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Dummheit ist im Fußball der Normalzustand - oder war's umgekehrt?

Rekordherbstmeister

lederfussball_klein“Für diesen Titel können wir uns nix kaufen”, sagen die ballkickenden Sprechpuppen und deren Trainer gern angesichts der Tabellenführung nach dem Ende einer Rückrunde. Das hat Wahrheit. Aber selbst für den Titel des Deutschen Meisters oder des Pokalsiegers kann keiner irgendwas käuflich erwerben. Weil das so ist, hat der liebe Fußballgott so Sachen erfunden wie die Champignon-Liga, wo die Vereine einfach dafür massig Kohle kriegen, dass sie da mittun. Tatsächlich gibt’s das auch schon im DFB-Pokal, wo Fernsehgelder “ausgeschüttet” werden. Und alle finden das normal. Fernsehgelder – was ist das eigentlich? Wer bezahlt die? Und warum? Bevor der dicke Kanzler auf der Basis massiver Korruptionszahlungen durch den ollen Kirch seinerzeit das Privatfernsehen hat einführen lassen, hat auch der senile DFB für sich entdeckt, dass er die Rechte am Fußball hält. Um es mal streng verkürzt auszudrücken. Zuvor war es den öffentlich-rechtlichen Glotzbedürfnisanstalten (ARD, dritte Programme, ZDF) unbenommen, im Rahmen ihres Informationsauftrages bewegte Bilder von Fußballspielen zu erzeugen und zu versenden. Also in der Spochtschau (N’ahm allerseits) und im Akte-ellen Spochtschuio (Grüß Gott!) und manchmal auch im passenden Dritten. Kostenlos. Und bevor der jecke Mast den Braunschweinchen seinen Hirsch aufs Hemd bappte, zielte Reklame im Stadion auf die Leute im Stadion. [weiterlesen...]

» Gedanken von Rainer Bartel am 06.12.11
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Warum der Fußball eben doch kein Business wie jedes andere ist

Was macht eigentlich Dieter Hoeneß?

lederfussball_kleinJa, ich weiß schon, dass das Fußballwochenende noch nicht durch ist. Erst muss die glorreiche Fortuna heute abend noch den TSV Vestenbergsgreuth abfieseln. Unentschieden reicht auch für die Tabellenführung. Wäre aber auch wichtig, denn dann bliebe mein Verein der einzige Club in den ersten vier Ligen der Saison 2011/12 OHNE NIEDERLAGE. Die SGE aus dem Sparkassenstädtchen hat’s ja nun von den Scheichkätzchen besorgt gekriegt. Was aus dem immer übellaunigen und meistüberschätzten Trainer der Bundesligen den noch übellaunigeren Trainer macht. Okay, um dem Arbeiterverein aus Flingern das Altbier reichen zu können, muss man schon mehr aufbieten als ein fünfmal höheres Budget. Zum Beispiel ein Nichtarschloch als Vorturner; wobei Heribert Bruchhagen ja eigentlich von Hause aus ein guter Mensch ist, weil er aus Düsseldorf-Derendorf stammt. Frankfurt verdirbt eben den Charakter. Am Ende dieser Zweiligasaison werden die Täubchen vom Main zusammen mit uns aufsteigen, denke ich… Ob Stinkifauli relegieren darf oder die Fürthzchen, wen interessiert’s? Der Fisch der Hinrunde ist weitgehend geschuppt, und im Prinzip ist es Spitzkuchen, ob wir Herbstmeister werden. [weiterlesen...]

» Überlegungen von Rainer Bartel am 28.11.11
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Von Fachsimplern, Analysen, Statistiken, Püschologen und Systemen

Hätte, hätte, Dreierkette

lederfussball_kleinMuss dazu sagen, dass ich nicht besonders viel vom Fußball verstehe. Mag daran liegen, dass ich nie selbst gespielt habe – außer ein paar Mal zwangsweise im Sportunterricht und gefühlten vier Mal mit Leuten auf der Wiese. Das bedeutet, dass ich nicht zu den 40 Millionen Bundestrainern zähle, die sich permanent anmaßen, über diesen wunderbaren Sport zu fachsimpeln. Im Stadion geht das ja noch, weil es einfach dazu gehört, am auf dem Sofa ist es einfach nur blöd. Das konnte man wieder rund um das Nazionalspiel gegen die Ukra-ine feststellen, wo ja der Jogi die Dreierkette ausprobierte. Nun fachsimpelten Millionen Fachsimpler darüber, dass es gegenüber der Viererkette aber ui-jui-jui gewesen sei – ohne jede fundierte Ahnung von den Systemen und ihren Bedeutungen. Der Trainerausbilder Frank Wormuth hat es den Leuten von den 11Freunden mal so richtig erklärt: [weiterlesen...]

