Wie man einen inhaltsfreien Artikel über ein simuliertes Fußballspiel schreibt
[Klick aufs Bild macht's groß] Man meint als normaler Mensch ja, man habe rund um das hässliche Kapellenstädtchen mit seinem Schmierblatt und dem realsatirischen Hundmithörnerverein schon alles erlebt. Aber es geht immer noch blöder: Heute bringt der EXZESS einen Artikel über die Simulation der Bundesligapartie des Äff-Zeh gegen Werder Bremen mit FIFA12! Ja, richtig gelesen: Die veröffentlichen einen Spielbericht. Und freuen sich das bisschen Hirn weg, dass bei dieser Simulation das Ziegenfickerteam gewinnt. Und wie toll der fiktive Frank “Buschi” Buschmann das bejubelt. Da muss man erstmal Atem holen bevor man losprustet. Und sich weitere Simulationen ausdenkt, die auf verschiedene Organisationen dieser Versagerstadt passen: der simulierte Rosenmontagszug, das simulierte (unbeschädigte) Stadtarchiv, die simulierte Finalteilnahme der Eishockey-Silberfischchen, das simulierte Kölschjeföhl… Und dann denkt man: Wie verzweifelt muss dieser Journalistensimulant, der im Hauptberuf Äff-Zeh-Anhänger ist, sein, sowas zu bringen.
[Dank an den Ameisenman für den Tipp auf Fratzebuch!]
[Klick aufs Bild macht's groß] Nein, nein, wer in Köln Journalist werden will, muss nicht zwingend über brauchbare Deutsch- und schon gar nicht deutsche Orthografiekenntnisse verfügen. Es reicht völlig, den handelsüblichen Dumpfvorrat an Ressentiments und einen maximalen Mangel an Skrupeln zu haben. Ist doch bloß ein Tippfehler, mag mancher einwenden, aber das ist Quatsch: Das “P” liegt oben rechts auf der Tastatur, das “B” unten mittig. Wer als “Trap” schreibt, meint, das wäre so richtig. Möglicherweise hat der/die Verfasser/in sogar gar nicht kapiert, dass das Wort “Trab” in “auf Trab halten” irgendwas mit der Gangart von Pferden gleichen Namens uz tun hat. Und: Ach ja, hat das niveau-ferne Papierchen aus dem hässlichen Kapellenstädtchen inzwischen auch alle Korrektoren rausgeschmissen? Haben alle Redakteure das Rechtschreibprüfprogramm abgeschaltet? Denn zumindest das Korrekturprogramm in Word lässt “Trap” nicht gelten…
Wer das Wort "blankziehen" für das Entkleiden verwendet, sabbert auch beim Anblick der eigenen Genitalien

Es steht zu befürchten, dass die Kölner EXZESS-Redakteure exakt die verklemmten Sabbersäcke sind, für die sie ihre Leser halten. Und dann auch noch glaube, so sei nun mal Boulevard. Die Mechanik ist so simpel wie blöd: Sind irgendwo Nackte zu sehen, sodass man drüber schreiben kann, wird klebrigster Voyeurismus zelebriert. Das gilt ausdrücklich nicht für die abgedruckten Tittenbildchen, die sich an die Onanisten unter den Konsumenten wenden. Sobald aber Menschen unbekleidet in der Öffentlichkeit agieren, wird der gemeine EXZESS-Schreibfink fickerig. Dann flüchtet er sich in Phrasen, die schon in den miefigen fünfziger Jahren nicht lustig waren. Wer sich auszieht, “zieht blank”, heißt es dann. Unbekleidete Menschen sind “Nackedeis”, und das alles ist irgendwie komisches FKK. Nun hat sich ein ungenannter Wichser über eine DAPD-Meldung hergemacht. [weiterlesen...]
Wo Exzess-Redakteure gerne essen gehen...

Es gab Zeiten, da wollte keiner die alte Dame Fortuna haben. Da stand sie sich am Flinger Broich die Füße platt, und kaum ein Freier nahm sie noch wahr. Jetzt strahlt sie wieder, und plötzlich kommen halbseidene Gestalten aus allen Spelunken gekrochen und wollen, dass sie die Beine breit macht und den Arsch hinhält. Dass das kölsche Mistblatt bei der Zuhälterei ganz vorn dran ist, nimmt nicht weiter wunder – so isser halt, der Exzess… Und schon immer haben die hiesigen Schreibfinken gern über die merkwürdigsten Sachen (Promi-Stories über die Begale!) geschrieben, wenn sie irgendwie was davon hatten. Denn mal unter uns Pastorentöchtern: Wenn interessiert wirklich, ob die ehemalige Hand des OB mit ihrem Blag beim Tennis reinkommt?
