Was sich durchs Nichtrauchen ändert

Die letzte Kippe

gitanes_kippenEhrlich gesagt: Sooo oft denke ich nicht darüber nach, dass ich das Rauchen aufgegeben habe. Die Gewohnheiten, die bei mir die eigentliche Abhängigkeit ausgemacht haben, sind abgeschliffen, der echte körperliche Entzug hat kaum zwei Wochen gedauert, und bisher habe ich ungefähr 500 Euro gespart. Viele prognostizierte Effekte sind eingetreten: Ich neige nicht mehr zur Kurzatmigkeit, und der Geruchssinn hat sich unglaublich gut erholt. Das ist aber auch eine der Schattenseiten der Rauchentwöhnung. Die blöden Autos auf der Straße, die im Stau stehen, stinken erbärmlich. Der Geruch von Zigarettenrauch wird mir zunehmend unangenehm. Mancher schlechter Duft, den ich früher kaum bemerkt habe, löst inzwischen Ekel aus.

In den ersten Tagen hatte ich angedroht, ich würde wieder anfangen, wenn ich innerhalb einer bestimmten Frist eine bestimmte Gewichtszunahme zu verzeichnen hätte. Noch im August hatte ich deswegen große Sorgen, denn in den ersten vier Wochen ohne Nikotin hatte ich eigentlich durchgehend Hunger und musste mich sehr zusammenreißen. Leider gehen die Pfunde seit rund drei Wochen stetig aufwärts, was aber nichts mit dem Nichtrauchen zu tun haben dürfte – eher mit meiner chronischen Stoffwechselstörung und einer eventuell nötigen neuen Einstellung bei den Medikamenten.

Obwohl das Rauchen als Gewohnheit ziemlich weit weg ist, habe ich manchmal einen regelrechten Jieper auf eine Kippe – natürlich nur auf eine original-echte Gitanes ohne Filter. Aber dieser Jieper fühlt sich in etwa so an wie der periodisch auftretende Drang, eine McDonald’s-Ding zu erwerben und aufzufressen. Wenn ich mir dann aber überlege, ich müsste eine ganze Packung kaufen, die ich dann irgendwie lagern müsste, dann ist mir der ganze Jieper die Mühe nicht wert.

Es sieht also mehr als bei meinen zwei, drei anderen Versuchen so aus, als sei ich mit dem Thema durch. Das scheint vor allem daran zu liegen, dass ich mich weder zum Nichtrauchen gezwungen habe, noch mir selbst irgendwelche moralische (oder pseudgesundheitliche) Zeigefinger vor die Nase gehalten habe. Ich habe einfach aufgehört, weil ich es so wollte.

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» Bericht von Chefred am 02.11.09 um 20:21 » in Kategorien: Feuilleton » 801 x gelesen » 3 x kommentiert
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  1. Allein die Einschränkung bei der Auswahl des Kaffees (beschränkt auf den jeweiligen Maschinenhersteller) sollte einem diese Art der Zubebereitung vergällen.

    In den meisten grossen Städten gibt’s bedingt durch die modische Kaffee-Blase nittlerweile schon kleine Kaffee-Händler, die ihre Produkte selbst und von Hand rösten.

    42na95, kein Paddy

     
    Kommentar von 42na95 am 03.11.09 um 09:04
  2. rauchst du kaffepads?

     
    Kommentar von yallamann am 03.11.09 um 13:36
  3. Hehe… wohl eher holländische Kräuter… *lach*

     
    Kommentar von lasher am 04.11.09 um 20:34

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