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Wirtschaftsfaktor Fußballsöldner

So geht’s moderne Soccer-Business

lederfussball_kleinNicht nur für Menschen, die sich eher wenig für den Fußball interessieren, ist die wirtschaftliche Seite des europäischen Soccer-Businesses eine eher diffuse Sache. Das gilt besonders für den Faktor, der als “Transfererlöse” in die Gewinn-und-Verlustrechnungen der Vereine eingeht. Mancher hat zumindest vom Bosman-Urteil aus dem Jahr 1995 gehört, und nicht wenige Interessierte meinen, dieser Teil des Geschäfts funktioniere so wie in den beliebten Soccer-Simulations-Games. Der folgende Beitrag versucht, die Prinzipien des SklavenSöldnerSpielerhandels auf einfache Weise zu beschreiben. Traditionell spielen drei Komponenten eine Rolle: Spielergehalt, Handgeld, Ablösesumme. [weiterlesen...]

» Erklärung von Chefred am 24.03.13
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Heimspiel in Wolfsburg. Oder: Warum subventioniert der Konzern denn nicht die Fans?

BSG Volkswagen AG vs F95 1:1

vwburg_f95_2013Nun hat sich ja der Watzke mal wieder auf seine dumpf-populistische Art über die “Werksclubs” aufgeregt. Dabei sollte der Vorturner vom lizenzbetrügerischen FC Schwarzgelb mal schön die Klappe halten: Was ist denn an seinen Borussen als Werkself der Evonik und damit der Ruhrkohle AG so anders? Gut. Dortmund ist eine Stadt, Dortmund hat eine Tradition und der BVB zählt ja auch schon seit mehr als 50 Jahren zum elitären Kreis der Traditionsvereine. Der VfL aus der Kraft-durch-Freude-Stadt aber, der ist so überflüssig wie ein Innenbandriss. Nun lese ich ja gerade “Er ist wieder da“, diesen satirischen Roman, der davon handelt, dass Hitler nach 65 Jahren wieder auftaucht. Das brachte mich auf den Gedanken, dass der deutsche Rekordmeister ganz bestimmt der FC Kraft-durch-Freude-Stadt wäre, hätte das so genannte “Dritte Reich” nicht glücklicherweise 1945 ein abruptes Ende genommen. Aber momentan müssen wir mit diesem Team leben, das sich ein paar VW-Manager als Hobby leisten – ganz im Stile der russischen Oligarchen. [weiterlesen...]

» Glotzbericht von Chefred am 16.03.13
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Keinen Euro der BILD-Bayern-Sky-Mafia!

Drecksbayern vs F95 3:2

7zu1Als ich wenige Sekunden nach dem Abpfiff den Antoniushof am Fürstenplatz verließ, war klar: Der erste FCB-Eventie, der mir begegnen würde, bekäme was aufs Maul. Einfach so. Doch dann setzte auf Höhe vom REWE der Verstand wieder ein, und ich dachte so bei mir: Was für eine arme, dumme Wurst muss man sein, sich selbst als “Fan” der verfickten Drecksbayern zu bezeichnen, wenn man nicht in München aufgewachsen und per Zufall dem FCB zugefallen ist? Wie wenig eigenes Leben muss man haben, wie sehr muss man auf fremden Erfolg angewiesen sein, um sich zu dieser verfickten Geldmaschine zu bekennen? Dann taten sie mir nur noch leid, die Loser, die vorm Fernseher die Emotionen richtiger Fußballfans nachahmen und hoffen, ein wenig Glanz möge auf ihr trostloses Leben abfärben. Und anschließend wurde mir wieder einmal klar, was für ein Wahnsinnsglück es ist, Fortuna-Fan zu sein. Dass er mich zur Fortuna gezerrt hat, dafür werde ich meinem Vater (lost in 1967) op ewisch dankbar sein. Von diesen ganzen Eventkunden mit dem Schrank voll FCB-Merchandscheiß wird KEINER je nachvollziehen können, was wir F95-Fans erlebt haben. Während deren Söldner sich per Dusel und freundlicher Unterstützung der Schiris von Sieg zu Sieg schleichen, haben wir das 7:1 – den historischen Sieg, den uns nie irgendwer wird nehmen können. [weiterlesen...]