Verfolgungsjagd und Schießerei am Düsseldorfer Hauptbahnhof
Gestern hat ein Typ einer Frau mit einer – nach Polizeiangaben – selbstgebastelten Pistole in den Kopf geschossen. Hunderte Menschen haben die Schießerei am Düsseldorfer Hauptbahnhof mitgekriegt. Und natürlich hat wieder irgendein Handy- oder Smartphone-Idiot draufgehalten als der Täter eine unbeteiligte junge Frau überwältigte und anschoss. Und ebenso natürlich hat das kölsche Schmutzblatt diese Fotos gekauft und veröffentlicht. Man will ja dem anderen Scheißpapier in Sachen Sensation nicht nachstehen. Und natürlich habe ich mir die Bilder trotzdem angeschaut aus lauter Sensationslust. Es sind solche Dramen, die mich immer wieder aufschrecken. Einerseits weil ich wissen möchte, was ist genau geschehen, und andererseits weil ich erkennen möchte, weshalb es zu einem solchen Desaster gekommen ist. Mir ist bewusst, dass ich mich damit in der Grauzone zwischen Neugier und Voyeurismus bewege und schiebe das gern auf meinen Beruf als Schreiber. Der Wunsch nach der Wahrheit ist aber tatsächlich das größere Motiv, weil ich zunehmend weniger Lust habe, mich von den Instanzen verarschen zu lassen. Und nachdem ich mir die Bilder auf EXPRESS.de angesehen hatte, wurde mir mulmig. [weiterlesen...]
Waxing-Studios sind Goldgruben: Viel Kohle fürs Haareausreißen
Update: Abzess.de legt nach und bringt heute einen weiteren Intimrasur-Beitrag – sogar in den Hauptteasern! Liegt’s daran, dass das Kölner sind?
Es ist ja nicht das erste Mal, dass der Kölner Express auf seiner Website Reklame macht, ohne dass dies dem Leser deutlich gemacht wird. Besonders gern machen die Schreibfinken das für Bordelle, dubiose Partys und sonstigen Schmuddelkram. Ob nun das professionelle Ausreißen von Haaren im Genitalbereich und anderen Körperregionen zum Schmuddeligen gezählt werden muss, darf diskutiert werden. Dass aber die Intimenthaarung im Express-Kontext etwas Schmuddeliges an sich hat, steht fest. Worum geht’s? Der nicht genannte Verfasser des “Artikels” macht mit der Frage auf, was denn die Intimrasurtrends sind. Und kommt zu dem Schluss, dass es egal ist, so lange man entweder den richtigen Rasierer hat oder ins Waxing-Studio rennt.
Qualitätsjournalismus á la EXPRESS
Das kölsche Boulevardklopapier hat einen neuen Webauftritt. Natürlich hat man bei BILD abgekupfert, aber – wie meistens – schlecht. So leidet EXPRESS.de seit Tagen unter Schluckauf inkl. 404-Fehlern. Ohne die Sache zu vertiefen: Ein Blick in den Seitenquelltext macht viele Web-Entwickler herzlich lachen. Was hat man noch verändert? Sagen wir mal so: Alles, was am Design hässlicher gemacht werden konnte, wurde auch hässlicher gemacht – man schaue sich bloß mal das verwendete Rot auf verschiedenen Notebook-LCDs an… Auch inhaltlich haben es die EXPRESSionisten es geschafft, einiges zu verschlimmbessern. Obwohl das Blatt ja auch außerhalb des Kapellenstädtchens gelesen wird, hat man den Fokus noch mehr auf die Merkwürdigkeiten dieses Ortes gerichtet. So muss sich der geneigte Düsseldorfer Online-Leser nun tagtäglich im Aufmacher was vom Äff-Zeh erzählen lassen. [weiterlesen...]
Boulevardblatt freut sich auf Katastrophe
Mal grundsätzlich: Wenn im ehemaligen Armeepuff der Römer, dem verbauten Städtchen am Rhein mit dem Hauptbahnhof in Form einer missgestalteten Kapelle ein Boulevardblatt gemacht wird, dann kann das nur noch blöder, flacher, sensationsgeiler werden als die BILD. Das stellt der so genannte “EXPRESS” ja dauernd unter Beweis. Nun haben selbst seriöse Meteorologen für heute Nacht und morgen tagsüber im Rheinland ergebliche Schneefälle mit Sturm prophezeit. Als diese Vorhersage am Dienstag aufpoppte, machten die Schreibfinken der BILD daraus gleich einen Blizzard, denn BLIZZARD hört sich doch gleich gefährlicher, ja, katastrophiger an. [weiterlesen...]