Hiphop, Rapper und die Kunst, keinem Streit aus dem Weg zu gehen

[Gelöst] Some White Boys Can Jump

Folge von 205 in Song-Quiz

Hiphop fasziniert mich – und langweilt mich gleichermaßen. Darum komme ich alle Jahre wieder auf diesen Stil der populären Musik zurück und versuche, mich ihm anzunähern: mal historisch, mal politisch, mal tanzend. Aber so richtig will es nicht klappen. Ein Grund ist möglicherweise diese völlige Humorlosigkeit und der lächerliche Machismo der Typen, die das Ghetto für sich reklamieren, aber längst in Geldspeichern pennen. Trotzdem erlebt der Hiphop immer wieder Phasen, in denen er auch bei den weißen Mittelschichtkids enorm populär ist. Weil das so ist, gab es regelmäßig Versuche, WEISSE Rapper zu etablieren. Dabei kommen dann so alberne Sachen heraus wie “Ice, Ice, Baby” oder mainstreamige, aber nicht so schlechte Dinger wie Marky Mark & The Funky Bunch mit der hohle Fritte Wahlberg an der Stimme. In zwei Fällen aber haben’s weiße Jungs hingekriegt, aber volle Kanne! Mögen tun sie sich nicht und dissen sich bei jeder Gelegenheit gegenseitig.

1) Wie heißt der eine weiße Rapper: Marshall Bruce Mathers III
2) Wie heißt der andere weiße Rapper: Erik Francis Schrody
3) Bonusfrage: Nenne mindestens drei Pseudonyme, die diese Herren verwenden…:
Eminem, Slim Shady, Everlast, Whitey Ford

Der Disput zwischen diesen Kerlen wurde ausgelöst, weil er eine in einer Hotellobby an dem anderen vorbeiging und böse guckte. Tja, so sindse… Wobei sich dieser Krieg nur daraus erklärt, dass sich Eminem seinerzeit über House of Pain und deren offenes Bekenntnis zu ihren irischen Wurzeln lustig gemacht hat. Auf einer noch tieferen Ebene geht es darum, dass Eminem sich nach eigenem Bekunden für einen “weißen Nigger” hält, während Everlast mehr als einmal festgestellt hat, dass die afroamerikanische Musik ALLEN Amis, auch den Weißen gehört. Tatsächlich waren House of Pain und Everlast immer Außenseiter in der Hiphop-Szene – ganz ähnlich wie eben Vanilla Ice und Marky “Wahlberg” Mark. Trotzdem hat House of Pain mit “Jump Around” einen der Hiphop-Evergreens geschaffen; Eminem mit “My Name Is” aber auch. Also sind die Animositäten wohl eher dem testosterongeschwängerten Kindergarten zuzurechnen…


» Quizfrage von Rainer Bartel am 23.02.12 um 11:45 » in Kategorien: Feuilleton » 340 x gelesen » 5 x kommentiert
»   

  1. Das ist wie die Suche nach der Telefonzelle im Heuhaufen. So viele weisse Erstliga-Rapper gibt´s ja nicht:

    1. Marshall “Ich bin der echte” Mathers
    2. Eric Schödy aka Everlast

    3. Eminem, Slim Shady (beide Mathers). Als drittes Whitey Ford (Everlast)? Bin zu faul zum wikipedieren.

    Wenns stimmt, hast Du dir zum Beispiel zwei ausgesucht, bei denen es sich des öfteren lohnt, auf den Text zu hören.

    [Antwort]

    Michael Antwort vom 21.02.12 16:19:

    Mist..eine Minute zu spät..

    [Antwort]

    Rainer Bartel Antwort vom 21.02.12 16:28:

    It doesn’t matter, if you win or lose until you lose. Oder: It doesn’t matter, if you win or lose until you win… Oder so…

    [Antwort]

    Rainer Bartel Antwort vom 21.02.12 16:27:

    Volltreffer!

    Ich war mir nicht sicher, ob unter meinen Rätselfüchsen auch welche sind, die auch was vim Hiphop kennen, deshalb erstmal was Leichtes zum Thema ;–))

    [Antwort]

    quietschbaer Antwort vom 21.02.12 17:17:

    Na, komm doch her, Alda *fehdehandschuhwerf* ;-) )

    Ne, bin auch kein Fachmann, schon gar nicht wenn es um Freestyle geht (gähn) , aber Eminem war ja ein zeitlang ubiquitär und Everlast mag ich gerne.

    [Antwort]

     
    Kommentar von quietschbaer am 21.02.12 um 16:18

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel.  |  Trackback-URL







Diese Tags sind möglich: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>



blogoscoop

Switch to our mobile site