» Wutausbruch von Chefred am 09.03.13
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Oder: Wie man in Gelsenkirchen auf ein Loveparade-Desaster hin arbeitet...

Scheiße hoch 4 vs F95 2:1

s04_f95_2013Hinweis: Da Ihr sehr ergebener Berichterstatter schon sehr lange privat und beruflich eng mit dem Ruhrgebiet verwoben ist, liegt ihm diese Region, vor allem die darin eingeschlossenen Menschen, sehr am Herzen. Ja, er mag den Pott. Die folgenden Schmähungen sind also zu verstehen als das, was der moderne Rapper “Dissen” nennt, also als mehr oder weniger scherzhaftes Niedermachen des gegnerischen Vereins, seiner Fans und der Stadt in der die hausen. Als Freund von Ruhrmenschen muss man sich entscheiden, ob man schwatzgelb oder blauweiß weniger scheiße findet. Gestern wurde mir wieder einmal klar, dass ich klammheimliche Sympathien für die Knappen habe. Ich gestehe hier öffentlich, dass ich vor einige Jahrzehnten sogar mehrmals inmitten Schalker Freunde im Parkstadion saß und ein S04-Fähnchen wedelte; ich war jung und wusste es nicht besser. Als Schlacke beinahe Meister geworden wäre, war ich traurig – nicht nur, weil dadurch die Drecksbayernkackwürste die Schale stahlen. Auch weil in der Rückschau auf fast 50 Jahre Fußballfreunddasein mir die Schalker quasi als Mütter der Fankultur galten. Geständnis zuende… [weiterlesen...]

» Reisebericht von Chefred am 24.02.13
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Die Asis sind nicht zu fassen. Oder gibt's die gar nicht?

Die Gewalt aus dem Nichts

lederfussball_kleinEin Gespenst geht um in deutschen Fußballstadien… Ist das nicht eine schöne Einleitung? Mysteriös, reißerisch, bescheuert – als wär’s ein Stück vom Wendt. Leider beschreibt der Satz aber tatsächlich eine neue, beunruhigende Entwicklung. Immer öfter mischen sich klötenkranke Testosteronjunkies unter die Zuschauer und Fans, die nur ein Ziel haben: Provozieren, belästigen, Gewalt anwenden. Einige Experten der Fanpolitik raunen bereits vom Asi-Block und meinen damit Gruppen von einem halben bis zwei Dutzenden Kerlen zwischen 16 und 36, die mit Fußball nichts am Hut haben, sich nicht wirklich dafür interessieren und schon gar nicht Fan von irgendeinem Verein sind. Diese Typen verabreden sich zum Stadionbesuch und buchen am liebsten Plätze in der Fankurve oder in Blöcken, von denen aus sie Zugang zur Fanszene haben. In der Regel sind sie entweder alkoholisch gut vorgeglüht oder von chemischen Substanzen befeuert … oder beides. Das Aggressionspotenzial ist enorm hoch und richtet sich auf die Leute in der Nähe. [weiterlesen...]

» Kolumne von Chefred am 20.02.13
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Von der endgültigen Heimkehr des Axel Bellinghausen

F95 vs Fürzchen 1:0

f95_fuerze_2013Schon vor zwei Wochen wünschte sich Ihr sehr ergebener Berichterstatter nichts sehnlicher, als dass Heimspiele endlich wieder was Normales kriegen, dass sie sich so anfühlen wie damals in der dritten Liga. Aber irgendeine Fußballgöttin hat diese Saison etwas dagegen. Mitte vergangener Woche fand ich auf der Webseite der Ultras Düsseldorf ein schwarzes Kreuz, ein Trauergedicht und den Hinweis “R.I.P. Cedi”. Wenige Stunden danach häuften sich auf Facebook entsetzte und tieftraurige Kommentare von Menschen aus der Düsseldorfer Fanszene. Dann brachte jemand Fotos, die den Cedi bei der Reise ins F95-Trainingslager zeigen. Und da erkannte ich ihn. Cedi wurde nur 21 Jahre alt bevor er aus dem Leben ging. Und deshalb fand gestern vorm Spiel ein Trauermarsch zu seinen Ehren von der Kastanie zum Stadion statt. Um die 500 Leute gingen mit, und als unter der Kassenplattform eine Schweigeminute eingehalten wurde, da hielten selbst die Vorgeglühten und die Gaffer das Maul. [weiterlesen...]

