Natürlich haben sie uns wieder verraten, die beschissenen Sozen. Ja, ja, ich weiß, genug Leute haben mich gewarnt und beschimpft wegen meiner Wahlempfehlung für die SPD. Sie hatten Recht. Die Spezialdemokraten sind der Herpes der Parteiendemokratie. Wann immer eine Möglichkeit besteht, eine historische Chance zu verkacken, schaffen es die Sozen auch, voll daneben zu hauen. Man hätte es wissen müssen, dass diese sozialdemokratische Unternehmensberaterin “vernünftig” handeln würde, um sich den Beifall der abhängigen Medien zu sichern. Die feieren sich jetzt selbst, denn sie haben es ja herausgefunden, dass die Linken in NRW völlig bescheuert sind.
Da setzt sich gerade so eine Kackfresse vom WDR in die Tagesthemen und gibt einen lustichen Kommentar ab, nicht ohne zu erwähnen, dass die Linkpsartei solche verrückten Forderungen hätte wie 10 Euro Mindestlohn. Hey, du Arsch mit Ohren! Dich sollte man mal für vier Wochen als Kassierer in eine KiK-Filiale stecken für 4,80 Euro pro Stunde. Es ist zum Kotzen: Der unternehmerisch-mediale Komplex hat sich wieder durchgesetzt und die ekligen Sozen waren wieder seine willigen Helfer. [weiterlesen...]
Millionen Deutsche wählen gegen die eigenen Interessen
Ihr sehr ergebener Berichterstatter möchte sich angesichts der Ergebnisse dieser Bundestagswahl 2009 herausnehmen, zumindest ein Resultat völlig frei von Objektivität zu kommentieren. Liebe Leute, die ihr euer Kreuz bei der FDP gemacht habt: Wie blöd muss man eigentlich sein, die Lobby der Besserverdiener zu wählen, wenn man selbst gar nicht dazu gehört? Es sieht so aus, als habe rund jeder Achte, der in sein Wahllokal gegangen ist, die FDP gewählt. Man stelle sich das mal vor: Da sitzen acht normale Leute in der Kneipe am Tresen, und einer davon hat die Liberalen gewählt! Wo doch im Zuge der Gesundheitsreform Personen zu “Gutverdienern” erklärt wurden, die mehr als 60.000 Euro brutto pro Jahr verdienen. Besserverdiener sind also solche, die noch mehr verdienen – und die will die FDP steuerlich entlasten. [weiterlesen...]
Regierende Lügenbande verharmlost deutsche Kriegsgräuel
Man muss gar nicht mit dem Spruch kommen, von dem kaum einer weiß, von wem er stammt: “Von deutschem Boden soll nie wieder ein Krieg ausgehen”. Man braucht sich bloß das Grundgesetz anzuschauen, dass im Artikel 26 bestimmt: “Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.” (Quelle: Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland) In der Nacht von Donnerstag auf Freitag in der vergangenen Woche haben US-Kriegsflieger auf Anforderung eines deutschen Offiziers zwei 500-Pfund-Bomben auf eine Gruppe Afghanen geworfen – die NATO geht inzwischen von 125 Toten aus, davon mindestens 25 Zivilisten. Die Staatsanwaltschaft Potsdam prüft, ob gegen den verantwortlichen Offizier ein Ermittlungsverfahren wegen eines Tötungsdelikts eingeleitet wird. Das alles ist schlimm genug. Das Verhalten dieses Verteidigungsministers namens Jung aber ist ein einziger schlimmer Skandal. [weiterlesen...]
NRW-Kommunalwahl 09: Danach...
Seit über sieben Jahren wohne ich jetzt im Stadtteil Friedrichstadt. Zum Wählen gehe ich dahier jedes Mal in die Schule an der Kirchfeldstraße – nein, nicht die Grundschule, die ich von 1959 bis 1961 selbst besuchte, sondern das Berufskolleg vorne an der Ecke zur Corneliusstraße. Bei der Europwahl gab es in Friedrichstadt ein historisches Patt zwischen der CDU und den Grünen. Und dieses Mal erkämpfte die bürgerliche Ökopartei sogar die Mehrheit – zumindest im Stimmbezirk 3104. Allerdings fühlten sich von 1.639 Wahlberechtigten nur 431 bemüßigt, ankreuzen zu gehen, also kaum mehr als ein Viertel. Und so fühlte sich das im Stimmlokal auch an. [weiterlesen...]
