Dem Präsident seine eigene Blaskapelle...
Nur wenige wissen, dass der US-Präsident nicht nur ein eigenes Flugzeug namens “Air Force One” hat, sondern auch eine durchweg mit knackigen Burschen besetzte Blaskapelle. Die gehört waffentechnisch zur Marine, kann sich aber nur durch heftiges Blasen gegen den Feind wehren. Nun rühmt sich der militaristisch orientierte Teil der Vereinigten Staaten ja gern des Marschkomponisten John Philip Sousa, der nicht nur das monströse Sousaphon erfunden hat, sondern diverse Märsche in Noten gegossen hat – was Johann Strauß dem Wiener, ist Sousa also dem Ami. Und als wolle er einen auf Europäer machen, hat er auch noch ein paar Operetten auf dem Kerbholz. [weiterlesen...]
Die wunderbaren Berlin Philharmonic Horns machen einen Spaß
Dieser feine Spaß des wunderbaren Bläserquartetts aus dem Berliner Philharmonischen Orchester war kürzlich bei Harald Schmidet zu sehen und zu hören. Man kann als Freunde des trötenden Bleches nur hoffen, dass das Ding dieser fantastischen Truppe zu so viel Popularität verhilft, dass mehr Menschen sich auch das übrige Oeuvre anhören. [weiterlesen...]
Wo die Kohle war, da war auch Blech
Man vergisst ja leicht, dass Belgien nicht bloß Pommes und Bier fördert, sondern dass dieses notdürftig aus drei Teilen zusammengeklebte Land auch über lange Zeit hinweg von der Industrie lebte. Und dem Bergbau, der praktisch quer durchs Land praktiziert wurde – heute ist davon nichts mehr zu sehen und zu hören. Also müssen wir uns die Infos dazu aus alten Quellen holen. [weiterlesen...]
Das wohl merkwürdigste aller Blasinstrumente - die Posaune
So viel Blasmusik da draußen, so wenige Freitage im Jahr! Heute darf ich dem verehrten Publikum diese Damenkapelle aus dem Vereinigten Königreich vorstellen, die gerade ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert haben. “Bones Apart” nennen sie sich in zarter Anspielung auf einen Spitznamen für das Instrument, das sie allesamt spielen. Also: Nicht alle dasselbe, aber alle das gleiche. Denn die vier Ladys praktizieren durchweg an Zugposaunen. [weiterlesen...]
New Orleans - Weltzentrum der Blasmusik
In New Orleans sind sie weltberühmt, die Herren von der To Be Continued Brass Band. Und in den USofA kennen viele sie dank eines Dokumentarfilms. Die wunderbare Hiphop-Truppe The Roots entdeckte diese Blechbande und engagierte sie für eine Tournee. Aber so richtig wohl fühlen sich die Bläser immer noch, wenn sie irgendwo im Big Easy, vorzugsweise in ihrem Heimatviertel, auf der Straße tuten und dabei auf dem Erbe des Ur-Jazzes aufbauen. Entstanden ist die Band 2002 als Anti-Drogen-Projekt – und es hat ganz offensichtlich gewirkt. [weiterlesen...]
Legendär: Der Auftritt der Ohio State Marching Band
Der handelsübliche deutsche Sportsfreund mit Hang zum Amiland kennt die National Hockey League (NHL), die National Basketball Association (NBA), das Major League Baseball (MLB) und natürlich die National Football League (NFL). Dass aber College-Football im Leben der meisten Amerikaner viel wichtiger ist als der ganze Profikram, ist hierzulande kaum bekannt. Bei den klassischen Duellen der klassischen Colleges sitzen nicht selten um die 100.000 Zuschauer in den Stadien, die hier kaum einer kennt. Und weil die USofA ein geschichtsarmes Land sind, hat man über die Jahre haufenweise Traditionen und Rituale rund um diese Derbys geschaffen, die den Zuschauern heilig sind – dazu zählen auch die Auftritte der jeweiligen Marching Bands. Deren Tuten lässt sich zwar zurückführen auf Blechblaswurzeln im militärischen Bereich (dazu demnächst mehr), aber meist agieren selbst die prominenteren Truppen nach dem Motto: Nicht schön, aber laut. So nimmt es nicht wunder, dass manche Marching Band 200 und mehr Instrumentalisten versammelt und im Bassbereich mit 20 oder mehr Sousaphonen antritt. Denn die Musik ist nicht so wichtig wie das Marschieren und die sonstige Show drumherum. Da zählt die Ohio State Marching Band, die sie dort “The Best Damned Band in the Land” nennen, zu den ganz großen Nummer. [weiterlesen...]
Norwegen: Draußen ist es kälter als beim Blasen
Diese Truppe aus der stolzen Stadt Stavanger im Südwesten Norwegens (was immer noch nördlicher ist als Nordschottland, aber doch noch südlicher als die Faröer und Island…) zählt zu den Brassbands, die regelmäßig an den großen Blasmusikfestivals und Meisterschaften teilnimmt und dabei meisten ganz weit oben abschneidet. Das Niveau der Damen und Herren ist aber auch sehr hoch, und deshalb können sie sich mit den ewigen Favoriten aus Yorkshire, Lancashire und Wales sowie den Besten aus den Niederlanden messen. [weiterlesen...]
Überall ist Bollywood ... irgendwie
Wie schon gesagt: Wo Britannia die Waves gerult hat, da klang es nach Brass. Natürlich auch auf dem indischen Subkontinent. Nun fällt es nicht-europäischen Ohren bisweilen schwer, die Harmonien according to the wohltempertierten Klavier als harmonisch zu identifizieren. So kommt es dann folgerichtig zu Lautverschiebungen. Gewürzt wird gerade in Indien mit allerlei Trommelzeuch, auf dass man dem Maharadja von Jaipur lautstark die Referenz erweist. Hier also – auf Empfehlung des Lesers A.U. – ein bisschen Blasmusik aus Indien: [weiterlesen...]