» Spielbericht von Chefred am 17.02.13
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Worum es beim Profifußball in Wirklichkeit geht

Geschäftsmodell Soccer-Entertainment

lederfussball_kleinAuf vielfachen Wunsch einiger Leser, die mit dem modernen Fußball nicht so vertraut sind, möchte ich hier und jetzt noch einmal erklären, worum es beim Profifußball in Wirklichkeit. Genau, um Geld. Um viel Geld. Um irre viel Kohle, Massen an Schotter, Pinunze bis zum Abwinken, Milliarden. Fantastilliarden. Und eigentlich hat es der Kollege vom Reviersport in seinem Kommentar hinreichend und treffend ausgedrückt:

Die Grundidee des Neuzeitkicks ist so zu verstehen, dass knapp tausend Menschen sich in bizarrer Weise an den Fleischtöpfen bedienen, einige Medien zusätzlich am Kuchen knabbern dürfen und der Rest vom Schützenfest sich im Stadion zu versammeln, Fanartikel zu konsumieren und ansonsten brav und andächtig die Promis auf dem Rasen und in den VIP-Logen zu bewundern hat. [Quelle: Reviersport]

Trotzdem lohnt es sich, die Sache – und zwar aus einer bundesliga-übergreifenden Perspektive – einmal genauer zu betrachten. [weiterlesen...]

» Kolumne von Chefred am 13.02.13
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Vom schwachsinnigen Stadionsprecher und der Käfighaltung für Gäste

Ökoburg vs F95 1:0

scf_f95_2013Und dann entsponn sich eine interessante Debatte über den Campanilismo im deutschen Fußball. Dass so zu sagen die volle Dröhnung aller Vorurteile gegenüber einer Stadt von allen Fans gegnerischer Clubs auf die Mannschaft dieser Siedlung übertragen wird. Wir Düsseldorfer kennen das: Hirnfreie Volldumpfbratzen vom ganz linken Niederrhein blubbern gern über die Fortuna als Schicki-Micki-Verein mit schier unbegrenzten Finanzressourcen. Was natürlich Quatsch ist. Aber wie soll das Ergebnis eines kreisrunden Stammbaums auch nur erahnen können, dass Düsseldorf genauso lange eine Industriestadt mit überwiegend proletarischer Bevölkerung war wie Duisburg, Oberhausen oder Essen? So bescheuert also das Bashing per Ressentiment ist, so viel Spaß macht es auch. Ganz besonders in Freiburg, der Hauptstadt der Öko-Bewegung, wo gefühlte fünfzig Prozent der Kinder in der Schule gelernt haben, ihren Namen zu tanzen, und wo alleinerziehende Mütter das frei umherschweifende Männchen so weit domestiziert hat, dass gar kein Testosteron mehr übrig ist. So sehr Ihr sehr ergebener Berichterstatter die schöne Stadt im Breisgau, ja, liebt, und sehr er gerne etwas andere berichten würde, muss er feststellen: Ja, die Vorurteile gegenüber Freiburg stimmen samt und sonders. Und gelten auch im Stadion. Denn wo, wenn nicht an der Dreisam wird man als Fußballfan von einem anderen Fußballfan mit den Worten “Dasch isch ungehörig” dafür gerügt, einem konfusen Schiedsrichter zwei(!) Stinkefinger zu zeigen? [weiterlesen...]

» Reisebericht von Chefred am 12.02.13
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