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Euphemismus des Jahres: Ästhetische Intim-Chirurgie

Reklame für Muschi-Schnippler

Nein, EXPRESS.de macht nicht nur Werbung für den Puff, sondern auch Reklame für einen Muschi-Schnippler. Und der darf dann noch das hier sagen:

Die in seiner Praxis am häufigsten gewünschten Eingriffe sind Korrekturen der inneren und äußeren Schamlippen. ‘Die inneren Schamlippen werden im Regelfall durch eine OP mit Schnitt verkleinert, die äußeren vorwiegend mit Fettabsaugung reduziert oder mit Eigenfetttransfer gestrafft.’ Auch Vaginalverengungen und -straffungen werden immer wieder angefragt. ‘Daraus resultiert ein deutlich verbessertes Lustempfinden.’
[Quelle: EXPRESS.de]

Über den Sinn und Unsinn solcher “Operationen” soll hier nicht diskutiert werden. Dass aber solche Typen ihr unwürdiges Handwerk auch noch so simpel PR-technisch verbreiten können, macht schon ärgerlich.

» Bericht von Rainer Bartel am 13.10.09
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Hells-Angels-Hochzeit in der Düsseldorfer Altstadt

Die tun nix, die wolln bloß feiern

angels_hochzeitBei den Schreibfinken der Boulevardblätter gibt es oft nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie sind zu blöd, oder sie schreiben ihr Zeuch mit voller Absicht. Was beim EXPRESS-Redakteuer Colja Schliewa vorliegt, sollte er sich morgens vor dem Spiegel selbst beantworten. Denn heute findet sich auf EXPRESS.de ein Beitrag mit der euphemistischen Überschrift “Super-Treff der Biker in der Altstadt“, den er verzapft hat. Hinterlegen wir die Fakten (siehe auch RP-Online zum selben Thema): Am Samstag hat sich ein Mitglied des Hells-Angels-Charter “Midland” mit einer altstadtbekannten Dame verheiraten lassen. Und zwar in der Rockkneipe namens “Engel” (ehemals “Weißer Bär“). Zu diesem Anlass fielen über 150 Mitglieder der Vereinigung ein, was einen mordsmäßigen Polizeieinsatz hervorrief. [weiterlesen...]

» Kommentar von Rainer Bartel am 10.08.09
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Was wollen die Kölner von uns?

Macht das Boulevardblättchen Politik?

express_kisteNun je, werden Sie sagen, ist doch normal, dass eine Tageszeitung sich in die Politik einmischt und nicht bloß drüber berichtet. Und da haben Sie Recht. In der Stadt, in der ich geboren bin, aufgewachsen wurde und alle Jahres meines Lebens bis auf eines verbrachte, ist das Angebot an Tageszeitungen – im Vergleich z.B. zu Berlin, Hamburg und München – sehr dünn. Es sind genau fünf Papierhaufen, die miteinander konkurrieren, zwei davon zählt man gemeinhin zur Kategorie der Boulevardzeitungen. Eine davon ist die BILD-Zeitung, die andernorts überwacht wird. Über das andere zeitungsähnliche Produkt mit den nackten Titten soll hier die Rede sein. Der EXPRESS ist ursächlich eine Zeitung aus der Stadt mit dem hässlichen Kapellchen gleich am Bahnhof. Das merkt man vor allem dem Online-Auftritt an, der aus Sicht eines Nicht-K***ers nur als Realsatire verstanden werden kann, denn im Mittelpunkt der “Berichterstattung” stehen der Äff-Zeh, Lukas Podolski oder das närrischen Dreigestöhn. Düsseldorf kommt nur an vierter Stelle, auch weil die Redaktion in meiner Stadt relativ dünn besetzt ist. Und diesen Schreibfinken mal auf die Finger zu gucken, soll Ziel dieser neuen Serie sein. [weiterlesen...]

» Kritik von Rainer Bartel am 11.02.09
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Keine Lust auf eigene Beiträge?

EXPRESS druckt Fressnapf-PR

express_fressnapfJa, es ist ein schweres Brot, als Journalist Themen zu finden, die interessieren. Noch schwerer ist es für manchen Schreibfink, eigene Texte zu verfassen. Da kommt so eine PR-Meldung gerade recht. Die nimmt man her, zitiert sie großflächig und dichtet ein, zwei Sätze dazu. Fertig ist der Instant-Artikel. Eine Probe dieses Convenience-Journalismusses liefert heute ein gewisser Fredy Lang auf EXPRESS.de ab. Unter der Überschrift “Fressnapf plant 2000 neue Jobs” berichtet er über die Krefelder Tierfutterschmiede Freßnapf. Nach der Lektüre denkt der unbedarfte Leser, Mönsch, toll, dass der Freddy mal nach Krefeld zum Herrn Toeller gefahren ist und den interviewt hat. Denn so hört sich ja folgende Passage an: [weiterlesen...]

» Bericht von Rainer Bartel am 13.02.09
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Zwischen Mode und Millieu

Ammer und sein Ständer

ammer_staenderWir wissen ja, das sich der EXPRESS für nix zu schade ist. Nicht einmal dafür, dem Mann, der zwischen Mode und Millieu hin und her wankt, regelmäßig ein Forum zu bieten. Was aber die Redakteuse Julia Todorinc hier abliefert, ist besonders widerlich: “…sprach der Herr der Hühner und nahm einen großen Schluck von seinem neuen Lieblingsgetränk –’Ständer’. ‘Ein Energydrink, den ich ab sofort auf allen Partys dabei habe.’” (Quelle: EXPRESS.de vom 23.02.09) Da wird in einem Satz Reklame für diese unangenehme Type und ein Getränk gemacht, dessen Name Programm sein soll. Jenseits aller political Correctness kann man bei Text und Bild doch erhebliche Würgreize kriegen. [weiterlesen...]

» Kommentar von Rainer Bartel am 23.02.09
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Wie nennt man diesen Beruf?

EXPRESS hält Ammer den Ständer

express_ammerSie können es nicht lassen, die Insassen der Düsseldorfer EXPRESS-Redaktion. Wann immer dieser Mensch auftaucht, der Ammer heißt, Partykönig genannt wird und einem nicht näher definierten Beruf nachgeht, präsentieren die Macher des hiesigen Lokalteils einen kleinen Jubelbeitrag. Dieses Mal hat dieser Typ in der Düsseldorfer Nachtresidenz seinen 48. Geburtstag gefeiert – der verantwortliche Schreibfink hat in der Headline dazu das Wort “Köln” beigetragen. Als ob er sich für die Sache schämen würde, hat er den “Artikel” nicht namentlich gekennzeichnet. [weiterlesen...]

» Kommentar von Rainer Bartel am 06.04.09
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