Schlimmes Schicksal: Im Tode von Heuchlern gefeiert zu werden

Nichts zu Schlingensief schreiben

Ich hab den doch gar nicht gekannt. Nur immer gehört, gesehen und gelesen, was das für’n Spinner war. Der Filmbericht über seine Inszenierung in Bayreuth damals. Wo er als harmloser Irrer, als schräger Kulturpromi vorgeführt wird. Immerhin Bestandteil der Mülheimer Mafia (Helge, Majo etc.). Sohn eines katholischen Apothekerehepaars, also Bürgersöhnchen. Künstler im Sinne von Joseqph Beuys. Vielleicht sogar der einzige, der Beuys’ Begriff der “Sozialen Plastik” ernstgenommen und IM ECHTEN LEBEN umgesetzt hat. Erinnere mich an einen Abend im Jahr 1990. Streitgespräch mit einem hiesigen BILD-Redakteur über “Das deutsche Kettensägenmassaker” (ein schwer zu ertragender Film). Der sei doch verrückt, der gehöre weggesperrt. Ich vertedigte ihn vehement. Sagte dass der Schlingensief Künstler sei, und Künstler dürften das. Jetzt ruft die BILD ihm nach, er sei ein Enfant Terrible. Schlimmer noch die ganzen Medienheuchler, die ihn jetzt feiern und denen er lange nur als Nervensäge galt.

Ich persönlich habe mich in ihn verliebt als ich die Folge “Durch die Nacht mit…” sah, in der er Michel Friedman begegnete:
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» Nachtrag von Rainer Bartel am 28.08.10 um 13:22 » in Kategorien: Deutschland,Feuilleton » 1.497 x gelesen » 2 x kommentiert
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  1. Aus dem DKSM: “In einer Zeit, in der alles möglich ist, ist es egal, ob es gut ist oder schlecht!”

     
    Kommentar von ckd am 30.08.10 um 09:34
  2. [...] Rainersche Post , via : ITW verlinken :del.icio.usFacebookTwitterGoogle BookmarksemailPosterous Dieser Beitrag [...]

     
    Pingback von Schlingensief und Friedman | Lapidarium42 am 30.08.10 um 21:22

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