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Wenn wollen die Werbefuzzis eigentlich noch verarschen?

Plakate, die für Plakate werben

plakatverarsche_reloadedDas wär doch so einfach: Die Werbefuzzis geben einfach zu, dass ihr pseudowissenschaftliches Gewäsch über Reklamewirkung Blödsinn ist. Dann können sie ihre Hände in Unschuld baden, wenn ihre Kollegen auf Kundenseite weiterhin Geld aus dem Fenster werfen für diese ganzen Spots und Anzeigen und vor allem Plakate. Denn glauben tut den Aussagen der Werber eh niemand mehr – von wegen: Umsatzsteigerungen etc. Keine Sau interessiert sich noch für Reklame. Und weil das so ist, geht den Fuzzis die Muffe. Da sie nix anderes gelernt haben, machen sie dann Reklame für ihre Reklame. Nun sind ja die Plakatverarscher anscheinend die primitivste Rasse dieser Art; das haben dieser alte Beitrag und die Reaktion der Außenwerbungs”experten” deutlich gezeigt. Ich gehe davon aus, dass sich die eine oder andere Reklamenase auch dieses Mal wieder melden wird. Denn jetzt machen die Plakatwerber schon mit Plakaten Werbung für die Plakatwerbung. [weiterlesen...]

» Kommentar von Rainer Bartel am 17.04.12
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23.06.2012: Das Ende der Republik wie wir sie kennen...

BILD endgültig verhindern

Es einer der Schandflecke der 68er-Geschichte, dass die Angriffe auf den Springer-Verlag nach dem Attentat auf Rudi Dutschke nur wenige Tage anhielten. Es ist eine Schande für dieses ganze Land, dass seit einigen Jahren die BILD-Zeitung betrachtet wird wie jedes andere Boulevardblatt. Und ist es verfluchte Schande, dass Deutschlands Intellektuellen, Künstler und Kreativen immer noch meinen, man können die BILD als Unterschichtenpostille mit milder Ironie ignorieren. Wenn ich dann sehe, dass der Breitmaulfrosch für die BILD Reklame macht und sich nicht mal entblödet, denen die “Gerichtsreporterin” zu geben, dann brech ich methodisch ins Essen. Und all diese witzigen Sprüche, die einen von den miesen Plakaten anröcheln. Hach, was sind wir wieder KRITISCH und schlagen das Springerklopapier mit eigenen Waffen. Man kann der Deutschband “Wir sind Helden” und ihrer Sängerin mit dem schönen Nickname Judith Holofernes gar nicht genug danken, den gewissenlosen Werbefuzzis, die diesen Mist betreiben, textlich was aufs Maul gegeben zu haben:

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» Appell von Rainer Bartel am 17.03.12
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Vom bürgerlichen Prinzip, Wut und Zorn durch moralische Vorhaltungen zu neutralisieren

Bleib bloß nicht sachlich!

Der Groß-, Klein- und Spießbürger, der auf GAR KEINEN FALL wie ein Groß-, Klein- und/oder Spießbürger gesehen werden will, leidet vor allem unter seinem schlechten Gewissen. Denn dank der Bildung, die man ihm wider Willen und im Gegensatz zu einem Unterschichtler einbläst, hat er eine gewisse Erkenntnis über die Nichtsnutzigkeit seiner Existenz. Und das will er nicht, dass man das sieht, weil es zum genetischen Fundus des Bürgers gehört, IMMER MÖGLICHST GUT dastehen zu wollen. Was genau darunter zu verstehen ist, hängt vom Zeitgeist ab. War es in den Jahren zwischen Wirtschaftswunder und Ölkrise vor allem vorzeigbar Materielles, schleuderten ihn Umwelt- und Friedensbewegung in eine Art unbestimmten, weichen Wertekanon. Der Gutmensch war geboren. Nun musste das Bürgerchen vor allem immer als lieb, nett und sozial erscheinen – Eigenschaften, auf die der Prolet schon immer scheißt. Da der Mensch an und für sich weder lieb, noch nett und nur manchmal ein bisschen sozial ist, sah sich der Bürger gezwungen, sich zu verstellen. Und vor allem symbolisch zu handeln. Den Müll in sieben Kategorien zu trennen gehört dazu. Das ist gut, und man erscheint gut – auch wenn man ansonsten mit einem SUV die Luft verpestet und Rollator-Freaks zu Tode jagt. Die Heuchelei des Bürgers ist notwendig, Bigotterie seine ewige Basiseigenschaft. [weiterlesen...]

