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Fortunas Saisioneröffnung 2014/15

DAS ist unsere Fortuna!

eroeffnungOder: Eine Saisioneröffnung, die allen Spaß macht.
Ein Sprichwort sagt: Du musst viele Frösche küssen, bevor da mal ein Prinz draus wird. Nach diesem Motto haben die Marketingverantwortlichen des TSV Fortuna Düsseldorf in den vergangenen Jahren einen Haufen ganz fetter Kröten geknutscht. Der Tiefpunkt war sicher vor drei Jahren erreicht, als man die Saisoneröffnung in die Hände einer dieser abgefuckten Event-Agenturen legte, die sich nicht entblödeten, die siebtklassige E-Promi-Tusse Kim Gloss als Rapperin auf die Freiluftbühne hinter der Arena zu bringen. Schon im Jahr davor hatten echte Fortuna-Fans serienweise Plaque gekriegt angesichts der Hüpfburgenmesse, die als Familienfest deklariert worden war. Zurück zum Flinger Broich, hieß der Traum. Denn die urgemütlichen, schwer familiären Fanfeste, mit denen in der Zeit vor dem Zweitligaufstieg die Saison angepfiffen wurde, fanden ja ohne viel Schi-schi traditionell auf dem Parkpaltz am Paul-Janes-Stadion statt. Und dann war da noch der Wunsch nach dem Eröffnungsspiel, den die gnädigen Herren in den Vereinsetagen uns 2012 mit einem versuchten Match gegen Benfica Lissabon bescheren wollten – mitten im Sommer bei geschlossenem Dach, damit auch eine drittklassige Lasershow abgefackelt werden konnte. Die wenigen Menschen, die sich das abgebrochene Spiel in der Support Area antaten, waren fassungslos. Und im folgenden Jahr gar nicht mehr anwesend. Da hatte man sich den Oligarchen-Club aus Monaco in die Arena geholt… Die Fans aber, die träumten von diesem irren Tag, an dem im Juli 2011 im mehr ehrwürdigen als alten Paul-Janes-Stadion in Flingern dieses wundervolle Fußballfest zwischen der Fortuna und PAOK Saloniki ereignete. » weiterlesen »

» Folge 70 von 70 in Fußballwochenende

» Berichte von Chefred am 27.07.14 um 13:07 » in Rubrik(en): Fortuna
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Zwischen Hools und Vuvuzelas

Als es noch Fußballweltmeisterschaften gab… (Teil 3)

_cup1998: Daniel Nivel – 1998 gab’s auch ne WM. Gab’s 1998 auch ne WM? Ich kann mich nicht genau erinnern. Das lag allerdings hauptsächlich an meinen verworrenen Lebensbedingungen in jenen Jahren. Fußball spielte in diesen Lebensbedingungen insgesamt eine winzige Rolle. Und wäre da nicht diese atemberaubend schöne Frau gewesen, eine ächte Düsseldorferin, Fortuna- und auch DEG-Fanin, hätte ich zwischen etwa 1996 und 2001 gar nichts von der launischen Diva mitbekommen. Denn – nennen wir sie einfach – Rita bestand darauf, zu den Heimspielen im Rheinstadion zu gehen. Und weil ich an Wochenenden immer was mit meiner Tochter unternahm, ging sie sogar mit uns in den Familienblock statt in den 36er. Leider fiel unsere einzige, wenn auch finale Beziehungskrise in die Wochen der WM in Frankreich. Irgendwie konnte ich mich da nicht auf die Kickerei konzentrieren. Zumal ich mittendrin auch noch zwei Wochen auf der AIDA zu arbeiten hatte. Dort war es auch, dass ich von diesem feigen Mordversuch am französischen Gendarm Dabiel Nivel in Lens erfuhr. » weiterlesen »

» Folge 69 von 70 in Fußballwochenende

» Erinnerungen von Chefred am 26.07.14 um 13:33 » in Rubrik(en): Sport
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Oder: Von falschen und echten Emotionen im Fußball

Wir hassen Köln und RWE…

hass_koelnDie Titelzeile gehört zu einem Chant, der der Kapo der Düsseldorfer Ultras gelegentlich anstimmt und so geht: “Wir alle singen jetzt ein Lied // Weil es für uns nichts Bess’res gibt // Es ist das Letzte auf der Welt // Was uns noch am Leben hält // Zu uns’rer Fortuna zu geh’n // Und hinter uns’ren Jungs zu stehen // Wir hassen Köln und RWE // Fortuna Düsseldorf, olé” Wer nie in einem Block mit echten Fans gestanden hat, wird nie verstehen, dass beim Mitsingen intensive Emotionen aufkommen – und zwar bei fast jedem – und dass gerade die Zeile mit dem Hass besonders intensiv betont wird. Und, ja, in dem Moment hassen wir Fortuna-Fans den Äff-Zeh und den Erzfeind Rot-Weiß Essen wirklich. Ihr Ergebener kann Ihnen versichern, dass die Mehrheit seiner Verwandten, Freunden und Bekannten, die nicht Fan eines Vereins sind, das nicht verstehen und ausgesprochen befremdet sind. Sie sind der Ansicht, dass es beim Fußball immer nur positive Emotionen gibt. Und glauben allen Ernstes, dass die Menschen, die sich beim Betrachten eines Spiels der DFB-Auswahl in Schwarzrotgold hüllen, “Fans” seien. Dabei sind deren Emotionen mehrheitlich künstlich, weil sie lediglich einem Teilbild vom Fußballfan, das in den Medien penetriert wird, nachahmen. Wer nicht hassen kann, kann auch nicht lieben. Und jede Emotion ist immer auch dialektisch. » weiterlesen »

