Fassenachtisches Gebläse: Guggenmusik Chapf-Chläpfler Engelburg
Wie? Habt ihr gedacht, ihr kämt diesen Freitag um die Blasmusik herum? Mitnichten! Allein schon aus Wut. Auf mich selbst. Denn obwohl ich mir ja den Düsseldorfer Rosenmontagszug 2010 angesehen habe, habe ich doch eines der absoluten Haileits verpasst: die Guggenmusik Chapf-Chläpfler Engelburg. Diese Heroen der schweizerisch-alemannischen, fasnachtischen Blasmusik sind mitgegangen, haben mitgeblasen – und ich hab’s verpasst. Zum Indenhinternbeissen. Ihr aber dürft euch zumindest an dem beigefügten Videoclip ergötzen, das ziemlich authentisch aussieht und tönt. Wikipedia sacht zur Guggenmusik übrigens zu Recht:
Es handelt sich um eine stark rhythmisch unterlegte, auf ihre eigene, sehr spezifische Art „falsch“ gespielte Blasmusik. Meistens wird sehr gekonnt knapp neben der Melodie hergespielt, das heißt man erkennt die Melodie durchaus, aber sie klingt ziemlich schräg. Dabei wird sie von einer ebenfalls sehr guten Rhythmussektion dominiert und vorangetrieben. So entsteht eine wilde, mitreißende Musik, gut tanzbar und hervorragend geeignet für spontane Platz- und Straßenkonzerte während der „wilden Tage“. Die Musiker sind zudem alle verkleidet und maskiert. [Quelle: Wikipedia]
Wer – wie ich – schonmal das Glück hatte, die alemannische Fasnacht (es muss ja nicht in Basel oder in anderen, touristisch überlaufenen Orten sein…) zu erleben, der kennt dieses schräge Getute, das eben nicht bloß Musik ist, sondern vieles von dem wilden Winteraustreiben transportiert, das die Menschen jener Ethnie gern betreiben. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Die alemannische Fasnacht ist durch und durch heidnisch, hat deshalb nichts mit dem (christkatholischen) rheinischen Karneval zu tun und findet eher zufällig zur selben Zeit statt.
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TOLL!
man braucht ein wenig aber nach ein paar takten erkennt man das lied und muss einfach weiterhören.
p.s. das ist bestimmt zufall, dass christliche feste terminlich auf heidnische bräuche oder feste fallen.