» Gedanken von Rainer Bartel am 16.11.11
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Es geht um echte Gefühle, ihr Idioten, nicht ums Geschäft!

Eigene Emotionen, selbstbestimmt

lederfussball_kleinDas war eine blöde Idee, diese Kolumne FußballWOCHENENDE zu nennen, denn die werbefinanzierte Entertainment-Industrie macht Fußball rund um die Uhr. Früher war alles besser. Da war Bundesliga am Samstag um halb vier, Restfußball am Sonntag und mittwochs manchmal Europapokal. Heute heißt das Champignon Liga und wird so ausgewalzt, dass man eigentlich jeden Dienstag und Mittwoch außerhalb der Sommer- und Winterpausen damit füllen kann. Hinzu kommt noch der UEFA-Cup, der jetzt den bestussten Namen “Europe League” tragen muss. Und das es immer noch den DFB-Pokal gibt (der zum Glück noch nicht von verkoksten Krähatief-Arschgeigen umbenannt wurde…), besteht der Stoff aus der heutigen Folge aus allem, was seit dem 21.10.2011 passiert ist – also in den letzten zwei Wochen. Für die glorreiche Fortuna hieß das: einmal gästelos gegen Rostock, einmal triumphal im Pokal gegen 60 und einmal hocheomotional gegen den FSV. Außerhalb des Tellerandes boten Mitreisende der Dynamo-Fans in Dortmund den DFB-Wichsern Stoff für Machtphantasien, wurden die Scheißbayern völlig zu Recht von den 96ern besiegt und der kindliche Meister im Pokal der wunderbaren Fortuna zugelost. Thema Nummer 1 ist aber das, was die machtgeilen Paranoiker und die durchgeknallten Polizeigewerkschaftsvorturner “ausufernde Gewalt” nennen. [weiterlesen...]

» Gedanken von Rainer Bartel am 03.11.11
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Von Liberos und Viererketten

Systemfußball

lederfussball_kleinNun wundert euch mal nicht, dass diese Kolumne erst heute an einem Donnerstag über euch her fällt. Denn erstens hatten wir ja den Nazionalfeiertach und zweitens: Nach dem Wochenende ist vor dem Wochenende. Und aus meiner höchst subjektiven Sicht war es eine ziemlich erfreuliches Wochenende, das es auf immerhin 3,5 Punkte bringt. Auch das Unentschieden der unvergleichlich schönen Fortuna bei den Braunschweinchen fühlt sich insgesamt angenehm an. Wobei die atemberaubende Pyro-Show der F95-Reisenden vor Spielbeginn den Vergleich mit der handelsüblichen Südländerbegeisterung, auf die unsere dummfaulen Spochtrepocher sich gern einen abrubbeln, nicht scheuen muss. Die Sky-Sprechmaschine stottert erst noch was von Bildern, die wir nicht gern sehen, konnte dann aber seine Bewunderung kaum unterdrücken. Selbst der Schiri betrachtete sich, auf den Einlauf bzw. Auflauf (Kann man das nicht mal irgendwie anders nennen?) wartend, mit lächelndem Wohlwollen das brennende Schauspiel. Natürlich ist Pyrotechnik ein Dauerthema auch im Fanforum der Fortuna, das liebevoll “Difo” genannt wird. Recht eigentlich ist die dortige “Diskussion” am ehesten ein Beispiel für die großflächig herrschende Blödheit bei Online-Debatten, denn regelmäßig tauchen User auf, die zu faul sind, sich durch Nachlesen einen Überblick zu verschaffen, aber ganz wild in der Gegend rummeinen und dabei Argumente liefern, die schon hundertfach gefallen sind. Nun bin ich hier und dort schon als Pyro-Befürworter auffällig geworden. [weiterlesen...]

» Überlegungen von Rainer Bartel am 06.10.11
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Identifikation, Involvement, Motivation...