» Folge 68 von 70 in Fußballwochenende

» Besinnungsaufsatz von Chefred am 17.07.14 um 12:38 » in Rubrik(en): Innenpolitik,Sport
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Das Spiel mit dem Hysteriker am Sprechrohr

GER vs ARG 1:0

poldiEs war eines der schönsten Tore des Turniers: Schürrle tankt sich durch und passt steil auf Götze. Der steht blank, nimmt den Ball perfekt mit der Brust an, lässt ihn abtropfen und semmelt das Ding volley in die Maschen. Und das in der 113. Minute. In der Phase des Spiels, in der fast alle Akteure nur noch den Wunsch hatten, es möge endlich vorbei sein. Aber ein erneutes Elferknallen wäre dieser Partie nicht gerecht geworden. Zumal sich Ihr erschöpfter Berichterstatter in seinen Albträumen ausmalen konnte, was Hysteriker Bartels an Plattitüden dazu abgesondert hätte. Es wäre nur ohne Ton oder mit Radiokommentar erträglich gewesen. So war es besser. Der mit weitem Abstand bescheuerste Satz einer TV-Sprechpuppe während des ganzen FIFA-Events entfleuchte dem Mundloch des Bartels’ ebenfalls in der Extrazeit. Die Weltregie (…ein Kandidat für das Unwort des Jahres…) meinte, die Christusstatue als Silhouette vor der untergehenden Sonne senden zu müssen, und der hochbeschleunigte Kommentator sagte: “Ah, Christus der Erlöser. Auch die deutsche Mannschaft wartet auf die Erlösung.” Das ist zunächst peinlich, lässt aber einige Rückschlüsse über die Denk(?)- und Sichtweise der öffentlich-rechtlichen Dumpfplauderer zu. » weiterlesen »

» Folge 67 von 70 in Fußballwochenende

» Spielbericht von Chefred am 14.07.14 um 11:50 » in Rubrik(en): Sport
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Wie gute Trainer und schlechte Schiris zusammenhängen

Trainer vs Schiris 0:0

schirisZiehen wir ein erstes Fazit dieses Fifa-Global-Events. Denn was heute abend noch kommt, wird vermutlich von einer schleimig-süßlich oder streng-bittren Sosse aus künstlich erzeugten Emotionen überschwemmt werden. Fußball-Fans werden froh sein, dass es vorbei ist und sich auf die kommende Saison mit dem Verein ihres Herzens freuen. Es ließe sich über viele Aspekte dieser Sache schreiben, aber zwei Kategorien Hauptdarsteller sind dieses Mal schwer ins Auge gefallen: Die Schiedsrichter und die Trainer. Selten haben bei einem Fußballturnier die Taten der Trainer derart viel Einfluss auf die Ergebnisse gehabt, selten standen einige dieser Coaches fast stärker im medialen Fokus als in den vergangenen Wochen. Das hat vor allem mit einem ziemlich tiefgehenden Paradigmenwechsel im Fußballsport zu tun. Bis etwa zur EM in Schwösterreich im Jahre 08 spielten die Teams nach Systemen. Man wusste, Spanien macht 4-3-3 und die Niederlande 4-4-2 (oder umgekehrt). Die Spieler beherrschten das System, besonders wenn es – wie im Fall der Spanier – den Kickern im Verein von Kindesbeinen an eingebläut wurde. Sein System perfekt zu beherrschen, war Erfolgsgarant. Die Rolle des Trainers während eines Spiels bestand im Wesentlichen darin, die Spieler ständig zur Disziplin innerhalb des Systems anzuhalten und bestenfalls Umstellungen innerhalb des Systems vorzunehmen. » weiterlesen »

» Folge 66 von 70 in Fußballwochenende

» Analyse von Chefred am 13.07.14 um 11:39 » in Rubrik(en): Sport
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David Luiz gegen Goliath Deutschland

