Der große Redner Barack Obama
Obama: Die Macht der Worte
So eine Inauguration ist für den Amerikaner wie 4th of July, Superbowl und Thanksgiving gleichzeitig. Da feiert er sich als Amerikaner, da wird er sentimental ob der original echten amerikanischen Werte. Da fühlt er sich historisch. Ob es bei der Amtseinführung von George W. Bush vor nun acht Jahren auch historisch zuging, ist fraglich. Heute, da Barack Obama US-Präsident geworden ist, war jedenfalls unbedingt ein historischer Tag. Der folgende Bericht soll all denen ein paar Impressionen liefern, die die Prozedur nicht live auf CNN verfolgen konnten und keine Lust auf die miserablen Zusammenfassungen der deutschen Fernsehversender haben.
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2 Millionen Amis freuen sich vor Ort
Alle Bilder sind Standbilder aus der Live-Übertragung von CNN, aufgenommen zwischen ca. 17:15 und 19:00. Die wichtigsten Highlights der Zeremonie zur Amtseinführung des 44. US-Präsidenten:
- Rund zwei Millionen Menschen bevölkern die Mall zwischen Lincoln Memorial und Capitol Hill.
- Es ist sonnig, aber schweinekalt.
- Obama holt Bush im Weißen Haus ab.
- Zusammen fahren sie im neuen Dienstwagen des Präsidenten, “The Monster”, durch die Pennsylvania Av. rüber zum Capitol.
- Dort teffen die ganze VIPs ein; nicht nur Politiker…
- Steven Spielberg ist auch da; jedes zweite Gesicht kennt man aus Film, TV und Musikszene.
- Dann kommen die Ex-Präsidenten.
- George W.H.Bush, also der Olle, ist ein ziemlicher Tattergreis.
- Jimmy Carter ist fit wie Turnschuh.
- Bill fummelt ständig an seiner Hillary herum.
- Erstaunlich, wer wem alles Bussi gibt.
- Auch die Bush-Konsorten (Cheney etc.) dürfen zugucken.
- Joe Biden und Gattin sehen aus wie Filmschauspieler.
- Michelle Obama muss mit Frau Bush gehen.
- Die Obama-Mädchen kommen in Begleitung der Omma.
- Der straffe Evangelikale spricht das Gebet, viele machen mit.
- Aretha Franklin singt, aber ziemlich schief.
- Joe Biden legt einen erstklassigen Amtseid ab.
- Itzhak Perlman und Band fideln irgendwas populär-klassisches.
- Es ist 12:00 – ab jetzt ist Obama Präsident, auch ohne Eid.
- Obama muss schwören, verhaseplt sich aber schon beim ersten Satz.
- Und dann hält er seine historische Rede. Beeindruckend.
- Ein sehr alter Geistlicher spricht den Segen.
- Das war’s mit dem offiziellen Teil.
- Obama begleitet Bush hinters Haus.
- Da wartet ein Helikopter, dern den Kabeljau entsorgt.
Und hier der Manuskripttext der Obama’schen Rede; soweit ich sehe, hat er sich zu gut 100 Prozent daran gehalten.
» Bericht von Rainer Bartel am 20.01.09 um 20:26 » in Kategorien: Ausland » 5,128 x gelesen » 4 x kommentiert
» Schlagworte: Amtseid, Aretha Franklin, Barack Obama, Bush, CNN, Michelle, Obama, US-Präsident
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Du hast in Deiner Chronologie das Gedicht vergessen.
http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/2009/1/20/news-106692522/detail.html
Hoffentlich hat sich niemand erkältet. Mich hat es schon beim Zusehen gefröstelt.
[Antwort]
Hat es meinen Kommentar verschluckt?
Ich wollte auf das Gedicht hinweisen, dass Du in Deiner Chronologie nicht aufgeführt hast. Das gefiel mir und war auch beeindruckend vorgetragen.
http://www.nytimes.com/2009/01/20/us/politics/20text-poem.html
[Antwort]
Sorry, mein Spamfilter spinnt ein bisschen bzw. ist ein bisschen scharf eingestellt angesicht von um die 100 versuchten Spamkommentaren pro Tag :–((
Stimmt, die Dichterin hatte ich vergessen. Mich hat das Poem aber nicht so dolle beeindruckt. Vielleicht war ich aber zu dem Zeitpunkt einfach auch nur erschöpft vom sonstigen Wortgeklingel. Jetzt wo ich’s gelesen habe, find ich es somewhat schön, aber auch etwas hippiesk… to say the least…
[Antwort]
[...] und Worte Bei Barack Obama den Spruch abzulassen, er würde Taten vollbringen statt Worte zu produzieren, geht daneben. Denn der Mann kann beides: Reden und Machen. Und das sogar fast [...]