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Wenn Wolfgang Neuss noch lebte

Von Führern, Messiassen und Pragmatikern

adenauer_1966Nun hat sich ja dieser Tage der Tod des wichtigen Menschen Wolfgang Neuss zum zwanzigsten Mal gejährt. Da lohnt sich ein Schulterblick in die frühen sechziger Jahre des seit Längerem abgelaufenen Jahrhunderts. Denn: “If you would know your history, then you would know where you coming from.” (Buffalo Soldier von Bob Marley). Dieser Neuss war einer der wenigen seiner Zeit, die es mit dem Alten, diesem Kölner mit der klaren Vorstellung und dem großen Propagandatalent, aufgenommen hat. Ansonsten herrschte um 1965 herum Schweigen im Deutschen Wald. Adenauer hat (in dieser Reihenfolge): Altnazis für seine Politik reaktiviert, sich selbst mit seiner eigenen Stimme zum Bunzkanzler gemacht, die Wähler mit 10.000 Russlandheimkehrern bestochen, die Wiedervereinigung verhindert, die Wiederbewaffnung durchgepaukt und Deutschland zur Amikolonie geformt. Punkt. So betrachtet war Konrad Adenauer der neue Führer nach dem vorzeitigen Ende des 1000-jährigen Reiches. [weiterlesen...]

» Pamphlet von Rainer Bartel am 08.05.09
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Wie zusammenwuchs, was nicht zusammengehörte

Vereinzeltes Europa

europa_flaggeDas Wahljahr 2009 beginnt mit der ominösen Europwahl. Die erkennt man daran, dass plötzlich Wahlplakate auftauchen, auf denen die großen Volksparteien irgendwelche verdienten Nasen zum Ankreuzen präsentieren. Da soll das Stimmvieh wählen und weiß überhaupt nicht, ob und was das Europaparlament eigentlich tut. Klar ist: Es gibt keine europäische Regierung, also keinen europäischen Ministerpräsidenten oder Kanzler. Stattdessen bildet die “Kommission” quasi die Regierung. Was normalerweise “Minister” heißt, wird hier “Kommissar” genannt. Ansonsten weiß Otto Normalwähler nur, dass Europa die Krümmung der Banane normt und ständig zwischen Brüssel und Strassbourg hin und her eiert. [weiterlesen...]

» Betrachtung von Rainer Bartel am 13.05.09
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Die kleinen Bürger: FDP und Grüne

Europawahl: Die Schöne und das Biest

koch_buetikoferIm November 1972 durfte ich zum ersten Mal meine Stimme abgeben. Es war die Bundestagswahl nach dem berühmten, durch die Stasi manipulierten Misstrauensvotum gegen Willy Brandt – auch die “Willy-Wahl” genannt. Zu Zwecke seiner Wiederwahl wurde ich Genosse und aktiver Wahlkämpfer. Wenige Monate nach der Wahl gab ich mein Sozen-Parteibuch wieder ab. Die konservativen, also sozentypischen Orstvereinsgenossen hatten uns Jungen (ich war damals 20 Jahre alt) innerhalb von Wochen weggemobbt. Damals erreichten die Spezialdemokraten fast 46 Prozent der Stimmen. Der Koalitionspartner hieß folgerichtig FDP, die hatten etwa 8,% Prozent der Stimmen eingeheimst. Damals galten die Liberalen als das typische Zünglein an der Waage. Außer in der düstren Zeit der Großen Koalition unter dem Kanzler des Grauens, Kurt-Georg Kiesinger, waren die Freidemokraten immer ein Teil der Regierung. [weiterlesen...]