Freie-Wähler-Prosa zur Kommunalwahl
Man muss den Freien Wählern – ob hier in Düsseldorf oder woanders – ja nicht unbedingt vorwerfen, Rechtspopulismus zu betreiben, aber dass diese Gruppierungen, die es “den Politikern” mal so richtig zeigen wollen, von Paranoia, Verschwörungstheorien und anderen psychopathologischen Effekten betroffen sind, beweisen sie fortwährend selbst. Zum Beispiel mit ihren Aussagen im Wahlkampf. Verwirrendes Beispiel für die dabei entstehende Prosa ist der Flyer, den die Freien Wähler Düsseldorf in die Briefkästen der hiesigen Wähler werfen ließ. [Klick aufs Bild macht's groß] [weiterlesen...]
Schöner Freud'scher Fehler zum Wahlergebnis
Das ist ja beruhigend, dass ich nicht der Einzige bin, der immer “Schwarzgeld” denkt, wenn er Schwarz-Gelb hört. Es liegt ja auch nahe, bei Parteien, die in bis heute nicht aufgekärte Spendenskandale verwickelt waren, oder bekennende Steuerhinterzieher in ihren Reihen haben, an “Bimbes” zu denken. Ach ja: Lebt eigentlich der Kohl noch? Das Bild ist ein Screenshot von nachrichten.de, dem Anti-Google vom ollen Burda und zeigt den Verweis auf eine Nachricht zur Wahl auf Golem.de.
Wer hat uns verraten?
Warum die Sozen bei der Wahl am vergangenen Sonntag so dramatisch untergegangen sind, ist jetzt fast klar: Massenweise sind genau die Leute weggeblieben, die noch 2005 ihr Kreuzchen bei der SPD gemacht haben. Vermutlich haben rund 1,6 Millionen Wahlberechtigte es vorgezogen, gar nicht zu wählen, als der bösen CDU, den bösen Linken, der superbösen FDP oder den blöden Grünen ein Stimmchen zu schenken. Da fragen sich die Kommentatoren zu hauf: Warum? Dabei ist die Antwort einfach. Welcher sozialdemokratische Stammwähler würde den ernsthaft wollen, dass der langweilige Schröder-Darsteller und Erfinder der Agenda 2010, der plumpe Pragmatiker und Technokrat Bundeskanzler würde? Oder dass der unfähigste aller Unfähigen, der Scholz mit dem lichten Pony, erneut Minister würde? Oder der Struck, oder oder oder… Nein: 1,6 Mio Sozenwählern hatten die Schnauze voll. [weiterlesen...]
NRW-Wahl: Meine Stimmen kriegen die Sozen
Die erste Wahl, bei der ich Kreuzchen machen durfte, war die Bundestagswahl 1972. Und das weil das Wahlalter kurz zuvor auf 18 Jahre gesenekt worden war. Bei dieser Wahl war ich allerdings nicht nur Wähler, sondern auch Wahlkämpfer. Aus tiefer Verachtung gegen die altnazi-durchseuchte CDU/CSU und Typen wie Strauß und Bewunderung für Willy Brandt bin ich einige Monate vor der Wahl Genosse geworden. Die Kampagne “Willy wählen” war genau mein Ding. Auch im Widerstand gegen meinen ehemaligen Klassenlehrer, einen NPDler, der sich zu den Parolen der “Aktion Widerstand” (“Willy Brandt an die Wand”) bekannt hatte. Wir Jusos wurden vom Ortsverein Derendorf-Süd, der im “Hähnchen”, einer Kneipe an der Kreuzkirche tagte, heftig eingespannt. Highlight des Wahlkampfs war eine Veranstaltung in der Philipshalle, bei der ER persönlich sprach. Bei dieser Gelegenheit kam ich ihm auf weniger als einen Meter nahe… [weiterlesen...]