit Pyrotechnik umgegangen werden kann? Ich weiß es nicht. Denn die mitdenkenden und toleranten Verbände werden immer weniger. Mittlerweile haben sich selbst Verbände wie der Österreichische, der das Abrennen jahrelang tolerierte, in die Reihen der Antipyro-Kämpfer eingereiht und fordern ein komplettes Verbot. Auch hier wird die völlig haltlose Verbindung zwischen Pyrotrechnik und Gewalt beschworen und versucht, die Fans in eine bestimmte Ecke zu drängen. Wieder einmal wird versucht, die Szene von außen zu kriminalisieren und dämonisieren. Anstatt einen konstruktiven Dialog zu suchen, wird von außen entschieden, was für die Kurven am besten sei. Doch sind es nicht gerade die lautstarken, wilden und bunten Kurven, die das Stadionerlebnis für den passiven Haupttribünenbesucher und die Presse erst zum Erlebnis werden lassen? Will der Haupt- und VIP-Tribünenbesucher nicht die Stimmung hinter dem Tor haben, um sich richtig im Stadion zu fühlen? Und was kommt als nächstes? Haben wir bald englische Verhältnisse? Sind bald auch Fahnen verboten? Oder gar das Stehen? Angesichts von neuen Plänen eines Herrn Blatter, der nun sogar komplett auf Stehplätze verzichten will, da sitzende Fans ruhiger seien als stehende, kann ich mir aktuell nicht wirklich vorstellen, dass ich in absehbarer Zukunft noch einmal dieses Gefühl in mir trage, das ich 1986 spürte und mich seitdem nicht mehr los ließ.

[Hinweis: Dieser Gastbeitrag erschien zuerst im "Schlossturm", dem Fanzine der Fans von Fortuna Düsseldorf.]


» Bericht von Celtic am 29.10.09 um 13:15 » in Kategorien: Sport » 4,287 x gelesen » 6 x kommentiert
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  1. Erst vorgestern wieder: Zusammenfassung des DFB Pokalspieltags. Bericht aus Osnabrück, kurz vor Anpfiff gab es wohl eine Rauchbombe, die Kamera zeigt dichte weiße Schwaden über der Kurve. Und dann der Kommentar: “gute Stimmung in der Kurve bei diesem Spiel”. Ja was denn nun? “Krawall” oder “gute Stimmung”? Was wollen die Medien denn nun für ein Image prodzieren, das des bösen, bösen Ultras oder das von Stimmung und Atomsphäre?! Achtet mal drauf, Leute: mal ist von “Ausschreitungen” und “Randale” die Rede, mal von “Stimmung” und “Temperament” (letzters gerade bei Spielen im Ausland). Mir geht es nicht in den Kopf! Dann sollen die Medien einfach die Klappe halten und gut ist. Pyro mag nicht ungefährlich sein, aber mit “Randale” und “Krawall” hat das nix zu tun. Also Schluss mit der Kriminalisierung von Pyro!

    [Antwort]

     
    Kommentar von VaterAbraham am 29.10.09 um 17:41
  2. hmmmm … ich erlaube mir mal,
    unpolitisch unkorrekt anderster meinung zu sein.

    fussball ist fuer mich teil des von oben gewollten bei-der-stange-haltens und ventilierens der breiten masse.

    pyrotechnisches wie feuerwerk etc. ebenso.
    ausserdem stellt solch ein balla-balla voellig nutzlosen und teuren laerm fuer die umwelt dar. man koennte sooo viel nuetzliches/hilfreiches mit dem geld anstellen.

    aber die kombination von beidem ist nun wirklich die potenzierung dieser beiden stimmungs-beeinflusser:

    short-time-adrenalin fuers volk, damit der pegel nachher auf valium-level absackt.

    gar nicht sooo schwer zu durchschauen, wie die masse mit so etwas an der kandarre gehalten wird, sollte man meinen.
    fuer ausgewiesene fans aber wohl argumentatorisch erst gar nicht zulaessig.
    was nun wieder nicht gerade fuer denkerische toleranz spricht.

    hey, fans! schockt mich – seid meinungs-tolerant!
    ;-)

    [Antwort]

    Rainer Bartel Antwort vom 03.11.09 23:32:

    Viel zu komplexe Debatte für ein bisschen Kommentargeplänkel… Aber eigentlich triffst du den Ball mit dem Kopf: Der Kampf um den Fußball ist der Kampf zwischen den gesellschaftlichen Kräften, die das Volk mit Fußball-Events still halten wollen, und den subkulturellen Kräften, die das Fußballspiel für das Volk zurückgewinnen wollen.

    Dieses Sportspiel gibt beides Herr: Volksbelustigung / -verblödung und selbstbestimmte Kreativität plus Solidarität.

    [Antwort]

     
    Kommentar von rennhamster am 03.11.09 um 16:35
  3. Hallo Rainer,
    schreibst Du neuerdings für die wilde horde?

    http://www.wh96.com/schwaadlappe/ausgabe_45.pdf

    alles gute
    Deine elli

    [Antwort]

    Rainer Bartel Antwort vom 03.11.09 23:29:

    Erstens stammt dieser Beitrag nicht von mir, und zweitens versteh ich die Frage nicht; dass eine ultra-ähnliche Gruppen im Äff-Zeh-Umfeld sich des Themas annimmt und ganz ähnlich beleuchtet wie wir hier, liegt auf der Hand – da gibt es innerhalb diesen Teils der Fan-Szene keine zwei Meinungen.

    [Antwort]

     
    Kommentar von Elli am 03.11.09 um 21:55
  4. Nu lass mal die Kapelle in Kölle.
    Dass die Fans des 51 Jahre alten Retortenclubs (01/07) vor Dir die brennenden Thesen aufgestellt haben, wurmt Dich ganz schön oder?

    [Antwort]

     
    Kommentar von Elli am 05.11.09 um 22:21

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