» Kommentar von Rainer Bartel am 06.06.09
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Europwahl-Ergebnis

Friedrichstadt ist grün

Und hier das Ergebnis der Europawahl in meinem Düsseldorfer Stadtteil Friedrichstadt:

CDU: 25,71%
SPD: 21,46%
GRÜNE: 25,71%
FDP: 12,81%
LINKE: 6,89%

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» Bericht von Rainer Bartel am 08.06.09
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Liberale sind nicht nur liberal im liberalen Sinne

Zuversicht und Mut – FDP ignorieren

fdp_kommunal09Vor Jahren habe ich einmal einen FDP-Wähler kennen gelernt. Also einen, der sich dazu bekennt, dass er sein Kreuzchen bei den Liberalen macht. Und das schon in der Ära nach Hirsch und Baum als sich die Blaugelben entschlossen hatten, ganz auf den Besserverdiener zu setzen. Da sind die ja immer noch, und deshalb findet man niemanden mehr, der sich zu dieser Splitterpartei bekennt. Auf kommunaler Ebeneist die FDP – das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand – völlig unwählbar. In einer Stadt voller Besserverdiener wie Düsseldorf steht aber zu befürchten, dass etliche SUV-Fahrer/innen doch die FDP ankreuzen und dieser Verein auf über 10 Prozent kommt. Das ist nur noch durch diese völlig bescheureten Plakate zu verhindern, die man hat aufstellen lassen. [weiterlesen...]

» Bericht von Rainer Bartel am 09.08.09
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Wie rechts kann frei sein?

Freie Wähler – rechts abbiegen

fw_kommunal09Vor rund einem Jahr rief mich eines Tages eine stadtbekannte Figur wegen eines Artikels zur OB-Wahl an. Es handelte sich um Torsten Lemmer. Er wolle da mal was geraderücken, dass er nämlich mit der rechten Szene nichts mehr zu tun habe, weil er ja Teilnehmer des Nazi-Aussteiger-Programms des Christoph Schlingensief gewesen sei und eine marokkanische Ehefrau habe. Außerdem wolle er mir die Freien Wähler nahelegen und stünde für ein Interview jederzeit zur Verfügung. Im Mai 2009 wurde dieser Torsten Lemmer (erneut) wegen Volksverhetzung verurteilt. [weiterlesen...]

» Bericht von Rainer Bartel am 01.08.09
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Düsseldorfs Grüne haben was in der Hand

Nicht von Pappe – Grün wählen

gruene_kommunal09Wer hier schon seit Längerem mitliest, weiß um meine grüne Vergangenheit. Ja, ich war Gründungsmitglied der Grünen Partei als sie noch gar nicht “Die Grünen” hieß, sondern eine sonstige politische Vereinigung (SVP) zur Europawahl 1979 war. Zur Landtagswahl 1980 habe ich für den Ökoverein kandidiert, und von 1984 bis 1989 saß ich für die Grünen in diversen Ausschüssen des Düsseldorfer Stadtrats. Dann warf man mich hinaus – offiziell wegen angeblich nicht gezahlter Beiträge. Inoffiziell… Nach den Erfahrungen in der politischen Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene war meine Toleranz gegenüber Sozialdemokraten aufgebraucht, und ich warb auf kleiner Flamme für Schwarz-Grün. Das war damals noch ein Vergehen gegen die Parteilinie. [weiterlesen...]

» Bericht von Rainer Bartel am 29.07.09
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Düsseldorfer Sozialdemokraten in der Fahndung

Protest wählen – SPD ankreuzen!

spd_kommunal09Dies wird die einzige Glosse zur SPD im laufenden Kommunalwahlkampf, versprochen. Nachdem das geklärt ist, würden Sie bitte einmal das Bild anklicken und sich das Original in Groß angucken? Danke. Ihr erster Eindruck? Genau. Kommt einem bekannt vor. Hing früher nicht nur in den Polizeidienststellen. Ob den Krähatiefen, die sich den Sozenwahlkampf aus den von der Arbeitslosigkeit bedrohten Fingern gesaugt haben, diese Assoziation bewusst war, ist offen. Falls ja, dann haben sich die Werbefuzzis insgeheim genauso über die Sozis lustig gemacht wie der Rest der Stadt. Oder wie ein Mitbürger dieser Tage zu mir sagt: “Bei der Kommunalwahl wähl ich die SPD – so als Protestwähler…” Nein, derart viel Spott und Häme haben die hiesigen Spezialdemokraten auch nicht verdient, denn früher, ja früher, da waren die mal ganz wichtig für Düsseldorf. [weiterlesen...]

» Glosse von Rainer Bartel am 21.07.09
» 1,164 x gelesen » 4 x kommentiert

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