Bumm-bumm, bumm, bumm-Bumm : Bumm, bumm

pappkameradIhr immer noch ergebener, aber einen Hauch überfüttert mit Fernsehfußball seiender Berichterstatter hatte zu Beginn des Turnier ja versprochen, sich im Wesentlichen auf das Fußballerische bei diesem FIFA-Gloval-Soccer-Entertaiment-Event in der temporär von der kriminellen Vierbuchstabenorganisation aus dem Steuerparadies okkupierten Zone zu konzentrieren. Das fiel bei dem… Ja, was ar das eigentlich, was da am Dienstagabend über die Flachbildschirme und bebeamten Leinwände huschte? Ein Spiel? Nein, das war kein Spiel, das war eine Theateraufführung mit klar verteilten Rollen und einer nicht so spannenden Dramaturgie. Im Grunde war der Verlauf ab den 30. Minute so gut wie vorprogrammiert. Dass es nun am Ende ein 7:1 geworden ist und kein 8:3 oder 5:0 oder irgendwas mit vier bis sechs Toren Unterschied, war nur Zufall. Das Stück zu analysieren, das aber geht erst mit einem vollen Tag Abstand. Das hat auch was mit der Hysterie der deutschen Medien zu tun, die um ein Vielfaches hysterischer reagierten als die Menschen, die sich für Fans halten und den Sieg der DFB-Auswahl gesehen und gefeiert haben. Da muss so ein ZDF-Mikrohalter bei einem eher nüchternen Kerl in den Fünfziger mehrfach insistieren, damit der endlich sagt, ja, er sei glücklich. Da versucht irgendso ein minderwertiger Privatradioquatschkopp, seinen Anrufern wenigstens ein bisschen Chauvinismus (“Egal wer gegen uns im Finale verliert, die hauen wir weg.”) zu entlocken. Und eine andere Rundfunktusse fragt eine Passantin allen Ernstes, ob das wie ein Orgasmus gewesen sei, beim 1:0… » weiterlesen »

» Folge 65 von 70 in Fußballwochenende

» 1,5 Spielberichte von Chefred am 10.07.14 um 12:59 » in Rubrik(en): Feuilleton
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Der industriell-militärische Komplex im Fußball

Fußball ist häßlich

bild“Fußball ist ein Ergebnissport” – das ist einer der widerlichsten Sätze, die die Nachplapperer den Vorplapperen nachplappern. Wobei die Vorplapperer damit nur die Philosophie, nein: die Politik des industriell-militärischen Komplexes aus Audi, Addidas, Nild und FC Bayern in Sätze formen. Weil aber kein Vorplapperer eine Schnitte hätte, würde er nicht entsprechend der Meinungshoheit vorplappern, plappern eben alle Vorplapperer denselben Scheiß. In diese Katgeorie gehört auch die mit Macht von interessierten Kreisen penetrierte Aussage vom Fußball-GESCHÄFT. Fußball als Ergebnissport ist häßlicher Fußball. Das wusste schon das Trainergenie César Luis Menotti, der u.a. feststellte “Beim Fußball der Linken spielen wir nicht einzig und allein, um zu gewinnen, sondern um besser zu werden, um Freude zu empfinden, um ein Fest zu erleben, um als Menschen zu wachsen.” Das ist das Motto, dass dieser wunderbaren Fußballseite die Richtung gibt. Und wenn es stimmt, dass so der Fußball der Linken beschrieben werden kann, dann muss der Ergebnisfußball im Umkehrschluss der Fußball der Rechten. Das vielleicht nicht, aber diese Definition von Fußball ist die des menschenfeindlichen Turbokapitalismus. Soviel zum Thema: Fußball und Politik. Denn gestern gab es gleich zwei am Ende häßliche Fußballspiele im Rahmen des FIFA-Soccer-Entertainment-Turniers in Brasilien. » weiterlesen »

» Folge 64 von 70 in Fußballwochenende

» Wutanfall mit Spielberichten von Chefred am 06.07.14 um 11:17 » in Rubrik(en): Sport
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Vogelwildes Viertelfinale

Brasilien dezimiert

danebenSeit Ihr erheblich Ergebene sich die Spiele der DFB-Auswahl bei diesem FIFA-Megaevent nicht mehr so richtig anschaut, also so mit auf dem Sofa sitzen oder in der Stammkneipe oder bei irgendeinem Public Viewing, ist er tiefentspannt wie Bunztrainer Löw vor dem Viertelfinale. So lief die Partie gestern abend im TV während Ihr Ergebener die Abendmahlzeit bereitete. Es war sehr lecker. Hummels hat ein Tor geschossen. Später erfuhr Ihr Berichterstatter, dass die Franzosen in der Halbzeit Zwei besser waren und Neuer mal wieder Deutschland gerettet hat. Das ist doch prima. Und wer meint, das sei Ausdruck von Freude, der möge doch mit seinerm Blecheimer hupend durch die Gegend kariolen. Es waren wenige. Wie sich zumindest im Gesichtskreis Ihres ergebenen Berichterstatters die Auswüchse des Patriotismus – im Fachjargon “Schlandbesoffenheit” – in vertretbaren Grenzen halten. Die Nationalisten unter den Patrioten, die alle zwei Jahre auf “Fußball-Fan” machen, nehmen den Schlandismus allerdings gern auf und beschimpfen alle Inhaber von deutschen Personalausweisen, die nicht so auf die FC-Bayern-Söldner gespickte DFB-Auswahl stehen, durchaus aggressiv als “Vaterlandsverräter” oder “linke Zecken” und empfehlen, doch einfach “zu den anderen Kanaken” zu ziehen. Man sieht: Fußball ist unpolitisch. » weiterlesen »

» Folge 63 von 70 in Fußballwochenende

» Spülbericht von Chefred am 05.07.14 um 12:00 » in Rubrik(en): Sport
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