» Kurzessay von Rainer Bartel am 08.02.12
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Tötet Autofahrer! Bevor sie euch töten...

Krieg auf den Straßen

Ja, ja, ich geh euch auf die Nerven mit meinen Anti-Auto-Predigten. Aber ich werde nicht nachlassen, so lange ich lebe und immer noch stinkende Mordkisten auf den Straßen Jagd auf unbewaffnete Verkehrsteilnehmer machen. Und nun sagt bloß nicht, ich übertreibe. Die Autofahrer unter euch, also die Individuen, die ein Auto besitzen bzw. sich mit einem Dienstwagen haben bestechen lassen, die viele Wege mit dem Pkw zurücklegen oder sich gar nicht entblöden, gerne autozufahren, ihr seid psychisch krank. Ihr leidet unter einer bipolaren Störung. Doch, doch, ich kenn euch ja. Im wahren Leben, also außerhalb eures Autistentanks auf Rädern seid ihr nette, freundliche, sympathische, kommunikative, insgesamt liebenswerte Geschöpfe. Ihr verhaltet euch vorwiegend friedlich, nehmt Kontakt auch zu Personen auf, die keinen Ressourcenvergeuder ihr eigen nennen, und benehmt euch wie menschliche Wesen. Aber dann werdet ihr Doktoren Jekylls regelmäßig zu Mister Hydes. [weiterlesen...]

» Appell von Rainer Bartel am 21.01.12
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Was, verdammt nochmal, interessieren mich "die Anleger"?

Propaganda der Finanzärsche

Als ich gestern erst die Tagesthemen und dann das Heute-Pendant sah und hörte, glaubte ich meinen Ohren nicht zu trauen. Es ging darum, dass der griechische Ministerpräsident Papandreou das griechische Volk um Zustimmung zu den Sparmaßnahmen bitten will, die ihm von den Euro-Größen aufgezwungen wurde. Nochmal im Klartext: Papandreou will die Griechen über ihr Schicksal abstimmen lassen. Man nennt so etwas Demokratie, direkte Demokratie sogar. Und dass der Ministerpräsident dies tut, trieb diversen Sprechfinken, die mit MEINEN GEZ-GEBÜHREN ALIMENTIERT werden, den Schaum vors zynische Maul. Am schlimmsten der Kommentator des Hässlichen Rundfunks, der Papandreou bezichtigt, mit dem Referendum nur seinen Arsch retten zu wollen. Auch die durchgeknallte Börsenkorrespondentin schlug in eine ähnliche Kerbe, den die Nachricht von der Volksabstimmung hatte die Kurse einbrechen lassen. Die Nase im ZDF hatte groooße Sorgen um die Anleger, dass die das Vertrauen verlören und blah und blub. Da frage ich mich ganz einfach: Was interessiert es mich, wenn “die Anleger” jammern? Und, um welche Anleger geht’s eigentlich? Da sprach der mit dem Zweiten Klartext: Es geht um die institutionellen Anleger, also Banken und sonstige Finanzverbrecher, und nicht um Joe Normalsparer mit Kapitallebensversicherung und Sparbuch. [weiterlesen...]

» Fragen & Antworten von Rainer Bartel am 02.11.11
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Wer räumt den Müll der Plakatverarscher eigentlich wieder weg? Wer zahlt?

Plakatverarschers Amoklauf

reklame_muellKalte Wut packt mich, wenn die sinnlosen Existenzen in der Reklamewirtschaft ihr Tun mit dem Wort “kreativ” bezeichnen. Denn das bedeutet “schöpferisch”, was diese Leute aber treiben, ist bestenfalls abschöpfend. Ich weigere mich auch, die Propagandaindustrie mit dem Begriff “Werbung” zu verbinden, weil dieses schöne Wort in den Bereich der zwischenmenschlichen Liebe gehört – ein Mann wirbt um eine schöne Frau (oder einen schönen Mann oder umgekehrt). Das Ziel dieser nichtswürdigenden, global marodierenden Bande ist es bekanntlich dafür zu sorgen, dass die Konsumenten Zeuch kaufen, das sie nicht brauchen und sich oft auch nicht leisten können. Nun stecken die Reklamefuzzis seit einiger Zeit in einer anschwellenden Krise, deren Vorhandensein und Ausmaß sie nach außen hin sorgfältig zu vertuschen trachten: Die Menschen hassen Reklame! Und die Konsumenten hassen Reklamefuzzis. Die aktuelle forsa-Umfrage für den Deutschen Beamtenbund zeigt, dass “Mitarbeiter in Werbeagentur” die zweitunbeliebteste Berufsgruppe überhaupt ist – gleich nach den Versicherungsvertretern. Und weil die Bürger die Reklame hassen, weichen sie ihr aus, wo es nur geht. Natürlich vermeldet diese eklige Industrie aber Erfolgszahlen, also dass die Umsätze wachsen. Mal abgesehen davon, dass gerade in dieser Branche nur Statistiken zu trauen ist, die man selbst gefälscht hat, beweist das nur, dass die Unternehmen weiter Kohle in die Propaganda stopfen. [weiterlesen...]

