Von erlogenen USA-Reisen und dem Fensterputzen

Foenkinos: Das erotische Potential meiner Frau

Folge 54 von 60 in Erlesenes

Während ich mir nun schon seit sechs Wochen an einem Monster von Buch (David Foster Wallace: Unendlicher Spaß – 1547 Seiten) einen abbreche, landet Kleinzeuig auf meinem nicht vorhandenen Nachtschrank. Neben einigen Zweitlesungen habe ich zu diesem schmalen Band des Franzosen Foenkinos gegriffem, von dem niemand weiß, wie er uns ins Haus gekommen ist. Ganz klar: Es handelt sich um eine der schrägsten Novellen, die ich je gelesen habe. Und ich kann nicht mal sicher sagen, dass es mir gefallen hat. Nein, dieser eigenartige Text hat mich zwar immer auch fasziniert, aber vorwiegend abgestoßen. Der Plot ist völlig irre, die Sprache auf eine kaum erträgliche Weise verdreht und gestelzt. Allein die Figuren, die sind in sich logisch und nachvollziehbar gezeichnet.

Trotzdem steht mein Urteil inzwischen fest: Die ganze Kiste ist schlimm verbastelt. Wahrscheinlich wird es – es gibt ja inzwischen für jeden Müll “Fans” – glühende Verehrer des Monsieur Foenkinos geben, die seine Dinger verschlingen und anschließend loben und preisen. Ich werde nicht dazugehören.

David Foenkinos: Das erotische Potential meiner Frau (ISBN: 978-3570907306)

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» Rezension von Chefred am 18.08.12 um 15:44 » in Kategorien: Feuilleton » 410 x gelesen » noch kein Kommentar
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