Can’t Buy Me Love

lederfussball_klein“Liebe ist alles” sang das Erstligateam vom FC Rosenstolz einst, bevor beide Spieler ein Erschöpfungssyndrom erlitten und sich erstmal schonen mussten. Und der verehrte Fußballbloggerkollege vom Freitagsspiel weiß auch, was Liebe ist. Beides hat ne Menge mit Fußball zu tun, denn ohne Liebe ist das ganze Gekicke sinnlos. Dutzendweise bekennen Jungschauspieler, äh, -fußballspieler, dass sie den Fußball einfach lieben und sich voll total priviligiert vorkommen, dass sie damit Geld (viiiiiiel Geld!) verdienen können. Das ist die Bescheidenheit der Liebenden, und vermutlich würden die Jungs, die mit siebzehn den ersten Berater anheuern, sogar für UMME kicken, hätten sie eben keinen Berater am Hals, der ja auch ein Frühstücksei braucht. Weil sie eben nicht nur den Fußball lieben, sondern auch ein krasses Verantwortungsgefühl haben. Es macht es nicht einfach, mit dem Begriff “Liebe” gegen den Satz anzustinken “Geld schießt doch Tore”. Nehmen wir mal als Extremstbeispiel diese Vollnutte unter den Premier-League-Clubs: Manchester City. Wer auch immer da in den Jahren 07/08 die Entscheiderhosen anhatte, kann keine Eier darin gehabt haben. Denn 128 Jahre vielfältige Tradition an einen menschenunfreundlichen Despoten zu verticken, ist einfach nur charakterlos. Und wer dieses Etikett für den aktuellen “Präsidenten” der Citizens für überzogen hält, möge sich mal mit den Lebensverhältnissen der “Gast”arbeiter in Abu Dhabi befassen. Wie es ja überhaupt an Anzeichen mangelnder moralischer Grundlagen ist, wenn man für Geld sein Gesäß hinhält. [weiterlesen...]

» Nachtgedanken von Rainer Bartel am 28.09.11
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Wozu zehn Jahre in der Versenkung am Ende gut sein können

Vereine dieser Republik, schaut auf die Fortuna!

lederfussball_kleinSo wie die Dinge liegen war dies ein Scheißfußballwochende – nur 1,5 Punkte. Am meisten nervt mich, dass nun diese ganzen Bayernliebchen wieder aus ihren Eventlöchern gekrochen kommen und mir erzählen wollen, der FCB sei einfach toll, überlegen und so weiter. Blödsinn! Auch wenn die Statistik (das Mürbchen für den inkompetenten Spochtrepochter) glänzt wie Schwarte, hab ich noch kein überzeugendes Spiel der Millionäre gesehen, nur schwache Gegner. Oder sagen wir: Gegner, die nicht kapiert haben, wie man diese unkreative Truppe bügeln könnte. Nun hat ja olle Jupp eigentlich nur eine große taktische Änderung vorgenommen, die sich hochtrabend “asymmetrische Offensive” nennt. Wobei das alte Cola in neuen Dosen ist: Im Anrgiff befindlich verschiebt die Mannschaft so, dass sie in Ballnähe immer Überzahl hat – eine Erfindung von Kalli Feldkamp, oder so… Wär nicht schwer, was dagegen zu machen, wären die Trainer der anderen nicht so unflexibel. [weiterlesen...]

» Gedanken von Rainer Bartel am 20.09.11
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Wer Fußball nicht völlig subjektiv und emotional betrachtet, ist ein armer Wicht

Maximal fünf Sterne

lederfussball_kleinDas Schicksal hat es gut mit mir gemeint, denn ich bin Fan der glorreichen Fortuna aus Düsseldorf. Manchmal habe ich Albträume, in denen ich Anhänger solcher Mistklumpenclubs wie dem FC Bayern, dem Gladpack oder gar dem Äff-Zeh aus dem hässlichen Kapellenstädtchen bin. In diesen Träumen sitze ich dann völlig unbewegt 90 Minuten in einer Schlauchbootarena ab, prolle alles, was sich bewegt, in dumpfesten Niederrheinslang an oder bete einen Hund mit Hörnern an. Dann erwache ich, und ein Lächeln umspielt meinen Mund: Ich bin wieder in der Realität angekommen. Natürlich gibt es Stubenhocker, die sich für Fußballfreunde halten, weil sie ein Sky- oder (noch schlimmer!) Liga-Total-Abo gekauft haben. Und die sind meistens total ausgewogen, ja, die halten es für okay, ein Fußballspiel zu “analüsieren”. Womöglich Partien unter der Beteiligung irgendwelcher sinnloser Vereine wie Golfsburg, Hoppenheim oder was sonst noch aus den Kommerzärschen dieser Fußballnation gekrochen ist. Es sind diese die Typen, die mir persönlich immer vorwerfen, ich würde eine “Fäkalsprache” verwenden, ich sei “vom Hass zerfressen” oder einfach nur nicht objektiv. Jungs, ich sach euch watt: Da scheiß ich drauf! [weiterlesen...]

» Resümee von Rainer Bartel am 12.09.11
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