» Reportage von Rainer Bartel am 29.10.11
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Journalisten der Jetztzeit sind samt und sonders Apple-Missionare

Ist Steve Jobs schon tot?

Meine Entscheidung, als Journalist zu arbeiten, fiel aufgrund der Lektüre von Egon Erwin Kisch. Ich wollte ein Journalist sein, der ehrlich und realistisch über die Welt berichtet, über das, was nah und fern geschieht. Sodass die Leser meiner Artikel besser einschätzen könnten, was das alles bedeutet – für sie, für ihre Nachbarn und die ganze Welt. Unabhängig wollte ich sein, unbestechlich und knallhart. Ich begann meine Karriere mit Filmkritiken. Der erste Film, den ich für die Rheinische Post rezensierte, war Bud SpencersDer Große mit seinem außerirdischen Kleinen“, es folgte “The Wanderers“. Anschließend begann ich, für die damals noch als alternatives Stadtmagazin gedachten “Überblick” Reportagen zu verfassen. Mein Glanzstück war ein Stück über einen Cowboy-Club im Bergischen, dessen Mitglieder ihr Hobyy todernst nahmen. Aus verschiedenen Gründen landete ich so um 1979 herum in der PR, und verstand mich erstmal nicht mehr als Journalist. Warum ich das erzähle? Weil die Typen, die sich heute Journalisten nennen lassen, auf breiter Front den Arsch auf haben! Vor allem die Schwachmaten, die jetzt einen Aufmacher nach dem anderen über den Übergang des Steve Jobs in andere Sphären absondern. [weiterlesen...]

» Rant von Rainer Bartel am 25.08.11
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Wenn der Postmann Müll in den Briefkasten stopft

[Upd] Die Post und die Schweinebauchreklame

einkaufaktuellUpdate: Es hat geklappt! Ein Aufkleber mit dem deutlichen Verbotshinweis hat gereicht; keine Schweinbauchreklame mehr im Kasten! Danke an alle Tippgeber!
Eigentlich mag ich meine Zustellerin von der Post. Also wenn sie mal Dienst tut. Das dürfte gefühlt an maximal der Hälfte der Werktage im Jahr der Fall sein. Meist ist sie um Urlaub (neulich SECHS Wochen lang!) oder krank oder auf Fortbildung oder einfach nicht da. Wenn sie aber im Amt ist, dann fluppt das mit der Post. Ist bei uns nicht einfach. Wir wohnen in einem dreistöckigen Haus im Innenhof, dessen Eingangstür nur zu erreichen ist, wenn man die Toreinfahrt durchschreitet. Schlimmer noch: Ist das Tor zu, muss man draußen klingeln. Die armen Mäuse, die ihre Hartz-IV-Aufbesserung bei Blutsaugern wie Förstmehl und Teente verdienen müssen, sind damit gelegentlich überfordert. Da mach ich aber keine Vorwürfe. Wenn ich bei Wind und Wetter für 6 Euro die Stunde mit unförmigen Rädern durch die Gegend gondeln müsste, um den Menschen Unerwünschtes zuzustellen, tät ich mich auch nicht bemühen. Nun hat meine Postzustellerin über die Jahre gelernt, dass ich tagsüber der eintige Mensch im Hause bin und schellt also bei mir, wenn’s Tor zu. Ich lass sie dann rein, und sie kann dann den Kram in die Kästen im Hausflur schmeißen. Leider hat sie bislang keinen Weg gefunden, ihre vielfältigen Vertretungen entsprechend zu konditionieren. Die hauen den Kram deshalb immer einfach in den Gemeinschaftskasten, der auf Kniehöhe im Tor angebracht ist. [weiterlesen...]

» Bericht von Rainer Bartel am 23.07.11
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