Union vs Dynamo: Ohne Dresdner

Der Berliner Polizeipräsident will erreichen, dass für das Spiel der Regionalliga Nord zwischen Union Berlin und Dynamo Dresden keine Karten an die Gästefans abgegeben werden. Damit will erreichen, dass die geschätzten 150 Dynamisten, die als gewaltbereit gelten, ins Stadion kommen. Diese Maßnahme ist ein weiterer Beleg für die weitreichend Inkompetenz der Polizei in Sachen “Stadionsicherheit” und ganz grundsätzlich eine Bankrotterklärung.

Was wird passieren, wenn Polizeipräsident Glietsch damit durchkommt? Klar, der Gästeblock in der alten Försterei wird leer bleiben. Aber, Hunderte Dynamo-Anhänger werden mit allen Mitteln versuchen – und das lässt sich nicht verhindern- Tickets für das Spiel zu bekommen; sie werden also zwischen den Union-Fans stehen und sitzen. Diejenigen Dresdner, die auf Boxereien aus sind, werden zudem trotzdem anreisen und sich möglichst nah am Stadion aufhalten, um so außerhalb ihre Treiben zu betreiben und vor und nach dem Spiel Angriffe auf Union-Freunde fahren. Das wird die Fraktion Grün nicht verhindern können. Im besten Fall werden Bilder von “Ausschreitungen” in der Försterei ausbleiben, dafür möglicherweise aber Videos von Straßenschlachten ihren Weg auf Youtube finden.

Letztlich belegt der Versuch, dass das Stadionverbot als Disziplinierungsmaßnahme gescheitert ist. Die Angelegenheit zeigt auch, dass die Ordnungskräfte offensichtlich den Versuch aufgeben wollen, die körperliche Gewalt (denn um bengalische Lichter und Rauchbomben geht es erstmal nicht…) in Kooperation mit den Fanbeauftragten und den anderen Instanzen der “Kurve” zu unterbinden. Hier wird das Ende des Fußballs, wie wir ihn kennen, eingeläutet. Und das wegen 150 durchgeknallter Dresdner…


» Kommentar von Rainer Bartel am 22.04.08 um 18:00 » in Kategorien: Sport » 607 x gelesen » 1 x kommentiert
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  1. Ich habe die ultimative Lösung. Alle verdächtigen Personen aus Dresden müssen sich am 08.05.2008 um 19.00 Uhr bei ihrer zuständigen Polizeidienststelle melden, um eine Anreise nach Berlin zu verhindern. Daneben wird es an allen Ausfallstraßen, Bahnhöfen und Fahrradverleistationen Dresdens ab dem 07.05.2008 ab 05:00 Uhr Polizeikontrollen geben, die eine Abreise potentieller Gewalttäter nach Berlin verhindern soll. Besonders Ausschau wird dabei nach weißen, sportlich gebauten Männern zwischen 16 und 35, und Frauen zwischen 16 und 30 gehalten. Diese werden sofort einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterzogen und ihre Daten mit der Datei “Gewalttäter Sport” abgeglichen. Liegen bereits Eintragungen vor, werden sie sofort für 48 Stunden in Vorbeugehaft genommen. Liege noch keine Eintragungen vor bzw. geben sie bestimmte Gründe an, weshalb sie aus Dresden fortreisen wollten (egal ob mit einem privaten Fahrzeug, einem Dienstfahrzeug oder jeglichem anderen Fahrzeug). Diese Angaben werden umgehend auf Plausibilität überprüft, ggf. durch eine polizeiliche Begleitung zu einem Arbeitsplatz/Dienstort, zur Schule, Verwandten/Familienangehörigen oder andere zielführende Maßnahmen. Fällt die Plausibilitätsprüfung negativ aus, ist die betroffene Person vorbeugend in Gewahrsam zu nehmen.

    In Berlin wird es ebenfalls ab dem 07.05.2008 ab 05:00 Uhr Polizeikontrollen im Stadtteil Köpenick geben. Dazu werden verdächtige Personen gebeten, mal einen längeren Satz zu sprechen. Bei Verdacht auf einen sächsichen Zungenschlag werden die oben bereits geschilderten Maßnahmen durchgeführt.

    Ist doch alles ganz einfach, oder?

     
    Kommentar von Tagedieb am 24.04.08 um 15:35

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